- Top 100
- Redaktionsempfehlungen
- Zuletzt gehört
Format
Playlist
Aktuelle Sendung
SeitHomepage:
Chubby Checker kämpft um seinen Ruf. Olli Schulz bei Stefan Raab, Black Keys vs Justin Bieber, Phoenix, Everything Everything-Gewinnspiel, 5 Fragen an Kate Nash etc.
Inside The Shit (mis) - Vom Southside/Hurricane Festival gab es heute Line Up-News, die den Wert der Partysause beträchtlich erhöht haben. Ich denke da in erster Linie an The National, die Editors und Portishead, aber in zweiter Reihe auch an Tame Impala und Darwin Deez. Sollte es dennoch Menschen geben, die weder Neuhausen Ob Eck noch Scheeßel als ultimative Feierlocation ansehen, etwa weil die Anwesenheit weißer Sandstrände nach wie vor zu wünschen übrig lässt, für diejenigen gäbe es da ...

Die Rede ist nicht vom kürzlich angepriesenen und traditionell hochklassig besetzten Coachella in Kalifornien, sondern vom ungleich näher gelegenen Primavera Sound in Barcelona. Nick Cave & The Bad Seeds, Hot Chip, Blur, Dinosaur Jr., The Knife, Phoenix und wegen mir auch My Bloody Valentine, Fiona Apple und The Breeders ("Last Splash" am Stück) kommen da hin. Habe ich schon Jesus & Mary Chain und den Wu-Tang Clan erwähnt? Argl!!

Das wundersam bestückte Indie-Fest findet vom 22. bis 26. Mai statt und demnach - dies sei fairerweise erwähnt - zwei Tage länger als Southside/Hurricane. Da angeblich nur 20.000 Menschen aufs Gelände passen und der Eintritt mit 160 Euro gelinde gesagt ein Witz ist, schätze ich, dass es langsam eng werden könnte mit Tickets.
Ebenfalls im Line Up in Barcelona sind die wiedervereinigten The Postal Service, um die seither ein mir nicht einleuchtender Netz-Hype summt, woran ihr jüngst veröffentlichter neue Song "A Tattered Line of String" wenig ändert. Ihr einziges Album "Give Up" erscheint am 12. April bei Sub Pop in der "Deluxe 10th Anniversary Edition", d.h. als 2-CD, 3-LP und Super-Duper-Download.
Endlich existiert ein Veröffentlichungstermin: Am 22. April erscheint das neue Phoenix-Album "Bankrupt". Der Instrumental-Sound, der diese Meldung auf der Homepage untermalte, beeindruckte mich mehr als das mitgelieferte Albumcover. Nun ja, besser als andersrum.


Wie an anderer Stelle schon bemerkt, bin ich ein großer Freund von Olli Schulz, erst recht, wenn er seine Gitarre ablegt und Geschichten erzählt. Dass ich ihn gestern Abend zu etwas späterer Stunde zufällig beim Zappen erwischte, wunderte mich zunächst nicht. Aber es ging dann gar nicht um die leidige Frei.Wild-Thematik, sondern um Politik. Er saß in Stefan Raabs neuer Politainment-Show "Absolute Mehrheit".
Raabs erste Sendung vor Wochen wurde ja ziemlich verrissen, aber mitunter war es nun doch erfrischend, in einer Polit-Talkrunde vom Gastgeber mal Sätze zu hören wie "Ich habe ja über sie alle ein wenig recherchiert, also rumgegoogelt" oder an die Grünen-Bundestagsabgeordnete Dörner gewandt: "Nehmen wir einfach mal an, ich sei ein Mitglied der Grünen, Gott bewahre, aber nehmen wir es mal an". So richtig aufblühen wie jüngst bei seinem Onkelz-Diss konnte Olli zwar nicht, aber auch er äußerte hin und wieder gern verschwiegene Bonmots, etwa dieses: "Es gibt sicherlich in jeder Partei Arschlöcher".
Maximal Freunde des ursprünglichen Rock'n'Rolls dürften sich erinnern: Chubby Checker hatte 1960 den Welthit "The Twist", in den 80er Jahren noch einmal berühmt gemacht durch die Fat Boys. In den Schlagzeilen ist der 71-Jährige nun aber wegen unschöneren Dingen: Er verklagte das US-Unternehmen Hewlett Packard und den angehörigen Smartphone-Hersteller Palm wegen Verbreitung einer App namens "The Chubby Checker". Inhalt der Software: Penislängen-Berechnung.
Auch im Hause HP/Palm schien man den Rocker nicht gekannt zu haben, denn die Namensidee lag nun wirklich auf der Hand: "Chubby" heißt so viel wie "prall" und gecheckt wird die Länge des besten männlichen Stücks, die wiederum hergeleitet wird von der Eingabe der männlichen Schuhgröße. Dass die App schon seit September 2012 vom Markt genommen wurde und zuvor scheinbar nur 84 Käufer gefunden hat, juckt Checker wenig: Seine Anwälte fordern 500 Millionen Dollar wegen Markenverletzung.

