- Top 100
- Redaktionsempfehlungen
- Zuletzt gehört
Format
Playlist
Aktuelle Sendung
SeitHomepage:
Außerdem: Nirvana, Grohl/Homme/Reznor, Alison Mosshart, Frei.Wild-Fans vs. Facebook, 5 Fragen an DJ Koze, etc.
Inside The Shit (mis) - Ehrlich, Kollege Kabelitz ist schuld. Eigentlich sollte ich mich ja mit dem Sound City-Soundtrack beschäftigen, aber dann regte mich zuerst Dave Grohl auf, weil der den Spitzensong "Mantra" aus dem Film in der Album-Version unnötig verfoofightert, und dann schreibt Kabelitz in seiner Bowie-Kritik was von einem ...
An besagtem Konzertplakat im Eingangsbereich des Schwimmbad Clubs bin ich jahrelang neidisch vorbeigelaufen. Natürlich gabs auf Youtube den Konzertmitschnitt in voller Länge, ich hatte also plötzlich was zu tun. Ciao, Grohl! Kamera auf der Seite von Novoselic, Bildquali den technischen Umständen entsprechend, aber nicht armselig.
Dauert ne Weile bis ich irgend einen Song erkenne, "Love Buzz" und nach etwa einer halben Stunde "About A Girl". Erster Gedanke: Fuck, damals war ich 14 und hab EAV gehört. Cobain mustergültiger Dienstleister, sagt immer schön danke und springt derbe auf der Stelle, war ja nicht mehr Platz.

Es gab sogar eine Zugabe und Kurt fragt interessiert: "This song is from our LP that's been released recently - anyone has it? Show me your hands! 1, 2, 3 people, ok". Kabelitz war leider nicht unter jenen drei Obercheckern, aber er war ebenfalls noch arg jung und sein älterer Kumpel, der ihn überhaupt erst mitgeschleppt hatte, hörte Genesis.
Aber das waren halt die garstigen 80er, und Nirvana spielten damals ja nicht nur in Metropolen wie Heidelberg, sondern auch in Oldenburg, Enger und Gammelsdorf. Oder in Hanau. Recherchen ergaben, dass in Rudi-Völler-Town ein Video gedreht wurde, das für 250.000 Dollar auf Ebay angeboten wurde, aber komischerweise keinen Käufer fand.
Nach "Bleach" nahmen Nirvana dann "Nevermind" auf, wurden weltberühmt und legten die Basis dafür, dass Dave Grohl heute Dokumentarfilme über Analogmischpulte drehen kann. Was sein "Sound City"-Soundtrack jetzt genau taugt, erzählt uns in Kürze Kollege Butterweck. Und wie gesagt, das kürzlich veröffentlichte Studio-Footage der Grohl/Josh Homme/Trent Reznor-Kollaboration "Mantra" ist in der Instrumentalversion ein exorbitanter Monolith an Atmosphäre.
Wo wir gerade von drei musikalischen Koryphäen sprechen: Scooter feiern ihr 20. Bandbestehen. Und wem gehen die Namen H.P. Baxxter, Rick J. Jordan und Michael Simon nicht leichter von den Lippen als ein Foo Fighters-Liedchen? Ähnlich wie QOTSA und Nine Inch Nails variierten die Hamburger ihren Trademark-Sound über die Jahre nur in Nuancen, so dass auch ihre Tracks heute schon nach wenigen Sekunden erkennbar sind.
Anstatt einer schnöden Best Of erscheinen zum Jubeltag die ersten 15 (!) Scooter-Alben als "20 Years Of Hardcore - Expanded Edition" im Doppel-CD- bzw. 3-CD-Set-Digipak-Format. Ich persönlich schätze an Scooter zwar vor allem ihre kreativen Pausen, aber zu diesem feierlichen Anlass möchte ich nun doch mal gestehen: Ihre Cover-Artworks stehen auch absolut für sich.


