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Beginnen wir mit einem Detail, dem abschließenden Gitarrensolo der Single "Dani California". Da ist er wieder. Der John Frusciante, der die Funk-Maniacs ab Ende der 80er gemeinsam mit der unglaublichen Groove-Power des neuen Drummers Chad Smith in die Rock-Stratosphäre katapultierte. Hendrix-Fan Frusciante spielt Rock und Funk mit einzigartigem Drive auf den Punkt. Wem dies nicht in Sekunden-Bruchteilen durch die Synapsen fährt, der behandelt die Peppers nach über 20-jähriger Karriere allein mit den grauen Zellen und ohne Herz.
Was darf man eigentlich von den Kaliforniern heutzutage erwarten? Bestimmt keine zweite Revolution. Sie beschreiten ihren (früher zuweilen dunklen) Pfad gewissenhaft fort und haben, das sollte man nicht vergessen, viele Bands überlebt. "Stadium Arcadium" kann als Quintessenz dieses Weges begriffen werden. Und eine Single wie "Dani California" gießt dies ins Hit-Format - wie es früher bereits "Can't Stop", "Scar Tissue" oder "Soul To Squeeze" verstanden.
Die entscheidenden Eckpfeiler des aktuellen Sounds: Spätestens seit "Californication" ist die Band an betont schönen Melodien und eingängigen Songs interessiert. Davon gibt es reichlich, das an Dichte zunehmende "Snow (Hey Ho)", das mäandernde "Stadium Arcadium", das zu Beginn sanfte "Slow Cheetah" oder das optimistische "Desecration Smile". Allerdings huldigen die Peppers im Vergleich zur ach Gott so erwachsenen 'Beatlemania' von "By The Way" endlich wieder dem unbeschwerten Funk-Rocker (etwa beim Johnny Ramone gewidmeten "Readymade"). So wäre die Gitarrenarbeit von "Turn It Again" auf "By The Way" unmöglich gewesen.
Natürlich kommt das alles nicht so ungestüm zur Sache wie etwa auf "Mother's Milk" von 1989. Der Funk-Rock anno 2006 will nicht mehr ins Fleisch schneiden, er rockt optimistisch nach vorne. Dafür beschwört das reduzierte "Hump De Bump" jenen Geist herauf, der 1991 bei "Blood Sugar Sex Magik" herrschte. Kombiniert mit den Bläserparts und einer bei den Peppers bis dato nicht gehörten Percussionspur sorgt das US-Quartett aber gleichzeitig für Überraschungen.
Dabei mag es eine Rolle gespielt haben, dass "Stadium Arcadium" in just demselben Haus im Laurel Canyon entstand wie "Blood Sugar Sex Magik". Auch besagtes "Readymade", die Funk-Perle "21st Century" oder das fordernde "Storm In A Teacup" erinnern in der Produktion an diese Phase. Dem Himmel sei dank, auch wenn dies Geschmackssache bleibt.
Wie auf "Animal Bar" klangen die Red Hots ebenfalls noch nie: eine straighte Rock-Nummer mit schwebenden Strophen, die im kräftigen Refrain auf den Boden geholt werden. Anthony Kiedis steigert sich hier von einfühlsamen Vocals vorzüglich in einen Power-Refrain hinein. Die Nummer zeigt die Kreativität der Band und beweist, dass Taktgeber Frusciante seine Gitarren bei weitem noch nicht ausgereizt hat. Ähnlich entrückt, aber intimer geben sich das leise "If", der einzige Track ohne Drums, oder "We Believe".
"Charlie", "Torture Me", "Warlocks", "C'mon Girl", das mit einem experimentellen Gitarrensolo ausgestattete "Tell Me Baby" und auch das transparente, schwere "She's Only 18" funktionieren dagegen nach dem "Californication"-Rezept: Funk oder heftigerer Rock verbindet sich mit betont melodiösen Parts, besonders Chor-gestützte Refrains. Aber auch Beschauliches und Emotionales wirbt um Aufmerksamkeit - bevorzugt um die des "By The Way"-Publikums (etwa "Hey", "She Looks To Me" und "Wet Sand").
"Stadium Arcadium" bietet zu allem Überfluss aber noch "Strip My Mind", das trotz seiner Slow Motion-Wucht einem Frusciante-Soloalbum gut zu Gesicht stünde. Gerade sein Gitarrenspuren-Effekte-Patchwork, das Technik geschmeidig mit Musikalität verschmelzt, garantiert die Abwechslung in jedem einzelnen Song.
Dies bleibt der große Pluspunkt der Peppers: Ihre Fähigkeit, die Stücke interessant zu gestalten. Es finden sich endlos Riffs, Soli, Melodien, Sound-Einsprengsel und verschiedenartige Parts. In Kombination mit der bauchgesteuerten Dynamik der Backline wird einem mal wieder klar, weshalb es die Funk/Punk-Chaoten bis auf den Rock-Olymp gebracht haben. Obwohl ein Trommler von Chad Smiths Fähigkeiten auf einem Doppelalbum, dessen Hälften auch noch "Mars" und "Jupiter" heißen, ruhig mal hätte ausflippen können.
Am Ende haben die Peppers in drei Jahren 38 Songs geschaffen, von denen es wiederum 28 auf "Stadium Arcadium" schafften. Und so wird sich der Kritiker wieder seiner grauen Zellen erinnern und jede Menge "Füllmaterial" ausmachen. Gleichwohl: "Stadium Arcadium" enthält keinen einzigen schlechten Track. Höchstens Stücke, die weniger gefallen. Und selbst diese lassen sich an einer Hand abzählen, da es kein einzig peinliches Riff gibt. Diese Band strotzt vor kreativer Energie, und ihr neuntes Studioalbum hält massenweise Singles bereit. Nur wer damit nicht zurecht kommt, hat ein Problem, nicht die Band.
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Die Cd ist einfach gelungen, mehr kann man dazu nicht sagen.
Klasse scheibe, live ein knüller und sowieso ein ohrwurm nach dem anderen

OK... mittlerweile is sie ja nich mehr
'ganz so neu, die platte.. xP
na ja trotzdem will ich mich mal äußern...
(wundert mich eigentl dass dies bei dieser platte nur so wenige gemacht haben?!)
^also die platte is en meisterwerk!
..ich finde man sieht/hört richtig die Arbeit und das Gefühl der Band, dass sie bei den stücken hatten echt deutlich raus...^GEIL!
also abgesehen von den klassikern auf diesem album wie: 'tell me baby' oder 'snow'
Sind meine FAV´s auf den 2CDs,...
- "stadium arcadium"
& - "wet sand" (HAAAAMER muss man mal gehört haben!!) xD xD
Die Red Hots haben mit diesem Album klar den Zeitgeist getroffen. In einer Zeit wo E Gitarren und Acoustik Drums (wieder!) die Charts dominieren passt dieser Sound genau dazu. Sehr clever wurde teilweise die Snaredrum auf die Tonhöhe abgestimmt. Die Gitarrentracks sind auch sehr gut. Nur mit der Stimme kann ich mich nicht ganz so anfreunden..Ich finde die Stimme live besser...aber sonst tolles Album
Gääääähn Sorry! Aber was anderes kann ich zu diesem - weichgespülten, kompositorisch langweiligen Meisterwerk nicht sagen!
Klar ist mir nun allerdings wieso eine wirklich sehr gute Scheibe wie LIBERTAD von Velvet Revolver so eine schlechte Kritik von Ihnen Herr Dobler bekommen hat, aber ueber (guten) Geschmak lässt sich ja bekanntlich vortrefflich streiten!
Blackjack
Er singt doch auf jedem Stück mit (außer Hump de Bump, Hard to Concentrate und vielleicht Storm in a Tea Cup)). Aber ich nehm an kittey meinte diese Passagen, wo John allein singt, wie zum Beispiel bei Desecration Smile. ;-)
Naja, meine Bewertungen, Herrschaften:
Dani California *****
Snow ((Hey Oh)) *****
Charlie ****
Stadium Arcadium *****
Hump de Bump *****
She's Only 18 ***
Slow Cheetah ****
Torture Me ****
Strip My Mind ****
Especially in Michigan *****
Warlocks **
C'mon Girl ***
Wet Sand *****
Hey *****
Desecration Smile *****
Tell Me Baby *****
Hard to Concentrate *****
21st Century *****
She Looks to Me *****
Readymade *****
If ***
Make You Feel Better *****
Animal Bar *****
So Much I *****
Storm in a Teacup ***
We Believe **
Turn it Again *****
Death of a Martian ****
Hier meine Bewertung zum Herrlichen Stadium Arcadium
Jupiter:
Dani California ***** 1Highlight
Snow ((Hey Oh)) ***** 2Highlight
Charlie ***
Stadium Arcadium ***** 3Highlight
Hump de Bump ***** 4Highlight
She's only 18 ****
Slow Cheetah ***** 5Highlight
Torture Me ***** 6Highlight
Strip my Mind ****
Especially in Michigan ****
Warlocks ****
C'mon Girl **
Wet Sand ***** 7Highlight
Hey ***** 8Highlight
Mars:
Desecration Smile ***** 9Highlight
Tell Me Baby ***** 10Highlight
Hard to Concentrate ***
21st Century ***** 11Highlight
She looks to Me ***** 12Highlight
Readymade ****
If ***
Make you feel better ***** 13Highlight
Animal Bar ***** 14Highlight
So much I ***** 15Highlight
Storm in a teacup ***** 16Highlight
We Believe ***** 17Highlight
Turn it Again ***** 18Highlight
Death of a Martian ***** 19Highlight
Insgesamt ein echt geiles Album seit
Californication
By the Way war auch echt geil aber naja war eben nicht so bissig wie diese stücke

Auch unter Berücksichtigung ihrer gesamten Karriere ist dieses Album für mich unübertrieben ihr Bestes. Noch besser als BSSM und Californication wird meiner Meinung nach sowieso ein klein wenig überbewertet.
Stadium Arcadium für mich einfach am stimmigsten und vielseitigsten. Vor allem die erste CD hat für mich durchweg Highlights. Ich kann es vor allem nur begrüßen, dass John Frusciante die richtigen Soli für sich entdeckt hat. Da sind nämlich größtenteils echt geile dabei.
Es ist zwar schwer bei Album Favoriten herauszufiltern, aber ich beschränk mich mal auf folgende: Charlie, Torture me, Wet Sand, Dani California, Readymade, Strip my Mind, Desecration Smile, Turn it again, Storm in a Teacup ...
Seit BSSM ist bei den Peppers der Funk und die Leichtigkeit verloren gegangen. Musikalisch sind sie immernoch besser als viele andere Bands mit dem Gründungsalter.Heute jetten sie zu irgendwelchen Modeevents und sonnen sich schönen Luxusleben. Immerhin besser als sich mit Drogen voll zu stopfen...Das verückte Verhalten von Früher würde ihnen heute eh keiner mehr abkaufen also ist die Weiterentwicklung einleuchtend.
Ich kenne auch die alten Werke und würde trotzdem Stadium Arcadium als ihr Bestes ansehen. Oder von mir aus auf einer Stufe mit BSSM. Es kommt auch immer auf die Stimmung drauf an.
Aber besser als Californication oder By the Way ist es allemal, auch wenn das auch durchaus gute Alben sind, aber als Gesamtwerk einfach nicht derart überzeugen können.
o.O
Hmm...
Scheint ne miese Metapher von mir zu sein.
Aber einfach "GEILO" zu schreiben war mir zu blöd :/
Ne, ist echt ne tolle Platte. Hier find ich die Band auch das erste Mal richtig gut. Die Melodien sitzen wie die Faust aufs Auge.


ui, durch das hochholen des threads ergibt sich für mich mal die möglichkeit zu sagen, wie beschissen und überbewertet ich diese band finde.....
@ topic:
"Stadium Arcadium" ist sowas von langweilig, da sind kaum mitreißende Songs drauf. Die Band ist schon lange satt und langsam.
Ich würd gern mal wieder so ein wildes und ausgeflipptes Album wie "Blood Sugar Sex Magik" von denen hören. Kein Plagiat, aber bitte mal wieder so lebendig!
ich vermisse schon lange die Frechheit, das Wilde und den coolen Funk aus frühen Tagen.
Stadium Arcadium ist Hintergrundgedudel für alte lahmarschige Menschen, die sich schon lange nicht mehr zur Musik bewegen... 2/5
ich finde, bei denen hört sich seit zehn jahren alles gleich an.
das gehype durch die fans tut dann sein übriges.
und SA schießt in meinen augen den vogel noch mal so richtig ab. ein richtig mieses album.


Das hat nichts mit "Ahnung" zu tun. Die meisten Songs auf dem Doppel-Album sind langsam und alles andere als mitreißend. Solche seichten Nummern kann man sich vlt beim Bügeln der Unterwäsche anhören...
Was meinst du denn mit "aus dem Vollen schöpfen"?
Ich find Stadium Arcadium ganz gut. Liegt hauptsächlich an Frusciante und Smith. Dieses total abgefunkte wäre nach 30 Jahren im Buisness eh nicht mehr glaubwürdig und gefällt mir im nachhinein auch nicht mehr so dolle. Das Gespür für Melodien macht die Scheibe echt groß.
lustigerweise hatte ich aber kürzlich eine phase, in der ich diese total unausgereiften ersten alben mal wieder gerne gehört habe.
da geht einem ja fast das herz auf, wenn man das mit dem überproduzierten scheiß von heute vergleicht. jaja, sicher, songschreibermäßig und blabla noch nich so gut. aber das hat irgendwie echt spaß gemacht.
was is ein albun?
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