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Ein Blick aufs Cover genügt, um zu erahnen, auf welches Publikum der kanadische Fünfer immer noch abzielt: In einem mit Simple Plan-Postern tapezierten Teeniezimmer räkelt sich eine höchstens Zwölfjährige, die für ihr Alter eigentlich zu große Hupen hat. Und zu genau solchen Mädels passt die Musik - auch wenn die Jungs rund um Sänger Pierre Bouvier schon lange deren Väter sein könnten.
"Eleven golden nuggets to get your heart racing", verspricht der CD-Aufkleber. Soso. Eines dieser Nuggets soll wahrscheinlich "You Suck At Love" sein. Die süße Pop-Punk-Nummer plätschert so dahin und erzählt von der verflossenen Liebe. Dass denen aber nach 13-jähriger Bandgeschichte immer noch nichts anderes einfällt, als über Herzschmerz zu singen, ist schon allein ihres Alters wegen eine Watschen wert.
Features sind immer noch in Mode. Warum auch nicht? Natasha Bedingfield trifft besagte Zielgruppe voll, und "Jet Lag" ist so süß rockig, dass es schon fast weh tut. Bouvier und Natasha sind ja so schrecklich weit voneinander entfernt, ihre Herzen sind ach so "jetlagged" und sie vermissen sich "so bad". Könnte man da nur noch mal Kiddie sein: Ich würde tränenüberströmt meine Knutschfreundin anrufen und über ihren neuesten Nagellack schnattern.
Schnulzige Melodien durchziehen das komplette Album, radiotaugliches Easy listening. Dabei klingen sie noch immer nach einer Mischung aus Blink 182 und Good Charlotte. Die goldigen Gitarren-Riffs schießen geradezu aus den Boxen, manchmal mit etwas Keyboard garniert. Immer schön nach Schema F, da kann selbst ein K'Naan den bitteren Beigeschmack beim Rock-Lollie-Pop "Summer-Paradise" nicht nehmen.
Eines muss man Simple Plan gleichwohl lassen: Der Plan geht auf, und das seit Jahren. Ihre CDs verkaufen sich wie das sprichwörtliche - in diesem Fall - Nutella-Brot. Außerdem werden Bibi Blocksberg-Schlüpper und BHs in den Größen 60-AA auch weiterhin auf die Bühne fliegen.
| Shop | Titel | Info | Preis | Porto | Gesamt |
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Simple Plan - Get Your Heart On! | Infos (Lieferzeit/Service) | €13,99 | €3,95 | €17,94 |
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Simple Plan - Get Your Heart on! (French Version) | Infos (Lieferzeit/Service) | €16,99 | €3,95 | €20,94 |
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Simple Plan - Get Your Heart on! | Infos (Lieferzeit/Service) | €16,99 | €3,95 | €20,94 |
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Simple Plan - Get Your Heart On | Infos (Lieferzeit/Service) | €17,99 | €2,99 | €20,98 |
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Get Your Heart On! | Infos (Lieferzeit/Service) | €18,99 | €3,00 | €21,99 |
"...eine höchstens Zwölfjährige, die für ihr Alter eigentlich zu große Hupen hat." 
Eine anspruchsvollere Review hat das Album wahrscheinlich nicht verdient - schon die Titel klingen sehr langweilig.
Ne Freundin von mir hat mich genötigt es mit ihr zu hören, und ich muss wirklich sagen: GROßER MIST!
Selbst Natasha Bedingfield rettet hier nix mehr, Maulwurfpop vom allerfeinsten.
Simple Plan sind einfach jung geblieben und leben ihren Traum und ihre Vorstellung von sorgloser Sonnenscheinmusik. Das die Musik auf ein Publikum abzielt, zu dem du nicht gehörst, rechtfertigt die schlechte Wertung nicht. "[...] Und zu genau solchen Mädels passt die Musik [...]" - also sind jetzt alle 12 jährigen Mädels 2 von 5 Sternen wert oder was? #fail
Wie darf ich denn das verstehen?unserer* 
Natürlich ist das La-La-La-Gedudel, aber wem sowas Spaß macht, der soll's hören. Die Jungens und Mädels von Lauch sollten (meiner Meinung nach) endlich mit diesen Verrissen aufhören. Wenn ein Album so scheiße ist, warum setzen sie sich dann noch hin und schreiben drüber? Und wenn sie doch schon sitzen und schreiben, warum schreiben sie dann SOWAS? Vernünftige Review oder gar keine Review, so seh ich das.

ganz klar. Fairerweise muss ich sagen, was ich als ... nicht-pop-hörer so von dir lese, scheint mir du weisst immerhin ganz ordentlich über "deine Sparte" bescheid. Find ich gut. Und richtig, jeder soll hören was ihm gefällt. Der Stempel "Scheiss Musik" ist ja eh subjektiv ^^
Schade, ich hatte mir als so etwas wie ein Simple Plan-Fan doch ein bisschen mehr versprochen. Hat der Produzent nicht auch etwas mit Boys like girls (muss man nicht unbedingt kennen) zu tun gehabt? Das hört man leider überall viel zu sehr heraus. Das Album hat um einiges weniger Substanz als die Vorgänger. An den meisten Stellen billiger Einheits-Pop, den man kaum mehr als Pop-Punk bezeichnen kann. Da wäre mehr drin gewesen, die Nummer mit Natasha Bedingfield gehört da fast noch zu den Highlights.
Ich find den Review etwas überzogen! Nur weil die Bands (zb Blink 182, Sum41...), die früher die gleiche oder ähnliche Musik gemacht haben wie Simple Plan, sich jetzt weiter entwickelt haben und irgendwelches stinknormales Alternativ-Zeug produiziern oder gar ganz von der Bildfläche verschwunden sind, bedeutet das nicht, dass SP es auch so machen muss. Klar, man kann ihnen vorwerfen, sie würden sich nicht weiterentwickeln und dass sie da stehen geblieben sind, wo sie vor 10 Jahren schon waren, aber es klappt ja! Und ich bin froh auch nochmal was anderes, lockereres zuhören und dabei nicht gleich auf Lady Gaga oder sonst einen Pop-Scheiß umzusteigen! Es mag sein, dass Pop-Punk kaum noch produziert wird, aber es macht Alben wie dieses nicht schlecht! Es muss ja nicht immer ernst und Alternativ sein! Meiner Meinung nach ist das Album wirklich gelungen!
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