Aber noch mal zurück zu Trent Reznor: Seine allseits vermissten Nine Inch Nails erweckte er gerade wieder zum Leben und kündigte Liveshows und indirekt auch neues Studiomaterial (für 2014) an. Zur Band gehören ab sofort neben Alessandro Cortini und Ilan Rubin auch Eric Avery (Jane's Addiction), Adrian Belew (King Crimson) und Josh Eustis (Telefon Tel Aviv). Doch sein derzeitiges Hauptaugenmerk liegt klar auf der seit Freitag erhältlichen Debütscheibe "Welcome Oblivion" von How To Destroy Angels, mit denen ebenfalls Liveshows anstehen. Aus diesem Anlass zweigte er jüngst auch etwas Lebenszeit für eine Interviewrunde auf Reddit ab, was erwartungsgemäß wieder eine grandiose, Reznor-typische Fan-Beleidigung nach sich zog.

Zu Reznors Verteidigung muss man aber auch anfügen: Die entsprechende Frage hätte sicherlich einen Hauch dezenter gestellt werden können:
Frage: Warum habt ihr als Millionäre einen neuen Plattenvertrag unterschrieben? Ich kaufe euch die Es-sollen-so-viele-Menschen-wie-möglich-erreicht-werden-Ausrede nicht ab. Schon gar nicht, wenn Trent ausgerechnet wenige Tage vor der Albumveröffentlichung neue Pläne seiner Cash-Cow in den Medien platziert. Gutes Marketing, Gene Sim-, äh, Trent Reznor! Wann kommt die NIN-Zahncreme?
Trent Reznor: Sorry, das WLAN auf unserer Yacht hat gerade ein paar Probleme, so dass deine Frage nicht vollständig geladen werden konnte. Bitte schicke doch eine Mail an gofuckyourself@youcunt.com.
So, wir hatten Grohl, wir hatten Reznor und was zur Hölle gibt es Neues von der QOTSA-Front? Äh, nichts, mal abgesehen davon, dass sich Josh Homme zumindest schon mal fürs Comeback schick macht:

(gesehen hier)

Da ich im Grunde so ziemlich alles für berichtenswert erachte, was auch nur am Rande mit Alison Mosshart zu tun hat, kommt diese Meldung praktisch schon einer Eilmeldung gleich: Für Jarvis Cockers Sonntagnachmittagsradioshow auf BBC 6 Music spielte die Sängerin zwei Stunden lang ihre Lieblingslieder zum Thema Liebe vor. 120 Minuten stilvolle Unterhaltung von den Everly Brothers über Neil Young, Leonard Cohen, PJ Harvey, The XX bis hin zu den Arctic Monkeys. Dazu ein paar schöne Anekdoten aus Alisons Welt sowie die wertvolle Information, welchen männlichen Künstler sie um dessen Haare beneidet. Jarvis Cocker ist nicht zugegen, was in diesem besonderen Fall völlig in Ordnung ist. Der Stream ist nur eine Woche lang erreichbar.

Endlich mal Neuigkeiten aus erster Hand zum Thema Tool: Das neue Album nimmt laut Drummer Danny Carey Formen an. Im Gespräch mit dem neuseeländischen Radiosender The Rock FM verriet er neben Allerweltsfloskeln ("Wir können es nicht erwarten, dass die Platte endlich erscheint", "Wir können es nicht erwarten, endlich wieder in Neuseeland zu spielen") auch folgendes: Die Band arbeitet derzeit in Hollywood täglich am neuen Album und es soll nach Wunsch der Band noch in diesem Jahr erscheinen. Zudem hat sich Carey scheinbar auch mit John Frusciante getroffen, was er jedoch nicht in einen Zusammenhang mit dem Tool-Album setzte.
Auch Adam Jones meldete sich artig aus dem Proberaum und verriet ohne nähere Angaben zur Besetzung, dass man gerade gemeinsam den Song "Schism" gejammt habe. Auf der offiziellen Homepage toolband.com wurden die Studioarbeiten gestern mit einem gut ausgeleuchteten Foto von Carey bestätigt ...

Ich muss hier noch einmal kurz auf das leidige Frei.Wild-Thema eingehen: Die Fans der Dumpfrock-Horde fühlten sich letzte Woche nach deren Ausbootung beim Echo derart in ihrer Ehre verletzt (kann man hier ja ruhig mal so formulieren), dass sie zum gemeinsamen Shitstorm aufriefen.
Problem: Wie geht so ein Shitstorm eigentlich? Mit platzendem Schädel schmierten Hunderte erzürnte Frei.Wild-Fans in den letzten Tagen anstelle der Facebookseiten der verhassten Frei.Wild-Kritiker MIA und Kraftklub die Seiten von M.I.A. und Kraftwerk voll. Sogar der Focus brachte es danach ausnahmsweise mal auf den Punkt:
Einem deutschen User war die ganze Geschichte so dermaßen peinlich, dass er sich elegant für uns alle bei M.I.A. entschuldigte:
"Dear M.I.A, on behalf of (fortunately) the larger part of the German population (i.e. all those who can read and have some basic understanding of how to use the internet and facebook) I would like to apologize for what is going on here. In case that bing/google translator/etc should be unable to translate these comments, that's because those who post them are not even able to express their tiny minds in their mother tongue, at least not in ways that any algorithm based on linguistic logic might be able to understand. Anyway, not all of Germany is that stupid, and we hope that the moronic hordes have not discouraged you from playing shows here."
Mit der dringenden Bitte, im November 2013 die Ballungsgebiete Mannheim, Oberhausen und Berlin weiträumig zu umfahren ...


