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Die Redaktionskolumne: Mit der neuen Rock-Comedy Metallica/Lou Reed, Blues-Zerstörer Jon Spencer, Hard-Fi und Ira.
Inside The Shit (mis) - Songs, an denen man nicht vorbei kommt, gab es in letzter Zeit wieder so einige. Hier soll es aber weniger um Tim Bendzko oder David Guetta feat. Sia gehen, sondern um Lou Reed feat. Metallica.
Diese Woche gabs den ersten Song dieser diskutablen, zehn Song starken Kooperation zu hören: "The View". Die Entrüstung der Abermillionen, die mit Metallica aufgrund der Zeit zwischen 1983 und 1991 viel am Hut haben, brachte mich auf die Idee, hier auch noch meine Meinung abzusondern, ganz einfach weil ich mit Metallica eher wenig am Hut habe.

Ich hänge ja sowieso der Ansicht nach, dass, wer Metallica nicht mit 14 für sich entdeckt hat, es später auch nicht tut. Und da ich mit 14 Depeche Mode entdeckt habe, kennt man mich eher als Gore- denn als Thrash-Fachmann. Egal, ich bin drin im Thema, die Zahl der Metallica-Platten in meinem Besitz verhält sich zu jenen Lou Reeds mit 1:5, die Velvet Underground-Box nicht miteingerechnet.
Doch es kann vermutlich nichts Schlimmeres geben, als sich einzugestehen, dass Kirk Hammett am Ende vielleicht Recht behält. Der hat jedenfalls gesagt: "Es ist kein Metallica-Album und kein Lou Reed-Album, es ist ein Hybrid, ein neues Tier." Angesichts der 5.18 Minuten von "The View", in die er am Ende grade noch so ein Gitarrensolo reingedrückt bekam, muss man sich fragen: Ja was für ein Tier denn nun? Pudel Lulu? Oder ein Flamingo? "The View" steht jedenfalls auch maximal auf einem Bein.

Aus Sicht des Lou-Kenners muss man Hammetts Hearts Club Band allerdings zugestehen, dass sie sich tatsächlich auf ihren prominenten Rapper eingelassen hat. Das Songtempo wurde maßvoll gedrosselt und so auf die Bedürfnisse eines 69-Jährigen abgestimmt. Der Kick bleibt dabei leider auf der Strecke. "Lars und ich saßen einfach nur mit der Akustikgitarre da und füllten das leere Blatt", zitiert die Pressemitteilung James Hetfield, was mich unweigerlich an das Rock Comedy-Manifest "Some Kind Of Monster" erinnert.
Wird "Lulu" nun eine therapeutische Fortsetzung in akustischer Form mit einem belesenen Gast aus dem Seniorenstift? Wobei gerade Hetfield den Schmunzelfaktor der Nummer ja ins Unermessliche treibt: "Ey am the vee-uu / Ey am the table / Ey am all this / Ey am the root / ahhhhhh am the progress / eyyyyyyyyy emmm THE TAY-BULL / EYYYYY / EMMMMMMM ..."

Zur Verteidigung von Reed ist zu sagen: Neben seinem Album "Metal Machine Music" zählt "Lulu" sicher zu den experimentelleren Momenten seiner Karriere, was seinem selbst auferlegten Avantgarde-Anspruch entgegen kommt. Metallica haben deutlich mehr zu verlieren. Wenns dumm für sie läuft, wird "Load" bald abgelöst als hassenswertestes Album ihrer Diskografie. Am 28. Oktober wirds ernst, äh, lustig.
Warum die Jon Spencer Blues Explosion nie so durch die Decke ging wie 2001 die White Stripes, werde ich nie verstehen. Auf die Kracher "Orange" (1994) und "Now I Got Worry" (1996) folgte im Oktober 1998 das Killeralbum "Acme", für das das New Yorker Trio mit Dan The Automator und damit offensiv mit Samples und Scratches experimentierte.
Die Kollabo kam genau zur richtigen Zeit: Nie klang die Band zeitgemäßer, die Songs ausgereifter, Spencer sah immer noch aus wie ein junger Gott und dann holte man sich fürs Video zu "Talk About The Blues" auch noch Hollywood-Starlet Winona Ryder ins Boot, sowas wie die Keira Knightley ihrer Zeit, die im Clip den Frontmann parodiert. Gebracht hats nix.
Danach war verständlicherweise die Luft erstmal ziemlich raus. Es folgten noch zwei Platten, die wieder in alte Rock'n'Roll-Fahrwasser zurück glitten, dann war erstmal Sendepause. Spencer widmete sich verschiedenen Nebenprojekten und sah aus der Ferne zu, wie die Welt Jack White als neuen Blues-Gott abfeierte. Reality Bites!

