laut.de-Kritik

Halbgares Riff-Rock-Päckchen.

Review von

So ganz hat der 3-EPs-innerhalb-eines-Jahres-Plan von Skid Row dann doch nicht hingehauen. Erst dieser Tage erscheint der zweite Teil der "United World Rebellion"-Trilogie – gut ein Jahr nach dem ersten Streich. Allzu böse sollte man den ehemaligen Speerspitzen der Guns N' Roses-Nachfolge-Generation aber nicht sein, schließlich brachten die Amis im Mai 2013 ein respektables Riff-Rock-Päckchen an den Start, das auch heute noch der einen oder anderen neuen Konkurrenz-Veröffentlichung das Fürchten lehrt.

Auch auf der zweiten EP verneigt sich das Kollektiv abermals vor einer musikalischen Rückspiegel-Melange aus Altbewährtem. Die Rede ist von Powerchords-lastigem High-Energy-Rock und rotzig schnodderigem Punk-Metal.

Dabei machen es sich der Bizeps-Opener "We Are The Damned", der Fast-Forward-Mosher "Damnation Army" sowie der schleppende Düster-Bulldozer "Zero Day" ganz oben auf dem Headbanger-Thron gemütlich. Zwar bleibt bei bis zum Anschlag aufgedrehten Amps in punkto Charakteristik nicht allzu viel übrig, doch für einen kurzweiligen Kopf-durch-die-Wand-Spaziergang auf dem Wacken-Gelände reicht es allemal.

Wer mit dem Kopf durch die Wand prescht, der muss zwischendurch auch mal die Luft anhalten um den Verband zu wechseln. Leider schleicht sich der obligatorische "I Remember You"-Gedenk-Melancholiker diesmal völlig seelenlos und ausdrucksschwach an den Gehörgängen vorbei ("Catch Your Fall").

Auch die Idee, sich an legendären Queen- und Aerosmith-Ergüssen zu versuchen ("Sheer Heart Attack", "Rats In The Cellar"), erweist sich als keine gute. Nahezu völlig frei von einem eigenem Beitrag stampfen die Herren Solinger und Co auf dem Fundament der Geschichte herum

Schlussendlich kommt nicht mehr als ein warmer Kurzzeit-Applaus bei rum. Wer schließlich mit nur sieben Songs um die Ecke kommt, von denen man sich drei hätte sparen können, darf am Ende auch nicht mehr erwarten.

Trackliste

  1. 1. We Are The Damned
  2. 2. Give It The Gun
  3. 3. Catch Your Fall
  4. 4. Damnation Army
  5. 5. Zero Day
  6. 6. Sheer Heart Attack
  7. 7. Rats In The Cellar

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1 Kommentar

  • Vor 3 Jahren

    Huhu Kai,

    nein das schon wieder, hüpft einfach aus irgendeiner Kiste. :-)

    Ein bisschen mehr trauen hättest dir nun doch gönnen können. Ich hätte dem Album, doch 3 Points verpasst. Völlig recht haste da mit das es nix besonderes ist und auch irgendwie Innovation vermissen läßt. Deutlich machst du das an den alten Queen und Aerosmith Gassenhauern. Als alter Queen Fan find ich, hab ich schon schlechtere Cover gehört. Auch Aerosmith geht so in Ordnung. Die restlichen 5 Stücke brechen nun auch nicht so weg, das gleich ein Verriss dabei rum kommen muss. Die Länge des Albums ok, ich schiebe es mal darauf, das Skid Row nicht gerade ihre kreativste Phase hat. Wirklich schlecht macht das aber ein Album nicht. Nein wirklich, um für 30 min. sich Headbangend auf seine Knie zu begeben, reicht es völlig aus. Und komisch einen anderen Anspruch muss Heavy Metal auch nicht erfüllen. Oder?

    Gruß Speedi