- Top 100
- Redaktionsempfehlungen
- Zuletzt gehört
Format
Playlist
Aktuelle Sendung
SeitHomepage:
Nick Oliveri zurück bei QOTSA, Kyuss Lives! ändern Bandnamen und Foals wollen ein Venue-GPS. Plus: Doherty, Darwin Deez, Nick Cave, etc.
Inside The Shit (mis) - Die heutige Kolumne steht ganz im Zeichen schneidiger Zitate. Hier im Büro hat's ja heute morgen gleich angefangen: Nachdem ich als Sachbearbeiter der 2012er Jahrescharts pflichtgerecht alle Autoren über das Ergebnis informiert habe, giftete Kollege Wesselkämper zurück: "XY auf 1, ja?! Da war doch wieder Schuh-lusconi am Werk." "XY" soll an dieser Stelle übrigens nur ein Platzhalter sein, man muss das ja in diesen Tagen dazusagen, wo Leute wie Wesselkämper Bands namens XXYYXX auf Platz eins wählen.
Ich lasse diese Anwürfe selbstverständlich unkommentiert und informiere euch stattdessen jetzt über Aussagen bekannterer Zeitgenossen. Die Albumcharts des Jahres 2012 folgen kommenden Freitag.

Eigentlich kein Freund kerniger Interviewaussagen, hat Depeche Mode-Songwriter Martin Gore nun mal eine Ausnahme gemacht. Für die gute Sache. In einem Interview mit der Music Week äußerte er sich zum britischen Äquivalent unseres Ausnahmetalents Dieter Bohlen: "Ich unterstütze keine Gewalt, aber ich denke, jemand sollte Simon Cowell erschießen." Die harte Aussage fiel im Zusammenhang mit Gores Castingshow-Abneigung, einem Format, das besagter Cowell mit "Britain's Got Talent" und "X Factor" salonfähig gemacht hat.
Dass es sich hierbei um eine nicht ganz ernst gemeinte Aussage handelte, war Cowell selbstverständlich herzlich egal und so twitterte er gleich zwei Mal gallig an den Gitarristen zurück, denn als Geschäftsmann kann man solch eine Einladung zu Promo in eigener Sache natürlich nicht links liegen lassen.

"Warum ich sauer bin auf den weirdo Gore? Weil unzählige Menschen dieses Jahr erschossen wurden und Leute wie weirdo Gore dies befürworten", heulte Cowell. Und zuvor: "Ich habe gelesen, dass Martin Gore mich erschießen will. Er war/ist in Depeche Mode. Merkst du eigentlich, wie seltsam und dumm sowas macht? Schau mal Nachrichten."
Da Martin Gore dies zumindest nicht per Twitterstream tut, nahm ihn netterweise die Frau seines Bandkollegen Andy Fletcher, Grainne, in Schutz: "Bin überrascht, dass Simon Cowell eine offensichtliche tongue-in-cheek-Aussage von MLG so ernst nimmt,", flötete Miss Fletcher. Lässt sich Martin Gore von seinen Bandkollegen etwa MLG nennen? Oder nur von deren Frauen? Egal, sowas nennt man dann wohl eine große Bandfamilie.

(Foto: EMI)
Ein Zitat, das nicht gerade Neuigkeitswert besitzt, aber in einem aktuellen Interview von Keith Richards im Esquire gefallen ist: Der Stones-Gitarrist wird zitiert, Mick Jagger "manchmal zu verachten". Natürlich schob er gleich hinterher, den Sänger auch "wie einen Bruder" zu lieben, was er damit begründete, keinen leiblichen Bruder zu haben.
"Wir sind zwei launische Typen, die gemeinsam eine Menge Scheiß erlebt haben und es immer noch irgendwie auf die Reihe kriegen ... Was habe ich im Leben? Luft zum Atmen, Nahrung zum Essen und die Rolling Stones." Stringente Argumentation. Die Stones-Best Of "Grrr" stieg vor zwei Wochen direkt auf Platz eins der deutschen Charts ein vor One Direction (2) und Robbie Williams (3).

Ich wollte ja eigentlich warten, bis Pete Doherty mal wieder mit musikalischen Neuheiten ums Eck kommt, bevor ich ihn erwähne. Nun aber hat ihn eine für seine Verhältnisse geradezu philosophische Erkenntnis heimgesucht, die ich niemandem vorenthalten will: "Ständig zugedröhnt zu sein ist auch nicht so aufregend".
Zur Erinnerung: Diese Worte spricht ein Mann, gegen dessen Londoner Polizeiakte die des Keith Richards Ende der 70er Jahre aussehen muss wie ein Spickzettel. Doherty lieferte sich in gestohlenen Autos Verfolgungsjagden mit Ordnungshütern, bot britischen Journalisten in Interviews Heroin und Ecstasy an und raubte einmal sogar die Wohnung seines Libertines-Bandkollegen Carl Barât aus, um an Asche zu kommen.

Dem britischen Guardian verriet der seit vier Jahren in Paris lebende Doherty nun, dass er heutzutage genau so viele Kicks verspüre, wenn er sich mal eine ausgedehnte Mütze Schlaf gönne. Haben wir so ähnlich auch schon von Iggy Pop gehört, aber der ist auch 30 Jahre älter.
Wann er wieder Songs veröffentlicht, bleibt vorerst sein Geheimnis. Die Franzosen vergöttern ihn trotzdem als missverstandenen, britischen Romantiker. Und an einem Ort, wo man ihn mit Serge Gainsbourg vergleicht, kann es dem Mann ja nur gefallen.

Damn! Eine Frage, auf die man als Musikjournalist eigentlich selber hätte kommen müssen: Alice Cooper, verrate uns doch mal deine Halloween-Verkleidung, fragte kürzlich das Q Magazine. Seine Antwort: "Versicherungsvertreter. Das ist die einzige Nacht, in der ich mich nicht verkleiden muss."
Led Zeppelin im Weißen Haus? Jawoll, "Celebration Day" reloaded für die Herren Plant, Jones und Page. Denn am Wochenende galt es, den Kennedy-Preis entgegen zu nehmen, den prestigeträchtigsten US-Kulturpreis.
Während andere Preisträger die Laudatio von Kollegen ihrer Profession erhielten, übernahm Präsident Obama diese Aufgabe höchstpersönlich. Und ließ keinen Kalauer unausgesprochen. Die Reaktionen der Altrocker sind leider nicht im Bild, aber Obamas Gags kamen definitiv an.
2013 wird wieder ein Nick Cave-Jahr. Sein schrulliges Seitenprojekt Grinderman trug er ja bereits zu Grabe, um sich endlich wieder um seine Bad Seeds zu kümmern. Ein weiser Entschluss, wie der neue Track "We No Who U R" zeigt.
Wer sich dafür interessiert, wie alte Männer im Studio so rumdaddeln, kann sich folgenden Trailer noch reinziehen, für den Rest gibts noch das Albumcover.


Langsam wird der Nostalgietrip unheimlich: Der 2004 geschasste Bassist Nick Oliveri darf auf dem neuen Queens Of The Stone Age-Album bei einem Song als Sänger (!) mitmachen. Seltsame Entscheidung, denn wenn Homme einen besseren Bassisten bei QOTSA hat, so hat er erst recht einen besseren Sänger, ihn selbst nämlich. File under: For the good times.
Die Nachricht setzte allerdings nicht Homme in die Welt, sondern Oliveri per Twitter. Die Geschichte birgt also durchaus noch Interpretationsspielraum. Vielleicht durfte Oliveri auch nur kurz bei einer Probe zuhören oder das Namensetikett "Dave" aufs Mischpult kleben ...
Für Twitter hat Homme eh keine Zeit. Wenn er mal eine Studiopause einlegt, zockt er lieber mit Minderjährigen und Eagles Of Death Metal-Jesse um ordentlich Cash.


Zufrieden zurücklehnen kann sich Josh Homme angesichts der jüngsten Entwicklung bei Kyuss Lives! Deren Drummer Brant Bjork versicherte uns noch im Spätsommer: "Sie [Homme und Scott Reeder] haben nicht das Recht, unsere Band aufzuhalten, daher habe ich mich für einen langen Kampf gewappnet." So lang war er nun scheinbar doch nicht.
Inwieweit Hommes und Reeders Klage wegen Markenverletzung und Verbrauchertäuschung die Entscheidung beeinflusste, wird selbstverständlich verschwiegen. Ab sofort nennen sich Bjork, Sänger John Garcia und Gitarrist Bruno Fevery jedenfalls Vista Chino. Unter diesem Namen soll auch das kommende Album erscheinen. Ebenfalls in der Band ist - festhalten - Bassist Nick Oliveri, der gerade vor drei Monaten ausgestiegen ist. Vielleicht um bei Homme im Studio auf das Queens-Mischpult einen ...

Was war deine letzte gekaufte Platte?
Jimmy: "Twins" von Ty Segall.
Yannis: "Dead Cities" von The Future Sound Of London.
Welchen Song hast du zuletzt nicht mehr aus dem Kopf gekriegt?
Jimmy: Da gibts diesen einen Song auf Ty Segalls Album. Warte kurz ... Damdammdammboing ... Ach, ich komme nicht auf den Titel.
Yannis: Ja, genau. Den hast du mir die ganze Zeit vorgesummt. Aber ich weiß leider auch nicht mehr, wie er heißt (lacht).
Deine drei Platten für die einsame Insel.
Yannis: "Twins" von Ty Segall, das Debütalbum von Led Zeppelin und das Hip Hop-Album von Shaquille O' Neal.
Jimmy: Shaquille hat ein Album draußen?
Yannis: Ja, natürlich.
Jimmy: Cool, das wäre auch mein Mix.
Was war dein größter Spinal Tap-Moment bisher?
Yannis: Es gibt dieses typische Szenario, wenn sich eine Band kurz vor dem Konzert innerhalb der Location verläuft. Das ist uns ziemlich oft passiert. Ich habe bei unserem Manager schon ein Venue-GPS beantragt, damit man uns nicht immer aus irgendwelchen Tiefgaragen, Backstage-Toiletten oder Dark-Rooms befreien muss (lacht).
Welcher Star, den du persönlich getroffen hast, hat dich richtig beeindruckt und warum?
Yannis: Da muss ich nicht lange überlegen, ganz klar: Liam Gallagher. Er stand irgendwann in schneeweißen Schlangenleder-Boots vor mir. Naja, eigentlich hatte er einen schneeweißen Ganzkörperanzug an. Das war schon beeindruckend. Aber es hat mir auch ein bisschen Angst gemacht.
Foals veröffentlichen im Februar ihr neues Album "Holy Fire". Vor kurzem erschien der Vorabtrack "Inhaler".
Anfang 2013 wollen auch Darwin Deez nachlegen. Im Gegensatz zu ihrem poppigen Indie-Debüt soll der Sound der New Yorker Oberhipster härter ausgefallen sein, was die Single "Free (The Editorial Me)" bereits andeutet. Das Video stiehlt der Nummer dann aber fast die Schau.
Michael Schuh hört die ganze Woche lang Musik, beobachtet Kollegen, die Musik hören und plaudert an dieser Stelle aus dem Redaktions-Nähkästchen. Personen, Orte und Handlung sind definitiv nicht erfunden.
ich würde sagen dass olivieri keinen song wie "gonna leave you" oder "another love song" aufnimmt, sondern sich ordentlich die seele aus dem leib schreit wie bei millionaire oder quick ant to the pointless. würde auf jeden fall mehr sinn machen, oder etwa nicht?
Format
Homepage: