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Die Redaktionskolumne: Heute mit Peter Hook vs New Order, Lana Del Rey, Fad Gadget, Mark Lanegan und Baku-Profiteur Justin Nozuka.
Inside The Shit (mis) - Ich habe ja keine Ahnung, wem es außer mir noch großes Vergnügen bereitet, das absurde Kindergarten-Theater ...

Deshalb hier schnell zusammengefasst: 2007 ließ Bassist Peter Hook (links im Bild) die Bombe platzen, dass es aus sei mit der Gruppe.
Sänger Bernard Sumner (2. v. r.), seit Jahr und Tag die konträre Figur zum impulsiven Bassisten, zeigte der Welt daraufhin tatsächlich mal Emotionen und kanzelte Hooks Interview als Worte eines Ahnungslosen ab. Das Kind war im Brunnen.


Seither wurde von beiden Seiten darauf geachtet, dass man sich stets eines Vokabulars bedient, das höchstens noch Nickelback und die Black Keys füreinander übrig haben. Anstatt 2007 den großen Erfolg des Joy Division-Films "Control" zur Versöhnung zu nutzen, schrieb Hook im Alleingang ein Buch über den in den 80ern von New Order gemeinsam betriebenen Rave-Club Hacienda, Sumner gründete mit dem New Order-Rest Bad Lieutenant.
Weil sich Hooks neues Bandprojekt Freebass noch vor dem Debütalbum wieder auflöste, kam ihn eine Idee, die man als finalen Genickschuss für etwaige Vereinigungsszenarien bezeichnen muss: Er ging mit Freunden und seinem Sohn als Peter Hook & The Light auf Tour und spielt seitdem die Joy Division-Alben "Unknown Pleasures" und "Closer" abwechselnd am Stück vor abwechselnd be- und entgeistertem Publikum, je nach Auffassung.
Woraufhin New Order nun in Kürze ohne Hook wieder als New Order auftreten, was ungefähr so nötig ist wie "Queen ohne Freddie oder U2 ohne The Edge", findet jedenfalls Hook. Der übrigens gerade ein Joy Division-Buch schreibt!
Wie dem auch sei, mir kann man jedenfalls als letztes vorwerfen, nicht alles für eine New Order-Versöhnung getan zu haben, oder?


Aber wie sagte mein Chef neulich: "Schreib doch mal über Themen, die auch Klicks bringen." Ja sicher, gleich. Jedenfalls kommt Peter Hook mit seiner Jugendaufarbeitung in Kürze endlich nach Deutschland und da könnnen wir Ian Curtis-Freaks hier ja nicht anders, als Euch diese Tour zu präsentieren: Nürnberg (8.2., Hirsch), Berlin (s.o.) und Leipzig (8.9., Kulturpark Deutzen).
Ein Fragenkatalog zu diesem ganzen Wahnsinn liegt gegenwärtig auch schon in Hooks Mail-Inbox. Allerdings mag er keine Fragen mehr zu New Order beantworten, wie heute signalisiert wurde. Vielleicht aber zur Causa Micky Maus/Joy Division. Mehr dazu in Kürze.


Denn: Klicks, ja, Lana Del Rey. Von mir und zwei drei anderen hier monatelang zu Tode (haha) gehypt, kam "Born To Die" Anfang letzter Woche ja schon mal als Stream rein.
Ich hatte gleich so ein ungutes Gefühl, als ich nach Erhalt der Platte viel lieber die "Downward Spiral" am Stück fertighören wollte. Am Dienstag war auch irgendwas Wichtiges, glaub ich.
Meine Furcht war begründet: "Born To Die" ist Licht und Schatten. Dorner hat alles gesagt. Den Querverweis der Süddeutschen Zeitung zu Helene Fischer fand ich auch toll. Mehr Geigen gibts ja nur im Schlager. Und Fischer wurde als Russland-Deutsche in Rheinland-Pfalz groß, also auch ne Art Trailerpark.


Vor fast genau 28 Jahren standen New Order noch voll im Saft, "Blue Monday" trat gerade den langen Weg zur meistverkauften Maxisingle an und Fad Gadget veröffentlichte seinen größten Hit "Collapsing New People", den er geteert und gefedert bei Peter Illmanns "Formel Eins" vortrug (Video leider gesperrt).
Entsprechend ehrfürchtig stand ich 2001 im Fotograben, als der große Held der Electro-Performance-Kunst für Depeche Mode eröffnete, die 1980 noch seine Vorgruppe waren. Und wenn Menschen wie Martin Gore, Trent Reznor und Sven Regener (!) nur Gutes über den Mann zu berichten haben, muss ja irgendwas dran sein. Geschichtsinteressierten sei diese DVD empfohlen, hier ein Trailer:

Was war deine letzte gekaufte Platte?
Welchen Song hast du zuletzt nicht mehr aus dem Kopf gekriegt?
"Enough Thunder" von James Blake.
Deine drei Platten für die einsame Insel.
"Með Suð Í Eyrum Við Spilum Endalaust" von Sigur Rós
"Satisfy My Soul" von Bob Marley
"The Miseducation Of Lauryn Hill" von Lauryn Hill
Was war dein größter Spinal Tap-Moment bisher?
Auf einer Tournee ohne Tourmanager in der Schweiz. Wir hatten eine falsche Adresse ins Navigationssystem eingegeben und fanden uns dann auf dem komplett falschen Gebirgszug wieder, wo keine Autos erlaubt waren.
Welche Berühmtheit, die du persönlich getroffen hast, übte einen nachhaltigen Eindruck auf dich aus?
Stevie Wonder zu treffen war absolut fantastisch. Er ist ein Heiliger. Es war sehr erbaulich, eine Minute mit ihm sprechen zu können.
Der Song "After Tonight" von Justin Nozukas Debütalbum "Holly" stieg vier Jahre nach der Veröffentlichung in die deutschen Charts ein. Der Grund: Casting-Kandidat Roman Lob hatte den Song in der Show "Unser Star für Baku" präsentiert. Der in Kanada lebende Songwriter arbeitet derzeit an seinem dritten Album.

Unsere Lieblingsröhre Mark Lanegan kommt auch mal wieder solo zu Potte. Fast schon schade, dass der Mann immer so in seinen Nebenprojekten aufgeht, dass nach Hammeralben wie "Bubblegum" locker mal acht Jahre vergehen.
An dieser Stelle nochmal meine ausdrückliche Empfehlung für seine 2008er Kollabo mit Greg Dulli als Gutter Twins. So. Kommenden Freitag hat die Zappelei mit "Blues Funeral" endlich ein Ende und ganz ohne Lizenz zum Promo-Auftragsschreiber darf ich da mal von einem Höhepunkt in der Karriere des Mr. Methamphetamin Blues sprechen. Es wird spooky, von daher passt das Video ausgezeichnet.
Und dass Lanegan die Sache mit der Musikgeschichte gefressen hat wie kein Zweiter, wissen wir ja nicht erst seit er seinen Handy-Klingelton verraten hat: "Subculture" von New Order.
Michael Schuh hört die ganze Woche lang Musik, beobachtet Kollegen und lässt an dieser Stelle die Hüllen fallen. Also bildlich gesprochen. Personen, Orte und Handlung sind definitiv nicht erfunden.
"Aber wie sagte mein Chef neulich: 'Schreib doch mal über Themen, die auch Klicks bringen.'"
Fixed.
Der Helene Fischer-Vergleich paßt wie A... auf Eimer. Treffer, versenkt.
Wir sollten sowieso alle mal wieder mehr Nine Inch Nails hören.
Lana del Rey wird eine ganz große Nummer, die sieht man in allem möglichen normalen Zeitungen sogar, die wird so in der Größe fast von Lady Gag aufgebaut, ob ihr der große Rummel gut tut wird man sehn. aber tolle Fotos sind in allen Zeitungen von ihr drinnen.
Diese Sache mit dem Image der gebrochenen Promqueen aus einer White-Trash Vorstadt; den Frust über vertanen Chancen mit Alkohol und Tabletten bekämpfen. Er hat für mich nur so richtig bei Videogames funktioniert. Das ganze war irgendwie eine Art "Gesamtkunstwerk" (?).
In der Folge jedoch, verflog der Zauber.
hi corou; du hast ja ein lustiges Pic...willkommen hier auf laut. Hoffe, es gefällt dir auf unserer kleinen Musikkennerspezialistenseite. Wenn du Fragen hast, kannst du mich gerne fragen, ich werd dir gerne behilflich sein wo ich nur so kann.
übrigens, deinen Kommentar über die Promqueen....kann ich nur unterstützen. Obwohl ich sie total coool und...sie gefälltmirauch finde. Aber der ganze inzinierte Hype irgednwie, als ob die allgemeinen Medien sich alle auf ihr stürzen um irgendeine Geschichte und große Endteckung wieder zu haben. Irgendwie wäre sie noch cooler, wenn nicht nicht so in allen nur erdenklichen Gratis-und Bezahlzeitungen wäre, mehr für so uns Musikexperen als Undergroundentdekcung.....
@oomphie
Du bist einfach nur ne Bombe 
Yo die Lana ist schon irgendwie doch nur so pseudocool und gar nicht so hipster intellektuell cool wie man am Anfang dachte dass sie es hätte sein können.
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