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Nach der Tour mit Deadsoul Tribe wurde es recht schnell wieder ruhig im Sieges Even-Camp. Sowohl Olli als auch Alex waren mit Blind Guardian und Rhapsody Of Fire sehr aktiv, und Arno bereitete sich mit seiner Band Bonebag auf deren Debüt vor. Parallel dazu liefen wohl aber schon die Vorbereitungen zu dem, was uns nun in Form von "Paramount" vorliegt.
Den Opener "When Alpha And Omega Collide" durfte ich mir ja schon während dem Prelistening im Studio zu Gemüte führen, und der damalige Eindruck bestätigt sich voll und ganz. Der Song hat bei der Band inzwischen absolute Priorität und anstatt sich in kopflastigen Frickeleien zu verrennen, setzen die Jungs lieber auf Melodie. Mit einem Sänger wie Arno auf ein absolut vernünftiger Schritt, schließlich legt der sympathische Frontmann hier eine erstklassige Leistung hin.
Der Übergang zu "Tidal" ist nahtlos, und auch hier wird schnell deutlich, wie sehr sich die einzelnen Musiker technisch zurücknehmen, um die Melodien erst richtig zum Tragen zu bringen. Arno hat mit seiner Stimme einen enormen Spielraum, den er vor allem im Chorus nach Kräften auslebt. Die kurzen, spanischen Akustikgitarren gegen Ende des Songs setzen dem Ganzen nur noch das I-Tüpfelchen auf. Die daran anschließende Ballade "Eyes Wide Open" ist bei all ihrer Schlichtheit einfach nur unbeschreiblich schön.
Auch das kaum weniger eingängige "Iconic" lief schon im Studio und bestätigt den damaligen Eindruck, es mit einem typischen, wenn auch sehr geradlinigen Sieges Even-Song zu tun zu haben. Genau wie Arno dort schon erwähnte, hat man bei manchen Parts einfach das Gefühl, dass die Wolkendecke aufbricht und die Sonne heraus kommt. Ein wenig melancholischer ist die Einleitung von "Where Our Shadows Sleep", die Stimmung hält sich auch durch den Rest des Songs. So sehr sich Olli spielerisch auch zurückhält, trägt sein Bassspiel doch herrlich zum Gesamtsound bei.
Wie im Studioreport erwähnt, setzt "Duende" auch mal ein wenig mehr auf elektronische Spielereien. In Sachen Handarbeit drehen die Musiker hier aber ebenfalls mal wieder ein wenig mehr auf und zeigen, dass sie es auch ein wenig komplexer angehen können. Den Vergleich mit der aufreißenden Wolkendecke kann man auch auf "Bridge To The Divine" noch mal anwenden. Vor allem zeigt sich hier sehr schön, wie klar und differenziert der Mix von Kris Kohlmannslehner geworden ist und jedem Instrument Rechnung trägt.
Eigentlich fällt erst beim verzerrten Intro zu "Leftover" auf, wie sehr akustische Gitarren bislang das bestimmende Element auf "Paramount" sind. Das fällt aber keinesfalls negativ ins Gewicht, ganz im Gegenteil trägt es eher zur entspannten Stimmung der Scheibe bei. Das instrumentale "Mounting Castles In The Blood Red Sky", stellenweise mit der "I have a dream"-Rede von Martin Luther King unterlegt, ist ebenfalls kein Showing-Off der einzelnen Musiker, sondern einfach ein verträumtes Stück Musik, das sich dem Gesamtbild des Album toll anpasst.
Mit fast neun Minuten leitet uns der Titeltrack langsam den Ende entgegen. Sehr verträumte Klänge und einlullende Synthies lassen einen langsam wieder in die Realität zurück finden, der man für ein paar Minuten entflohen ist. Mit einem wirklich tollen Saxophon-Solo sorgen sie noch mal für eine große Überraschung, dann ist aber endgültig Schluss. Sieges Even setzen 'progressiv' nicht mit technischen Glanzstücken gleich, sondern mit kontinuierlicher Weiterentwicklung, und unter diesen Gesichtspunkt ist "Paramount" wahrlich Progressive Rock.
| Shop | Titel | Info | Preis | Porto | Gesamt |
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Für die 3 Burschen, die sich noch für MUSIK interessieren! 
Die BRD ist, was den Prog angeht, eher Brachland. Selbst die Bekanntesten sind nur den absoluten Liebhabern bekannt. Kennt man sich ein bisschen aus, wird einem wohl (wenn überhaupt) als erstes der name Sieges Even einfallen.
Sie sorgten mit ihrem letzten Album The Art Of Navigation By The Stars für einhelliges Kritikerlob und hoffentlich ergeht es ihrem nächsten Album "Paramount" auch so.
1. When alpha and omega colide
2. Tidal
3. Eyes Wide Open
4. Iconic
5. Where our shadows sleep
6. Duende
7. Bridge to the divine
8. Leftovers
9. Mounting castles in the bloodred sky
10. Paramount
Sie erscheint am 21. September und ist jetzt immerhin schon auf Platz 442 der Amazon-Verkaufscharts (Keine Ahnung, ob das was wert ist).
Freue mich drauf, auch wenn ich das Album eher mit Zurückhaltung erwarte, da ihre Musik doch immer eine eigene Richtung einschlägt. Ich bin gespannt.
Die neue Platte geht den Weg des Vorgängers direkt weiter. Wer The Art of Navigating by the Stars mochte, wird die neue auch okay finden, obwohl sie meiner Meinung nach etwas schwächer ist. "Mounting castles in the bloodred sky" ist ganz übel, wer braucht denn noch ein Lied mit Martin Luther King Zitaten?
Mit den "alten" Alben von Sieges Even haben die beiden letzten aber nicht mehr viel gemein. Kaum bis kein Gefrickel. Eigentlich ist das kein Prog-Metal mehr. Macht ja auch nichts, man darf nur keinen erwarten. :-)
Tim
Naja, also Sty[color=red:e00f87888a]x ist schon ne ganze Latte Prog. Keine Ahnung, wie du Prog definieren würdest, aber da wird eigentlich ziemlich krass alles aneinander gereiht, was man so finden kann.
Aber beim Begriff "Metal" kann man durchaus streiten.
[color=red:e00f87888a]Bearbeitet.
Ich habe noch mal recherchiert: Die Sieges Even-Platte, die ich mal gehört habe, heißt "A Sense Of Change". Kennt die hier jemand? Mir war sie damals zu kompliziert, aber das war auch zu der Zeit, als ich nur Anthrax, Pantera und Metallica gehört habe. 
[quote:7e94368703="Vicious!"]Naja, also Sty ist schon ne ganze Latte Prog. Keine Ahnung, wie du Prog definieren würdest, aber da wird eigentlich ziemlich krass alles aneinander gereiht, was man so finden kann.
Aber beim Begriff "Metal" kann man durchaus streiten.[/quote:7e94368703]
Wenn du mit "Sty" "Mounting castles in the bloodred sky" meinst: Mag ja sein, dass es Prog ist. Es geht ja nicht um die Definition, sondern ums Gefallen, und da fällt das Stück sehr ab im Vergleich zur restlichen CD. Und "krass aneinanderreihen" macht es ja auch nicht besser (und ist auch kein Merkmal von Prog, denke ich).
Die Zitate nerven da einfach. Wie man es besser macht haben Galahad auf der Letzten CD bewiesen (in I could be god).
Tim
Sehr schöne bzw. passende Laut-Review - klasse Album! Muss sie zwar noch häufiger hören um mir ein wirklich finales, aussagekräftiges Bild zu machen, aber nach den ersten Umdrehungen steht sie für mich auf einer Stufe mit "The Art Of Navigation By The Stars"...
[quote:10ba79e950="Vicious!"]Für die 3 Burschen, die sich noch für MUSIK interessieren!
[/quote:10ba79e950]
Tue ich auch
Auch wenn ich eher The Fall Of Troy, Dredg und co. höre 
OLSEN! HÖREN! UNBEDINGT!!!
Einzig das merkwürdig anmutende "Mounting castles..." fällt etwas aus dem Rahmen und die Spracheinlagen nerven speziell bei den ersten Hördurchgängen. Auf rein musikalischer Ebene ist dieses Werk über viele Zweifel erhaben!
Detaillierte Meinung folgt bald.
Nur noch einen Satz zum Abschluss, den ich auf einer dänischen Musikseite gelesen habe: "This is music for feinschmecker's!" Word! 
ist bestellt!
mehr oder weniger blind, aber hier weis ich einfach bei einigen das ich auf Empfehlungen bauen kann 
Hab unsern lieben Freund ich_liebe_rock doch schon vor ein paar Tagen über ICQ terrorisiert, dass er sich doch mal Sieges Even gönnen soll - hab ihm ganz doll vom neuen Album vorgeschwärmt 
Reife Leistung! 
hach eben bestellt:
die neue Riverside
die neue Oceansize
die neue (letzte) Ministry 
und eben die neue Sieges Even 
Ach ihr seid alle so technisch versiert. Mit eurem ICQ-Zeugs und so, da kann man gar nicht spannern, über was ihr so schreibt. 
Riverside wär auch noch ne Überlegung wert. Aber "Out Of Myself" hat mich dann doch nicht so überzeugt.
P.S.: Bin schon ein geistiges Wrack, habe Survivalisms Post oben ganz übersehen. 
[quote:f9d0e3cb39="Vicious!"]Riverside wär auch noch ne Überlegung wert. Aber "Out Of Myself" hat mich dann doch nicht so überzeugt.[/quote:f9d0e3cb39]
Out of Myself ist meiner Meinung auch ne sehr gute Platte, aber das zweite "Second Life Syndrome" ist echt die Krönung. Das muss dir einfach gefallen 
Sehe gerade, du hast ja ICQ!


[quote:1d7bfb5fc2="Vicious!"]P.S.: Bin schon ein geistiges Wrack, habe Survivalisms Post oben ganz übersehen.
[/quote:1d7bfb5fc2]
Sind wir nicht alle geistige Wr... was is eigentlich die Mehrzahl von "Wrack"
"Second Life Syndrome" ist wirklich stark!
Bin auch gespannt auf die neue Oceansize...
super Album, klasse Band. Wie konnte mir das so lange entgehen 
dann besorg dir bei Gelegenheit noch "The Art Of Navigation By The Stars" falls du das nicht schon gemacht hast - du wirst es lieben! 
Aufgrund akutem Geldmangels musste ich die Platte erstmal hinten anstellen, nachdem ich mir vorgenommen hatte den Nachfolger von The art of navigating by the stars sofort zu kaufen.
Was ich hier lese stimmt mich schonmal froh, dass mir die Platte gefallen wird - hat bei The art of navigating by the stars zwar etwas gedauert aber das ist sowieso bei mir fast immer so.
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben 
Mhmm... ist die neue auch so "klinisch tot" wie die Art of...?
Ich mein damit diese auf Hochglanz polierte Atmosphäre, weiß nicht wie ich das ausdrücken soll. Klingt sie irgendwie "kalt" oder "steril"? Ich mein, nichts gegen Transparenz im Mix, aber man kann's mit dem Frequenzenpolieren auch echt übertreiben. Hat dazu geführt, dass ich den Vorgänger als gefühlslos abgestempelt habe. Rein technisch war die Platte aber 1A.
Also die Atmosphäre ist eindeutig etwas "düsterer und wuchtiger". Einige Lieder schweifen sogar in (ebenso genialen) Partyprog ab. (Tidal
)
Der Opener "When Alpha..." hat eine der besten Melodiebögen der letzten Zeit und "Paramount" ist auch über jeden Zweifel erhaben. Nur um mal einen Kurzüberblick zu schaffen.
Also, wo "Navigating" noch sehr sperrig und destiliert daherkam, ist Paramount um einiges kräftiger, dreckiger und eingängiger (auch wenn es dennoch einige Umdrehungen benötigt).
ich finde, man kann es eigtl. sehr gut mit dem "aktuellen" Marillion Werk vergleichen. Am Anfang wirkt es noch sehr unscheinbar mit einigen kleinen Highlights, aber mit der Zeit wächst das Feeling und die Details kommen viel besser zur Geltung, ohne aufgesetzt zu wirken.
Es versprüht quasi mehr Spielfreude und wirkt nicht so konzipiert. Wie eine technisch perfekte Jam-Session für Prog-Puristen. 
Uneingeschränkt empfehlenswert!
die CD bekam bisher noch nicht die Aufmerksamkeit die sie sicherlich verdient hätte. Bisher 2-3 Durchläufe, aber sehr überzeugend. Davon abgesehen , dass ich nur durch eure Empfehlungen auf die Band aufmerksam wurde! nochmals Danke 
Hab mir erlaubt, zu meinem Einstieg in die Laut.Bar eine eigene Rezension zum jüngsten Album der Münchner Progger zu verfassen, hier das Ergebnis:
"Paramount" schafft es genau wie
der Vorgänger (The art of navigating by
the stars), vom ersten bis zum letzten Ton,
mich zu fesseln, mitzureissen und mich in die
Soundstrukturen - die meiner Meinung nach
übrigens sehr eingängig sind - tief
eintauchen zu lassen und beinahe alles um
mich herum zu vergessen.
Die Scheibe startet mit "When Alpha and
Omega collide" und sofort wird klar,
daß die Band inzwischen mehr Wert auf
Song-Strukturen statt auf Frickelei legt (was
auf dem Vorgänger ja schon prima
geklappt hat), was aber im Zusammenspiel mit
Arnos Stimme die absolut richtige
Entscheidung ist. Dieser Holländer gehört so zu Sieges Even, als hätte er noch nie was anderes gemacht, wobei das auf keinen Fall abwertend für seine Vorgänger (Franz Herde und Jogi Kaiser) sein soll, aber Arno passt zu Sieges Even nun mal wie die Faust auf's Auge.
Weiter geht's mit "Tidal",
welches für Sieges Even
Verhältnisse doch recht hart und knackig
startet, vor allem die Rhytmusgitarre...ein
Song, der mir vor allem beim mehrstimmigen
Gesang im Refrain (und nicht nur da) kalte
Schauer über den Rücken laufen
läßt...abgeschloßen wird
"Tidal" mit einem wunderbaren
spanischem Gitarrensolo...stark!!!
Mit "Eyes wide open" legt die Band
eine Ballade an den Tag, die den Vergleich
mit den Balladen diverser anderer
Prog-Metal-Bands á la Dream Theater,
Fates Warning oder Shadow Gallery absolut
nicht scheuen braucht, einfach ein
wunderschönes Lied.
Mit "Iconic" setzt sich das fort,
was sich schon mit den erstens Songs des
Albums angekündigt hat, Sieges Even
haben sich mit "Paramount" ein sehr
eingängiges Werk zusammengeschustert.
"Where our shadows sleep" ist das
melancholischste Stück auf dem
Silberling mit herrlichem Backgroundgesang,
was zeigt, daß die Jungs nicht nur ihre
Instrumente perfekt beherrschen, sondern auch
richtig gut bei Stimme sind...echte
Vollblutmusiker, wovon wir als Hörer
natürlich profitieren.
"Duende" glänzt mit einem
klasse Baß-Spiel von Olli, der Song ist
etwas komplexer als andere Stücke auf
dem Album.
"Bridge to the divine" ist, wie ich
finde, ein Lied, welches auch locker seinen
Platz in den Top 10 der deutschen Charts
verdient hätte, ein Song mit
Hit-Charakter...was nicht unbedingt bedeuten
soll, daß ich die Band da oben sehen
will, für mich sind sie auch so TOP.
Als nächstes folgt "Leftover",
daß sich abwechselt mit akustischen und
verzerrten Parts...gelungene Mischung.
"Mounting Castles In The Blood Red
Sky" ist ein sauberes Instrumental
unterlegt mit Auszügen der weltbekannten
Rede von Martin Luther King: "I have a
dream" und so fühle ich mich
auch...einfach zum Träumen
Das Titelstück ist auch gleichzeitig mit
fast 9 Minuten das längste und ein
wunderbarer Abschluß meines Album des
Jahres und überrascht gegen Ende mit
einem schönen Saxophon-Solo.
FAZIT: "Paramount" ist das bisher
eingängigste Album der Münchner,
ohne Schwächen beim Technischen,
einziger Kritikpunkt könnte eventuell
die teilweise fehlende Abwechslung sein, aber
mich hat das nicht im geringsten
gestört. Der mehrstimmige Gesang, der
sich über das komplette Album fortsetzt,
hat's mir ganz besonders angetan.
Wer "The art of navigating by the
stars" mag, wird auch von
"Paramount" begeistert sein...
Au Mann!
In den 80ern hatte ich mich schon mal an die Jungs von SIEGES EVEN herangewagt, fand den melodiefreien Kreischgesang damals aber so nervtötend, dass ich den Versuch gleich wieder aufgegeben habe. Nach einer richtig guten Kritik von "Paramount", die ich zufällig mal gelesen hatte, wurde ich aber wieder aufmerksam und habe mir die Live-Scheibe "Playgrounds" gegönnt. GENIAL!! Selten so eine geile CD besessen! Und der Sänger (ein Schlagzeuger, was für eine gute Idee bei dieser Art von Musik!) passt wie die Faust aufs Auge.
Und was muss ich feststellen, als ich gerade beschlossen habe, mir die Band UNBEDINGT und schnellstmöglich mal live anzusehen...? Die haben sich schon wieder aufgelöst!! Sogar die Website ist futsch. Schade, schade, schade.
Na ja, vielleicht, wenn die Vier mal wieder gleichzeitig etwas Freizeit haben... (seufz)
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