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Die Redaktions-Kolumne: Fünf Fragen an Motörhead, The Cure mal wieder live, EODM/QOTSA loben ihren Soundboss und Johannesberg kehrt heim.
Inside The Shit (mis) - Die Redaktionsräume sind mit Mistelzweigen dekoriert, Hip Hop-Chefin Fromms Plätzchenlieferungen nähern sich dem Flowtempo von Tech N9ne an und dann kehrt urplötzlich ein ...
... reintegriert sich praktisch ganz ohne dreiminütige Laudatio und verursacht dabei mehr Aufregung als die angekündigte London-Show von Mogwai, Guided By Voices und Slayer ("Reign In Blood" komplett und fett blutig, nicht nur 'durch', oder wie ein Kumpel in einem Steakhouse in Arizona mal ernsthaft bei der Bestellung formulierte: "I like it through!").

He is back soon: The one and only JB, der James Brown der laut.de-Anfänge, der skandalöseste Smooth Raporator aus Plön: Stefan Johannesberg. Mein perfider Plan, good old J-Berg mit den "Meilenstein"-Texten zu "Enter The Wu-Tang (36 Chambers)" und "The Infamous" wieder zurück aufs Mutterschiff zu lotsen, ging in ungeahnter Perfektion auf und auslöffeln müssen den Scheiß jetzt Fromm, Chugtai und Brandl, zu denen J-Burger als "Doubletime"-Kolumnist hinzustößt.
Immerhin ein Mann, der hier schon Sprüche klopfte, als die Rock-Redaktion noch The Darkness als größten Rock-Hype abfeierte und der derselben vergeblich versuchte klarzumachen, dass ein gewisser Bushido gerade dabei ist, das Rap-Game neu zu schreiben.

Ein weiterer "Meilenstein"-Text aus seiner Feder ist übrigens schon in Auftrag gegeben und beleuchtet ein Killeralbum aus dem Hardcore-Bereich. Dazu passt ein schönes Zitat von Beady Eye-Spaßvogel Andy Bell, der unserem Bättig kürzlich frei nach Spinal Tap in den Block diktierte: "Wie bei Oasis wird auch unser erstes Album zum Klassiker werden."

Ob Caspers aktuelles Werk "XOXO" mal in einer Liga mit, sagen wir, "Blauer Samt" spielen wird, könnten wir Johannesberg bei Gelegenheit auch mal fragen. Caspers neuer Ziehvater Thees Uhlmann jedenfalls hielt im Gespräch mit unserem Langemann ein nettes Bonmot für alle Weser-Anrainer bereit. Der massive Erfolg Caspers sei eine absolut positive Entwicklung, so Uhlmann, denn der spiele schließlich "vor 3.000 Leuten in Bremen und ey, das sind alles Landeier." Die vollständigen Interviews mit Beady Eye und Uhlmann kommen in Kürze.
London, 1984: Ozzy Osbourne wird schon wieder Vater einer Tochter und The Cure gebären ihr erstes Livealbum. Das Cover schwarz wie die Nacht, Drummer Andy Anderson übrigens auch. Obwohl das damalige Line-Up der Band mit Anderson und Simon Gallup-Zwischenlösung Phil Thornalley (alias mighty "Pornography"-Produzent) nur sehr kurze Zeit hielt, zählt dieses Waverock-Brett zu den ewigen Fan-Favourites, allein schon wegen der mächtigen (obgleich arg kurzen) Tracklist.

Das letzte Livealbum von Robert Smiths Gruppe datiert von 1993, weshalb es legitim erscheint, dass für den 2. Dezember ein Nachfolger namens "Bestival 2011" in den Startlöchern steht. "Das erste komplette Cure-Konzert auf CD", jubelpersert PIAS nicht zu Unrecht, denn 1993 kam man als Label tatsächlich noch ungeschoren davon, wenn man dem Fan ein komplettes Konzert auf zwei verschiedenen Veröffentlichungen zu jeweils 30 D-Mark feilbot ("Show" und "Paris").
"Wir hatten eine solch schöne Zeit beim Bestival auf Isle of Wight, dass wir diese Show als eine Art Dankeschön an unsere Fans und alle Inselbewohner veröffentlichen wollten. Bestival IST das Beste", salbadert Smith zum neuem Produkt. So lange eine ihrer jüngsten "Reflection"-Shows auf DVD erscheint, die Mammutgigs der ersten drei Cure-Alben mit Originalmitgliedern, soll es mir Recht sein. Beim "Bestival 2011" feierte Smith wenigstens mit einem Ex-Mitglied Versöhnung, dem 2005 grob hinauskomplimentierten Keyboarder Roger O' Donnell.

Achso, die Tracklist geht bis auf "The Caterpillar" (WTF?) in Ordnung.
CD 1:
01. Plainsong 02. Open 03. Fascination Street 04. A Night Like This 05. The End Of The World 06. Lovesong 07. Just Like Heaven 08. The Only One 09. The Walk 10. Push 11. Friday I'm In Love 12. Inbetween Days 13. Play For Today 14. A Forest 15. Primary 16. Shake Dog Shake
CD 2:
01. The Hungry Ghost 02. One Hundred Years 03. End 04. Disintegration 05. Lullaby 06. The Lovecats 07. The Caterpillar 08. Close To Me 09. Hot Hot Hot!!! 10. Let's Go to Bed 11. Why Can't I Be You? 12. Boys Don't Cry 13. Jumping Someone Else's Train 14. Grinding Halt 15. 10:15 Saturday Night 16. Killing An Arab

Was war deine letzte gekaufte Platte?
Lemmy Kilmister: Eine alte Scheibe von Marlene Dietrich.
Nenne eine Zeile deines Lieblingssongs.
Ich kenne nicht nur eine Zeile, sondern immer den ganzen Song. Wüsste jetzt allerdings nicht wo ich da anfangen sollte.
Welchen Song hast du zuletzt nicht mehr aus dem Kopf gekriegt?
Bei mir bleiben keine Songs hängen, eher Riffs. Aber sicher keine Songs, die ich vor mich hin pfeife.
Was war dein größter Spinal Tap-Moment bisher?
Das war auf der letzten Heaven & Hell-Tour, als Phil Campbell als Mexikaner verkleidet auf einem Pferd auf die Bühne geritten kam. Es war die Tournee mit meinem guten Freund Ronnie James Dio, der leider verstorben ist.
Welche Berühmtheit, die du persönlich getroffen hast, übte einen nachhaltigen Eindruck auf dich aus?
Wie definierst du Berühmtheit? Egal, auf mich übt sowieso niemand Eindruck aus - außer es handelt sich um eine gut aussehende Frau, bekannt oder unbekannt.
Am Freitag erscheint zum 35-jährigen Bandjubiläum die Motörhead-DVD "The Wörld Is Ours Vol. 1 - Everything Further Than Everyplace Else". Am 23. November startet ihre Deutschlandtour in Berlin, die die Band außerdem nach Leipzig, München, Stuttgart, Düsseldorf und Hamburg führt.

Eagles Of Death Metal und Queens Of The Stone Age kennt jeder. Aber wer kennt Hutch? Überhaupt: Kennt ihr den Live-Mischer eurer Lieblingsband? Mit diesem Missstand räumen Jesse Hughes und Josh Homme in diesem launigen Clip für eine "Marshall Documentary" auf, indem sie ihren langjährigen Soundmann Patrick Hutchinson samt Rubin-Gedächtnisbart als "Schattenkrieger des Rock'n'Roll" mehrmals hochleben lassen. Muss man als Rock- oder besser Musikliebhaber einfach gesehen haben.
Das Sprücheklopfer-Level wird dabei gleich zu Beginn äußerst hoch gehängt: "Beim Filmen dieser Serie sind keine Tiere oder Stripper zu Schaden gekommen. Sei cool, bleib auf der Schul".
Michael Schuh hört Musik, beobachtet Kollegen und schreibt dann drüber. Personen, Orte und Handlung sind definitiv selten erfunden.
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