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"Front National"-Chefin Marine Le Pen verklagt Queen Of Pop. Außerdem: The XX, The Cure, Chic und No Doubt.
Inside The Shit (mis) - Samstag muss was los gewesen sein in Paris. Tagsüber berauschte sich die Metropole am heiligen Nationalfeiertag an Militärparaden und friedvollen Kampfjets, abends rief die ...
Auf diesen Moment wartete die rechtsextreme Partei Front National offenbar seit Madonnas Welttourneestart Ende Mai in Israel. Denn bereits damals flimmerte in Tel Aviv während des Songs "Nobody Knows Me" ein Bild der Parteichefin Marine Le Pen mit Hakenkreuz auf ihrer Stirn über die Videoscreens, gefolgt von einem Gesicht mit Hitlerbart.
Damals kommentierte Le Pen die Neuigkeit mit den Worten: "Die alternden Sängerinnen müssen von sich reden machen. Da kann man verstehen, dass sie zu solchen Extremen greifen." Alternde Frauen, Provokation, Extreme; Le Pen wusste ganz offensichtlich, wovon sie sprach.

Seit Samstag Abend will sie es auf einmal nicht mehr verstehen und schickte ihren Vize Florian Philippot an die Publicity-Front. Seine Vorgesetzte fühle sich "in ihrer Ehre angegriffen", heulte der sich aus. Der "infame Vergleich" habe der Partei keine andere Möglichkeit gelassen, als die US-Sängerin wegen Beleidigung zu verklagen, um "die Ehre unserer Millionen Wähler zu verteidigen". Dabei könnte dies doch mal eine nette Abwechslung von der täglichen Parteienarbeit darstellen, die Ehre von Jean-Marie Le Pen zu verteidigen.
Vielleicht kommt die Hakenkreuz-Geschichte der französischen Demagogin nicht mal ungelegen, passt doch Madonna als Ausländerin, Teil einer finanzstarken Elite und ehemalige Geliebte eines muslimischen Tänzers absolut perfekt ins Feindbild ihres Ladens. Ob sich die Sängerin von der Klage beeindrucken lässt, erfahren wir spätestens am 21. August, wenn in Nizza ihr letzter französischer Auftritt steigt.
Als Roger O'Donnell 2005 letztmals in den Schlagzeilen war, wurde er von Robert Smith vor die Tür gesetzt. In Bilbao war der Cure-Boss letzten Donnerstag ungleich gnädiger: Weil das Arbeitsgerät des wieder eingestiegenen Keyboarders zu Konzertbeginn streikte, präsentierte Smith dem Festival-Publikum kurzerhand drei Akustiksongs. Seine Wahl fiel auf "Three Imaginary Boys", "Fire In Cairo" und "Boys Don't Cry". Sehr schön. Wobei ich das natürlich auch zu "M", "The Walk" oder "Foxy Lady" gesagt hätte.
Ein Hauch von Smiths-Nostalgie beim Schweizer Montreux Jazz Festival. Vergangenen Freitag luden Chic-Legende Nile Rodgers und Mark Ronson unter dem Motto "Freakout Montreux" verschiedene Künstler zu sich auf die Bühne. Für eine Coverversion des 2007 von Ronson neu produzierten Songs "Stop Me If You Think You've Heard This One Before" begrüßten sie Johnny Marr (als Johnny Marr) und Alison Moyet (als Morrissey). Nun, Hauptsache Smiths.
Jetzt fragen sich die Nicht-Funker unter euch bestimmt: Ronson und Marr, okay, schon mal gehört, aber wer zur Hölle ist bitte Nile Rodgers? Prägnant zusammengefasst in 2.04 Minuten:
Nile Rodgers' BioClip™ from Nile Rodgers Productions on Vimeo.

Listen sind ja immer ein beliebter Zeitvertreib, nicht nur auf laut.de, auch in England. Deshalb fragte die Official Charts Company das britische Volk nach der besten Nummer eins-Single seit 1952. Und siehe da, es gibt auch britische Polls ohne Take That. Adele auf drei ist allerdings mindestens so abenteuerlich wie die Beatles hinter Oasis. Oder ist das der berühmte britische Humor?
01. Queen "Bohemian Rhapsody"
02. Michael Jackson "Billie Jean"
03. Adele "Someone Like You"
04. Oasis "Don't Look Back In Anger"
05. The Beatles "Hey Jude"
06. John Lennon "Imagine"
07. Britney Spears "Baby One More Time"
08. ABBA "Dancing Queen"
09. Whitney Houston "I Will Always Love You"
10. Kylie Minogue "Can't Get You Out Of My Head"
Wer sich in den letzten zehn Jahren für Popmusik interessiert hat, kann sie nicht kennen, denn das letzte musikalische Lebenszeichen von Gwen Stefanis Karriere-Sprungbrett No Doubt stammt von 2001 (und über das Talk Talk-Cover "It's My Life" von 2003 breiten wir aus Pietätsgründen den Mantel des Schweigens).
Um zeitgemäß zurück zu kehren, hat sich die US-Partygang die Dienste von Diplo und Switch gesichert, die scheinbar genau das taten, was von ihnen verlangt wurde: den Pop-Faktor No Doubts fürs nachgewachsene M.I.A./Santigold-Publikum upzudaten. "Push And Shove" erscheint am 21. September.
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Was war deine letzte gekaufte Platte?
Romy Madley Croft: Das neue Chromatics-Album "Kill For Love".
Welchen Song hast du zuletzt nicht mehr aus dem Kopf gekriegt?
Oh, wow ... das war "Paradise" von Sade.
Deine drei Platten für die einsame Insel.
"Dummy" von Portishead. Ähm ... "Rumours" von Fleetwood Mac und, oh Gott, keine Ahnung (lacht). Und dann noch eine Compilation von Aaliyah.
Was war dein größter Spinal Tap-Moment bisher?
Puh, schwer zu sagen. Wir haben für unsere Liveshow mal ein riesiges leuchtendes "X" bestellt. Als es ankam, hatte es leider die falsche Form und wir mussten es wieder zurückschicken. Es ist immer lustig, sich an diese Geschichte zu erinnern. Denn da haben wir festgestellt, das wir solche extravaganten Sachen nicht brauchen.
Welcher Star, den du persönlich getroffen hast, hat dich richtig beeindruckt und warum?
Wir waren sehr glücklich, dass wir Robert Smith beim Hurricane Festival getroffen haben. Das war für uns eine riesige Ehre, weil The Cure für uns ein wichtiger Einfluss sind. Er war wirklich reizend.
The XX veröffentlichen am 7. September ihr neues Album "Coexist".
11 Songs sind auf dem neuen Album von The XX enthalten, dem ich nach mehreren Durchläufen eine Neuentdeckung der Langsamkeit attestiere. Andere Journalisten hätten genau das Gegenteil behauptet, freute sich Romy im Interview. Der Song ist ab morgen bei iTunes erhältlich.
Michael Schuh hört die ganze Woche lang Musik, beobachtet Kollegen, die Musik hören und plaudert an dieser Stelle aus dem Redaktions-Nähkästchen. Personen, Orte und Handlung sind definitiv nicht erfunden.
Der Song ist ja sowas von Ober-Kacke, da hab ich No Doubt dran.
Und Madonna ... jaja die Konkurrenz mit Frau (Copycat) Gaga um die auffälligste Provokation erfordert schon so einiges...
... es ist schon ein "Kreuz" mit dem kalkulierten Skandal. Naja, für Madonna zudem nicht das erste Kreuz ..
http://www.soulscode.com/wp-content/uploads/2011/01/MadonnaCross.jpg
@madonnatopic: es kommt lediglich auf den wahrheitsgehalt an.
nicht darauf, wer es sagt.
habe keine andere weltpersönlichkeit gesehen, die der schlimmen - weil scheinbar kutivierteren - rattenfängerin le pen entgegengetreten wäre, nachdem die grande nation hier so schlimm %ual versagte....
wenigstens mal jemand, der nicht den feudalen scheichs einen vordudelt (shaki), sondern etwas macht, über dessen botschaft man sich ungeteilt freuen sollte....qbl power....baby.....ich finde die dame optisch wie bzgl gestik/symbolik erstmals seit 20 jahren stimmig und ladyhaft....geht doch....
Kann mich auch nur schwer entscheiden, was mich mehr belastet. Aber gemeinhin ist Madonnas höchsteigene sinnenleerte Demagogie, die aber gegen gar nichts aufsteht, sondern nur über-ästhetisiert für den eigenen Narzissmus arbeitet, schon das Überflüssigste, was derzeit noch als Kunst bezeichnet wird. Und ob sie da die rechtsextremen Wi...r(innen) oder die Erderwärmung thematisiert, ist wurscht. Sie meint in Wirklichkeit nichts davon. Und behauptet eigtl. iirgend jemand noch, die Dame könnte "singen"?
Kann mich auch nur schwer entscheiden, was mich mehr belastet. Aber gemeinhin ist Madonnas höchsteigene sinnenleerte Demagogie, die aber gegen gar nichts aufsteht, sondern nur über-ästhetisiert für den eigenen Narzissmus arbeitet, schon das Überflüssigste, was derzeit noch als Kunst bezeichnet wird. Und ob sie da die rechtsextremen Wi...r(innen) oder die Erderwärmung thematisiert, ist wurscht. Sie meint in Wirklichkeit nichts davon. Und behauptet eigtl. irgend jemand noch, die Dame könnte "singen"?
Für Kommerz-Trash ist das schon ne nette Nummer von Madonna. Aber das hier: "Adele auf drei ist allerdings mindestens so abenteuerlich wie die Beatles hinter Oasis." geht ja mal gar nicht, was bitte soll an den beiden Platzierungen abenteuerlich sein? Spätestens dann wenn auch noch Kylie in den Top Ten auftaucht..
das hakenkreuz ist falsch rum gedreht eigentlich.
aber nvm. Liebe Madonna:
ich würde mein Gesicht gratis zur Verfügung stellen. Du kannst mir Hakenkreuzchen und Schmetterlinge auf die Wangen malen, mir ein Hitlerbärtchen samt Seitenscheitel Photoshoppen und ich werde das alles gerne Stillschweigend hinnehmen. Aber bitte bitte bitte, zeig uns nie nie nie nie nie nie nie nie nie niiiieeehihihihiiee wieder dein hässlichen, vertrockneten und ausgelutschten Titten. Das ist nicht provokativ, das ist nur zum kotzen. Einfach hässlich. Das will keiner mehr sehen.
wer sich von sowas heutzutage provozieren lässt, der lässt sich auch vom Musikantenstadl provozieren.
Lass es einfach und komm an im Jahr 2012.
Tautus: ne, meinte das schon ernst, dieser "abenteuerlich.." Satz geht gar nicht und wenn man das Volk, also die Masse befragt, dann kommen solche Listen heraus, man kann fast glücklich sein, in Deutschland wäre das wohl eine reine Liste des Grauens.
mantra: es kommt lediglich auf den wahrheitsgehalt an.
nicht darauf, wer es sagt
....le pen hat es aufgescheucht.
oder nicht?
effektivität (+),
botschaft (+)
la (didah)france blamiert...die millionen 'ehrenwerter wähler' gleich mit.
...doch latte, ob es madonna, bieber oder henry rollins macht.....mir jedenfalls...hauptsache, es wird getan!
"[...]die Ehre unserer Millionen Wähler zu verteidigen"
Das ergibt doch keinen Sinn; mal abgesehen davon, dass Le-Pen sowieso nicht in die Stichwahl kam und insofern "ihre" Wähler vermutlich Sarkozy gewählt haben (wobei sie bei der Parlamentswahl vermutlich für sie gestimmt haben), richtet sich Madonnas schlichte Stigmatisierung doch gegen Le-Pen, also ad hominem, nicht aber gegen die Front National; wenn sich eine Parteivorsitzende als Einheit mit der Partei sieht, also jede Beleidigung ihrer selbst, notwendigerweise eine Partei/Wähler-Beleidigung ist. Dieses Verständnis, dass Vorsitzende/"Führerin" und Partei i.A. als Totalität eine Einheit, eine Identität darstellen, wie man es von gewissen anderen faschistischen Parteien auch schon kannte, ist insofern selbst-entlarvend.
War schon eine gute Aktion von der Ciccone, auch wenn sie sicherlich keine intellektuelle Kapazität eines Friedensnobelpreisträgers hat. Meistens traf sie mit ihren Provokationen schon den richtigen Nerv, am deutlichsten zu sehen in "Like A Prayer" mit dem schwarzen Jesus. Und, blöde Popschnepfe hin oder her, es regen sich immer die Leute auf, deren Weltbilld ohnehin ziemlich vernebelt ist. Klar wird keiner von denen sich von einem Popsternchen etwas sagen lassen, aber ein Zeichen gegen menschenfeindliche Richtungen ist auf gar keinen Fall ein Bärendienst.
Das 'Nobody Knows Me' interlude gehört zum besten was ich seit Ewigkeiten von Madonna gesehn hab, erzwungene Provokation hin oder her.
Sie hat eben doch noch ein Händchen dafür Leuten ans Bein zu pinkeln, und wer sich noch darüber aufregt ist selbst schuld.
Freue mich schon auf das nächste Album von "The XX"..
Das letzte war echt genial..
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