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Heute mit Leonard Cohen, The Shins, Blur, Guided By Voices und "Feierabend"-Star Ronny Trettmann.
Inside The Shit (mis) - "Du bist hier nicht Jarvis Cocker, Ulf, und du wirst es auch niemals sein." Gemeine Welt. Denn was unserem nordischen Melancholiebolzen ...
... durfte Cocker kürzlich genießen und dafür musste er im Gegensatz zu Kubanke sicher nicht seine Texte fürs Management ins Englische übersetzen: Cocker interviewte Leonard Cohen.
Beide verbindet bekanntlich ein scharfer Sinn für Humor, also Cocker und Cohen, weshalb man da gerne dabeigewesen wäre. Am 27. Januar erscheint mit "Old Ideas" Cohens erstes Studioalbum seit 2004, es ist, je nach Zählweise, sein 15. Werk.

In beinahe Kubanke'scher Demut ließ Cocker den Maestro wissen, dass das erste Pulp-Album im Grunde nichts als ein unverschämtes Cohen-Rip Off gewesen ist. Der Satz klingt nicht nur gut, er macht wie so oft bei Cocker auch Sinn, was zum einen am sehr folkigen Gewand und zum anderen an dem auf "It" noch fast vollständig fehlenden Pomp späterer Pulp-Platten liegen dürfte.
So ein Kompliment gibt auch einem frischgebackenen Nichtraucher wie Cohen Auftrieb, der im Laufe des Gesprächs sogar auf das stete Drängen der Öffentlichkeit nach mehr Liveshows einging: "Ich habe beschlossen, mit 80 wieder mit dem Rauchen anzufangen. Dieses Jahr werde ich 78, aber sollte ich einer weiteren Konzertreise zustimmen, könnte ich auf Tournee wieder mit dem Rauchen beginnen. Das ist eine schöne Vorstellung und somit nicht völlig ausgeschlossen."

Sehr gerne würde ich auch schon eine Zeile über Cohens neues Album an euch weiterreichen, aber wie ich höre, wurde es leider vom Label direkt an Ulf anstatt an uns geschickt. So bleibt mir nur, nochmal auf Cohens unglaublich juveniles Aussehen hinzuweisen.
Was mich an den Talkshow-Auftritt des Schauspielers Herbert Herrmann vom Wochenende erinnert, den ich kurz für eine Wiederholung von 1983 hielt, bevor Bettina Boettinger ins Bild gerauscht kam. Unfassbar, dass dieser ewig junge Sunnyboy aus "Ich heirate eine Familie" jetzt auch schon 70 ist.
Mindestens so ausgeschlossen wie Cohens lebenslange Nikotinabstinenz war im Vorfeld auch ein Albumflop von James Mercers The Shins, die nach fünf bitteren Jahren und schier endloser Danger Mouse-Koops am 30. März endlich wieder ein neues Album abliefern. "Port Of Morrow", so viel sei hier schon gesagt, begeistert nicht nur mit Songtiteln wie "40 Mark Strasse", sondern scheint auch ein würdiger Nachfolger des genialen "Wincing The Night Away" zu sein. Unser Redaktionsradio offeriert schon zwei Appetizer.

Dieses Jahr soll ja sein Soloalbum erscheinen, aber am Ende isses Wurst, was vorne auf dem Cover steht. Damon Albarn ist ein Genie, was ich schon vor 15 Jahren unterschrieben hätte, als er sich von Justine Frischman trennte und diese herzerwärmende, aber von Heroin und Justine handelnde Ode mit seiner damaligen Band Blur veröffentlichte.
Mein Umfeld hörte weiter Oasis, aber so lange sollte das auch nicht mehr dauern. Als ich Blur 2001 zum ersten und letzten Mal live sah, war Graham Coxon schon nicht mehr dabei, die Magie der Gruppe flutete den Circus Krone aber schon beim Opener. File under Alltime-Heroes.

Was war deine letzte gekaufte Platte?
Tobin Sprout: "The End Of The World" von Skeeter Davis.
Welchen Song hast du zuletzt nicht mehr aus dem Kopf gekriegt?
"Mr. Sandman".
Deine drei Platten für die einsame Insel.
The Beatles, "White Album"
The Who, "Meaty Beaty Big and Bouncy"
Guided By Voices, "Vampire On Titus"
Was war dein größter Spinal Tap-Moment bisher?
Das war wahrscheinlich Greg, als er in der David Lettermann Show auf den Arsch gefallen ist. Gut, ist uns allen schon passiert. Ich schätze, nun war einfach mal Greg dran.
Welche Berühmtheit, die du persönlich getroffen hast, übte einen nachhaltigen Eindruck auf dich aus?
Paul Shaffer und Sid McGinnis, beide auch in der Letterman Show. Die haben an ungefähr einer Tonne Musicals mitgewirkt und waren absolut nette Gesprächspartner.
Am vergangenen Freitag erschien mit "Let's Go Eat The Factory" das neue Album der amerikanischen Indie Rock-Institution Guided By Voices. Es ist gleichzeitig das erste Album seit 15 Jahren im Original-Line Up der in den frühen 80ern gegründeten Band.
Ich habe bislang hoffentlich nicht behauptet, dass hier nur aktuelle Songs vorgestellt werden. Wenn doch: Scheiß drauf! Durch ein glückliches Schicksal lief mir am Wochenende noch einmal Ronny Trettmanns "Feierabend" über den Weg, ein in dieser Redaktion schon vor rund fünf Jahren mindestens eine Woche am Stück abgefeierter Schenkelklopfer, der aus mir nicht mehr begreifbaren Gründen genauso schnell verschwand, wie er gekommen war.
Gut, könnte daran gelegen haben, dass es der Leipziger Dancehall-MC Ronny Trettmann damals versäumte, fix ein Album nachzulegen. Oder er war einfach im "Feierabend" und rauchte mal ausgiebig "die Mische an". Ronny, wenn du das liest, was machst du? Jetzt so richtig roboten gehn?
Michael Schuh hört die ganze Woche lang Musik, beobachtet Kollegen und lässt an dieser Stelle die Hüllen fallen. Also bildlich gesprochen. Personen, Orte und Handlung sind definitiv nicht erfunden.

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