Nachdem Black Keys-Drummer Patrick Carney bereits im Zuge der Grammy-Verleihung die Bedeutung des Teenistars Justin Bieber gerade rückte ("Bei den Grammys geht es um Musik, nicht um Geld. Justin Bieber verdient sehr viel Geld, er sollte glücklich sein") und sogar vom Jungspund persönlich Feedback bekam ("Diesen Black Keys-Drummer sollte man ohrfeigen"), legte Carney nun noch ne Schippe drauf.
Er änderte seinen Namen auf Twitter zu Justin Bieber inklusive Profilbild.

Die Reaktion der linientreuen Belieber Fan Army ließ nicht allzu lange auf sich warten. Oder anders gesagt: Auf Carneys Profil ist die Hölle los, obwohl er sich mittlerweile wieder in Carney umbenannte. Einfach süß, diese Fans.


"Fucking hell, that woke me up": Ozzy Osbourne ist wieder mit seinen alten Dezibel-Kumpels im Studio, und wenn man ihn so reden hört, mag man kaum glauben, dass er tatsächlich noch dazu imstande ist, ein Black Sabbath-Album einzusingen. Aber die Plattenfirma Universal behauptet es und nun auch der erste Albumtrailer zu "13". An den Drums - für alle, die zwischenzeitlich auch eingenickt sind - Brad Wilk von RATM.
Wie das Billboard Magazin berichtet, verstarb der amerikanische DJ Mark Kamins bereits am Donnerstag im Alter von 57 Jahren an Herzversagen. Kamins ist in erster Linie dafür bekannt, dass er Madonna maßgeblich zum Karriere-Durchbruch verholfen hat und ihre '82er Debütsingle "Everybody" produzierte.
Als einer der Star-DJs der angesagten New Yorker Disco Danceteria hatte seine Stimme auch bei Label-Größen Gewicht und so hörte sich Sire-Boss Seymor Stein auf Kamins' Empfehlung das Demo des jungen Danceteria-Stammgastes Madonna an und nahm sie unter Vertrag. Der Rest ist Geschichte. Laut Discogs arbeitete Kamins u.a. auch mit den Beastie Boys, David Byrne und Sinead O'Connor zusammen.

Auch von Madonna existiert bereits ein Nachruf: "Mit Bestürzen habe ich von Marks Tod erfahren. Ich habe ihn zwar schon seit Jahren nicht mehr gesehen, aber ohne ihn hätte ich vielleicht nie Karriere gemacht. Er war der erste DJ, der meine Demos gespielt hat, als ich noch keinen Plattenvertrag hatte. Er hat an mich geglaubt, lange bevor es andere taten. Ich verdanke ihm viel. Möge er in Frieden ruhen."
YouTube ist schon eine schöne Sache, denn so können wir Spätgeborenen noch einmal ins New York der Jahre 1983/84 eintauchen, gemeinsam mit dem damals jungen Jools Holland in den Monster-Groovetempel Danceteria. Dort wird an einer Stelle auch Kamins interviewt, dem auf die Frage nach dem Sound der Stunde die Namen Quando Quango, Afrika Bambaataa und Peech Boys einfallen.
Und noch ein Todesfall eines Mannes, der manchem Leser vielleicht spontan nichts sagt. Allerdings: Sir Paul McCartney nannte Tony Sheridan ehrfurchtsvoll den "Teacher", somit steht der Brite quasi auf einer Stufe mit KRS-One. Sheridan, der als Entdecker der Beatles gilt, starb im Alter von 72 Jahren in einer Hamburger Klinik, wie seine Familie am Wochenende auf der Facebook-Seite des Sängers mitteilte.
Seine Band The Jets war die erste britische Band, die auf Hamburgs Reeperbahn Beat-Konzerte gab. Folglich lernte er bald die vier Jungs aus Liverpool kennen, die er 1961 als Backing-Band für Soloauftritte engagierte und mit denen er ein paar Songs, darunter "My Bonnie", aufnahm. Fun fact: Auf einer Tour durch Australien besuchte Sheridan den befreundeten Saxophonisten Alex Young und gab dessen jüngeren Brüdern Malcolm und Angus ein paar Gitarrenstunden. It's a long way to the top if you wanna Rock'n'Roll.

Einfach weil es eine meiner liebsten Platten der jüngeren Zeit und gleichzeitig offenkundig ist, dass noch nicht genug Menschen der Faszination von Everything Everything erlegen sind (Top 3 der deutschen Albumcharts: Heino, Matthias Reim, Andrea Berg), verlose ich drei ihrer absolut formidablen "Arc"-Longplayer. Wer eine CD besitzen möchte, schreibe unter Angabe der vollständigen (!) Postadresse eine Mail an gewinnen@laut.de, Subject: Her damit.

Was war deine letzte gekaufte Platte?
Das war die letzte Platte von Watsky, einem Rapper aus L.A., mit dem ich auch schon zusammengearbeitet habe.
Welchen Song hast du zuletzt nicht mehr aus dem Kopf gekriegt?
"Camptown Races" von Stephen Foster. Allerdings haben wir den Song gestern in einer neueren Version gehört (lacht).
Deine drei Platten für die einsame Insel.
Oh, ich bräuchte nur zwei Alben auf einer einsamen Insel, die seltsamerweise auch noch einen direkten Bezug zueinander haben, nämlich "Life Through This" von Hole und "Nevermind" von Nirvana.
Was war dein größter Spinal Tap-Moment bisher?
Auf Tour entstehen jeden Tag dutzende peinliche Situationen. Ich bin aber sehr schlecht darin, mir alles zu merken. Ich habe mir mal meine Vorderzähne nach einem Konzert abgebrochen. Das war ziemlich schlimm (lacht). Das war generell ein ziemlich wilder Abend, inklusive Party in einem Gay-Club und Turbulenzen am Morgen danach an der Hotelrezeption, weil ich aus Frust Badezimmer-Utensilien mitgehen lassen wollte.
Welcher Star, den du persönlich getroffen hast, hat dich richtig beeindruckt und warum?
Annie Lennox. Diese Frau ist unglaublich - sowohl als Mensch als auch als Musikerin.
Kate Nash veröffentlicht am 8. März ihr neues Album "Girl Talk".
Die extrem gute Depeche Mode-Vorabsingle "Heaven" erinnerte mich tatsächlich wieder an vergessene oder verdrängte Gefühle der Vorfreude auf ein neues Studioalbum ("Delta Machine", Ende März).
Bevor Martin Gore und Co. im Sommer wieder die Stadion-Hitmaschine anwerfen, stellte man sich noch mal für eine Liveaufnahme des Songs ins Studio, mit dem Ergebnis, dass dieser noch sublimer und ungefähr doppelt so langsam dahin kriecht als das Original. Mindestens genau so überzeugend wie Gores T-Shirt. Fan-Modus aus.
Michael Schuh hört die ganze Woche lang Musik, beobachtet Kollegen, die Musik hören und plaudert an dieser Stelle aus dem Redaktions-Nähkästchen. Personen, Orte und Handlung sind definitiv nicht erfunden.
oomphie jetzt is auch mal gut ich will hier über musik informiert werden und nicht über sport
ok die grammys sind auch nicht mein ding, ich mag mehr so die differenzierte berichterstattung von den wenigen guten autoren wie danni, eddy oder auch michael schuh
Format
Homepage: