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Käte und Willi sagen ja. Wir auch. Wir präsentieren euch die wichtigsten Songs zur hochwohlverbohrten Hochzeit des Jahres.
London (laut) - Die Insel dreht hohl und mit ihr das Europäische Festland. Ein Prinz ehelicht seine Prinzessin. Schon seit Monaten wird einem eingebläut, dass die Heirat des Erben des Erben mit einer Frau namens Kate Middleton das mediale Spektakel des Jahres sei.
Das glauben natürlich auch wir und wollen dem Brautpaar zu Ehren ein paar musikalische Begleitmomente bescheren, die es so schnell nicht wieder vergessen dürfte. Den unvermeidlichen Kerzen-Besinger Elton John haben wir uns gespart, der spielt zu anderen Anlässen auf. Lange Rede, schwacher Sinn, hier ist er,
Wie die königliche Sause ungefähr aussehen könnte, demonstriert uns der wohl bestgelaunte DJ der Welt. Natürlich außer Konkurrenz.
Wenn schon, denn schon. Das sollte für jede Eheschließung gelten. Auch die englischen New Wave-Legenden XTC können davon ein Lied singen. Das Credo: Liebe solle immer so zelebriert werden, wie am "schönsten Tag des Lebens", dann könne eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Richtig so.
"You and I for ever and ever / And we'll, we'll make babies on the beach / Under the stardust." Dazu im Hintergrund die herzzereißende Mundharmonika begleitet von einer Akustikgitarre. Und das wars schon. Mehr braucht ein romantischer Hochzeitssong auch nicht!
Wenn er sich ganz auf das Darbieten schmalzigen Liedgutes konzentrieren würde, wäre er wohl der Superheld und feuchte Traum der Feuerzeuge schwenkenden Herzschmerz-Fraktion. Während der Ami hier um Entschuldigung bettelt, dass er oft nicht an der Seite der Braut weilte, dürfte William noch einige Male im Pub um die Ecke mit Kumpels einen heben, ehe sie ihm dergestalt aufs Dach steigt, dass er zur Klampfe diesen Song zum Besten geben muss. Oder so ...
Bevor man zum Traualtar schreiten kann, muss erst einmal stilecht um die Hand der Teuersten angehalten werden. Ob klassischer Kniefall mit Ring-Präsentation oder kreative Zauberstücke – die Frage aller Fragen wird in jedem Fall gestellt. Das besingen herrlich eindringlich die Herren der Old 97s aus Texas, die zu dem Schluss kommen: "Some day somebody's gonna ask you / A question that you should say yes to."
Platz 20
Was ist der Unterschied zwischen einer irischen Hochzeit und einer irischen Beerdigung? Ein Besoffener weniger. Ob das auch auf britische Hochzeiten zutrifft? Diese Live-Übertragung wäre dann sogar richtig lustig: Die königliche Familie trinkt sich gemeinsam unter den Tisch, die Queen höchstpersönlich tanzt auf demselben und Kate knutscht mit dem falschen Prinzen rum. Wird wohl um einiges gediegener, aber die Vorstellung ist schön.
Mit Pianotönen die Herzallerliebsten anzuhimmeln gehört seit Anbeginn der Zeit zum Standardprogramm des Musikantentums. Hört man Chris Martins Schmachten genauer zu, funktioniert "Wedding Bells" hervorragend auf zweifachem Weg. Einmal aus der Sicht des strahlenden Bräutigams, der seine zukünftige Frau auf dem Gang zum Altar beobachtet. Und einmal (etwas tragischer) aus der Perspektive eines unglücklich verliebten Hochzeitsgast, der seine Flamme endgültig an einen anderen verliert.
"Ganz in Weiß mit einem Blumenstrauß, so siehst Du in meinen schönsten Träumen aus." So richtig glauben mochte das, wer den Mann hinter Roy Black kannte, eigentlich nicht. Die glatt polierte Schlagerstar-Fassade war nicht wirklich seine Idee, er hatte für sich eigentlich eine Karriere als Rocker im Sinn. Verkaufen ließen sich die ihm aufgenötigten Nummern aber bestens, in den 60er Jahren war die Sehnsucht nach heiler Welt groß. Roy Black avancierte mit "Ganz In Weiß" 1966 zum Superstar - spätestens jetzt steht der Dresscode für die Bräute dieses Landes fest.
