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"Du hast dich zum Freestyle-MC gekrönt, Fard, aber jede Frau erliegt meinem Olivenöl-Charme", gibt ein geschniegelter Halbgrieche mit zu großer Sonnenbrille im 16bars-Interview zum Besten. Lasziv zieht er an seiner Kippe. Mit seinen gegelten Haaren, der teuren Jacke und seinem lässigen Auftreten wirkt er wie der kleine Bruder von Kay One, der langsam Haare am Sack bekommt und Selbstbewusstsein entwickelt.
Shindy wächst im baden-württembergischen Bietigheim-Bissingen auf, nahe der Landeshauptstadt. Als Sohn eines deutschen Vaters und einer griechischen Mutter verbringt er seine Kindheit mit Fußballspielen und kommt im zarten Alter von elf Jahren das erste Mal mit Rap in Kontakt.
Drei Jahre später bläst ihn in ein "Up In Smoke"-Tour-Video von Dr. Dre, Snoop Dogg, Eminem und Konsorten so um, dass er selbst ein ganz Großer werden will.
Mit "Fuck Bitches, get money. Das ist Motto. Schon seit der Kindheit" stellt er sich den Kollegen von rap.de vor. Bevor er in die Fänge von Kay One gerät, veröffentlicht der Wahl-Berliner einige Free-Tracks und sorgt so für erstes Aufsehen. "Er ist für mich die Zukunft des Deutsch-Rap", so der Frauenversteher aus dem Bodenseeraum, Kenneth.
Zunächst ist Shindy Teil von Kays Crime Payz-Crew, eine Ansammlung von Rappern und Sängern, die vordergründig zusammen abhängen. Über dieses Sprungbrett kommt er auch mit Bushido in Kontakt.
Nach gegenseitigem Beschnüffeln steht fest: Der Mann ist fresh und seit Beginn des Jahres 2012 Teil von Ersguterjunge. "Arafat, Bushido und ich beschlossen, dass wir den jetzt pushen", so sein Mentor gegenüber 16bars.de. "Er ist auf so einem eigenen Mister Sunshine-Film."
"Ich wollte eigentlich so werden wie der Typ von Wallstreet ... Gordon Gekko. Weil der hat immer so geile Frisur und Hemden unso. Maßgeschneidert. Aber Rappen is' doch cooler." Genau. Die erste größere Rap-Präsenz liefert der Möchtegern-Geldhai auf seines Entdeckers zweitem Solo-Album "Prince Of Belvedair" mit zwei Gastbeiträgen.
Ob es nun am aktuellen (Rap-)Umfeld liegt oder an der schwäbischen Luft, Shindy hegt stets eine gewisse Zuneigung zum weiblichen Geschlecht. 8. Februar 2012, Weltfrauentag. Der Facebook-Post: "Guten Morgen, Ladies! Alles Gute zum Weltfrauentag, aber ihr wisst ... Für mich ist jeder Tag Weltfrauentag."
Liebesbekundungen und Gute-Nacht-Geschichten.
http://de-de.facebook.com/ShindyPrinceCharming
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