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Die Kombination scheint zunächst überraschend. Auf der einen Seite steht ein weltberühmter Rock'n'Roll-Star, dessen ehemalige Band Led Zeppelin kurz vor der Veröffentlichung des vorliegenden Albums ein Reunion-Konzert angekündigt hat. 20 Millionen Fans versuchten, an Tickets zu kommen. Auf der anderen Seite eine Bluegrass-Sängerin, die als Fiddle-Virtuosin gilt und in ihrer Karriere 20 Grammys gewonnen hat, aber außerhalb der USA so gut wie unbekannt ist. Ob da etwas Hörbares zustande kommt?
Wenige Takte, und jeder Zweifel ist wie weggefegt. Die leicht verzerrte Gitarre zu Beginn von "Rich Woman" hört sich so an, als liefe die CD rückwärts. Erst setzen Perkussionen ein, dann die Stimmen von Robert Plant und Alison Krauss, die eine geradezu symbiotische Beziehung eingehen. Keine Starallüren, keine egomanischen Spielereien – hier geht es nur um die schönste Harmonie. Schon hier ist klar: Es handelt sich um eine außergewöhnliche Platte.
Kaum hat sich der Hörer von der Überraschung erholt, erwartet ihn das vielleicht beste Stück. "Killing The Blues" besteht aus einem sachten Schlagzeug, ruhigen Akustik-Akkorden, einer wunderbaren Pedal-Steele-Gitarre und vor allem aus den beiden Sängern, die sich gegenseitig zu becircen scheinen. Verzaubert bleiben auch diejenigen auf der anderen Seite des Lautsprechers. Ein Lied zum dahinschmelzen.
Plant und Krauss trafen sich bei einem Konzert zu Ehren des Bluesmannes Leadbelly. Die Idee, gemeinsam etwas aufzunehmen, schnappte T-Bone Burnett begeistert auf und buchte sogleich Studio und Sessionmusiker. Der Beitrag des Produzenten ist enorm: Er wählte die meisten der Stücke aus und schaffte es, fast alle Aufnahmen in nur zehn Tagen im Kasten zu haben.
Dabei klingt das Album erstaunlich vielseitig. "Sister Rosetta Goes Before Us" bietet Krauss fast im Alleingang und klingt wie aus einem Musical, "Polly Come Home" ist dagegen ein nachdenkliches Stück, das Plant fast so gut wie alleine interpretiert. ""Gone, Gone, Gone" der Everly Brothers ist verzerrter Rock'n'Roll, bei dem sich offenbar Plant durchgesetzt hat, während das folgende "Through The Morning, Through The Night" purer Country im Stile Dolly Partons ist. Hier hat Krauss wieder die Oberhand gewonnen. Die Begleitung wechselt zwischen traditionell und groovig, wobei Plants Vorliebe für nordafrikanische Rhythmen immer wieder durchscheint.
Außer dem Plant/Page-Stück "Please Read The Letter" aus ihrem gemeinsamen Album "Walking Into Clarksdale" (1998) handelt es sich um eher obskures Fremdmaterial, obwohl durchaus bekannte Namen wie Tom Waits ("Trampled Rose") oder Townes Van Zandt ("Nothin') vertreten sind. Dennoch interpretieren Plant und Krauss die Lieder so, als wären es ihre eigenen.
Eine Aufgabe, die für einen Egozentriker wie Plant sicherlich nicht einfach war. "Ich kenne eigentlich keine Nervosität, aber als ich das erste Mal auf dem Sofa saß, wurde mir klar, was da auf mich zukommt", erinnert er sich an die erste gemeinsame Gesangsstunde mit Krauss und Burnett. "Als wir zu 75 Produzent fertig waren, wurde mir bewusst, dass wir hier etwas geschaffen haben, von dem ich noch nicht einmal träumen konnte", fügt er hinzu.
Recht hat er. Mit dem an die Carter Family erinnernden "Your Long Journey" endet ein Album, für das der Begriff "sensationell" nicht übertrieben scheint. Hier sind zwei gestandene Musiker zusammen gekommen, die niemandem mehr etwas beweisen mussten, jedoch den Mut hatten, sich in persönliches Neuland zu begeben. Da bleibt nur zu hoffen, dass der Titel des letzten Stücks einen prophetischen Charakter hat. Denn Led Zeppelin-Reunion hin oder her – im Duo Plant/Krauss steckt auch auf der Bühne viel Potenzial.
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und nicht zu vergessen die Amerikanische...
Mal wirklich ein gelungenes Album!
Also ich stand dem Album anfangs kritisch gegenüber...plant und Krauss...trotz vieler guter stimmen konnte mich das nicht überzeugen. aber ich will ja nicht voreingenohmen etwas bewerten, also hab ich mir die platte einfach mal gekauft. man is ja schließlich offen für neues. und wow!!! diese platte hält alles was über sie gesagt wird und viel mehr. ich kann sie wirklich nur jedem ans herz legen. die beiden interpreten ergänzen sich wie im artikel erwähnt perfekt und man fragt sich, warum nicht schon früher sowas zustande kam?
Ohne den Hauch eines Zweifels Album des Jahres, strahlt von der ersten bis zur letzten Sekunde Qualität aus, auch dank der kongenialen Produktion des einmaligen T-Bone Burnett. Diese CD (LP) muß man (im Original, kein mp3 o.ä.!!!)
haben!
ganz ehrlich? Ich als Led Zeppelin Fan hatte mir was anderes erwartet und bin mehr als nur enttäuscht.....Dieses billige Countrygeschrammel und gesäusel ist schlicht langweilig und für mich höchstens 2 Punkte wert....nja, aber scheint ja gut anzukommen. Für mich aber leider wirklich eine komplette Enttäuschung ohne auch nur einen Höhepunkt.
Das Album wächst unaufhörlich bei mir. Während ich die beiden ersten Titel zunächst nur eher ganz nett fand, nimmt es spätestens bei "Sister Rosetta Goes Before Us" magische Züge an. "Polly Come Home" ist halb ein Slow-Core-Song im Stil von Low. Dann kommt wieder ein bissel was beschwingtes bevor es mit Waits' "Trampled Rose" erneut melancholisch-dunkel wird. Und "Nothin'" schließlich übertrifft in dieser Hinsicht nochmal alles!
Habe sie mir nun zugelegt. Also Trampled Rose klingt sehr autentisch wie das Original. Auch im grossen und ganzen klingt die Scheibe wie von Tom Waits produziert. Gefällt mir sehr, hat aber seine Längen... und etwas mehr Duette wären wirklich MEHR gewesen.
Verdächtig verdächtig. Das wächst und wächst und wächst bei einigen hier. Viele Tage lang, viele Wochen. 
Am Veröffentlichungsdatum hätte ich den örtlichen MediaMarkt gestürmt, um es zu bekommen.
Brauchte ich aber gar nicht, es lag ganz normal in 4 Exemplaren im Regal und keiner kaufte es. Außer mir. Ganz gemütlich, ohne Hektik.
Ein fast geniales Album, das mich übrigens lang längerer Zeit wieder dazu brachte, Alison Krauss und ihre Stammtruppe nochmal näher zu beleuchten.
ich habe die scheibe mir zugelegt, als sie erschien, weil ich ein fan von plants gesang bin... (mit den zeps und auch solo)
nach anfanglichen missmut, wurde ich immer wärmer mit dem album... es war wie bei einem guten prog-album... mit jedem durchgang wächst es... selbst heute finde ich neue elemente in den songs...
dennoch war ich überrascht, dass es fünf grammys absahnte, jedoch verdient...
bei plant ist es doch immer wieder erstaunlich, wie er, trotz intensiven lebensstil, seine stimme bis ins alter hält... und mit einer topsängerin wie alison krauss mithalten kann... mir fällt da nur freddie mercury ein, der dies wohl ebenso geschafft hätte....
BIN EIN GROSSER LED ZEPPELIN FAN UND DIE STIMME VON PLANT FASZINIERTE MICH SCHON IMMER HYPNOTISCH.
UND GENAU LETZTE NACHT SAH ICH DIE BEIDEN IN EINER AUFZEICHNUNG IM SCHWEIZER-FERNSEHEN UND BIN ECHT BEGEISTERT, EIN TOTALES HARMONISCHES MUSIKALISCHES ZUSAMMENSPIEL!
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