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Rancid – bei diesem Bandnamen stellen Punkhasen weltweit die Löffel auf. Welch ein Wohlklang und so etabliert, dass man Rancid mittlerweile tatsächlich eher mit Punkrock als mit Butter in Verbindung bringt.
Das siebte Studioalbum, "Let The Dominoes Fall", bringt leider kaum Neuerungen im Sound. Hier und da gibt es eine kleine Anpassung, aber ansonsten kommen Freunde des typischen Rancid-Sounds voll auf ihre Kosten. Und so gesehen ist die Band eigentlich ein Phänomen.
Denn kaum eine Punkband schafft es, authentisch Hardcore-Punkrock zu sein, Pop-Elemente in die Musik einzuflechten und dazu noch einen ganz eigenen Sound zu haben. Rancid bleibt immer Rancid. Egal, was sie machen. Und so lässt sich "Let The Dominoes Fall" ganz passabel durchhören.
Auch wenn der Opener "East Bay Night", ein typischer Rancid-Röhrer, noch etwas schlaff und blutarm daherkommt. Interessant wirds bei "Up To No Good": Was als simple Rancid-Skanummer beginnt, birgt im Mittelteil auf einmal eine Exkursion in Sachen Balkanpop.
"I Ain't Worried" überrascht dann mit Orgeln, und zwischendurch grätschen, damit es nicht allzu besinnlich wird, Rancid sich selbst und den Hörer immer wieder mit einer knackigen Streetpunknummer in die poptastische Punkglückseligkeit. Nur, um dann mit Background-Uuuuhs und Akustikgitarre wieder in höchste Pophöhen aufzusteigen.
Mit dem längsten Stück auf dem Album (das trotz 19 Stücken nur eine Spielzeit von gut 45 Minuten hat), "Civilian Ways", wird es dann doch sehr gesetzt. Hier dominiert die Mandoline das musikalische Geschehen, auch das dürfte ein First für Rancid sein.
Insgesamt ist "Let The Dominoes Fall" als erstes Album nach dem 2003er "Indestructible" ein ordentliches, wenn auch nicht sonderlich spannendes Lebenszeichen der Cali-Punks. Neudrummer Branden Steineckert gibt einen soliden, unspektakulären Einstand, Bad Religions Brett Gurewitz produziert anständig und Greg Graffin steuert ein paar Background-Vocals bei.
Rancid sind immer noch authentisch, aber natürlich mindestens genau so etabliert. Ob Punk auch als Konstante funktioniert, muss der Hörer entscheiden.
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Mir gefällt die sehr gut, die neue Scheibe.
Interessieren würde mich aber mal: Sind das konservative Punks, die Leute von Rancid? Gibt's sowas überhaupt? Die Texte auf dem Album hören sich teilweise nämlich etwas, äh, seltsam an. Ein Lied scheint direkt für die Soldaten im Irak geschrieben zu sein ("The Bravest Kids"), dann tauchen immer mal wieder so "the country I love"-Textstellen auf.
Also, ich bin ja der Ansicht, dass es sich hier eher um Patriotismus denn um Konservatismus handelt, was sicher oft, aber nicht zwingend Hand in Hand geht. Was das Verhältnis des amerikanischen Punks zum eigenen Land angeht, empfehle ich (völlig uneigennützig) meine Abhandlung zu Anti-Flag, wo eben das Thema aufgegriffen wird. http://www.laut.de/lautstark/cd-reviews/a/anti_flag/the_people_or_the_gun/index.htm
Und dann gab es da noch den Typen in der Rise-Against-Doku, der sich also konservativer Republikaner bezeichnet hat und trotzdem die sozialkritischen Texte von Rise Against geil findet. http://www.laut.de/lautstark/dvd_reviews/r/rise_against/generation_lost/index.htm
Scheint also durchaus zu gehen, hat aber vielleicht etwas mit grundsätzlichen Einstellungsmustern (vielleicht historisch bedingt) zu tun. Patriotismus aus einer gemeinsamen positiven historischen Erfahrung auf der einen Seite (Sieg über den kontinentaleuropäischen Faschismus) und Ablehnung von Konservatismus und Patriotismus eben aus der Erfahrung des gleichen Faschismus in Deutschland. Um jetzt mal nur zwei Beispiel-Länder zu nennen.
man kann seine heimat auch mögen und punk sein.
seit einiger zeit berufen sich ja viele bands des genres auf leute wie woodie guthrie und ähnliche folk-rebellen!
von daher hat matze vollkommen recht XD
musser bei dem avatar auch!!! 
EDITH:
...write Punk Rock War Lord, and WarLord within one word!...
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