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Einer der schönsten Momente des vergangenen Konzert-Jahres war wohl der, in dem Richard Ashcroft im Vorprogramm von Coldplay "Lucky Man" spielte. Ein Song zum Niederknien. Ein Song, der das Talent des schlaksigen Briten bündelt wie kaum ein anderer. Dagegen wirkte die Vorab-Single zu "Keys To The World" beim ersten Hören recht fad. Doch "Break The Night With Colour" brauchte einfach nur ein wenig Zeit. Und so entwickelte sich der Track nach ein paar Hördurchläufen zur perlenden Pop-Hymne.
Das Unbeteiligte in seiner rauen, tiefen und vollen Stimme macht nach wie vor das Besondere in seiner Musik aus. Daran aber, dass ich auch bei Ashcrofts drittem Solo-Album noch etwas über The Verve schreiben möchte, merke ich, dass es einfach nicht der Bringer sein kann. Die Melodien packen einen nicht. Wo ist das Gefühl hinter den dahinplätschernden Harmonien?
Dabei kann man dem ehemaligen Großmeister britischer Popmusik nicht einmal vorwerfen, er kleistere seine Musik mit überflüssigen, effekthaschenden Spuren zu. Nein, das überlässt er anderen. Er setzt seine Melodien gewählt ein, die Produktion gelingt luftig. Vielleicht etwas zu luftig, denn eigentlich fehlt genau das: die Schwere, die seine Songs früher ausmachte. "Bitter Sweet Symphonie" oder "Lucky Man" lagen wie drückende Schleier auf dem Hörer, wenn auch in verschiedenen Farben. Davon merke ich hier nicht mehr allzu viel.
Ausnahmen wie das zarte "Words Just Get In The Way" bestätigen da eher die Regel, als das Gegenteil zu beweisen. Natürlich sind auch die "mal etwas anderen" Songs wie der mit Spätachtziger-Synth-Elementen angereicherte Namensgeber "Keys To The World" keine Reinfälle. Die Stücke spielen aber eher in der Liga "Nett zu hören" als in "Wow, ich kann nicht genug davon kriegen". Die Folk-Anleihen in "Sweet Brother Malcom" klingen ebenfalls nicht ganz nach meinem Gusto. Hätte Ashcroft die Streicher - und damit unnötigen Pathos - weggelassen, hätte der sehr ruhige Song einiges gewonnen.
Natürlich finden sich wieder schöne Pop-Hymnen. Etwas anderes kann bei Richard ja gar nicht der Fall sein. Doch fehlt den Songs das wahre Gefühl, die ernsthaft große Geste.
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Wird's was?
Stern - die Fachzeitschrift überhaupt
- lobt das Album ausdrücklich. Grandioses Songwriting etc.
Ich selber kenne nur Alone With Everybody, bei dem mir der Verve-Sound irgendwie abhanden gekommen ist. Ein, zwei nette Songs...sonst eher Durchschnitt.
Wie also ist das aktuelle Werk? Meinungen bitte! 
sehr schön auch gestern bei mtv rockzone (uuh rock, baby!) mit markus k. : eine liste mit "nahrungs"mitteln, die der alte richard beim interview in 1 1/2 std (!!) konsumierte (so größenordnungsmäßig): 5 tassen kaffe, 1 glas wasser, 5 pints bier und eine banane.
ich hab mad richard bei sarah kuttner gesehen, die single ist so mittelmässig, schon ganz nett so, nur dieses "uuuuhhhh" im refrain finde ich etwas nervig. das album hab ich noch nicht.
Wie gesagt: Auf dem ersten Soloalbum kamen bei mir New York und A Song For The Lovers sehr gut an. Es war ja klart, dass ich kein Album der Marke "A Northern Soul" präsentiert bekomme, aber etwas enttäuscht war ich schon. Richard Ashcroft war auf einmal für mich das, was ich eigentlich nie über ihn urteilen wollte: Langweiliger Mainstreampop. Von den Medien wird er aber nach wie vor gelobt, kriegt Lautstärke vier und sein neuestes Album wird als CD-Tipp der Woche angeprangert. Höre ich falsch? 
@daniel: man darf die solosachen von richard halt nicht mit den alten verve sachen vergleichen, weil das komplett anders ist. die anderen aus der band hatten da sicherlich viel einfluss auf den sound. und seit "bittersweet symphony" ist aus verve bzw. richard ashcroft nun mal mainstream geworden. das muss ja nicht unbedingt schlecht sein. aber sowas tolles wie "a storm in heaven" oder "a northern soul" wird es sowieso nicht mehr geben. 
richtig cucumber... "a storm in heaven" und "a northern soul" waren meisterwerke. wände an energie! richtig groß...ähnlich die wohl vergriffene "the verve ep" mit dem unvergleichlichen 'she's a superstar'...
ashcroft solo...klingt wie ein lahmer bauer ohne trekker... nee nee die guten zeiten sind zu ende. und wrum er uimmer noch "bitter sweet symphony" verkopfen darf? was für diejenigen,...die mit urban h. the verve verbinden.
ashcroft sitzt mit chris martin beim tee und regiert die welt in einer sims simulation. und dazu der ewig fade sound. bin ich visions sage ich gut. bin ich vt sage ich laaaaangweilig.
Urban Hymns war nur noch ein Abklatsch und ging schon Richtung Ashcroft-Langeweile.
Und übrigens dürft ihr "No Come Down" nicht vergessen, ein sehr interessantes frühes B-Seiten-Werk der Gruppe. Fantastisch! 
Also Ashcroft kann ich abschreiben, sehr gut! Eine Sorge weniger.
urban hyms hatte noch tolles zeugs "rolling people"..."sonnet", "drugs don't work"...aber auch ganz klar viele filler.
wer die entstehungsgeschichte des album kennt..weiß warum es so klingt wie es klingt
Rolling People, ja! Das war sehr groß, aber der Stil war doch sehr anders als bei den ersten beiden Studioalben. Klar, dass die Zeit des Shoegazer irgendwie vorbei war, aber "Weeping Willow" oder "Velvet Morning" etc. waren fader Pop ohne wahre Ideen. Das wurde dann auf die Ashcroft-Scheiben irgendwie übertragen...Öde Öde Öde!
also "urban hyms" eignet sich noch perfekt für lange autofahrten.
bei den soloalben ist der skip-faktor doch merklich höher. und die daraus resultierende gefahr in verbindung mit mittelstreifen, gegenverkehr und brückenpfeilern addiert sich zum resultat..."autobahn-untauglich"!
ach ja...langweilig...ohja!
Mit 'A Storm in Heaven' hatte ich so meine Anlaufschwierigkeiten...
Diese Dröhnung, die wabernden Melodien und die teilweise gespenstische Atmosphäre haben mich erst einmal abgeschreckt. Dann hab ichs noch einmal gehört und dann noch einmal. Jetzt mag ichs.
Richard Arschcroft solo (zumindest die ersten beiden Alben) = richtig netter Pop!
@kamm: diese "dröhnung" usw. war live noch viel geiler! mann waren das noch tolle auftritte...da wurde man high ohne drogen.
das neue Soloalbum von Ashcroft habe ich noch nicht gehört aber die anderen haben mir auch nicht mehr so zugesprochen. "Urban Hymns" hingegen fande ich (hype hin oder her) um ehrlich zu sein, eigentlich verdammt genial. "Drugs Don´t Work" ist mein absoluter The Verve Lieblingssong und "Bitter Sweet Symphonie" für Radiomusikverhältnisse auch meiner Meinung nach durchaus hörenswert. Besonders das Video gefällt mir.
Jetzt bin ich beleidigt. Deine CD werd ich ungehört weiterschicken und bis Sonntag werd ich nicht mehr online sein. WIRST SCHON SEHEN!
Jetzt bin ich beleidigt. Deine CD werd ich ungehört weiterschicken und bis Sonntag werd ich nicht mehr online sein. WIRST SCHON SEHEN!

Ich finde Bittersweet auch nicht am besten und zu meinen Favs von The Verve würde ich es auch nicht zählen aber ich finde, dass es halt für Radiomusikverhältnisse schon ein sehr guter Song war und auch so finde ich ihn nicht allzu grauenvoll. Nur man hat ihn halt schnell totgehört. Allerdings kann ich The Verve auch Allgemein nur noch selten hören. Einfach alles irgendwie schon früher viel zu oft gehört.
also wenn ich eine tolle Platte für 5 Euro finde, dann freue ich mich und wenn sie neben Bro`Sis auf dem Wühltisch liegt, dann denke ich halt "schön Dumme Verkäufer, ich hätte auch mehr dafür bezahlt". Also mag sein, dass ich schon viel zu viel Geld verdiene aber so Dicke habe ich es dann auch nicht, dass ich mir dann aus Prinzip sie mir für 16€ woanders kaufe oder so.
simon tong ist seit coxons ausstieg live-musiker bei blur.
pete salisbury ist drummer bei ashcrofts liveband.
ach ja und simon jones und simon tong waren ja auch noch mitglieder bei "the shining"...gut das es die nicht mehr gibt!

boa jetz hör ich seit 10h ....und bin nicht schlauer
is viell doch besser du hörst auf nme rein 
also ich würd mal sagen. is poppiger als die vorigen beiden soloalben. er ist wesentlich besser gelaunt, voi viel so schellen-tambourine-mix-zeugs dabei, nicht so melancholisch....vielleicht weniger drogen oder so 
bleib noch immer dabei, dass "why do lovers?" das am hervorstechendste lied ist. wobei "sweet brother malcolm" sich auch komplett abhebt vom rest.
sind auch ein paar dabei, über die man einfach drüberhört. obwohl nach 10h richard, liegts vielleicht nicht an den liedern 
achja und "music is power" würde sich gut als nächste singleauskoppelung eignen.
kann dir jetz auch nicht sagen, ob du sie dir kaufen sollst. sind zwar nur 10 stücke. aber richard is richard. hat ne gute stimme....
Danke dir! Es ist also deiner Meinung nach noch poppiger als die Vorgänger?...hmm. 
Naja, im Musikladen bei mir kann man sich das Teil auch reinziehen, werde da mal morgen vorbeischauen. Und ja! Jetzt kaufe ich mir es! 
Mein Gott, ich muss es einfach mal hören.
Danke noch mal, Maedl! 
...noch zehn Mal A Storm In Heaven mit Salisbury und ich kann ihn mir geben, den Ashcroft 06. 
Hallo allerseits,
also ich finde vor Allem ein Stück von dem Album keys of the world interessant:
Why not nothing. Das hat so ein Klangbild wie in der laut Kritik auch angedeutet wurde, und gefällt mir sehr gut.Ich finde das man gute Lieder auch dadurch erkennen kann, dass man
z.Bsp. nicht einfach umschaltet, wenn sie im Radio gespielt werden.
Nun hatten ja die Singles von dem Album ne sehr hohe Frequenz, wurden rauf und runter gespielt.
Und da hab ich für mich herausgefunden, dass ich mir die Lieder irgendwann geschenkt habe, wie "music is power". Why not nothing ist dagegen hängen geblieben, weil es gut ist. weil es diese lebendige bass untermalung hat, nach vorne geht, es fügt sich super zusammen. das lied ist geil! Das find ich sogar mal gar nicht mainstream. Der rest des Albums mag es sein.
Heute scheint(kann) sowieso alles Mainstream zu sein...
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