Porträt

laut.de-Biographie

Sertab

Um ihre Karriere auf gesunde Beine zu stellen, studiert die 1964 in Istanbul geborene Sertab sechs lange Jahre Gesang und Klavier am Konservatorium. Die klassische Attitüde ihres Opernsoprans setzt sie in ihrer Musik nur spärlich ein. Den breiten Hintergrund und eine fundierte Ausbildung hört man ihrer Stimme jedoch allzeit an, auch wenn ihr Europadebüt musikalisch den aktuellen westlichen Mainstream-Pop bedient.

Sertab Erener beginnt ihre Karriere als Backgroundsängerin von Sezen Aksu, der Übermutter des türkischen Pop. Von ihr lernt sie einen sehr persönlichen Stil im Umgang mit Musik, dem auch Stars wie Tarkan, Levent Yüksel oder Askin Nur Yengi anhängen. In ihrer Heimat gilt sie wegen ihrer Texte als intellektuelle Künstlerin.

1992 veröffentlicht sie in der Türkei ihr Debütalbum "Sakin Ol" und vercheckt auf Anhieb über 950.000 Einheiten. Inzwischen genießt sie einen Bekanntheitsgrad, wie ihn hierzulande Nena inne hat. Dafür sorgen u.a. auch ihre gesanglichen Kooperationen mit José Carreras und Ricky Martin, dessen Song "Private Emotions" sie für den türkischen Markt veröffentlicht. Auf vier Alben mit über vier Millionen verkauften Einheiten kann Sertab inzwischen zurück blicken.

Die türkische Madonna, wie sie von ihren Fans genannt wird, gewinnt im Mai 2003 den Eurovision Song Contest (ehemals Grand Prix d'Eurovision de la Chanson) und holt die begehrte Trophäe in ihr Land. Über Nacht avanciert sie damit in ihrer Heimat zur Nationalheldin. Aber auch Resteuropa hört ihren Orientpop gern und kauft ihr 400.000 Einheiten des Siegersongs "Everyway That I Can" ab. In der Folge der Grand-Prix-Erfolgswelle wird hurtig Britney Spears-Produzent Peter Kvint für ihr Europa-Debüt engagiert. 2004 erscheint mit einiger Verspätung "No Boundaries".

2005 steuert Sertab für die musikalische Liebeserklärung an Istanbul von Fatij Akin, "Crossing The Bridge", eine Cover-Version von Madonnas "Music" bei. Wie passend.

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