Was war deine letzte gekaufte Platte?
Das 14-stündige Hörbuch "Atlas eines ängstlichen Mannes" von Christoph Ransmayr.
Welchen Song hast du zuletzt nicht mehr aus dem Kopf gekriegt?
"Money Tree" von Kendrick Lamar.
Deine drei Platten für die einsame Insel.
Duke Kahanamoku, Harry Belafonte und Chet Baker.
Was war dein größter Spinal Tap-Moment bisher?
Bei einem DJ-Gig in Bogota startete ich grade mein Set mit einem schönen Song, als der Techniker beim Abstieg von der Bühne an einem Boxenkabel hängen blieb und die eine Hälfte des DJ-Tisches mit runter riss. Ich sah quasi die Plattenspieler und den Mixer wie in Zeitlupe vom Tisch rutschen und auf dem Fußboden landen. Herrlich schwächlicher Start. Stimmung dann, als alles wieder am Start war, natürlich umso grandioser.
Welcher Star, den du persönlich getroffen hast, hat dich richtig beeindruckt und warum?
Wir haben mit Fischmob mal auf einem Festival einen Song zusammen mit J. Mascis von Dinosaur Jr. performt. Ich war äußerst beeindruckt, wie er vor der Show whiskytrinkend in seinem abgedunkelten Backstagecontainer saß und uns Haufen aufgekratzter Irrer empfing. Ganz die Ruhe selbst. Auch dass wir unsere Instrumente nicht mal stimmen konnten, hat ihn nicht beeindruckt. Cooler Typ!
Acht Jahre nach "Kosi Comes Around" erscheint am 22. März das neue DJ Koze-Album "Amygdala".
Matthew E. White ist nicht nur grandios langhaarig und bärtig, sondern auch extrem talentiert, was man alleine schon dem Song "Big Love" entnehmen kann, dessen Bassline ich ungefähr so endlos anhören könnte wie jene von Josh Homme im erwähnten "Mantra". Mich erinnert er vor allem an Lambchop, aber man könnte noch weitere Vergleiche aus 50 Jahren Popmusikgeschichte anführen, die White hier angeberhaft auf seinem Debütalbum zusammenrührt. Der Guardian nennt das Soundgemisch Country-Soul, laut.de überlegt noch, zumindest hat die zuständige Kollegin Weinert für die Album-Review schon grünes Licht signalisiert.
Michael Schuh hört die ganze Woche lang Musik, beobachtet Kollegen, die Musik hören und plaudert an dieser Stelle aus dem Redaktions-Nähkästchen. Personen, Orte und Handlung sind definitiv nicht erfunden.
Das mit den Frei.wild Fans tut schon fast körperlich weh.
NIN, Tool, QOTSA...2013 wird besser als erwartet 
Frei.Wild-Fans
Bin zwar Frei.Wild gegner, aber wenn man als fan in der aufregung MIA. mit M.I.A. verwechselt, habe ich dafür verständnis. zu schreiben "die dümmsten fans der welt" ist dann m.e. beleidigend und selbst niveaulos.
Das sprichwort "mia san mia" gibts allerdings schon lange.
Alison Mosshart hat (einen guten) Geschmack
. Arctic Monkeys, QOTSA, The Raconteurs und ach, was zähl ich hier auf. Rundum gelungen.
Und was die Frei.Wild Meute angeht: M.I.A und MIA zu verwechseln kann im Eifer des Gefechts passieren. Aber Kraftwerk und Kraftklub? Manchmal bin ich über solche abstrusen Ausmaße an Dummheit echt verwundert.
Tooooool !!!!!!!!
(das musikalisch und inhaltlich hoch-intellektuelle absolute Gegenteil von Frei.Wild-Fans, krassere Gegensätze gibts ja mal nimmer in einer Schuhplattelausgabe
...)
Wenn Tool auch nur halb so intellektuell wären wie sie ihre Fans immer hinstellen, wäre das ein unerträglicher Haufen mit schrecklicher Musik. http://sothinky.files.wordpress.com/2013/01/tumblr_m3bcy4rbpo1rqu1vlo1_500.jpg
freiwildfans... my fucking sides.
danke, dass ihr eure lieblingsband so wunderbar amüsant und behindert repräsentiert, nichts anderes wäre angemessener.
freiwildfans... my fucking sides.
danke, dass ihr eure lieblingsband so wunderbar amüsant und behindert repräsentiert, nichts anderes wäre angemessener.
Der eine von Nickelback sieht aber aus wie der Andere von beverly Hills 90210...
Was zum Teufel hat den Frei.Wild mit M.I.A. zu tun?!
Was geht denn jetzt ab?
Wer Tool einmal live gesehen hat, weiß warum sie so zu den Fans stehen...ham eine ähnliche 'Beziehung zu ihrer Anhängerschaft wie Bob Dylan. Am Ende zählt aber dann doch die Musik und nicht die Kommentare und Missachtung auf der Bühne.
also Tool sind ja Live personenmässig eher sehr defensiv. Da sind halt 4 Leute auf der Bühne und machen Musik.
Die Lichteffekte und die Filmchen die sie abspielen lassen, passen allerdings. Wer natürlich seine "idole" sehen will ... der ist da falsch. Die Show (und die musikalische Qualität) ist allerdings sensationell.
Dylan ist halt ein unglaublicher unsymphat Live (so kam er mir rüber). Ziemlicher egomane der einfach spielt, was er will. Grade wenn die Fans ein bestimmtes Stück möchten, tut ers vermutlich genau deshalb absichtlich nicht.
Aber auch Dylan ist Musikalisch sicher recht stark (auch wenn er mir persönlich nicht gefällt). Ich denke, beide Interpreten ziehen eine klare und strikte Linie zwischen sich und die Fans, grade Tool betonten mal, das es primär um die Musik gehen soll, und der ganze Personenkult drumherum ihnen eigentlich mehr auf die Eier geht.
Dylan hab ich allerdings nur einmal gesehn ... war so mein Eindruck.
Der Bob kuckt äußerst ungern das Publikum an und reden tut er schon gar nicht mit dem Mob. Überhaupt spielt Dylan seine Hits gerne so verändert das selbst Hardcorefans kaum erkennen können was da gerade wieder fürn Welthit läuft^^ Maynard mag es etwas kreativer...er zieht sich live z.B. gern ne Gasmaske über und spielt während der Show lieber Ball mit der Crew hinter Danny...^^
@TheBeast666
da ist durchaus was dran (auch wenn ich Tool ebenfalls großartig finde), dass Toolfans die Band größer reden als sie ist, was wohl auch der Grund ist, weshalb Tool auf Konzerten so abweisend wirken.
Als ich z.B. auf songmeanings.de mal die Bedeutung des Textes von "Jimmy" nachgucken wollte stieß ich plötzlich auf dämlichste Verschwörungstheorien von Toolfans, die glaubten, der Song sei Anspielung auf 9/11, nur weil das Wort "Eleven" ein paar mal vorkommt. Das Lied ist wohlgemerkt von 1996...
Tool sehe ich als ähnlich überbewertet und zu Unrecht auf einem Trohn wie Radiohead. Gute Bands, keine Frage - aber dieses Bramborium drumherum ist ätzend.
@JaDeVin
Ich meinte, dass Tools abweisende Haltung gegenüber den Fans wohl daher kommt, dass diese sie völlig überzogen zu Göttern stilisieren (ob Tools Reaktion so richtig ist steht auf einem anderen Blatt). Dass sie arrogant sind habe ich nirgendwo geschrieben.
Format
Homepage: