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Der Jamaikaner darf wegen seiner schwulenfeindlichen Texte nicht auf die Bühne.
Chiemsee (anu) - Der Veranstalter beugt sich dem Druck der Straße: Sizzla wird beim Chiemsee Reggae Summer am Sonntag nicht auf der Bühne stehen.
Der jamaikanische Reggae-Künstler steht wegen seiner schwulenfeindlichen Texte in der Kritik. Sogar sein langjähriger Weggefährte und Fürsprecher Gentleman kehrte ihm deshalb den Rücken: Im laut.de-Interview erklärte er kürzlich, dass er nicht mehr hinter ihm stehen könne.
Angst vor Randalen
Da die Organisatoren des Festivals am Chiemsee heftigen Protest befürchteten, sagten sie Sizzlas Auftritt aus Sicherheitsgründen ab. In einem Statement auf der Festival-Homepage heißt es: "Gruppierungen aus dem linksradikalen Spektrum gefährden mit der Anmeldung mehrerer Demonstrationen in unmittelbarer Nähe des Festivalgeländes die Sicherheit der Veranstaltung."
Darüber hinaus stelle der Festivalboykott von Bündnis 90/Die Grünen, die sich vor anderthalb Wochen im bayerischen Landtag gegen den Chiemsee Reggae Summer ausgesprochen hatten, sowie deren Hinweis auf mögliche Unruhen einen friedlichen und geordneten Ablauf in Frage, heißt es weiter.
Zensur vs. künstlerische Freiheit
Zwar hatte sich der Veranstalter CRP Konzertagentur zuvor schon von Sizzlas Texten distanziert. Trotzdem bedauern die Veranstalter die Absage. "Diese Unwägbarkeit hat uns, obwohl wir nachhaltig für Kunstfreiheit und gegen Zensur eingetreten sind, letztlich dazu bewogen, das Konzert abzusagen. Wir weisen allerdings ausdrücklich darauf hin, dass Künstlern wie Sizzla eine Plattform gegeben werden sollte, im Rahmen der geltenden verfassungsrechtlichen Grundsätze, ihre Musik darzubieten."
"Kunstfreiheit ist ein hohes Gut, aber wenn der Hass sich der Kunst bemächtigt, darf man nicht wortlos zur Seite stehen", zitiert die Süddeutsche Zeitung dagegen den Parlamentarischen Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck. "Erneut ist es dem friedlichen Engagement der Menschen vor Ort zu verdanken, dass der Hass-Sänger Sizzla keine Bühne bekommt."



, da will ich sehn wie schnell das konzert veroten wird) eben als solche behandelt werden, nämlich als straftat :-)









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