Was war deine letzte gekaufte Platte?
Richard Archer: "Standing On A Beach" von The Cure.
Nenne eine Zeile deines Lieblingssongs.
"See the fire is threatening my very life today / Burns like a red coal carpet Mad bull lost it's way" ("Gimme Shelter", Rolling Stones).
Was ist dein wertvollster materieller Besitz?
Meine Carbronita Especial-Gitarre.
Wovon bist du abhängig?
Das würdet ihr wohl gerne wissen ...
Welche Berühmtheit, die du persönlich getroffen hast, übte einen nachhaltigen Eindruck auf dich aus?
Niemand von denen, die ich bisher getroffen habe, hat mich in irgendeiner Form mehr beeindruckt als es eine 'normale' Person tun würde.
Hard-Fi veröffentlichten mit "Killer Sounds" vor kurzem ihr insgesamt viel zu wenig beachtetes, drittes Album. Die Band ist Anfang November auf Tour (Köln, Hamburg, Berlin, München, Zürich, Bern).

So langsam könnte sich mein Chef mal Gedanken um den Fortbestand der Autorenschaft machen, wenn das so weiter geht. Neben Dobler findet nämlich auch unser Thomas Klaus immer weniger Zeit fürs Platten besprechen, aus dem einfachen Grund, weil er selber welche aufnimmt. Mit "These Are The Arms" liegt seit Freitag das dritte Studioalbum seiner Band Ira in den Läden.
Nun mag man mir seit letzter Woche, als ich sogar schon für Edeles Thrash-Band Purify Werbung gemacht habe, journalistische Befangenheit ankreiden. Dabei hab ich mit diesem Thrash ja wie gesagt gar nix am Hut. Nicht mal mit Edele. Aber er freut sich dann ja immer so und druckt seinen Eltern den Screenshot aus.
Wo waren wir? Ja, Ira. Legen mit "The Gift" schon mal eine einnehmende, düster-melancholische Fährte. So muss ein Appetizer wohl klingen. Es wird spannend zu beobachten sein, ob das Postrock-Quintett auf den allseits gelobten Vorgänger und die Club-Tour mit Oceansize jetzt noch einen draufsetzen kann. Ich fürchte beinahe, das könnte gelingen.
Ira bereisen ab dem 7. Oktober die Republik und machen insgesamt neun Mal zwischen Berlin und Konstanz Station. Ohne Day-Off, versteht sich.
Ich bin sprachlos. Sorry aber... Was geht in deinem Kopf vor Herr Schuh? Also bauen Metallica Scheiße und Lou Reed experimentiert einfach nur. Soso. Deine Metallicaabneigung so offensichtlich zur Schau zu stellen grenzt an Profilierungssucht mein Lieber. Lass es halt einfach mal sein. Bitte
na ja, wie man es eben als Fanboy sehen mag. Ist ja auch leichter auf Hetfield herumzuhaken - vielleicht schlüpft der James für den Lou abends in Frauen-Unterwäsche und lässt sich seinen Hintern feist trimmen, weil der Lou so mag? So jetzt die Steinigung für mich - schnurz.^^
Bei mir is grad ma' annerstrum. Ich bin riesen Old-School Lou Reed Fan, aber hier fand ich die Cloud-Kommentare zehn mal interessanter als den Song..
http://soundcloud.com/loureedmetallica/the-view
... " I'm The View / Table " HAHAHAHA!?? Ich fand den Artikel schön. 
Seit wann ist den LOAD das meist verhasste Album von Tallica? RELOAD war doch viel unbeliebter. Und in der Retrospektive ist St. Anger sicherlich das umstrittenste und sicherlich auch schlechteste. Ich erwarte nicht zu viel, aber gebe Lulu trotz Skepsis eine Chance. LOAD und RELOAD hatten es damals vollends verdient und St. Anger hat zumindest die Möglichkeit genutzt seine Chancen zu verspielen.
Hasst mich, aber ich schätze St. Anger sehr. Metal-Fans werden mich bestimmt lebendig häuten, vierteilen und anzünden. Aber für mich haben Metallica damit endlich mal ihre ewig gleich klingende Soße beendet und mal einen neuen, rauhen Sound mit treibenderen Rhythmen erschaffen. Kann ich mir jedenfalls viel eher geben als 90% der Materials vorher.
@ JaDeVin: Ich find den Song ja auch daneben. Nur allein schon wie er da Hetfields Refrain verdämlicht, geht halt nicht klar. Kindisch bis zum geht nicht mehr.
Und nochmal an Hernn Schuh: An dem Song sind BEIDE Künstler beteiligt. Warum versuchst du also krampfhaft Hetfield runterzumachen und Lou den Exzentriker-Status anzudichten? Ich verstehs nicht.
Frühe Demo von "The View" aufgetaucht:
http://www.youtube.com/watch?v=l5KRyNz8u2M
st. anger ist echt wie scheiße am schuh. man braucht im supermarkt anner fleischtheke nur kurz "metallica" flüstern, da rumoren omma x. und y. schon über dem metthaufen darüber, ob die platte ganz große scheiße war oder einfach nur ein fetzender blutverdünner.
daher zur sache: der drum-einstieg beim view war sehr humorvoll. me gusta. metallica und reed, der stammtisch mit dem extra an drive.
Lou Reeds Part gefällt mir noch so einigermaßen. Aber gesamt gesehen kann das wirklich nur als Experiment durchgehen. Ernstzunehmende Mucke ist das nicht.
Addi gefällt es auch nicht so gut: http://www.youtube.com/watch?v=x9LcJwX9dnENR=1
@Dude/Sancho: Hey, it's only Rock'n'Roll. Hab gar nix gegen Metallica und hab auch Onkel Lou nirgends in den Himmel gelobt. So ne außergewöhnliche Kooperation von zwei Rock-Legenden erlebt man halt nicht alle Tage. Nehm mir in diesem Rahmen immer mal Themen zur Brust, über die die Redaktion heiß diskutiert. Da hat halt jeder seine Meinung. Vielleicht geht Onkel Eddy in den Metalsplittern ja sanfter mit eurer Band um.
Fällt mir doch nicht im Traum ein. Find den Artikel eigentlich dufte. Versteh immer noch nicht, warum einer heult und sich persönlich angegriffen fühlt, wenn hier einer sagt, dass ne Band Banane ist, die sie gerne höre. Find den Song ganz große Scheiße und dazu tragen Metallica wahrscheinlich ihren Teil genauso bei, wie Lou Reed. So belangloser Mist sollte eigentlich niemanden kratzen, aber über irgendwas muss man ja schreiben 
na wart mal ab, digger.
noch ist nicht aller scheiben abend 
@dude/sanch: kommentare sind eine andere textform als berichte. sie beinhalten die eigene meinung notwendigerweise. laut hat eine meinung....sogar viele. genau wie i h r.
und wir haben spaß sie kund zu tun.
auch der DON
Es geht mir nicht darum, dass er das Lied schlecht gemacht hat (seh ich genauso) aber ihr lasst jemanden der nie einen Draht zu Metallica hatte sowas wie James´Gesang kritisieren obwohl man ja als allgemeiner Hörer weiß, dass er nunmal seine eigene Art hat Wörter zu betonen. Dieses dann auch noch so kindisch in einem "Artikel" zu schreiben klingt für mich einfach nur nach "och ich machs mir leicht und spring mal auf den Metallica-Bashin-Zug auf".
...sowas wie Lena´Gesang kritisieren obwohl man ja als allgemeiner Hörer weiß, dass sie nunmal ihre eigene Art hat Wörter zu betonen
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Wir sind halt alle nur Menschen und haben unsere Meinungen, nech?^^ Obwohl man als Journalist vielleicht etwas höhere Ansprüche an sich stellen kann, da geb ich Sancho Recht. Ich fand den Teil zumindest lustig und Reed wird ja auch gebasht, so isses ja nicht.
Metallica sollten ihren Manager feuern oder wer auch immer für die Kollabo mit dieser Trantüte verantwortlich ist.
Lou Reed war sogar schon als junger Musiker öde.
Metallica könnten aus einer großen Zahl von talentierten Sängern wählen und haben ausgerechnet diese Mumie ausgebuddelt... nur gut das Johnny Cash schon tot ist.
Ich hab mal gelesen, dass Metallica am Anfang ihrer Karriere angeblich John Bush als Sänger engagieren wollten, aber der wollte nicht.
Bin weder Reed- noch Metallica-Fan, habe aber trotzdem mal reingehört und für meinen Eindruck zieht eher Lou Reed das Ganze runter. Nicht, daß es ohne ihn ein Meisterwerk geworden wäre. Ich find das Ganze eher ziemlich schlimm. Aber die Instrumentals ohne Lou wären in meinen Ohren noch halbwegs passabel, wenn auch durchschnittlich. Naja, drauf gesch....en, just my opinion.
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