- Top 100
- Redaktionsempfehlungen
- Zuletzt gehört
Format
Playlist
Aktuelle Sendung
SeitHomepage:
"S wie der Stress, den du kriegst wenn ich am Mic bin. I wie 'Du Idiot!' Mich zu battlen wär' Leichtsinn. D wie die Drogen, die ich mir täglich gebe. O wie der Orgasmus, den ich nur beim Rap erlebe."
Bei einem Buchstabierwettbewerb könnte Sido jederzeit antreten. Je nach Bedarf interpretiert der Berliner seinen Künstlernamen auch als Abkürzung für "Scheiße in dein Ohr" oder - als ihm das irgendwann nicht mehr passend erscheint - "super-intelligentes Drogenopfer".
Als Zugpferd des Untergrund-Rap-Labels Aggro Berlin pöbelt und prollt sich Sido ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Seine markante Totenkopf-Maske sorgt neben provokativen Texten - wie etwa in seinem wunderbar zartfühlenden "Arschficksong" - für immensen Wiedererkennungswert.
Dabei beginnt die Geschichte ganz bescheiden im Osten Berlins. Hier kommt Paul Würdig am 30. November 1980 zur Welt. Der Ausreiseantrag seiner alleinerziehenden Mutter wird 1988 bewilligt: Sie zieht nach West-Berlin und kommt samt Kindern zunächst in einem Asylbewerberheim im Wedding unter.
Ein Abstecher nach Lübeck bleibt kurz. Die Familie landet bald wieder in Berlin. Im Märkischen Viertel, um genau zu sein. Dem Bezirk, dem Viertel, der Gegend, dem Zuhause, dem Sido Jahre später mit "Mein Block" eine Hymne auf die dreckigen Straßenzüge schreibt.
Sidos musikalische Karriere startet 1997: Mit seinem Kumpel B-Tight schließt er sich zu Royal TS zusammen - das "Royal" im Namen steht kurz für Royalbunker, das Untergrund-Label, dessen Dunstkreis auch Kool Savas oder Eko Fresh entstiegen.
Das erste Royal TS-Tape "Wissen, Flows, Talent" entsteht unter widrigsten Bedingungen mit bescheidenen Mitteln: Auf einem ollen Vierspur-Gerät schustern die beiden ihre Ergüsse zusammen. Die Beats stammen aus der Playstation. Die provokante, teils aggressive Ausrichtung von Sidos Texten lässt sich hier jedoch bereits heraushören, ebenso der lakonische Unterton.
Nach dem Wechsel zum aufstrebenden Label mit dem Sägeblatt streichen Sido und B-Tight das "Royal" aus ihrem Namen und benennen sich - Gruß an ihre Crew Die Sekte - in A.i.d.S. um - alles ist die Sekte. Während B-Tight seine ersten Alben unters Volk wirft ("Mein Album", "Der Neger In Mir"), wartet Sido noch ab. Er lauert auf den richtigen Zeitpunkt.
Spätestens, als der Mond in Gestalt von "Mein Block" auf einem Sampler im Juice-Magazin ins Ghetto kracht, gibt es jedoch kein Halten mehr. Sidos Debüt "Maske" erscheint 2004 und sorgt allerorten für Gesprächsstoff.
Diverse Kontroversen gipfeln im Juli 2004 in einer handfesten Prügelei mit Azad - nachdem Sido zuvor munter dessen Mutter beleidigt hatte: "Hätte ich jetzt ein Bett hier, würde ich Azads Mutter mal richtig durchnehmen."
Letztendlich wird aber alles nicht so heiß gegessen wie gekocht. Sido entschuldigt sich wenig später beim Frankfurter Kollegen mit den Worten: "Hätte jemand über mich sowas gesagt, was ich über ihn gesagt hab', dann hätte ich genauso reagiert. Ich hätte auch meine Leute mobilisiert und so." Man versteht sich.
Sido stänkert trotzdem munter weiter in Azads Richtung und macht sich auch sonst nicht überall beliebt. Silbermond klaut er bei der Verleihung der Eins Live Krone den Preis, später legt er sich unter anderem mit Moderatorin Sarah Kuttner an.
Doch er kann auch anders: Sido kollaboriert mit Harris von den Spezializtz als Deine Lieblings Rapper, mit Samy Deluxe als Aggro Deluxe Sound System. Tja, "Eine Hand Wäscht Die Andere". Daneben hat er scheinbar den dritten Platz abonniert: Bei Stefan Raabs "Bundesvision Songcontest" holt er 2005 Bronze für Berlin. Wenig später wird er zum drittnervigsten Deutschen gewählt.
Über seine Tätigkeit als Juror bei "Popstars" hat Sido später zwar kaum noch gute Worte übrig. Trotzdem hat er offenbar Blut geleckt: Fortan betätigt er sich - insbesondere im österreichischen Fernsehen - immer wieder als Casting-Coach oder -Juror.
Ob es an der TV-Präsenz liegt, dass Sido - der seine Maske inzwischen längst abgelegt hat - musikalisch gemäßigter, poppig gar, zu Werke geht? Vielleicht liegt es auch am Alter: "Ich & Meine Maske" zeigt jedenfalls einen inhaltlich deutlich zahmeren Mann.
Unterdessen setzt sich das Label-Sterben fort. Auch Aggro Berlin streicht die Segel, das Sägeblatt-Label lebt aber in Sidos Albumtitel fort: Seine erste Veröffentlichung unter dem Dach von Universal heißt "Aggro Berlin".
Immer noch gilt als große Ehre, zu einer MTV Unplugged-Session geladen zu werden. Sido rappt 2010 akustisch aus dem Märkischen Viertel und lädt dazu illustre Gäste, darunter K.I.Z., Stephan Remmler und Adel Tawil, auf seine Parkbank.
Seit Bushido sich im Sommer 2004 von Aggro Berlin trennte und sein eigenes Label Ersguterjunge gründete, lagen sich Sido und sein Ex-Kollege in den Haaren. Im August 2011 ist von der öffentlich ausgetragenen Fehde jedoch keine Rede mehr: Sieben Jahre nach dem Split kündigen die beiden kommerziell erfolgreichsten Rapper des Landes ihr Kollabo-Album "23" an. Die Platte erscheint im Oktober über Sony und erklimmt Platz drei der Albumcharts.
Seine TV-Engagements führen Sido nach Österreich. Er verlegt seinen Wohnsitz zeitweise nach Wien. Dort dauert es nicht lange, bis der Rapper zum ersten Mal für Empörung sorgt. Zuerst leistet er sich während der Talentshow eine handfeste Auseinandersetzung mit dem Kolumnisten Michael Jeanée, der sich anschließend mit einem extrem abwertenden Text in der Kronen-Zeitung rächt.
Nur wenige Wochen später sorgt Sido auf einer ORF-Gala mit einer Anspielung auf Adolf Hitler für einen Eklat. "Ihr Österreicher habt uns da mal einen rübergeschickt, der uns Ordnung beigebracht hat", scherzt er während der Veranstaltung. Kam nicht gut an.
Neben seiner TV-Rolle versucht sich Sido erstmals als Schauspieler und dreht gemeinsam mit B-Tight, Alpa Gun und anderen die Rap-Komödie "Blutzbrüdaz". Der Streifen läuft im Dezember 2011 an, "Die Mukke Zum Film" erscheint bereits vier Wochen zuvor.
Die Ohrfeige, die Sido vor laufenden Kameras den österreichischen Klatschreporter Dominic Heinzl zukommen ließ, beherrscht 2012 die Schlagzeilen. Gehts eigentlich noch um Musik? "Wenn es sich nicht wirklich um ein Hip Hop-spezifisches Medium handelt, dann haben die Leute in der Regel nur Interesse daran, die Dinge festzuhalten, die nichts mit meiner Musik zu tun haben", so Sido im Interview. "Daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Das ist halt so."
Ganz anders: "# Beste". Die Werkschau pflügt chronologisch durch Sidos Schaffen und erlaubt so einen Blick auf die Entwicklung, die der Berliner durchgemacht hat. Sido mag über die Jahre gemäßigter, überlegter, gesellschaftskritischer geworden sein. Für eine gute Provokation zur rechten Zeit ist er allerdings noch immer zu haben.
Der Rapper über den KO von Dominic Heinzl, nervtötende Mitmenschen und die "# Beste".
Der Berliner gehört zu den schillerndsten Figuren im deutschen Hip Hop. Polarisierend und immer für einen Tritt in den Allerwertesten derjenigen gut, die auf ihn herunter schauen, drückt Sido schon seit gut fünfzehn Jahren der hiesigen Sprechgesang-Szene seinen Stempel auf. Dieser Tage veröffentlichte der ehemalige Maskenmann sein erstes Best Of-Album.
Er wolle es zukünftig ruhiger angehen lassen, hieß es zu Beginn des Jahres oftmals aus seinem Munde. Und mit Hilfe seiner neuen Lebensgefährtin Charlotte Engelhardt, der Gründung einer eigenen Produktionsfirma und dem Ausweichen auf diverse berufliche Nebenschauplätze schien plötzlich auch alles in geordneten Bahnen zu laufen. Doch dann kam der 19. Oktober 2012: ein Wortgefecht, böse Schimpfwörter in Richtung einer nicht anwesenden Mutter, eine (angedeutete) Ohrfeige und ein theatralisch zu Boden fallender österreichischer Klatsch-Reporter.
Urplötzlich füllte Sidos Name wieder die Boulevard-Gazetten von Hamburg bis Wien. Da war es wieder, das vermeintlich aggressive Gockelgehabe eines Deutschrappers, der sich eigentlich nichts sehnlicher wünscht, als dass sich die Leute mit seiner Musik beschäftigen, anstatt mit Scharmützeln abseits der Bühne. Wir trafen Sido in Berlin und sprachen mit ihm über sein neues Album, auf Hochglanz polierte Schuhe und die Schattenseiten des Daseins als Dr. Jekyll und Mr. Hyde.
Hi Sido, erst mal alles Gute nachträglich. Du hattest letzte Woche Geburtstag. Ordentlich gefeiert?
Sido: Ja, total. Man wird ja nur einmal im Leben 19 (lacht).
Mal im Ernst, findest du bei all den beruflichen Baustellen, überhaupt noch Zeit um derartige Termine gebührend zu feiern?
Naja, es ist schon schwieriger geworden. Die Zeiten, in denen wir die Feste feierten wie sie fielen, sind schon lange vorbei. Wenn ich neben der Arbeit mal etwas Zeit finde, dann verbringe ich die mit meiner Familie - und zwar ausschließlich. Es gibt nur noch Arbeit und Familie in meinem Leben. Für alles andere ist eigentlich kein Platz mehr.
Apropos Arbeit: Du hältst gerade ein Exemplar der Deluxe Edition deines neuen Albums in den Händen. Zufrieden mit dem Ergebnis?
Absolut. Ich meine, guck es dir doch mal an. Zwei CDs, inklusive Fotobook im Vinyl-Format. Da kann man nicht meckern, oder?
Eigentlich nicht, zumal der Preis, wie ich gestern gesehen habe, ein Witz ist. 40 Songs und ein Hochglanz-Fotobook für 23 Euro. Da kann man von einem Schnäppchen reden, oder?
Definitiv. Wir wollten das auch unbedingt so machen, obwohl es geschäftstechnisch eigentlich ein Schlag in die eigene Fresse ist. Heutzutage funktionieren die Charts ja komplett anders, als noch vor einigen Jahren. Je größer deine Einnahmen am Produkt, umso höher steigst du in den Charts. Das war ja früher umgekehrt. Demnach hätten wir das Album - das Ziel Charts vor Augen - eigentlich wesentlich teurer raushauen müssen, damit es sich wirklich rechnet. Aber eine Best Of ist in meinen Augen immer noch ein Fanprodukt, das sich jeder leisten können sollte. Daher der günstige Preis, you know? Die Gewinnspanne ist hier wirklich nicht allzu hoch, aber dafür ist die Freude bei den Fans umso größer.
Es war mir einfach wichtig, wirklich alle Songs aufs Album zu packen, die mir besonders viel bedeuten. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten es auch noch zehn weitere Songs verdient gehabt, auf dem Album zu landen. Aber man hat ja auch nur eine begrenzte Speicherkapazität auf zwei CDs.
Ist dir die Auswahl schwer gefallen?
Es war schon ein ganz schöner Akt, keine Frage. Ich habe mir einfach all meine Veröffentlichungen vorher noch mal angehört und dann die Sachen rausgepickt, die meiner Meinung nach auf ein Best Of-Album gehören. Dann habe ich immer wieder reingehört, die jeweiligen Songs hin und her geschoben und, und, und. Dann wurden wieder Songs aussortiert und andere Songs kamen dazu. Das war schon ziemlich anstrengend.
Ich wollte aber keine Standard-Best Of machen, sondern meine ganz persönlichen Favoriten in ein rundes Ganzes verwandeln. Die Songauswahl habe ich ganz allein getroffen. Deswegen werden sich bestimmt auch viele Leute über die Tracklist wundern, denn es sind eine Menge Songs drauf, über die kaum jemand je gesprochen hat. Das ist mir aber egal. Ich finds geil so.
Es gibt einige, die den "Arschficksong" vermissen.
Der war auch auf den ersten zwei oder drei Probeversionen noch drauf. Irgendwie hat er aber dann doch nicht so richtig gepasst. Das lag aber nicht an der vermeintlich dreckigen Attitüde des Songs sondern an meiner ganz persönlichen Wunschvorstellung des Gesamtbilds. Da drin funktionierte der Song irgendwie nicht.
2011 war ja ein ziemlich erfolgreiches Jahr für dich. Es gab die Zusammenarbeit mit Bushido, den Kinofilm und die regelmäßigen Ausflüge ins öffentlich-rechtliche österreichische Fernsehen. Hatten all die Lorbeeren etwas mit der Entscheidung zu tun ein Best Of-Album in Angriff zu nehmen?
Nein, nicht wirklich. Wenn es nach mir gegangen wäre, würde es noch gar kein Best Of-Album geben. Der Punkt ist einfach, dass ich damals von Aggro zu Universal gewechselt bin und einer der Vertragspunkte beinhaltete, dass Aggro den Soundtrack zum Blutsbrüdaz-Film und eben ein Best Of-Album veröffentlichen darf. Die wollten das Album eigentlich auch schon im Frühjahr raushauen, aber zum Glück konnte ich sie noch umstimmen. Weihnachtsgeschäft, you know (lacht)?
Ah, verstehe. Wenn schon günstig anbieten, dann aber wenigstens innerhalb einer lukrativen Phase.
Genau. Mittlerweile finde ich aber auch, dass es eigentlich doch ganz gut passt. Mein Leben ist gerade im Wandel. Ich habe eine neue Frau, eine Produktionsfirma und kreiere nebenbei noch eine eigene Kopfhörerlinie. Unheimlich viele neue Dinge passieren gerade in meinem Leben. Insofern empfinde ich dieses Best Of-Album eigentlich auch als guten Abschluss.
Es sind auch sechs neue Tracks vertreten. Es gibt ja Kollegen, die stampfen noch vier weitere aus dem Boden und präsentieren dann ein komplett neues Album. Das kam für dich nicht in Frage?
Nein, ich wollte noch kein richtig neues Album machen. Ich fand es aber wichtig, meinen Fans etwas mehr zu bieten als den üblichen Greatest Hits-Standard.
Ich habe gestern das erste Mal das Video zum Song "Meine Jordans" gesehen und danach stundenlang im Keller nach passendem Schuhwerk für unser heutiges Gespräch gesucht. Aber Schuhe mit Häkchen trage ich mittlerweile nur noch, wenn ich mit meinem Sohn zum Bolzen fahre. Schlimm?
Nö, passt schon (grinst).
Ich steh halt mehr auf drei Streifen.
Kein Problem.
Wie wichtig sind dir Schuhe?
Sehr wichtig. Aber in dem Song geht es eigentlich viel mehr um das grundlegende Kokettieren mit Rap-affinen Dingen. Es gibt Kollegen, die schreiben Songs über Gucci-Brillen, glänzende Sterne auf ihren Autos oder andere Sachen, mit denen Rapper gerne prahlen. Das ist halt so bei uns. Ein Rapper zeigt halt gerne, was er hat. Die Kohle, die Autos, die Uhren, die Mädels: Das gehört dazu. Und Jordans sind halt so eine Art Heiligtum im Hip Hop-Business. Ich habe noch nie einen Rocker mit Jordans gesehen. Mir sind meine Jordans wichtig, sehr wichtig.
Wie viele Schuhe hast du?
Oh, ich hatte mal um die 400 Paar. Heute habe ich aber nur noch ungefähr 100.
'Nur noch' ist gut. Ich habe sieben Paar Schuhe daheim, inklusive Hausschuhe.
Dafür habe ich keine Hausschuhe (lacht).
So wie die Leute von laut.de zum Beispiel (grinst).
Ach, nimmst du das so wahr?
Naja, ich kann mich erinnern, dass ihr gerade zu Beginn meiner Karriere mit zu meinen größten Kritikern zähltet. Aber das ist schon okay.
Du kannst deinem Unmut gerne freien Lauf lassen.
Nö, passt schon (lacht).
Fühlst du dich ungerecht behandelt?
Ich rede jetzt mal ganz allgemein. Wenn es sich nicht wirklich um ein Hip Hop-spezifisches Medium handelt, dann haben die Leute in der Regel auch nur Interesse daran, die Dinge festzuhalten, die nichts mit meiner Musik zu tun haben. Daran habe ich mich aber mittlerweile gewöhnt. Das ist halt so. Ich habe aber, was die vermeintlich skandalöse Öffentlichkeitspräsenz angeht, mit den Jahren viel gelernt. Es gibt dahingehend nicht mehr allzu viel zu berichten, was auch gut ist.
Naja, vor zwei Monaten ging es mal wieder hoch her, Stichwort: Dominic Heinzl.
Es gibt halt Leute, die nicht merken, wann das Maß einfach voll ist. Dieser Typ ist einfach ein Witz. Schon als wir uns vor zwei Jahren das erste Mal während eines Interviews begegneten, hat mich dieser Mensch auf die Palme gebracht. Er war frech, respektlos und hat sich aufgeplustert wie ein Gockel.
Danach habe ich gesagt, dass man bitte dafür sorgen soll, dass sich unsere Wege nicht noch einmal kreuzen. Aber irgendwie klebte er immer wie ein Schatten an mir. Permanent hat er mich in seinen Shows durch den Kakao gezogen. Das ist ja auch völlig okay, kann er ja machen. Aber an diesem Abend hat ihn halt irgendeiner zu mir durchgelassen, und der Herr hatte nichts Besseres zu tun, als mich abermals zu provozieren. Naja, der Rest ist Geschichte.
Ein Schlag und Dominic Heinzl sank zu Boden.
Ja, aber wie! Hast du gesehen, wie er zu Boden ging? Irgendwie ziemlich zeitverzögert, oder? Das zeigt doch eigentlich alles. Aber egal, das Ding kommt jetzt vor Gericht und dann gucken wir mal.
Das Ganze lief ja während der österreichischen Castingshow Die große Chance ab. Mit derartigen Formaten scheinst du dich ja in den letzten Jahren angefreundet zu haben. Warum hast du nach der 2008er-Popstars-Staffel nicht in Deutschland wieder Platz auf einem Jurystuhl genommen?
Ganz einfach: Abgesehen von "The Voice" kannst du alle Formate hierzulande in die Tonne treten. In Österreich läuft das wesentlich menschlicher ab. Das liegt vielleicht auch daran, dass die Show von einem öffentlich-rechtlichen Sender gemacht wird. Da wird nicht geschummelt und getrickst. Die Leute kriegen wirklich eine reale Chance. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie rappen, singen oder schreien. Was gut ist, wird auch für gut befunden.
Dennoch dürftest du die Zeit bei Popstars, zumindest in privater Hinsicht, in guter Erinnerung behalten. Du warst danach erst mit Doreen Steinert von Nu Pagadi liiert und bist seit diesem Jahr mit Charlotte Engelhardt zusammen. Zu einer verspäteten Blutsbrüderschaft mit Detlef D! Soost wird es aber wohl eher nicht mehr kommen, oder?
Nein, auf keinen Fall.
Bist du nachtragend?
Das hat nichts mit nachtragend sein zu tun.
Sondern?
Pass auf, es gab erst vor ein paar Tagen eine Situation, über die ich heute noch lachen muss. Zu meinem Geburtstag bekam Charlotte eine Nachricht von Detlef, weil er selbst meine Nummer wohl nicht hat (grinst). Darin bat er sie, mich zu fragen, ob ich denn nicht Lust hätte mit ihm eine Fernsehshow aufzuziehen, so nach dem Motto: Detlef gegen Sido. Hallo?
Echt? Das fänden viele Leute bestimmt spannend.
Ja, mag sein. Für mich ist das aber eine absolutes No Go, never, niemals. Merkt der noch was?
Kurz noch zum Abschluss: Castingshows, Kopfhörerlinie, Kinoausflug: Hältst du schon Ausschau nach beruflichen Optionen für die Zeit nach deiner aktiven Laufbahn als Musiker?
Ja, zum Teil schon. Aber es wird noch ein Weilchen dauern, bis ich Ruhe gebe (lacht). Mein nächstes Album ist für 2013 in Planung. Aber später? Ich denke schon, dass ich langfristig gesehen, entweder vor oder hinter der Kamera glücklich werde.
Sido über "Blutzbrüdaz", Castingshows und das, was von der Selfmade-Aggro-Fehde übrig geblieben ist.
2011 war kein schlechtes Jahr für ihn: Wiedervereint mit Ex-Erzfeind Bushido, dick abgesahnt mit dem gemeinsamen Baby "23", kurz mal alle Tabaluga-Fans erschreckt und zum krönenden Abschluss der erste eigene Film in den Kinos. Der Mann ist nach wie vor ein Entertainer wie er im Buche steht.
Es ist ein verregneter Morgen im Dezember, als das Telefon klingelt und sich ein müder Sido am anderen Ende der Leitung meldet.
Hi Sido! Na? Wie geht's Dir?
Sido: Ja ja ja - noch zu früh.
Interviewmarathon? Hast schon einige hinter dir?
Nee - du bist erst die Zweite.
"Blutzbrüdaz", dein neuer Film kommt am 29. Dezember in die Kinos.
Mein erster.
Dein erster.
Das hört sich so an, als würdest du mit 'nem Schweighöfer reden. So "dein neuer Film" ...
Um was geht's?
Um zwei Freunde: Blutzbrüdaz. Und die wollen unbedingt durch Rappen berühmt werden und versuchen da so einiges. Und dann machen die sich 'n Namen im Untergrund, so mit Tapes und so und dann wird 'ne große Plattenfirma auf die aufmerksam. Und dann stecken die in der Bredouille, denn einer findet das 'ne gute Idee zu 'ner großen Plattenfirma zu gehen und der andere sagt: "Lass uns das lieber weiter so durchziehen wie wir das bisher getan haben." Und da fängt die Bredouille erst an.
Und die wäre?
Das will ich noch nicht erzählen!
Okay. Ist das Ganze denn richtig autobiographisch?
Nee. Gar nicht. Also bis zu einer gewissen Stelle hat der Film anekdotische Ansätze. Zum Beispiel dass wir da sitzen und die Tapes mit diesem komischen Gerät aufnehmen, dem Vierspur. Das haben wir auch so getan. Und zuhause auf der Couch bei Bobbys Mutter haben wir auch so gesessen und haben unsere Tapes aufgenommen, die Tapes vervielfältigt, die Cover ausgeschnitten und geklebt und alles auf dem Tisch gestapelt.
Das haben wir alles auch so gemacht, sind auf Hip Hop-Jams gefahren, haben unsere Tapes in so 'nem Plattenladen verkauft ... Das ist alles ziemlich ähnlich wie bei uns. Aber ab dem Punkt, wo dann die große Plattenfirma ins Spiel kommt, ist alles komplett anders gelaufen.
Was hast du denn am Film alles selber gemacht? Das Drehbuch hast du mitgeschrieben?
Ich hab am Drehbuch mitgewirkt. Ich hab mich nicht an die Schreibmaschine hingesetzt und getippt, sondern hab mich mit den Autoren getroffen, Ideen gesammelt und erzählt, wie's bei mir war, damit das auch alles schön authentisch wird. Also nicht authentisch wie mein Leben, sondern ein authentischer Hip Hop-Musik-Film. Da erfährt man natürlich so ein paar Anekdoten von so einem authentischen Rapper.
Wer spielt denn neben dir und B-Tight noch mit aus der Szene?
Rapper meinste?
Ja.
Alpa Gun, Tony D spielt den DJ, Damian Davis spielt Philipp den Produzenten, der im Schuhladen arbeitet ... Hmmm? Wer ist da noch dabei? Na, die ersten Rapper, die am Anfang auf der Bühne sind, sind Liquit Walker und Hammer. Ich glaub, das war's jetzt so an Rappern.
Du hast im Interview mit den Kollegen von HipHop.de letztes Jahr betont, dass es dir wichtig ist, dass dein Film anders wird als "Zeiten ändern dich". Was unterscheidet deinen Film denn von dem Bushidos?
Erstmal ist es keine Biographie und zweitens ist Musik ein wichtiger Faktor. Bushido hat ja - auch in seinem Buch - die Geschichte mit seinem Vater zum großen Aufhänger gemacht. Also eher so ein Familiending, was ich nicht wollte. Ich wollte, dass es wirklich auf die beiden Jungs, deren kleines Umfeld und die Musik beschränkt ist, die die machen wollen.
Bushidos Film ist eher eine Biographie als ein Musikfilm. Ich weiß auch gar nicht unter welcher Kategorie man den kriegt. Man sieht hier und da mal 'n Auftritt von ihm, aber ein richtiger Musikfilm ist es nicht. Ich hatte schon den Anspruch, einen richtigen Musikfilm zu machen.
Zum Thema Peter Maffay: Mund auf, Schwanz rein? Oder wie stehst du jetzt dazu?
Kurzes Schweigen. Das ist mir egal.
Ist dir egal?
Was soll ich denn da jetzt machen? Maffay hat seine Entscheidung getroffen und dann ist das okay. Und um nochmal auf "Mund auf Schwanz rein" zurückzukommen: das ist ein Lied von Otis. Man darf das bitte nicht verwechseln, dass Sido hier eine Rolle spielt. Der da den Song gemacht hat, ist ein zwanzigjähriger Junge aus Berlin im Jahr 2000. Da war so was noch an der Tagesordnung.
Das ist jetzt nicht mehr deins?
Doch. Na klar. Und ich finde den Song auch großartig. Nur dass ich als Sido den nicht mehr verkaufen würde, weißte? Dafür bin ich zu alt. Aber Otis ist zwanzig Jahre und ein Typ, der noch nichts erreicht hat in seinem Leben und der noch seinen Groll gegen das System und gegen die Gesellschaft hegt und das bringt er zum Ausdruck mit seiner Musik.
Der Song läuft aber ja schon unter Sido.
"Sido - die Mukke zum Film". Das ist kein Sido-Album, das ist ein Soundtrack. Blutzbrüdaz. Da sind Songs drauf, auf denen ich noch nicht mal auftauche.
Was den Ausschlag für die Pressemitteilung von Maffay gab, in der er sich von euch distanziert hat, weißt du auch nicht? War das die Sendung beim Lanz neulich?
Keine Ahnung. Ich sag ganz ehrlich: ich akzeptiere die Meinung, genauso wie er unsere Meinung akzeptieren muss. So einfach ist das. Und da hegt keiner dem anderen 'n Groll gegenüber. Alles okay.
Den Text hab ich nicht geschrieben. Das wär mir zu hoch gegriffen. Ich würde ohne Rios Zustimmung - und die kann man leider nicht mehr einholen - so einen Satz nie sagen. Die Schuld gib bitte der Plattenfirma, dass so ein Satz entstanden ist. Das hätt ich so nich geschrieben. Aber trotzdem wär ich froh, wenn das so wäre. Von meiner Seite her fühl ich mich so.
Du findest den Typen richtig gut, ne?
So die Attitüde, die Texte – ich finde den Typen einfach großartig. Genial.
Und wie war das mit Favorite?
Ich hab bei Twitter geschrieben: "Wer kann mir die Nummer von Favorite besorgen?" Ich hatte ein, zwei Sachen von ihm gehört, die ich wirklich cool fand. Und dann hat mir einer bei Twitter Favorites Nummer geschickt und ich hab ihn angerufen. Dann hab ich gesagt: "Hier bitte, komm mal vorbei, ich find dich cool, lass mal treffen ... Ich brauch mal bitte hier 'ne Strophe".
Hab ihm auch alles geschickt, was er brauchte und er hat sehr lange gebraucht. Ist ein sehr verpeilter Typ. Er erinnert mich sehr an mich, als ich so alt war wie er – bisschen alles scheißegal und so. Weißt du: Mittlerweile kenne ich meine Pflichten und weiß, was ich zu tun hab und tu das dann auch gewissenhaft.
Er weiß noch nicht alles einzuordnen, was jetzt gerade wichtig für ihn ist, ob Party jetzt wichtiger ist als Musik – das hat der noch nicht richtig auf die Waage gebracht. Zumindest zu der Zeit, als ich die Strophe unbedingt von ihm gebraucht habe. Da is er, glaub ich, lieber auf irgendeiner Party versunken.
Die Selfmade-Aggro-Geschichte von vor drei Jahren spielt für dich inzwischen keine Rolle mehr?
Das hat für mich nie so 'ne große Rolle gespielt. Ich meine, Kollegah und ich werden nie Freunde, denk ich ma. Ich finde den auch einfach affig, den Typen. Musik muss authentisch sein und ich muss glauben, was ein Typ mir erzählt und das geht bei Kollegah einfach nicht. Bei Favorite geht das wunderbar. Kollegah ist nicht authentisch für mich.
Deswegen werde ich das nie gut finden und das wird der Grund sein, warum wir nie Freunde werden, Kollegah und ich. Und so 'n Farid Bang hat mit denen ja jetzt nix zu tun. Also, ich hab keine Probleme mit Selfmade und nie wirklich gehabt. Ums Label ging's mir nicht. Wenn Kollegah irgendwann mal was gesagt hat, dann hab ich natürlich 'n Problem mit Kollegah gehabt.
Du wirst jetzt also kein gutes Wort bei den Veranstaltern in Berlin für ihn einlegen, damit er da endlich mal wieder auftreten darf?
Der will nich.
Der will nich? Das hat er im Interview mit uns vor ein paar Wochen ganz anders dargestellt. Da hat er betont, wie gerne er in Berlin auftreten würde und die Veranstalter ihn einfach nicht lassen.
Das is so ein Unsinn. Nee! Der würde auf jeden Fall 'n Club finden, in dem er auftreten kann. Der will nicht mehr auftreten, weil die Angst haben. Weil die gestürmt wurden hier im Kato.
Aha, bei uns hat er es so dargestellt, dass die Veranstalter Angst haben, dass wieder alles kaputtgeschlagen wird.
Unsinn. Die machen einfach seitdem alle einen riesen Bogen um Berlin. Vielleicht auch schlau. Der Typ reißt so seine Fresse auf und in Berlin da haben wir schon so ein paar Leute ... Das mussten wir damals schon erfahren. Weißt du, wenn du 'ne große Fresse hast, dann kommen Leute, die auch 'ne große Fresse haben und wissen wollen, ob deine große Fresse auch wirklich gerechtfertigt ist.
Das ist so 'ne Berliner Attitüde. Sowas passiert in Berlin einfach. Und dann wurde eben mal geguckt, als sie bei diesem einen Konzert im Kato da waren. Seitdem wollen die nicht mehr nach Berlin, das war denen bestimmt bisschen zu gruselig.
Wie gesagt, bei uns hat er das ganz anders dargestellt.
Hat er das erzählt, dass da im Kato mal ein Konzert von denen gestürmt wurde? Berlin ist groß genug und es würde sich hundertpro irgendein Veranstalter finden lassen, der Kollegah hier auftreten lassen würde – immerhin gibt es da ja auch die ein oder andere Mark mit zu verdienen. Das hat dann ganz bestimmt andere Gründe, kannst du dir vorstellen.
Das ist keine Castingshow. Es ist schade, dass das immer so hingestellt wird. Das ist eher ein soziales Projekt, bei dem ich Jugendlichen, die sonst keine Perspektive haben, unter die Arme greife und auf die Beine helfe. Die Art und Weise, wie ich das mache – einfach weil ich da die besten Füße in der Tür habe – ist Musik. Ein Album, eine Band mit denen gründen ... Das ist 'ne bessere Möglichkeit für mich, als durch die Betriebe zu laufen und zu fragen: "Habt ihr 'ne Arbeit für den?"
Da habe ich eine Infrastruktur, die ich nutzen kann, um mit denen ein Album rauszubringen. Aber es gibt nicht dieses "Die stellen sich auf irgend'nen Stern und singen was vor und ich überlege, wer der bessere ist usw." Sondern ich suche mir Schicksale, also Leute, von denen ich weiß, die brauchen Hilfe.
Im Laufe der Recherche haben wir auch Leute gefunden, die richtig gut gerappt haben, die ich vielleicht auch gut in der Band hätte gebrauchen können, aber die haben mitten in der Ausbildung gesteckt, zum Beispiel als Koch. Solche Leute nehme ich dann nicht mit. Denn die Perspektive, die ich denen bieten kann, nämlich ein Album zu machen, ist nicht so sicher, wie wenn du jetzt noch die eineinhalb Jahre Koch weiter machst, denn dann hast du 'ne fertige Ausbildung.
Das ist natürlich viel sicherer, als jetzt ein Album mit mir zu machen, von dem wir noch nicht mal wissen, ob das funktioniert und so. Und dann ist der Vorschuss irgendwann alle und du stehst wieder da. Ich biete denen 'ne Chance, die man nutzen kann und dann gucken wir, ob's gut wird, aber so sicher wie die Ausbildung, die du schon hast, kann das hier nicht sein. Deswegen geht es nur um die Leute, die es richtig, richtig nötig haben.
Also sozial Schwache oder Leute, die noch keine Ausbildung haben?
Ja, genau. Oder: Eltern beide Alkoholiker und keiner kümmert sich um ihn und deshalb bleibt er voll sozial auf der Strecke.
Aber das Ganze funktioniert schon nach dem klassischen Castingprinzip und es wird immer wieder einer rausgeschmissen.
Also eigentlich war mein Anliegen, dass ich da drei Jungs habe und eine Frau, die am Ende auch die Band sind, und die ganze Sendung nur das Thema ist: Wird das klappen, dass die jetzt 'ne Band werden oder nicht? Vertragen die sich? Aber im Laufe der Recherche habe ich so viele Schicksale getroffen, die ich nicht auf der Strecke lassen wollte und dann sind's ein paar mehr geworden.
Die Plattenfirma wollte keine acht Leute in der Band. Die haben gesagt: "Bitte reduzier' das auf vier." Da stand ich dann in der Bredouille, weil ich dieses Castingformat nicht machen wollte. Ich wollte niemandem sagen: "Hier ist dein Traum, jetzt biste raus und jetzt geh wieder zurück in dein Loch, in die Scheiße, aus der du gekommen bist!" Deshalb habe ich mich verpflichtet, mich auch um die, die es nicht in die Band schaffen, darüber hinaus zu kümmern, also einen Job zu finden, aus der Wohnung rauszukommen usw. In erster Linie - und ich hoffe, das ist jetzt ein bisschen rüber gekommen - ist das ein soziales Projekt, keine Castingshow.
Du lebst vorübergehend auch grad in Wien?
Ja - ich hab da 'ne Wohnung.
Überlegst du dir denn auch über die Castingshow ... äh ... Show - Entschuldigung: das soziale Projekt! - hinaus dort zu leben.
Wenn's die Zeit zulässt würde ich gern da meine Freizeit verbringen. Fänd ich schön.
Du machst dort auch einen Tatooladen auf?
Ja. Da suche ich gerade eine Lokalität.
Abschließend noch einen kurzen Jahresrückblick für 2011 bitte: was war geil, was war scheiße?
Geil war, dass ich so viel zu tun habe und meine Karriereleiter noch mal ein zwei Sprossen nach oben geklettert bin. Nach so vielen Jahren. Das finde ich wirklich klasse und zeigt, dass sich die harte Arbeit auch irgendwie bezahlt macht. Man könnte ja auch sagen, nach acht oder zehn Jahren oder wie lange ich das jetzt mache, könnte es mal allmählich bergab gehen, aber es geht tatsächlich noch bergauf bei mir, was ich wirklich großartig finde. Das war also das Gute.
Und das Schlechte ist genau dasselbe, weil mir das meine Freizeit nimmt. Ich hatte seit eineinhalb Jahren keine Freizeit mehr, hatte lange Nächte und wenig Schlaf. Dieses Jahr war also Fluch und Segen zugleich für mich. Ansonsten, wenn du jetzt weltpolitische Sachen oder irgendwas gemeint hast: Mir ist das alles scheißegal!
| Thema | Posts | Letzter Beitrag | |
|---|---|---|---|
| {ersteller.avatar} |
{thread.titel} {ersteller.name} |
{thread.antworten} |
{letzter.zeit} {letzter.name} |
|
Sido - Frohe Weihnachten (Bushido Diss) boggyman |
2 |
19.01.12, 19:33 oomphie |
|
|
EMAs und Sido bigFM |
1 |
21.10.10, 13:09 bigFM |
|
|
over the top xxxxx |
1 |
24.06.10, 21:05 xxxxx |
|
|
aggro kommerz? marzipan |
33 |
02.03.09, 00:58 Garret |
|
|
alda sido ist so schei0ße zimmermann |
2 |
27.02.09, 17:40 thammü |
Format
Homepage: