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Roadrunner Records verschwindet und alte Männer kehren zurück: John Frusciante, Midge Ures Ultravox, Magnetic Fields und Turbonegro.
Inside The Shit (mis) - Es gibt keine Kleinen mehr, hat Berti Vogts mal gesagt und dabei offensichtlich nicht in den Spiegel geschaut. Jetzt war Roadrunner Records ...

... aber doch eher zweite Reihe hinter den Branchenriesen Universal, Warner, EMI und Sony. Das kann man wie einst Mario Basler ruhig auch mal verbal sagen.
Nun gab es sogar noch nen tieferen Tiefpunkt: Das deutsche Roadrunner-Büro in Köln schloss seine Pforten. Dabei verdienen die ihr Geld doch mit Dream Theater, Kiss, Juliette Lewis, Nickelback, Lenny Kravitz, Korn, Slipknot, Porcupine Tree und Megadeth.

Wird deren Mucke etwa auch schon von urheberrechtsunkundigen 11-Jährigen gesaugt, die den Bands damit frei nach Sven Regener ins Gesicht pinkeln? Gut, an den maskierten Roadrunner-Gruppen würde das ja abperlen.
Wie dem auch sei: Aus der Schließung folgt jetzt nicht, dass die genannten Künstler hinterrücks in der Bedeutungslosigkeit verschwänden (außer natürlich, sie sind dort längst angekommen, gell Herr Kroeger?) Der Großteil des Ladens gehört eh schon seit Jahren Warner Music. Deshalb wird der Roadrunner-Brand im wärmenden Warner-Mantel auch weiterleben, auch wenn weitere Büros in England und Holland mittlerweile dicht sind.

Passenderweise hat sich unser "Metalsplitter"-Fachmonk Edele kürzlich mit Slash unterhalten, dessen Alben ja ebenfalls das Roadrunner-Logo ziert.
Die Label-Sache kam da jedoch leider genau so wenig zur Sprache wie Edeles Leib-und-Magen-Thema 'Beinharte Männerfrisuren', das er schon vor Jahren im Fernsehgarten-Talk mit Kirk Hammett erörtern wollte (siehe Foto). Schließlich hält es Edele hier bekanntlich mit Rudi Völler: Was meine Frisur betrifft, da bin ich Realist.

Nicht auf Roadrunner sind übrigens Turbonegro, die mit neuem Sänger Mitte Juni das Album "Sexual Harassment" raushauen. Und siehe da: Nix Apocalypse, Dudes. Lebbe geht weida! Nach Hanks Abschied hätte ich nicht gedacht, die Arschraketen noch mal aus dem Schrank holen zu müssen, aber der herrlich simple Titelsong zieht sämtlichen Vorurteilen den Stecker:

Als nostalgisches Giveaway ans gespaltene Turbojugend-Heer hat sich der gute Tony Sylvester netterweise einen Vollbart stehen lassen. Stimmlich erinnert er ja kaum an den alten Hank, was wie gesagt nicht grundsätzlich schlecht sein muss. Auf die Frage, ob er Probleme mit den großen Fußstapfen seines Vorgängers habe, antwortete der Ex-Präsident der Turbojugend London oberlässig: "Nein, ich habe Schuhgröße 46."
Genug Power scheint der Muskelprotz auch zu haben, denn nachdem die Turbonegro-Clubshow im Hamburger Knust am 20. Juli ratzfatz ausverkauft war, hängte man einfach noch eine zweite hintendran. Einlass 23.30 Uhr, Beginn 0.15 Uhr. Etwas früher steigt das Open Air-Debüt der Turboneger diesen Freitag beim Rock Hard Festival.

Meine Güte, John Frusciante, wo warst du nur so lange? Erst veröffentlicht der Typ sechs Alben und eine EP innerhalb von zwei Jahren und dann hört man drei Jahre gar nichts außer einer Absage für die Hall Of Fame-Ehrung der Chili Peppers.
Wenn ich ihn mir jetzt aber auf dem (nicht bearbeiteten) Foto so ansehe, das eine gewisse Share Watson am 28. Dezember 2011 twitterte, weiß ich nicht so recht, ob ich genauer wissen will, was er die ganze Zeit gemacht hat.

Damals verkündete Watson, sie arbeite mit John an dessen neuem Album, nun stellt sich heraus, dass es immerhin eine EP geworden ist. "Letur Lefr", so der kyptische Titel, enthält immerhin fünf Songs und soll im Juli in einer Vielzahl von Formaten erscheinen, auch auf Kassette, wie die mal wieder sehr gut informierte Fanseite Invisible Moment weiß.

Was war deine letzte gekaufte Platte?
Da muss ich überlegen. Das müsste "Takk" von Sigur Ros gewesen sein. Oder Adele? Damit lag mir meine Frau in den letzten Wochen ständig in den Ohren. Nein, ich bin mir ziemlich sicher es war Sigur Ros.
Welchen Song hast du zuletzt nicht mehr aus dem Kopf gekriegt?
Wahrscheinlich der letzte Song, den ich gehört habe (lacht). Wir haben gestern viel gesungen. Aber ich komme nicht mehr auf den Namen des Titels.
Deine drei Platten für die einsame Insel.
"The Rise And Fall Of Ziggy Stardust" von David Bowie (1972)
"The Kick Inside" von Kate Bush (1978)
"Trans Europa Express" von Kraftwerk (1977).
Was war dein größter Spinal Tap-Moment bisher? Midge: Oh, da gibt es wahrlich viele, aber das peinlichste Szenario erlebte ich irgendwann einmal auf Tour. Ich weiß nicht mehr, wo wie gerade waren, aber ich erinnere mich, wie ich im Catering-Bereich stehe und mir all die leckeren Dinge angucke und nichts besseres zu tun habe, als mich bitterlich darüber zu beschweren, dass der bereitgestellte Champagner nicht aus Frankreich stammt. Das war rückblickend vor allem deswegen peinlich, weil ich gar keinen Champagner trinke. Es ging nur um das Meckern. Furchtbar (lacht).
Welcher Star, den du persönlich getroffen hast, hat dich richtig beeindruckt und warum?
Man wird ja auch Musiker, weil man selber Fan von irgendwem ist. Ich fand Robert Plant immer klasse. Irgendwann war ich mal mit ihm essen, das war sehr schön. Ein toller Typ.
Diesen Freitag erscheint "Brilliant", das erste Ultravox-Album in der Urbesetzung seit 1984. In den späten 70ern und frühen 80ern veröffentlichte die Band zahlreiche New Wave- und Electro-Hits wie "Hymn", "Dancing With Tears In My Eyes" und "Vienna".

Den Magnetic Fields wird einfach viel zu wenig Aufmerksamkeit zuteil, ist einer dieser Sätze, die ich seit Jahren höre und ignoriere.
Womöglich weil ich es mir in meiner Tonne mittlerweile so richtig gemütlich gemacht habe. Dass diese nun im neuen MF-Video auftaucht, ist Grund genug für mich, meine Haltung bezüglich der Band zu überdenken.
Michael Schuh hört die ganze Woche lang Musik, beobachtet Kollegen, die Musik hören und plaudert an dieser Stelle aus dem Redaktions-Nähkästchen. Personen, Orte und Handlung sind definitiv nicht erfunden.
klarer punktsieg für eddys haare.
death to false----äh----metal....
der neue song von turbonegro stimmt mich vorsichtig positiv. ist zwar kein highlight im vergleich zu ihren hits, aber um welten besser als retox.
Einfach herrlich, mal wieder was von Turbonegro zu hören. Der neue Sänger stört mich jetzt absolut nicht, die Band macht für mich halt vor allem Euroboys Gitarre, die geilen Texte und das Auftreten der Band aus. Außerdem legt Hank die Latte ja gesangstechnisch nicht gerade sehr hoch an. Darf man echt mal drauf gespannt sein, was sie so reißen können in dieser Besetzung.
John is back?! Ick will endlich eine Deutschlandkuschelunpluggedtour pleeeaaassseeee 
Ist schon mächtig scheiße, was Warner da abgezogen hat. Viel Promotion von Bands in Europa die nur in Amerika funktionieren (Avenged Sevenfold und so ein paar andere). Roadrunner hat einige hervorragende Acts unter Vertrag (Opeth, Rush). Aber ich dachte, das wäre immer noch nicht beschlossene Sache und geistert seit Mitte April unbestätigt durchs Netz.
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