Betuliches Orchester, Ententanz, müde Allerweltsschlager auf der Hochzeits-Party? Muss nicht sein. Für den richtigen Pep sorgt da Al Greens Seventies-Hit "Let's Get Married". Knackige, funkige Beats, schwellende Orgel und scharfe Background-Chöre locken auch den letzten Verweigerer fort vom Eierlikör-Plausch mit Tante Gerda: Unwiderstehlich ruft die Tanzfläche. Greens schwitziger Gesang und die sexy Beats machen nicht nur dem Brautpaar mächtig Appetit auf all das, was später in einer Hochzeitsnacht so gang und gäbe ist, zwischen Mann und Frau.
2004 ist Nas total verliebt und schwärmt vom Heiraten und den Aufgaben seiner besseren Hälfte ("Wife smilin', tellin' me it's time to eat."). Doch schon bald folgt das böse Erwachen: Noch hochschwanger reicht Kelis die Scheidungspapiere ein. "Say hello to the man, goodbye to the gigolo! It was difficult for me to find a chick I want." - tja und wird es wohl wieder werden ...
Das ist die Mutter aller Weddingsongs. Vergesst die dröge Lizzy II, Nekro-Ikone Diana und das brave Zinnsoldatenpärchen William & Kate. So richtig Rock'n'Roll ist erst im Buckingham Palace, wenn Blaubart für seine Flamme und zukünftige Queen Anne Boleyn anno 1532 ein Liebesgedicht namens "Greensleeves" verfasst und es in leicht abgewandelter Form eines gängigen Volkstanzes zurecht biegt. Ihm ersparte dies einen Korb von ihr. Ihr bescherte es vier Jahre später einen solchen für das zum Scheidungszwecke vom Rumpfe getrennte Haupt. Doch die Kunst verlangt nun einmal Opfer und keine Drama-Queens. So quälen sich seit 500 Jahren Gitarrennovizen mit diesem Lied herum. Ein Ende ist zum Glück nicht abzusehen. Dafür sorgen solch gediegene Interpretationen wie jene der kanadischen Waldfee Loreena McKennit.
"Na, so eine komische Königin, die hat ja Räder untendran!" Die gute Kate ist zwar noch keine Königin, aber sie wird sich trotzdem in nächster Zeit hauptsächlich auf Rädern fortbewegen und dabei lieb und brav aus dem Fenster heraus winken. Was man halt so als Königin/Prinzessin macht: Bergauf und bergab fahren und dabei lächeln und winken. Toll! (Foyer Des Arts ist übrigens ein Musikprojekt vom ehrenwerten Max Goldt, der dringend und unbedingt gelesen und gehört werden sollte!)
Hach ist das schön. Da kullern schon fast die Tränen. Der Song ist ja wohl der perfekte Hochzeits-Walzer. "Come away with me and I'll never stop loving you." Genau das will man doch hören, wenn man frisch verheiratet ist.
Zuckersüß macht R. Kelly klar, dass "No one, no one could ever interrupt the beats of our hearts, 'cause this is gonna last" und spaziert dann mit einer ganzen Horde Schmetterlinge auf den Altar zu und "flowers are everywhere, nothing else can compare". Anzug, Brautkleid, alles sitzt. "I will be the perfect groom, you the perfect bride." Und nach der Hochzeit kommts dann zum spannenden Part: "We'll be makin' love for eternity." Jaja, auch der romantischste R. Kelly denkt doch eigentlich nur an das eine. Trotzdem ein zum Heulen schöner Song!
Die Hochzeitsnacht gehört zum Fest wie die unbefleckte Empfängnis zur katholischen Glaubensüberzeugung. Nicht wenige Herren der Schöpfung überlegen sich daher monatelang den Ablauf für die Nacht der Nächte, nur der phantasielose Macho nölt seiner Zukünftigen in diesem besonderen Moment angeschickert diesen QOTSA-Claim ins Ohr: "I wanna make it wit chu." Wie immer man das finden mag, sein Musikgeschmack spricht für ihn (und eine lange Ehe).
Mit der eigenen Ehe gings zwar schon lange bergab, trotzdem fand Bowie es 1977 angemessen, diesen Song zu schreiben. Ob er damit Angela zurückgewinnen wollte oder nicht, beschäftigt seither die Bowienisten. Im Refrain benutzt er jedenfalls rosenblühend-zärtliche Worte: "Please be mine / Share my life / Stay with me / Be my wife."
Leonard Cohen hatte anfangs eigentlich gar nicht so richtig Lust zum Musizieren. Er schrieb viel lieber. Aber Erfolg lässt auch mal einen Schriftsteller umdenken. Und so sind wir nun Zeugen dieses sanft-melancholischen Jazz-Klassikers, der 1984 erschien. "Dance me to the wedding now, dance me on and on." Welche Frau kann da noch widerstehen?
Wer schützt eigentlich die Queen vor Kates Proll-Onkel? Nicht nur über Sein und Nichtsein darf spekuliert werden, sondern auch über den familiären Zusammenhalt der zukünftigen Großfamilie. Wie es idealerweise aussehen kann, zeigen die umwerfende Miss Platnum und ihr fiktiver Göttergatte Peter Fox hier sehr anschaulich. Der Pfarrer nimmt erst noch einen tiefen Schluck aus dem Flachmann, ehe er sich in die Feierlichkeiten stürzt. Die prophetischen Lyrics klingen wie Nostradamus: "Das ist der Deal, du brauchst 'n Ehemann, ich brauch' 'ne Frau, die gut kochen und nähen kann. Du lebst im Bauernhaus, Kuhstall nebenan. Ich hol' dich raus, du fängst 'n neues Leben an. Aus dem Wollrock ins Negligeé ..." Obwohl ... bei Kate und William ist das mit dem Wollrock und dem Negligée ja genau anders herum.
"Love, I'll never marry you." Als perfekter erster Tanz auf einer Hochzeitsfeier wahrlich ungeeignet, schunkelt der morbide Anti-Heiratsong auf einer düsteren Ebene gegen allen Schmalz der besungenen Liebesbekundungen an. Leicht holländische Ironie besteht in der Tatsache, dass hier Sänger Florim selbst von einer brutalen, unausgewogenen Liebe erzählt. Mitreißend ist das allemal.
Manchmal ist selbst bei Hochzeiten tatsächlich Liebe im Spiel. Beweis: Frank Sinatras fröhlicher "Love And Marriage"-Ausflug. "It's an institute / you can't disparage", stellt Frankie-Boy fest. Was auf jeden Fall für den Beginn einer legitimierten Zweisamkeit gilt: oft genug folgen nämlich die vom Sänger angesprochenen, gegenseitigen Verunglimpfungen und Herabsetzungen ("Disparage") ziemlich schnell. Spätestens dann geht es zu im privaten Ehe-Haushalt zu wie weiland in der TV-Serie "Eine Schrecklich Nette Familie", für die der Song als Titeltrack dient. Doch Höhen und Tiefen gehören zwischen Verheirateten einfach dazu - und schließlich lieben sich Peg und Al Bundy trotz aller Differenzen eigentlich heiß und innig. "Love And Marriage" auf der Hochzeits-Party gespielt, muss kein deshalb kein schlechtes Omen bedeuten.
Große Musikgeschichte schrieben Guns'n'Roses nicht nur mit ihren "Use Your Illusions", sondern auch mit den dazugehörigen Musikvideos, die das Attribut "episch" mehr als rechtfertigen. Auf knapp neun Minuten erzählt Axl Rose in kitschiger 90er-Optik die ganze Geschichte einer Ehe, vom Kennenlernen in einer Bar bis hin zum tragischen Begräbnis der Angebeteten. Groß!
Einer der bekanntesten Idol-Songs und Klassiker der 80er sollte auf keinem Hochzeits-Schwof fehlen. "It's a nice day to start again? "Ja, Moment mal, die haben ja noch gar nicht angefangen. Okay, aber wehe, wenns nicht hinhaut, dann klöppelt Willy seiner Ollen im Takt die Nägel in den hölzernen Sarg.
