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Mit Sanctity haben sich Roadrunner Records einen sehr vielversprechenden Newcomer an Land gezogen. Dabei verdanken Band und Label ihre Zusammenarbeit hauptsächlich Trivium-Fronter Matt Heafy, der von Sanctity so begeistert war, dass er die Jungs persönlich an Monte Connor weiter empfohlen hat.
Der hat einmal mehr bewiesen, dass er als Talentscout einer der besten seines Fachs ist, und die Band direkt ins Studio geschickt. Dort haben sie mit Jason Suecof (Chimaira, God Forbid) zwölf Songs aufgenommen, die es alle mächtig in sich haben. Von der Power her steht das Quartett Killswitch Engage oder Trivium jedenfalls in nichts nach. Allerdings verzichten Sanctity vollständig auf irgendwelche Metalcore-Anleihen und plündern auch nicht so offensichtlich bei Metallica wie die Letztgenannten.
Schon nach dem Opener-Doppelschlag "Beneath The Machine" und "Brotherhood Of Destruction" fällt auf, dass es hier nicht nur ziemlich heftig zur Sache geht, sondern auch mit einem allgegenwärtigen höllischen Groove. "Road To Bloodshed" macht, was die Gitarren angeht, keinen Hehl daraus, dass die Bay-Area zu den größten Einflüssen der Nasen gehört. Allerdings mischen sie mal eben einen dermaßen griffigen, melodiösen Chorus mit rein, dass einem der Mund offen stehen bleibt.
Frontförster Jared MacEachern ist ganz klar das herausstechendste Merkmal der Truppe. Der Kerl hat es einfach drauf, selbst in einer ultrabrutalen Stimmlage immer noch Melodien mit einzubauen. Ok, Metallica sind vielleicht nicht der Haupteinfluss von MacEachern und seinen Kollegen, aber wenn man "Laws Of Reason" hört, fragt man sich schon, was Chuck Billy und Testament gerade so machen. Auf jeden Fall müssen die sich anstrengen, um "Road To Bloodshed" zu toppen.
Obwohl in "Billy Seals" der eine oder andere Streicher fiedelt und Jared meist auf relativ klaren Gesang zurückgreift, handelt es sich bei der Nummer keineswegs um irgendeine schnulzige Ballade. Es scheint fast, als könnten die vier gar nicht anders, als ordentlich Gas zu geben. "Zeppo" zollt mal ganz so nebenbei den traditionellen Metal-Roots Respekt, sogar mit typischem Judas Priest-Scream und mit "Beloved Killer" und The "Shape Of Things" zeigt man sich ganz modern im Zeitgeist.
Moderner geht es auch bei "Seconds" zu, das hin und wieder mit Loops arbeitet. Allgemein tauchen in der zweiten Hälfte der CD verstärkt Elemente wie klarer Gesang und Killswitch Engage-typische Melodiebögen auf. Breakdowns oder ähnlichen Kram lassen Sanctity aber genauso außen vor, wie auch sonstige Trendanbiederei. Mit "Road To Bloodsged" haben die Jungs aus North Carolina jedenfalls ein Hammer-Debüt hingelegt, das seinen Weg noch des öfteren in meinen CD-Schacht finden wird.
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Kann ich jedem (Neo-)Thrasher nur höllisch empfehlen. Das Ding groovt so hart, es zieht euch die Schuhe aus. Generell gestaltet sich das Album sehr abwechslungsreich, vor allem im Gesang.
Anspieltipps:
Beneath The Machine
Road To Bloodshed
Liebe Fans des Harten,
ich kann mich nicht entsinnen, schon einmal in einem Forum (positive oder negative) Kritik zu einem Album abgegeben zu haben, aber diesmal scheint es mir notwendig zu sein.
Es fällt mir schwer zu glauben, dass es sich bei dieser Scheibe um ein Debüt handelt, da ich vom Können dieser Band wirklich beeindruckt bin. Es ist sehr abwechslungsreich, hart, dabei aber melodiös, was in diesem Fall wunderbar zusammenpasst und auch wenn sie Anleihen von Testament nehmen, ein vollkommen eigenständiges, tolles Album. Kraftvoll, mit Tempo- und Geangswechseln, ich hab seit SOAD`s Toxicity kein vergeichbar gutes Album mehr gehört.
Umso mehr erstaunt es mich, dass die für mich gerade noch akzeptable 4-Punkt-Wertung der Redaktion bei den Lesern auf bescheidene 2 Punkte reduziert wird --> kann mir das jemand erklären.
Ansonsten: mein Dank für diese gute Musik-Site
Gruß
Raimund
Hab mal in das Album reingehört. Ist erstaunlich gut. Kaufen werd ichs mir wohl trotzdem nicht!
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