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Außerdem: Olympia 2012, Blur, Dinosaur Jr., Pet Shop Boys, Mötley Crüe und The Heavy.
Inside The Shit (mis) - Blicken wir nach vorn: Am 27. Juli beginnen die Olympischen Sommerspiele in London. Hand aufs Herz: Wer freut sich seit Donnerstag Abend nicht auf dieses Top-Event? Und wenn nur aufgrund der musikalisch endlich mal ...
(Foto: www.blur.co.uk)
Denn abseits redundanter EM-Songfolklore à la Roger Cicero machen die Londoner vieles richtig. Aus deutscher Sicht quasi alles. Bei der Abschlusszeremonie am 12. August treten im Hyde Park Blur, New Order und The Specials auf. In Deutschland wären es Herbert Grönemeyer, Tim Bendzko und Silbermond gewesen. Gut, den neuen Muse-Song "Survival" finde ich jetzt arg staatstragend, aber immer noch besser als hierzulande, wo man die Scorpions um eine Hymne gebeten hätte (an deren Textbegabung "Survival" übrigens partiell erinnert).

Aber bleiben wir bei Blur: Nachdem die Olympia-Einladung eintrudelte, dämmerte wohl selbst Damon Albarn, dass so ein Auftritt nicht ganz ohne Proben laufen würde. Und weil er sich schon mit seinen drei Kollegen treffen musste, präsentierte er ihnen gleich zwei neue Songs: "Under The Westway" und "The Puritan", die heute live auf einem Dach in London präsentiert werden.
Songpremieren im Live-Stream, ein unglaublich heißes Thema. Nicht nur für Blur-Bassist Alex James ("Sowas gabs meines Wissens noch nie!"), auch für Walter Johannsen, wie wir alle wissen der ARD-Chef der Olympischen Spiele: "Das Angebot im Internet ist nicht nur kostengünster, sondern bietet dem Publikum zudem eine bislang nicht gekannte Vielfalt." Jo, absolut visionär, dieses Internet! Wir bleiben in dieser Sache für euch am Ball.
Was dieser Dach-Auftritt über ein mögliches Blur-Studioalbum aussagt, weiß leider niemand. Wäre ich BBC-Moderator Zane Lowe, würde ich Damon Albarn nachher vor dem Dach-Gig einfach fragen, vielleicht macht er es uns zuliebe ja auch. So lange müssen wir uns mit zweideutigen Albarn-Statements begnügen.
Noch im April hielt er die Hyde Park-Show einerseits für ein rühmliches Ende, dann aber doch wieder nicht: "Ich hoffe, dass wir es dann so beenden. Aber ich weiß nicht, wenn ich eines gelernt habe, dann das: Wann immer ich das Gefühl hatte, alles unter Kontrolle zu haben und zu wissen wohin es geht, ging es doch wieder woanders hin." Der Lauf des Lebens, anscheinend nicht nur für uns Normalsterbliche unergründbar. Hier mal als Appetizer eine Aufnahme von "The Puritan" bei einem Albarn-Auftritt im Juni:
Und damit ihr es schon morgen all euren Arbeitskollegen vorsingen oder gar vorspielen könnt:

Auf die neue Single von Dinosaur Jr. warte ich ja auch schon ewig und das Schöne ist, man wird nie enttäuscht. In diesem Fall vielleicht auch, weil der Song alt ist. Er sollte kurioserweise schon 2007 auf "Beyond" kommen. Doch laut J. Mascis klang er damals "einfach zu schlecht".
Das neue Album "I Bet On Sky" soll bei uns übrigens am 31. August erscheinen und damit zwei Wochen (!) vor Großbritannien und Amerika. Eine Geschäftsstrategie, die wohl niemand besser beschreibt als Walter Johannsen: "Das Angebot im Internet ist nicht nur kostengünster, sondern bietet dem Publikum zudem eine bislang nicht gekannte Vielfalt."
Am Anfang klang der Plan genial: Ein Pet Shop Boys-Album aus Los Angeles, zusammen mit Andrew Dawson, Produzent von Kanye West und Beyoncé und so. Dazu erzählte Dawson Dinge wie "Die Boys wollten den klassischen L.A.-Sound, die L.A.-Musiker und all das."
Problem: Mit dem nun aufgetauchten Song "Winner" hat das leider sehr wenig zu tun. Der klingt wie so oft nach verregnetem London, was okay wäre, leider aber auch wie schon fünf Mal gehört. Aber vielleicht ist das der alte Dinosaur-Trick und "Winner" ist auch schon fünf Jahre alt. Heutzutage kommt man als Künstler ja mit allem durch.
Von Chris Brown weiß ich wenig mehr, als dass er einst im Stile von Justin Bieber als Soul-Wunderkind bekannt und später dank Rihanna berühmt wurde, was bekanntlich schlimm endete. Genug Vorwissen also, um über folgendes Bild herzhaft lachen zu können:


Ob er jetzt Chris Brown meint oder die Pet Shop Boys wird nicht ganz klar. Jedenfalls ist die Popmusik von heute scheiße. Sagt natürlich ein alter Mann, in diesem Fall Chris Cornell: "Grunge konnte nur deshalb so groß werden, weil die Menschen den restlichen Scheiß satt hatten", erklärte er den The Sun-Lesern, die das sicher noch nicht wussten.
Nur Adele ist von seinem Rundumschlag ausdrücklich ausgenommen, die habe schließlich "Songs und eine Stimme". Und dass tatsächlich beides nötig ist, um im Popgeschäft zu reüssieren, weiß Cornell bekanntlich spätestens seit "Scream".
Doch jetzt ist er ja wieder Sänger einer Rockband, mit echten Instrumenten und so, da sagen sich manche Sätze eben leichter: "Zeitgenössischer Pop könnte nicht schlimmer sein. Im Prinzip eine gesunde Grundlage für eine neue Rockbewegung, die gegen diesen Status Quo rebelliert." Wie praktisch, dass er auch das neue Soundgarden-Material als "neue Musik für ein neues Rock-Publikum" beschreibt. Na dann viel Glück!