Sex mit Toten steht nach wie vor unter Strafe. Das ist auch gut so, denn keine Leiche hat bislang zum Beischlaf ihr Einverständnis gegeben. Wir müssen uns auch keine Sorgen machen, dass Willi dereinst einmal um den Friedhof strolcht wie hier von Lindemanns Till besungen. Die Royals bekommen ja Begleitschutz, wenn sie nur zum Pieseln aufs Klo gehen, deshalb sind nächtliche Ausflüge ins Reich der Toten nicht zu erwarten. Aber trotzdem darf sich Kate den Song der deutschen Tanzmetallkapelle beim Dejott ihres Vertrauens wünschen. Keine Frage.
Der Hochzeitstag sollte ja bekanntlich ein perfekter Tag werden. Aber dann macht der Schwager mit der Trauzeugin rum, Papas Rede dauert eine gefühlte Stunde, das Essen kommt zu spät, ein Vogel scheißt auf den Anzug, der kleine Neffe verschluckt den Ehering, Opa betrinkt sich wieder und der Cousin stolpert in die Torte. Tja, am Hochzeitstag passiert eben auch der übliche Schrott wie immer. Was diesen Tag aber perfekt macht, ist halt das "Ja". Just a perfect day.
Blues-Legende Muddy Waters schrieb Anno Dunnemal die musikalische Begleitung für die Hochzeitsnacht von Kate & William. Der Galan der ehemaligen Frau Middleton flüstert ihr sanft versaut ins Ohr, dass er sie jetzt gerne pimpern würde. "Well I'm a king bee, baby want you to be my queen, together we can make honey the world has never seen ... Gelée Royal, sozusagen. Da darf man auf den Output des hochwohlgebörlichten Schäferstündchens gespannt sein. "Well, buzz a while ... sting you bad ..." So schauts aus!
Adel verpflichtet. Tja, Inselaffen, die fröhlich noch winken und sich freuen, wenn man ihre Steuern für so einen Quark rauspfeffert. Ich dachte, wenigstens auf laut.de gibt es keine Meldung über diesen Schmarrn. Falsch gedacht.
Eine Portion "T.N.T." und wir wären erlöst ...
Ich bezweifle jetzt einfach mal das Rammstein und Queens of the Stoneage im Buckingham Palace laufen, lustig wärs aber schon! 
elton john, quotsa, coldplay...ab in den tower mit solchen luschen!
der einzig würdige hochzweitstrack für die briten heute ist henry VIII unverwüstliches greensleeves.
oO...Habe "A little Peace of Heaven" von Avenged Sevenfold vergessen.
oO...Habe "A little Peace of Heaven" von Avenged Sevenfold vergessen.
Nerv, jetzt wird man nicht mal hier von dem Scheiss verschont. Wenn ihr unbedingt mediale Ereignisse vertonen wollt, erstellt auch bitte eine Listze über die 10 schön...äh heissesten Songs zum 11. September 2001. Sowas wie "Fire" von The Crazy World of Arthur Brown oder "Flugzeuge in meinem Bauch" von Oli P. (oder meinetwegen auch Groenemeyer)
@sancho : ich glaub das kleid is nur so geschnitten dasses aussieht als wärns nippel, aber lustig isses trotzdem^^
laut.de ist herrlich: berichtet über die gleichen mainstreamthemen wie bild und co, tut aber so, als ob es das gar nicht wollte, indem es ihnen dann nebenüberschriften wie "who gives a shit" gibt. echt cool, aber leider nicht besser als die ganzen andern dödelmedien.
Mein Soundtrack für die Maikrawalle:
10: Slayer - World Painted Blood
9: Slayer - Jihad
8: Slayer - Eyes of the Insane
7: Slayer - Cult
6: Slayer - Exile
5: Slayer - Disciple
4: Slayer - Raining Blood
3: Slayer - Angel Of Death
2: Slayer - War Ensemble
1: Slayer - Warzone
@churro
naja nicht alles was mainstream ist, ist auch scheiße...aber hast schon teilweise recht ;D
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