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"You know it's Sean-da Paul ... a wah dem say ... It's all about the ladies." Ganz sicher? Sicher, dass es sich nicht auch ein klein wenig um Männerphantasien dreht? Oder eigentlich ausschließlich?
"Hier geht es um meine Reife als Künstler", korrigiert das Begleitschreiben. Angesichts des durchgehenden durch die Laken-Gekullers, das "Imperial Blaze" ausmacht, beantwortet sich die Frage, welche Art der Reife hier gemeint sein soll, von selbst.
Sean Pauls technisch untadelig flüssiges Toasting täuscht nicht darüber hinweg: Völlig frei von Witz oder gar ironischer Brechung protzt "the sex technician" auf voller Länge (Ha, ha!) mit Potenz und Durchhaltevermögen, bis halbwegs textfixierter Klientel - mit Verlaub - der gepriesene Prengel zu Hals und Ohren heraus hängt.
Erbarmungslos vögelt sich Sean Paul durch "Imperial Blaze": "Mr. Permanet's my name / Stirring the pot and keeping it hot / That's my game." Bloß gut, dass das auch in "She Wanna Be Down" noch einmal explizit zur Sprache gebracht wird. Könnte ja sein, dass es irgendjemand noch nicht mitbekommen hat.
Wobei: Eigentlich ließen Aussagen des Kalibers "Is Jah design it / Solid as a rock" ("Evening Ride") wenig Interpretationsspielraum. Is' klar: The Almighty persönlich formte diesen wunderbaren Pimmel. Irgendwann wird jedoch jede Dauererektion unangenehm - hab' ich gehört.
"True love is so hard to find", lamentiert es aus dem von wunderbar wabbeligen Bässen unterlegten "Running Out Of Time". Vielleicht gestaltete sich die Suche etwas einfacher, legte man ein klein wenig weniger Gewicht auf "perfect design, shape and figure" des Gegenübers.
Die abzählbar vielen - in Worten: drei - Ausbrüche aus der Slackness muten im Kontext des zelebrierten Fick-Marathons geradezu erholsam an. Man möchte kaum glauben, dass in "Hold My Hand" tatsächlich nach einer Hand gegriffen werden soll ... Organische Piano- und Schlagzeugklänge umschmeicheln einen hübsch Reggae-lastigen Lovetune.
Ähnlich satt produziert wirkt "Pepperpot", dessen Akustikgitarre-dominierter Auftakt geradezu Singer/Songwriter-Attitüden an den Tag legt. Die ewigen Claps treten hier dezent in den Hintergrund. "Straight From My Heart" kommt dann auch die mit pluckernden Gitarren unterlegte Huldigung der einzigen Frau, die offenbar nicht ins Beuteschema fällt: "I'll never leave you, Mamma, I'll always be your youth."
Bei aller inhaltlichen Eindimensionalität bleibt Sean Paul ein Garant für tauglichen Dancehall. Hauptsächlich der kundigen Regie des jungen Stephen McGregor erwachsen Nummern, die bewährte Zutaten - voluminöse Bässe, flirrende Synthies, treibende Claps - in immer neuen Kombinationen überaus funktional weil tanzbar in sich vereinen. Einen Innovationspreis gibts dafür allerdings nicht.
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das ist halt ein festival und heißt eben so.
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