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Dave Grohl plaudert aus der Hexenküche. Außerdem: Massive Attack, Acid Pauli, Deftones, Kesha & Iggy, Psy, Fiona Apple etc.
Inside The Shit (mis) - Die Queens Of The Stone Age haben neue Festivaltermine veröffentlicht. Gut, nicht unbedingt die Art von News, die man von dieser Band am liebsten gehört hätte, aber allen polnischen Freunden sei hiermit gesagt, dass Josh Homme nächsten Sommer genau wie Blur auch in Gdynia Kosakowo aufschlägt. Weitere Rock'n'Roll-Hochburgen bei uns ums Eck: Luxemburg (Rock A Field Festival) und Schweiz (Greenfield Interlaken).
Aber dann erhob zum Glück der Drummer mal das Wort, und es ist im besonderen Falle von QOTSA nun mal nicht egal, was der Drummer von der Welt hält, aus dem einfachen Grund ...

Normalerweise empfinde ich eher Mitleid, wenn ich lese, dass ein Musiker das Album seiner eigenen Band als neues "Dark Side Of The Moon" anpreist. Bei QOTSA verhält es sich aus zweierlei Gründen anders:
1. Dave Grohl war nur an einem von fünf Alben der Band beteiligt und ist somit kein reguläres Mitglied der Band.
2. Das Album, das er mit einspielte, heißt "Songs For The Deaf" und IST das "Dark Side Of The Moon" des modernen Rock'n'Roll.

Lauschen wir also bedächtig seiner Worte, die uns über die Ätherwellen von BBC Radio 1 erreichten: "Es gibt keine Grenzen bei QOTSA. Wenn jemand etwas völlig Verrücktes spielt, will es der Nächste noch toppen. Also habe ich an einer Stelle etwas so dermaßen abgefahrenes gespielt, dass ich mir absolut sicher war, von Josh in die Schranken gewiesen zu werden. Stattdessen sagte er 'Mach das mal 45 Sekunden lang' und jetzt ist es ein richtig großer Teil eines Songs geworden. So arbeitet diese Band."
So weit, so ehrfurchtsvoll, so nachvollziehbar. Seine Beweggründe zum QOTSA-Wiedereintritt sind jetzt zwar auch nicht weltbewegend, aber trotzdem schön zu lesen: "Wenn du mit Queens Of The Stone Age auf einem Festival backstage kommst, halten alle den Atem an. Die Leute hören auf zu quatschen und starren nur noch. Sie sind die großartigste Rock'n'Roll-Band der Welt. Bis heute. Als 'Songs For The Deaf' damals rauskam, hat es die Leute einfach weggeblasen." Was ich jetzt noch gerne wissen würde: Starren die Leute auf Festivals etwa nicht, wenn Dave Grohl alleine backstage geht? Oder starren sie nicht genug? Und sind QOTSA auch die Lieblingsrockband von Taylor Hawkins und Nate Mendel?

Anlässlich des neuen Deftones-Albums "Koi No Yokan", dem zweiten mit Quicksand-Bassist Sergio Vega, mag sich mancher gefragt haben, wie es wohl dessen Vorgänger Chi Cheng derzeit geht. Cheng fiel 2008 nach einem schweren Autounfall ins Koma. Anfang des Jahres 2012 meldete seine Familie, dass Chi das Bewusstsein wieder erlangt habe, im Sommer musste er dann aber erneut auf die Intensivstation.
Mittlerweile ist er nach Hause in die Obhut seiner Familie entlassen worden. Die gute Nachricht: Er ist teilweise bei Bewusstsein, kann zwar nicht sprechen, aber seine Beine nach Aufforderung bewegen. Seine Angehörigen erwägen nun eine Stammzelltherapie, um seine Genesungsfortschritte zu beschleunigen.
Sein Bruder Ming Cheng sagte dem Revolver Magazin: "Sobald es seine Gesundheit erlaubt, sondieren wir alle möglichen Optionen. Es ist ein Wunder, dass er noch unter uns ist. Er lebt und kämpft und ich denke, dafür gibt es einen Grund. Ich hoffe, dass Chi am Ende des Tunnels das Licht erblicken wird." Dem können wir uns nur anschließen.

Wenn man cool war, hat man vor 21 Jahren schon "Blue Lines" gehört, gekauft und vielleicht sogar dazu gekifft. Leider spreche ich nicht aus eigener Erfahrung. 1991 schimmelten von Massive Attack gesampelte Leute wie Tom Scott und Billy Cobham maximal in Papas Plattensammlung herum. Und die stammen aus einer Musikrichtung, die mein Jazz-Kollege Kopp immer selbstironisch so umschrieb: "Wenn's scheiße klingt, isses Jazz".
Die visionäre Leistung von "Blue Lines" hallte dann aber bald über den Hit "Unfinished Sympathy" in zahlreiche Haushalte und erblüht 2012 in einer schönen Remastered-Version, die anhand der Originalbänder im bandeigenen Studio in Bristol komplett neu abgemischt wurde. Die Deluxe-Box kommt mit Remastered-CD, DVD mit einer 96kHz/24Bit-High-Resolution-Aufnahme sowie zwei 180 Gramm-Vinyl-LPs.

