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Elton John singt für QOTSA, Sven Regeners neuer Film, Bowie vs. Morrissey, Lol Tolhurst rächt The Cure, 5 Fragen an Shout Out Louds, etc.
Inside The Shit (mis) - Sir Elton John ist also auch auf der neuen Queens Of The Stone Age-Platte. Langsam muss die Frage eher lauten:

Also: Wer ist nicht auf der neuen QOTSA-Scheibe - und warum? Rod Stewart singt doch auch schön. Und könnte Antony Hegartys rehkitziges Schnurren nicht auch auf wundersame Weise Josh Hommes gutturalen Vortrag umschmeicheln? Wie auch immer, nix gegen Elton.
Für mich war es schon kein Widerspruch, als ich in Kollege Butterwecks John Paul Jones-Interview erfuhr, dass Led Zeppelin die O2-Arena-Akustik damals bei einem Elton John-Gig austesteten. Denn wo sonst kriegt man Rock, Cabaret und Balladentheatralik so geballt serviert? Apropos: Auf Eltons Frage nach Betreten des QOTSA-Studios, ob man eine Ballade für ihn habe, sei von überall das Echo gekommen: "Nein, Elton, wir haben KEINE Ballade für dich!"
Dass Elton ne ziemlich coole Sau sein muss, lag schon nahe, als Maynard J. Keenan dessen "Rocket Man" coverte, aber nun haben wir es schwarz auf weiß. Die Einladung ins Studio zu QOTSA in Los Angeles beschrieb der viel beschäftigte Piano Man kürzlich mit den unsterblichen Worten: "And then I drove three blocks and went from Engelbert to Queens Of The Stone Age, which was a bit of a mindfuck." Gesagt hat er dies in der US-Late Night Show "Chelsea Lately", die derzeit Dave Grohl als Gast-Host moderiert. Hier der Ausschnitt:
Ja, Dave Grohl. Alleine 2013 schon wieder häufiger in den Medien als Kurt Cobain zu Lebzeiten. Diese Omnipräsenz beginnt allmählich auch an meiner grundsätzlichen Sympathie für die vollkommen unheimliche Bodenständigkeit dieses Typen zu kratzen, denn mittlerweile äußert sich Grohl wirklich zu jedem Scheiß, jüngst sogar zur künstlerischen Leistung von Britney Spears.
Aber er macht halt immer noch ziemlich viel richtig. Im Rahmen dieser Late Night-Show interviewte er zum Beispiel auch Nas und fragte den, warum es im Hip Hop eigentlich ständig Beef gibt und wie er, Nas, damit umgehe, wenn er auf einer Veranstaltung wie den Grammys plötzlich diese Leute trifft:
Und über die wahren Hintergründe der Super Bowl-Panne klärte er uns netterweise auch auf:
Einer der Gründe für Grohls mediale Omnipräsenz ist natürlich sein Filmdebüt "Sound City", das ich noch nicht gesehen habe, von dem nun aber ein äußerst formidabler Ausschnitt ins Netz geschlittert ist. In den Hauptrollen: Grohl, Josh Homme und Trent Reznor. Der Track klingt legendär.

Apropos legendär: Neulich hielt ich die Nachricht von Weltrang noch von euch fern, dass Morrissey seine US-Tour mal wieder wegen eines heraufziehenden Schnupfens unterbrochen hat. Kurz darauf sprach er dann über sein wahres Leiden, sprich: eines seiner Kernthemen, und das möchte ich hiermit doch noch nachreichen: "Die Meldungen über meinen Tod waren stark untertrieben. In einer Klinik in Michigan wurde ich wegen einer Gehirnerschütterung, einem blutenden Geschwür und einer Refluxkomplikation an der Speiseröhre untersucht. Das Gute an der Geschichte ist: Es gibt jetzt keine bekannten Gebrechen mehr, denen ich bisher noch nicht ausgeliefert gewesen wäre."

Frohen Mutes wollte der Mann daher seine Tour am Wochenende in Las Vegas fortsetzen, aß brav Orangen und wähnte sein Schicksal in den Händen seiner dort erscheinenden Anhänger: "Wenn mich dann irgendjemand sehen will, kann ich mit einem Lächeln von dieser Welt scheiden. Sollte ich jedoch nicht da sein können, werde ich vielleicht nirgendwo mehr erscheinen."
Leeres Gewäsch. Nach Anordnung der Ärzte durfte Mozzer die Shows nicht spielen und muss weitere zwei Wochen wegen seines Quasi-Nahtods pausieren. Nächster Auftritt: Denver, 21. Februar. Wenn ihn dann irgendjemand sehen will, kann er mit einem Lächeln ...

Noch kein böses Wort hat er bislang über Jugendidol David Bowie verloren, obwohl der Morrisseys Label jetzt untersagte, ein unveröffentlichtes Linder Sterling-Foto der beiden Songwriter von 1992 als Cover seiner nächsten Maxi "The Last Of The Famous International Playboys" zu verwenden.
Der 1989er Song ist Teil der Remasters-Kampagne alter Morrissey-Alben, im April ist "Kill Uncle" an der Reihe. Angeblich besitzt Bowie nicht mal das Recht an diesem Foto, aber da sein neues Album "The Next Day" auf EMI erscheint und die Morrissey-Reissues auf dessen Sublabel Parlophone, dürfte der Hinweis trotzdem auf fruchtbaren Boden fallen. Für mich ist Bowies Reaktion nachvollziehbar: "The Next Day" ist sein erstes Album seit zehn Jahren, auf das entsprechend lange hingearbeitet wurde. Da kann nicht einfach einer daher kommen und irgendein steinaltes Poesiealbum-Pic auf seine Maxi drucken. Zumal das Verhältnis der beiden seit der gemeinsamen Tour 1995 merklich abgekühlt sein soll.

Wie manch einer vielleicht bemerkt hat, war ich letzte Woche krank, weshalb nicht nur der Plattler ausfiel, sondern auch mein am Montag vereinbartes Interview mit Johnny Marr. Meine Tränen trocken noch, während ich ihn nun in der "Leser fragen"-Rubrik des Q Magazines erblicke. So anonym und auf Entfernung geht das diffizile Gesprächsthema Smiths natürlich leichter von der Hand.
Frage: "Ok, eine Smiths-Reunion wird es nie geben, aber würdest du wieder mit Morrissey arbeiten?" Johnny: "Das ist im Prinzip dieselbe Frage. Sie kommt nur in anderer Form daher. Stelle dir ein Kaminfeuer an einem kalten Winterabend vor, der Schnee flockt sanft ans Fenster unseres Landsitzes, und wir vier haben alle diesen verklärten Blick und sind glücklich, beisammen zu sein. Ungefähr in dieser Verfassung sollte man sein, um sowas durchzuziehen. Für eine Feier dessen, was wir einigen Menschen bedeutet haben (...) Doch der einzige Grund, warum wir überhaupt auf diese Frage eingehen, oder wenigstens ich, ist der, den Leuten nicht gleich zu sagen, dass sie sich verpissen sollen."

Möönsch, da haben einige Madonna-Hater aber ganz toll auf die 1-Punkte-Wertung des "Like A Prayer"-Meilensteins geklickt. Wann stand zuletzt einer unserer Klassiker so in der Diskussion? Ach ja, A-ha. Ist ja gut und schön alles, jedem seine Meinung und so, aber der Frau grundsätzlich ihren Platz in dieser Rubrik abzusprechen, ist doch musikgeschichtlich arg kurzsichtig.
Im Autorenkreis fielen sogar noch die Albumtitel "True Blue", "Ray Of Light" und "Music", und ich finde, jedes dieser Alben könnte da mit der richtigen Begründung stehen. Ach so, Otis Redding wird an dieser Stelle mit Sicherheit auch irgendwann geehrt werden.

Als großer Fan von Peter Hooks erstem Buch "How Not To Run A Club" bin ich nach wie vor sehr interessiert, auch seine Version der Geschichte von Joy Division zu lesen. Vier E-Mails habe ich dem englischen Verlag bereits geschickt, aber noch kam keine Antwort und allmählich ist es mir zu peinlich.
In Vorabbesprechungen britischer Medien stets platziert wurde eine Passage, in der Hook über The Cure lästert, mit denen Joy Division 1979 einmal zusammen spielten: "Ich glaube nicht, dass The Cure uns mochten. Sie waren wohl neidisch darauf, dass wir cool und independent geblieben sind, während sie zum Sell-Out-Schlager mutierten. Sie wären wohl gerne Joy Division gewesen."
Eine Aussage, die weder einen kausalen, noch sonst irgendeinen sinnvollen Zusammenhang erkennen lässt. Das ist bei Hook prinzipiell nicht schlimm, man muss über solche Passagen einfach drüberlesen und sich vom temperamentvollen Vortrag einnehmen lassen. Ex-Cure-Drummer Lol Tolhurst sah das nicht so.
Das Ex-Mitglied, das bereits 1990 bei Robert Smith in Ungnade fiel und seither seiner Resozialisierung harrt, äußerte sich auf Facebook: "Ich behalte normalerweise meine fünf Cent für mich (...) aber auch ich erinnere mich an dieses Konzert, allerdings anders als Peter. Wir organisierten damals im Marquee in London an jedem Sonntag im Monat ein Konzert und durften die Vorgruppe selbst aussuchen. Natürlich wählten wir dann Bands, die wir mochten (...) Sell-Out? Ich glaube, Robert [Smith] hat The Cure über all die Jahre zu einer Band geformt, die im öffentlichen Bewusstsein als das genaue Gegenteil wahrgenommen wird. Er hat diesbezüglich immer höchste Integrität bewiesen. Jeder, der das Gegenteil behauptet, redet Unsinn."
Heute schon Queen gehört? Da muss man zur Zeit gar nicht das Original bemühen, denn Maynard J Keenans Puscifer machen einen Höllenjob. Auch gut übrigens das schon etwas ältere Cover der Flaming Lips.
Puscifer:
Flaming Lips:
Aus ihrem Knalleralbum "Lonerism" wird nun bereits die dritte Single ausgekoppelt und das völlig zurecht. Vorliegendes Video-Making Of zu "Mind Mischief" verrät nicht nur einiges über Regisseur David Wilsons außergewöhnliches Gebiss, sondern auch über "kosmische sexuelle Erfahrungen" (Wilson).
Sven Regener, Vordenker der Element Of Crime, ist gemeinsam mit Leander Haußmann Drehbuchautor, Regisseur, Komponist und Nebendarsteller im Film "Hai-Alarm am Müggelsee". Klingt ja schon wie ein EOC-Song. Demnächst im Kino.
Hee, ihr Berliner: Mittwoch Abend schon was vor? Die famosen französischen Indierocker 1984 geben sich im Ramones Museum die Ehre und präsentieren vorab neue Songs aus ihrem zweiten Album "Influenza", das die Blood Red Shoes produzierten. Der Eintritt ist frei, ab 20 Uhr gehts mit Colt Silvers los. Ausgehtipp.
Was war deine letzte gekaufte Platte?
Ted Malmros: Eine 7" von Dinosaur Jr.
Welchen Song hast du zuletzt nicht mehr aus dem Kopf gekriegt?
"Harbor Lights" von Nani Wolfgramm.
Deine drei Platten für die einsame Insel.
Im Moment unser neues Album "Optica", weil ich es spielen lernen muss. Aber das zählt wahrscheinlich nicht, also nehme ich "Wagonwheel Blues" von The War On Drugs, "17" von Youth Lagoon und Nirvanas "Nevermind".
Was war dein größter Spinal Tap-Moment bisher?
Als ich aus einem New Yorker Club mit einem Bier in der Hand auf die Straße raus ging, von einem Pärchen für einen Obdachlosen gehalten wurde und fünf Dollar von ihnen bekam.
Welcher Star, den du persönlich getroffen hast, hat dich richtig beeindruckt und warum?
Ich treffe eigentlich nie berühmte Musiker. Vielleicht auf der kommenden Albumtournee. Davon abgesehen würde ich sagen Adam von den Shout Out Louds, denn seither hat sich mein Leben verändert.
Die schwedische Band Shout Out Louds veröffentlicht am 22. Februar ihr viertes Album "Optica".
Meine Begeisterung für Awolnation und deren Debüt "Megalithic Symphony" hat mittlerweile einen Bart, aber Sänger Aaron Bruno neuerdings auch, also was soll's. Zu Ehren der einzigen Deutschland-Show im Frankfurter Zoom vorgestern, selbstredend ausverkauft, hier dieses schönes Fan-Video des Evergreens "Sail", ideal zum Wocheneinstieg. War jemand dort? Gabs neue Songs?
Und hier noch die Gewinner der letzten Verlosungen. Ein New Order-Shirt erhalten in Kürze Rafael Kinet, Jürgen Bacher und Ute Lieberbach, jeweils eine New Order-LP "Lost Sirens" geht raus an Christian Böß, Sven Heinzer und Oliver Schedler. Bei den Fleetwood Mac-Reissues zu "Rumours" dürfen sich Felix Göttert, Henning Pollmann und Janna Halff auf Post freuen.
Michael Schuh hört die ganze Woche lang Musik, beobachtet Kollegen, die Musik hören und plaudert an dieser Stelle aus dem Redaktions-Nähkästchen. Personen, Orte und Handlung sind definitiv nicht erfunden.
ich kann das neue queens album gar nicht mehr abwarten. ich glaube, die welt war selten so gespannt auf ein neues album. was es auch immer wird, es ist wohl jetzt schon ein legendäres experiment. wenn man nicht wüsste, dass die alle schon seit jahrzehnten in verschieden kontexten miteinander musik gemacht hätten, könnte es einem vorkommen wie reinstes namedropping. wenn damon albarn noch drauf wäre und flood es produzieren würde, dann wäre es ein musikalisches expendables.
ach gott, was da für ein rummel drum gemacht wird. bis aufs erste queens album hatte noch jedes andere von denen auch eine ellenlange liste mit gastauftritten, das war schon immer so. nur warens früher eben nicht solche high-profile-gäste.
bis auf elton john hat ja auch jeder von den bisher bekannten gästen schon mal auf mindestens einem qotsa-album gespielt.
queens of the stone age rocken das haus, auch ohne gastmusiker. sie sind die erben von elvis
bezeichnend, dass es wichtiger ist zu erwaehnen, dass man eine vinyl gekauft hat, als den namen des enthaltenen songs..
Gute Besserung an den Mozzer, von Herzen! Eine The Smiths Reunion braucht eigentlich kein Mensch. Marr ist ohnehin noch höflich, was dieses Thema angeht - Respekt.
Ob´The Cure´´Joy Divison´ mögen oder nicht spielt eigentlich kein Rolle, oder? Beide Bands sind gut, und für mehr sollte sich der geneigte Hörer auch nicht interessieren, imao. Obwohl ´The Cure´für mich persönlich wichtiger sind.
Die Ankündigungen für das neu QOTSA hören ja auch nicht auf
, kommen eigentlich noch Reviews zu den neuen Foals und Balthazar Alben? wurden ja immer wieder genannt aber auf eine balthazar review wartet ich bis jetzt vergeblich...
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