Was war deine letzte gekaufte Platte?
"Roots" von den Gipsy Kings.
Welchen Song hast du zuletzt nicht mehr aus dem Kopf gekriegt?
Gute Songs werden bei mir immer verdrängt von nervtötenden TV-Werbesongs.
Deine drei Platten für die einsame Insel.
"Back In Black" von AC/DC, irgendeine Beatles-Scheibe und die Gipsy Kings natürlich (lacht).
Was war dein größter Spinal Tap-Moment bisher?
Ich kann mich noch an unsere erste Tour erinnern, als Nikki und ich vor einer Show die Bühne nicht finden konnten. Ich weiß nicht mehr wo, aber das war ziemlich peinlich. Zum Glück wurden wir noch rechtzeitig gefunden, so dass die Leute nicht allzu lange warten mussten.
Welcher Star, den du persönlich getroffen hast, hat dich richtig beeindruckt und warum?
Das ist schwer. Ich würde sagen Mick Jagger. Er ist eine Legende, und ich bin einer seiner größten Fans.
Bin selbst erst vor kurzem auf die Soul-Rocker von The Heavy aufmerksam gemacht worden und schon bringen sie ein neues Album raus. Am 31. August kommt "The Glorious Dead", ihr mittlerweile drittes Album, vorab nun "What Makes A Good Man?", das einmal mehr von Sänger Swabys unglaublich warmer Stimme lebt. Stilvolles Video auch.
Michael Schuh hört die ganze Woche lang Musik, beobachtet Kollegen, die Musik hören und plaudert an dieser Stelle aus dem Redaktions-Nähkästchen. Personen, Orte und Handlung sind definitiv nicht erfunden.
Seit der Timbaland/Klitschko-Sache kann ich Cornell nicht mehr ernst nehmen. Interviews fürs Gossenblatt Sun machen das nicht gerade besser.
Chris Cornell ist doch schon lange nicht mehr ernstzunehmen. Im Prinzip immer, wenn man pauschal gegen ein Musikgenre wettert, macht man sich des Unwissens schuldig. Außer natürlich bei Gabber und Jazz :P
Wer Pop doof findet, sollte mal eine Scheibe von "of Montreal" hören. Etwas komplexeres und "songwriterisch" schöneres wird auch Herr Cornell so schnell nicht hinbekommen...
Muss mich bei der Cornell-Schelte anschließen, kann mit dem Typ seit Scream auch nichts mehr anfangen, gelobt sein die alten Soundgarden und Audioslave-Sachen - auch neues Material verzichte ich dann doch lieber. Und ja ok, natürlich hat er nach wie vor ne Bombenstimme und überzeugt auch live, si. Blur nach vorne!
Nicht zu vergessen, dass Underworld die musikalischen Direktoren der Eröffnungszeremonie sind!
http://www.london2012.com/news/articles/2011/12/underworld-announced-as-music-directors-for-olympic-game.html
@c452h für mich war's mit cornell schon vorbei als er mit audioslave anfing. davor hab ich ihn vergöttert. die solo projekte von ihm auch negativ aufgenommen - ok die produktion von timbaland hab ich nicht gehört und werd ich auch nie hören !
AABER : beim letzten rock im park - ein kumpel machte mich auf den livestream aufmerksam hab ich das vertrauen in ihn zurückgewonnen. er hat das beschissene rip publikum einfach gerockt. sie haben hauptsächlich superunknown sachen gespielt. klar sind die live recht schwer umzusetzen aber sie haben das göttlich rübergebracht. also bitte gebt ihnen noch ne chance. chris cornell ist der shit :-)
Endlich neue Musik von den Pet Shop Boys und dann diese gruselige Single "Winner". Was ist nur los mit Chris und Neal? Das Album "Yes" war grossartig und jetzt diese Schnarchmusik. Auf der website kann man noch so ein dröges Teil aus dem Album "Elysium" finden. Es nennt sich "Invisible". Passender Titel denn der typische PSB Sound ist hier indertat "Invisible". Wenn der Rest des Albums auch so klingt wird es das allererste sein das ich nicht haben will und auch nicht werde. Die hätten mal lieber bei ihrem Sound bleiben sollen. Kreativ genug sind die beiden doch. Nach zwei Jahren Wartezeit dieser Schmonz. Ich schäme mich glatt für diese Songes. Und sich dann auch noch bei Olympia einschleimen so nach dem Motto "Wir haben da ein geiles Lied das passt doch so gut dazu" Ich dachte echt das die dieses sich anbiedern an den Kommerz gar nicht mehr nötig hätten. Tja so kann man sich irren...
Muss dem Swingmaster beipflichten. Hab dem Song Fanboy-pflichtgemäß 5 Chancen gegeben, alle versemmelt. Klingt wie ein Nachzügler der letzten B-Seiten-Collection "Format". What have we done to deserve this?
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