Und auch die Dance-Pioniere selbst erinnern sich scheinbar gern ans eigene Debüt, zumindest machten sich Daddy G und 3D die Mühe, für BBC Radio 6 einen exklusiven, sehr gelungenen Mix zu kreieren. Nachdem ich kürzlich von einem halb so alten Kollegen den Satz "Public Enemy? Kenn' ich nicht" zu hören bekam, dürfte es im folgenden Stream so einiges zu entdecken geben.
Spaß beiseite: 3D macht den Anfang mit einem wilden, beatlastigen 60 Minuten-Mix von Kraftwerk und Gang Of Four über Daphni bis hin zu Kanye West und Booka Shade. Daddy G nimmt den Faden auf und fördert im zweiten Teil noch ein paar Reggae- und Dub-Perlen zu Tage.
Meine Highlights sind übrigens Massive Attack & Mos Def, The Invisible und der Killerbass von Eddie Harris. Jetzt ihr.
Die Tracklist:
01. Pink Floyd - On The Run
02. Kraftwerk - Musique Non-Stop
03. Massive Attack & Mos Def - I Against I
04. Addison Groove - Savage Henry
05. Burial - South London Boroughs
06. Massive Attack - Angel (Remix)
07. Gang Of Four - At Home He's A Tourist
08. The Phenomenal Handclap Band - Baby
09. Massive Attack - Karmacoma (Remix)
10. Daphni - Yes I Know
11. The Bug vs. The Rootsman - Killer (feat. He-Man)
12. Khan - Tehran
13. Man Parrish - Hip Hop Be Bop (Don't Stop)
14. The Invisible - Generational
15. Flying Lotus - Unknown
16. Kanye West & Booka Shade - Monster Vs In White Rooms
17. Jallanzo - Rockin' Reggae
18. Omar Perry - Boom Town
19. Hempolics - Serious
20. Mr. Vegas - Mus Come A Road
21. Dub Terminator - Give Praise (feat. Ras Stone)
22. Jumpshot - Headstrong (Lion Dub Hood Refix) (feat. Jahda)
23. Rico Tubbs - Trap Muzik Sounds Better With You
24. Björk - Venus As A Boy (Parker Refix)
25. B. Dub - Kingdom
26. Isaac Hayes - Bumpy's Lament
27. Eddie Harris - It's Alright Now
28. Unknown - McKay (Mr Benn Refix)
29. Glen Brown - No More Slavery (Atomic Edit)
Nun haben wir es schwarz auf weiß: Sucht man jemanden, der Justin Bieber die Grenzen aufzeigt (und tun wir das nicht alle seit Jahren?), muss man einfach einen Koreaner holen. Psys "Gangnam Style"-Video warf am Samstag mit 803 Millionen Klicks den Song "Baby" der kanadischen Fönwelle vom Thron der meistgesehenen YouTube-Clips.
Heute steht die Marke schon bei 825 Millionen Klicks und wie Heise Online berechnet hat, kommen täglich sieben bis zehn Millionen hinzu. In Deutschland ist das meistgesehene Video der Welt auf Youtube bekanntlich nicht zu sehen. Bieber aber auch nicht. Danke, GEMA.

Da zerreißt es einem das Herz: Fiona Apple hat ihre Südamerika-Tour abgesagt, weil ihre Pitbull-Hündin Janet an Krebs erkrankt ist und mit dem Tod kämpft. Diese Nachricht erreichte die Fans aber nicht etwa über Fionas Management oder die Plattenfirma, sondern auf vier handgeschriebenen Blättern, die sie auf Facebook stellte.
Das 13 Jahre alte Tier sei seit zwei Jahren krank, ein Tumor habe sich in seiner Brust ausgebreitet, so Apple. Mit Janet sei sie durch sämtliche Lebenslagen gegangen und könne sie nun unmöglich allein lassen. "Ich bin keine Frau, die ihre Karriere vor Liebe und Freundschaft stellt", ist nur einer der emotional anrührenden Sätze ihres Pamphlets.
"Now I wanna be your dog" möchte man Fiona angesichts so viel Liebe entgegen schmettern. So ähnlich hatte das früher auch mal Iggy mit voller Inbrunst getan. Doch der steht im Herbst seiner schillernden Laufbahn eher auf "Dirty Love" und scheinbar auch auf Scheißsongs, weshalb er kein Problem sah, sich zu Kesha ins Studio zu stellen.
Klar, sein roter Ferrari braucht auch Sprit und überhaupt bin ich weit davon entfernt, würdigen Lebenskünstlern wie dem Stooges-Hero die Penunzen im Alter in irgendeiner Form zu missgönnen, aber für mich ist eine Iggy-Kollaboration mit Kesha rufschädigender als jeder Autoversicherungsspot. Darüberhinaus ist der Song schneller vergessen als Iggy die Zeile "Cockroaches do it in garbage cans / Rug merchants do it in Afghanistan" rausblökt.
Redaktionsliebling Martin Gretschmann (Notwist, Console) treibt sich ja seit Jahren als Acid Pauli in Tanztempeln um. Dass er eine Mix-CD kompiliert, hatten wir hier grade nicht auf dem Plan, obwohl man bei dem Mann ja eigentlich überhaupt keinen Plan haben kann, weil er ständig neue Wege für sich erfindet.
Nun also eine Mix-CD - zwei - um genau zu sein, für die "Get Lost"-Reihe des Labels Crosstown Rebels. Elektro, Deep House und Ambient zum Dahinschmelzen, garniert mit viel unveröffentlichtem Zeugs und einem Radiohead- und Springsteen-Hinhörer. Weilheim, 10 points!

Was war deine letzte gekaufte Platte?
Jari Antti (Navel): Ty Segalls "Slaughterhouse".
Welchen Song hast du zuletzt nicht mehr aus dem Kopf gekriegt?
Konnte gerade letzte Nacht nicht schlafen wegen dem Song einer Band, die gerade bei mir im Studio ist. Der Song hat noch keinen Titel. Aber "If it's a truuuueee thiiiing abooouuut looo .." und so weiter.
Deine drei Platten für die einsame Insel.
Also, wenns ne EINSAME Insel ist, dann ... "Electric Mud" von Muddy Waters, "Harvest" von Neil Young und irgendwas von Townes Van Zandt.
Was war dein größter Spinal Tap-Moment bisher?
Viele, zum Beispiel all the Schlagzeugers, die uns schon explodiert sind.
Welcher Star, den du persönlich getroffen hast, hat dich richtig beeindruckt und warum?
Daniel Johnston am 8. Oktober 2008. Er ist eben so eine Gestalt.
Nach Gigs beim Montreux Jazz Festival und dem New Yorker CMJ sind die mittlerweile zum Quartett angewachsenen Navel ins bandeigene Studio gezogen, um ihr drittes Album "Loverboy" einzuspielen. Es erscheint im Februar 2013.
So ziemlich genau vor einem Jahr landete das großartige De Staat-Album "Machinery" ziemlich weit oben in den laut.de-Jahrescharts. Ich hoffe sehr, dass die Holländer schon fleißig am Nachfolger schrauben, obwohl Sänger Torre Florim derzeit TV- und Internetshows mit dem Prodigy-Cover "Firestarter" beehrt, das nicht minder furios ausgefallen ist.
Erschienen auf einer Compilation namens "Acoustic Dance Sessions" mit Akustikcovers bekannter Dance-Hits (u.a. Triggerfinger mit "I Follow Rivers") dürfte Florim hier locker den coolsten Beitrag abgeliefert haben. Wie auch immer: Long live De Staat!
Michael Schuh hört die ganze Woche lang Musik, beobachtet Kollegen, die Musik hören und plaudert an dieser Stelle aus dem Redaktions-Nähkästchen. Personen, Orte und Handlung sind definitiv nicht erfunden.
Queens of the Stone Age, Trent Reznor und Dave Grohl. Wenn das mal kein Meisterstück wird.
verdräng den Hype...verdräng den hype...verdräng den Hype...
Ich hab schon drei mal die Buxe gewechselt vor lauter Vorfreude!
Die Unter-Unterschrift ist sehr gut gewählt: "Acid Pauli: Schicke Mix CD ... weil er Dave Grohl heißt."
@ Retrogott: Gabs ne News zu. Und auf dem ersten Bild siehste rechts TR. Steht für Trent Reznor.
@ topic: Ja verdammt ich schaffs auch kaum noch, dem Hype standzuhalten :/. Ich mein bei Wasting Lights hat der Mann auch den besten Song zuerst rausgehauen, und danach waren dann nen paar gute und nen paar mittelmäßige dabei. So viel Vorfreude wie das alles schürt, da kann nur ne mindestens kleine Entäuschung bei rumkommen. Sowas wie Songs for The Deaf ist halt kaum bis gar nicht zu toppen.
@Retrogott
Er hat ein IAmA auf Reddit gemacht und es darin verraten, aber es lohnt sich auch den Rest zu lesen:
http://www.reddit.com/r/IAmA/comments/134vgv/i_am_trent_reznor_of_nine_inch_nails_and_how_to/
scheiss Köter ^^
nee jedenfalls ... QOTSA schrauben die Erwartungen ganz schön hoch. Hoffen wir, dass sie sie nicht zu hoch drehen, weil man ab nem Gewissen Punkt nur noch enttäuschen kann obwohls ein gutes Album wird.
Bin gespannt. 
@der_Dude WORD! Macht mich auch ein wenig sorgen. Der Hype ist jetzt schon riesig, dabei ist noch nicht mal das Releasedatum draussen /:

JaDeVin
Aight, Jack White ist der selbe Typ Genius wie Homme/Grohl.
Jack White ist einer der Götter in meinem persönlichen Göttergarten.
qotsa wieso lässt ihr mich hier schmoren , BITTE ein release date!!!!
Uiui, nicht dass es mit Nick wieder knallt. Aber wenn sie sich zusammenraffen ist das natürlich grandios!!
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