- Top 100
- Redaktionsempfehlungen
- Zuletzt gehört
Format
Playlist
Aktuelle Sendung
SeitHomepage:
"Achtung Baby"? Oder "Achtung laut.de"? Inneneinsichten zum Thema "Meilenstein" sowie fünf Fragen an Little Dragon.
Inside The Shit (mis) - Letzte Woche prahlte ich noch großartig, wie gut doch unsere Rubrik "Meilenstein" bei euch ankommt. Stimmt zwar, bedeutet im Umkehrschluss aber natürlich nicht, dass alle bisher ausgewählten Klassiker-Alben brav von euch durchgewunken wurden. Der aktuelle "Meilenstein" war noch keine Stunde online, da flatterte schon eine E-Mail bei mir rein mit dem Betreff ...
Und ja, da war mal einer ganz schön aufgebracht: "U2 sind mit 'Achtung Baby' gestorben. Ich gebe zu, dass es ein okayes Album ist, aber mehr nicht. Der Meilenstein war 'The Joshua Tree', aber 1987 hat die laut.de-Redaktion ja noch Alete-Breichen geschlürft. (...)

Ich verstehe, dass man das Fass nicht zweimal aufmachen kann, wenn man schon die 20 Years Edition-Scheiße besprochen hat. Aber dann gebt wenigstens zu, dass "Joshua Tree" nur deshalb kein Meilenstein geworden ist!"
Nö, weil die "Zoo TV"-Tour optisch einfach verdammt mehr her machte.
1993:

1987:

Kleiner Scherz. Feedback ist natürlich immer Willkommen, egal welcher Art. Die Kritik trifft außerdem einen empfindlichen Nerv. Natürlich sind wir uns hier auch nicht immer einig, welcher denn nun der Meilenstein einer Band ist.

Im aktuellen Fall sehe ich es so, dass U2 zu den wenigen Bands gehören, die zwei Meilensteine geschaffen haben, also Alben, die konzeptuell total verschieden und dennoch wegweisend waren. Dass wir "Joshua Tree" schon 2007 in der "20 Years Edition-Scheiße" besprochen hatten, vereinfachte die Entscheidung nur.
Es gibt viele Bands, bei deren Diskografie einen die nackte Verzweiflung befällt. Bei Faith No More sahen wir "Angel Dust" in Sachen Einfluss auf die Popkultur klar vor "Real Thing", ebenso "Blood Sugar Sex Magik" vor "Mother's Milk" und "Nevermind", logisch, vor "In Utero".

Dennoch gäben die Zweitplatzierten wohl ebenfalls einen würdigen Meilenstein ab. Etwas überrascht war ich ja, dass sich neulich nach unserer Oasis-Debütwahl kein Fan für das "(What's The Story) Morning Glory" stark gemacht hat. Lags an "Wonderwall"?

AC/DC stehen auch schon auf der Liste und drängen sich mit "Back In Black" auf oder eben irgendeinem Bon Scott-Album, Radiohead wiederum mit "OK Computer" und "Kid A". Aber wie ihr seht, haben wir letztere Alben schon besprochen, entweder zur Veröffentlichung oder als Deluxe Edition, und finden es daher unsinnig, die noch einmal hochzujubeln.

Daher wird es auch kein zweites "Songs For The Deaf" oder "Watch Out For The Third Rail" geben. Nein, nie wieder, niemals, nie mehr.

Der schwierigste Fall bislang war Pink Floyd, bei dem unser Autor auf "The Wall" bestand, obwohl man da auch locker "Dark Side Of The Moon" hätte nehmen können. Oder "The Piper At The Gates Of Dawn", "Wish You Were Here" oder was weiß ich (Foto-Copyright: EMI).

An dieser Stelle übrigens ein Dankeschön an unsere fleißigen Meilenstein-Kommentatoren, die schon einige gute Vorschläge gebracht haben. Klar: The Smiths, Massive Attack oder Portishead sehen wir auch in dieser Rubrik. Wie ungefähr noch hundert andere. Das muss dann auch nicht immer mit einer zeitnahen Wiederveröffentlichung zu tun haben, wie der Vorwurf bei U2, Marvin Gaye oder Nick Cave lautete.

Hey, schön langsam Freundchen, zur Trennung von R.E.M. haben wir uns ja auch "Automatic For The People" verkniffen. Oder "Out Of Time". Oder "Murmur".
Vor fast genau 23 Jahren erschien das von vielen als das wegweisende Sonic Youth-Album bezeichnete "Daydream Nation" mit dem pittoresken Gerhard Richter-Cover. Ja, ich weiß, ebenfalls akute Meilenstein-Gefahr.

Angesichts der kürzlich bekannt gewordenen Scheidung des bandinternen Paars Thurston Moore (Giitarre) und Kim Gordon (Bass/Gitarre), den John & Yoko des Noise-Rock, holte wahrscheinlich nicht nur ich wehmütig ein paar der alten SY-Platten wieder raus.
Niemand weiß derzeit, welche Auswirkungen die private Trennung der Band-Triebfedern nach 27 Jahren Ehe auf die Zukunft von Sonic Youth haben wird, die mit ihrem letzten Album "The Eternal" einmal mehr belegten, dass sie zu Recht noch das Wort "Youth" im Bandnamen tragen.
Richtig mulmig wird einem dann bei Moores Zitaten aus einem Interview vor drei Jahren: "Ich weiß nicht, was oder wo ich heute ohne Kim wäre (...) Es ist eine tiefe Verbindung. Manchmal spüre ich Dinge und weiß, dass sie sie auch spürt. Wenn du verheiratet bist und diese Art von Verbindung hast, wird es psychologisch und spirituell. Wir wuchsen praktisch gemeinsam auf."
Selbstverständlich weigere ich mich, einer drohenden Bandauflösung ins Auge zu sehen und feiere stattdessen nochmal das Juwel "Teen Age Riot" ab. 23 years my ass, long live Sonic Youth!

Was war deine letzte gekaufte Platte?
Erik Bodin: Donk Boys, "Folle Ar Livet EP".
Nenne eine Zeile deines Lieblingssongs.
"Push Push Push Push Push", die Lyrics des Rockers Hi-Fi-Songs "Push Push".
Welchen Song hast du zuletzt nicht mehr aus dem Kopf gekriegt?
Einen "Brush The Heat"-Remix von Arild Werling.
Was war dein größter Spinal Tap-Moment bisher?
Als wir Håkan auf dem Weg in die USA an der kanadischen Grenze vergessen haben.
Welche Berühmtheit, die du persönlich getroffen hast, übte einen nachhaltigen Eindruck auf dich aus?
Die schwedische Band Little Dragon veröffentlichte im Juli ihr drittes Album "Ritual Union", zählt Damon Albarn und Big Boi zu ihren Fans und spielt am 31.10. in München, am 1.11. in Köln, am 2.11. in Berlin und am 8.11. in Hamburg.

Auch Signore Gretschmann hat ein neues Video am Start und macht obendrein endlich wieder deutsche Clubs unsicher. Der amüsante Clip zur einzigen Dance-Nummer seines aktuellen Albums "Herself" huldigt der PC-Gründerzeit und ist somit ein Verweis auf Gretschmanns eigene Anfänge.
Console live: Am 28.10. in Offenbach, 29.10. Heidelberg, 30.10. Jena und am 31.10. in Berlin. Suck And Run!
Michael Schuh hört Musik, beobachtet Kollegen und schreibt dann drüber. Personen, Orte und Handlung sind definitiv selten erfunden.
Ich meine am Wochenende eine Werbung gesehen zu haben, für die Jubiläumsausgabe von Achtugn Baby! Da dachte ich auch "verdammt Laut.de, wie viel Geld haben die euch gegeben um dieses Album fristgerecht als Meilenstein zu betiteln" 
die liste ist ohne ein miles davis album ohnehin unvollständig.
bei dem ewigen gemekere was meilenstein ist, was nicht und warum das jetzt noch nicht kommt und das es ohne jene und diese unvollständig ist usw. sollte man das ganze einfach einstampfen.
es nervt.
ich finds unterhaltsam. außerdem ist der artikel wie für gemacht für solch eine diskussion.
Uh, Vallepupalle, DAS ist mal ein Vorschlag. Prock-Rock deluxe, ATDIs bestes Album, klare Sache.
laut.de scheint meine kommentare ja doch zu lesen 
dark side statt the wall, endlich eine rezi zu daydream nation und die fehlplatzierung von achtung baby. alles sachen ueber die ich mich in den letzten tagen beschwert habe...*5 min ruhm* 
Was heißt dieses =/=? Für mich jedenfalls ist ATDI Prog-Rock, wüßte nicht was es daran zu rütteln gibt. Wie würdest Du es nennen?
=/= = ungleich
stinknormaler Rock, so progressiv wie Thüringer Klöße
Es ist Post-Hardcore. Quelle?
|
http://www.sputnikmusic.com/bands/At-the-Drive-In/77/
Du meinst wohl eher was danach kam, nämlich Mars Volta... wie auch immer, Relationship of Command ist sicher ein guter Vorschlag (kam übrigens schon, aber das waren wohl zu viele auf einmal, haha).
Punkto Post-Rock Anfänge könnte man noch die Spiderland von Slint bringen. Und natürlich Laughing Stock.
Prog-Rock - Porcupine Tree wird hier gern mal scheinheilig hochgejubelt aber wenns drauf ankommt ignoriert wenns um diverse Abstimmungen geht! Wenn man bedenkt was STEVEN WILSON seit Jahren bahnbrechendes produziert hat...na liebe Redaktion ist da kein Werk dabei was Euch nachhaltig beeinflusst hat?
Ich glaube, dass jeder die Meilenstein-Rubrik mag. Warum also immer dieses alberne Genörgel? Glaubt ihr nur weil euer Lieblingsalbum erst später besprochen wird ist es weniger relevant? Wir reden hier über 40-50 Jahre Popmusik. Bleibt doch mal locker. Irgendwann kommen schon Nine Inch Nails und Co. Aber jedes Mal in den Kommentaren Vebesserungsvorschläge und Rumgeheule zu lesen ist echt ermüdend und wird der Grundidee der Meilensteine nicht gerecht.
Na also die Grundidee der Meilensteine (grenzenlose Kundtuung von Begeisterung an einer Sache) finde ich zu einseitig, um nicht zu nörgeln.
Klar kommen irgendwann Nine Inch Nails und Co, aber wir wollen danach sagen können, dass wir den Stein ins Rollen gebracht haben!
Ist mal jemandem aufgefallen, dass die Meilensteinrubrik 'ne echte Machoolympiade ist? Bin deshalb sehr dafür, Kate Bush oder sowas zu würdigen. Portishead oder Björk (für letzteres bin wahrscheinlich echt nur ich ...) sind auch eine Überlegung wert.
björk ist zumindest in meinen augen ein ausserordentlich interesanter vorschlag. is schon homogenic, oder?
Format
Homepage: