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Eine Social Media-Studie entthront die Twitter-Königin. Außerdem: Justin Bieber, Dinosaur Jr., Pet Shop Boys und Everything Everything.
Inside The Shit (mis) - Danke der Nachfrage schon mal vorab, ich hatte einen wunderbaren Urlaub. Zart gebräunt und voller Tatendrang begrüßte ich letzte Woche die Kollegen in der Redaktion, wo rührenderweise ein von Frau Fromm gebackener Bananenkuchen ...

Doch die Ungerechtigkeiten der Welt ließen nicht lange auf sich warten: Erst gab die Kollegin kleinlaut zu, dass der Kuchen vor allem deshalb Gestalt annahm, weil die Bananen sonst schlecht geworden wären. Und dann prahlte Kollege Dobler mit seinem Ticket für das binnen weniger Stunden ausverkaufte Konzert von The XX in Paris - alerdings nicht, weil er die Band sonderlich mag, sondern weil sein Gastgeber ihm ein Ticket besorgt hat.
Der neidzerfressenen Kollegenschaft wirft unser großer Verfechter des dynamischen Crossovers seither immer wieder gekonnt unverdauliche Brocken hin, die in etwa so klingen: "Also was Lahmeres als diese neue XX-Platte hab ich ja seit Jahren nicht gehört, kein Wunder dass das Konzert bestuhlt ist."

Und wo ich grade so schön am Aufregen war, erinnerte ich mich an einen Satz im Justin Bieber-Kontext, den ich im Urlaub gelesen habe. Bevor hier falsche Eindrücke entstehen: Bieber ist dank seiner nach wie vor rätselhaften Beeinflussung frühpubertären Kaufverhaltens natürlich längst auch Sujet von überregionalen Tageszeitungen.
Dann fällte Moskau sein Pussy Riot-Urteil, wodurch das Thema freie Meinungsäußerung einen weltweiten Boost erfuhr, der leider auch irgendwie zu den Nachbarn von Biebers Luxusanwesen in Los Angeles durchsickerte, dem C-Schauspieler-Paar Dax Shepard und Kristen Bell.

Zum Glück ging es nicht um Pussy Riot, sondern nur um das Wohnverhalten des berühmten Nachbarn: "Die Musik, die Partys und die Paparazzi, ich meine, das ist, wie in Libanon zu leben", wird Shepard zitiert. Uiuiui. Amerikanischen Schauspielern, die sich zur Weltpolitik äußern und nicht George Clooney heißen, begegne ich generell erst mal skeptisch.
Aber doch, ich muss zugeben, das wäre dann mal eine TV-Soap, die ich mir anschauen würde: Zwei blasse Hollywood-Marionetten mit ihren Prada-Täschchen im Kalaschnikow-Nebel des krisengeschüttelten Beiruts. Doch natürlich wollte Shepard mit seinem Vergleich auf Kosten des Teeniestars nur ein bisschen witzig sein. Gelingt leider nicht jedem. Dinosaur Jr.-Boss J. Mascis dagegen schon ...

Gesehen neulich bei Twitter. Bildunterschrift: Karneval in Provincetown. Das neue Dinosaur Jr.-Album "I Bet On Sky" erscheint am 14. September.
Jammerschade: Wenn Lady Gaga morgen in Köln auftritt, wird es keine Fotos von ihr in diesem Magazin geben. Madame unterhält nämlich mittlerweile für ihre Kostümvorführungen einen Hausfotografen und wünscht nicht vom dahergelaufenen Pöbel in Szene gesetzt zu werden.
Wir gehen daher davon aus, dass sie auch nicht wünscht, dass der dahergelaufene Pöbel über ihr Konzert berichtet. Es werden sich trotzdem wieder Medien finden, die das exklusive Bildmaterial akzeptieren und abbilden. Was schade ist - vor allem für The Darkness, die ja im Vorprogramm spielen. Scheiß-repressive Regimes immer. Free Pussy Riot!
Zur Erinnerung, so sah Lady Gaga noch vor einem Jahr aus:

Aber vielleicht ist die Künstlerin ja auch einfach sauer, dass ihr gar nicht so viele Menschen auf Twitter folgen. Wie die britische Social Media-Agentur Status People nun herausgefunden haben will, handelt es sich bei 71 Prozent von Lady Gagas rekordhaltigen 29 Millionen Followern um Fake-Accounts.
Der Dienst teilt Follower in drei Kategorien ein: Fake, inaktiv und gut. Demnach seien Fake-Accounts solche, bei denen keine oder kaum Follower erkennbar seien, die selbst aber unzähligen Seiten folgen oder Spam verschicken. Inaktive Seiten erkenne man dagegen an der geringen Aktivität über längere Zeiträume.
Eine Studie von Status People belegt nun, dass von den letzten 100.000 Gaga-Followern nur 29 Prozent in die Kategorie "gut" fallen. Glaubt man dem "Fake Follower Check" des Unternehmens hat der laut.de-Twitter-Account übrigens 65% echte Follower. Damit können wir leben.

Welche Platte habt ihr euch zuletzt gekauft?
Neil Tennant: Digitale Downloads zählen nicht, oder? Ich habe mir vor zwei Monaten ein Debussy-Boxset gekauft. Der ganze Debussy für 40 Eier! Die werfen es dir förmlich hinterher.
Die beste Balkan-Platte, die es gibt, ist übrigens auch ein Boxset: Die gesammelten Werke Stravinskys, dirigiert von Stravinsky – Zwölf Pfund! Das ist mein allerliebstes Boxset. Vielleicht sind das sogar meine meistgehörten Platten zur Zeit.
Chris Lowe: Das letzte, was ich gekauft habe, war "I can never go home anymore" von den Shangri-Las. Ich weiß auch noch, wieso: Amy Winehouse hatte einen fantastischen Auftritt in einer irischen Kirche und erwähnte diesen Song als großen Einfluss. Die Aufnahme habe ich mir neulich angegeuckt und mich wieder an das Lied erinnert.
Welchen Song hast du zuletzt nicht mehr aus dem Kopf gekriegt?
Chris Lowe: Sicher irgendwas Nerviges. Oh, ich weiß was und das wird dich jetzt auch begleiten: Dieser Maroon 5-Song (singt den Anfang von "One More Night"): "Uuuuhuu ..." (teuflische Lache). Gemein, nicht? Ich mach's nochmal: "Uuuuuhuuu ..."

Was war euer größter Spinal Tap-Moment?
Chris Lowe: Eindeutig: Das war in Wimbledon. Wir haben uns backstage auf dem Weg zur Bühne verlaufen. Die Pfeile zeigten immer nach links, aber irgendwann standen wir in der Damengarderobe, und dann sind wir meilenweit durch Korridore gelaufen und wurden immer nervöser. Wir kamen einfach nicht raus.
Neil Tennant: Wenn du jemals in einer Band getourt hast, hast du alle diese Momente schon mal gelebt. Grauenhaft. Ich kann den Film kaum gucken.
Chris Lowe: Das Meeting mit der Plattenfirma in New York!
Neil Tennant: Es ist alles zu traurig, zu wahr.
Chris Lowe: Die Bühne nicht finden!
Neil Tennant: Furchtbar.
Chris Lowe: Haha, ich würde den gern mal wieder sehen. Am besten im Tourbus.
Neil Tennant: Ich schaffe das nicht.
Welcher Musiker, den ihr in letzter Zeit getroffen habt, hat euch richtig beeindruckt und warum?
Chris Lowe: Dusty Springfield hat sicher deinen Gesangsstil beeinflusst.
Neil Tennant: Definitiv. Aber ich finde die Frage ein bisschen komisch, denn ich glaube, die Person getroffen zu haben, ist gar nicht so relevant für ihren Einfluss auf uns. Es gibt viele, die uns beeinflussen oder beeindrucken, auch wenn wir ihnen nicht die Hand geschüttelt haben. Aber von denen, die wir persönlich kennen, vielleicht Paul McCartney und David Bowie. Die Bee Gees sind auch ein großer Einfluss. Hm, wir haben doch schon so einige Menschen getroffen.
Die britischen Brachial-Experimentierer Everything Everything eroberten mein Herz vor zwei Jahren mit dem verzwirbelten Song "MY KZ UR BF", ihr dazugehöriges Debütalbum "Man Alive" wollte Kollegin Nußbaum auf der Stelle heiraten.
Der neue Song "Cough Cough" hat einen einprägsameren Titel abgekriegt, läuft aber nach wie vor unter dem bandeigenen Leitsatz "Je mehr Synkopen, desto besser." So lange der Pop-Faktor darunter nicht leidet, bleibe ich Fan.
Michael Schuh hört die ganze Woche lang Musik, beobachtet Kollegen, die Musik hören und plaudert an dieser Stelle aus dem Redaktions-Nähkästchen. Personen, Orte und Handlung sind definitiv nicht erfunden.
wie können auch ihre fans echt sein (außer echt bescheuert vielleicht) wenn gaga selber ein durch-und-durch fake ist, dass "website / youtube hits" und "followers" und vielleicht sogar die charts gefakt werden, ist doch auch kein geheimnis mehr, willkommen in der realität der macht- / mind- und marken-manipulation
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