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Das Kreisverwaltungsreferat verdonnert Rammstein dazu, ihren Auftritt in der Olympiahalle zu verschieben.
München (sla) - Am Sonntag, den 20. November, wollten Rammstein ein Konzert in der längst ausverkauften Münchner Olympiahalle geben. Das Münchener Kreisverwaltungsreferat (KVR) machte den Berlinern jedoch einen Strich durch die Rechnung. Die Behörde untersagte den Auftritt, da der Termin auf den Totensonntag fällt. Das Verwaltungsgericht hat die Entscheidung vorläufig bestätigt.
"Stiller Tag"
Das KVR verwies als Begründung für die Absage auf das geltende Tanzverbot. Nach dem bayerischen Feiertagsgesetz handelt es sich beim Totensonntag um einen "stillen Tag", an dem man zum Beispiel in Gottesdiensten den im vergangen Jahr Verstorbenen gedenkt. Konzerte und andere öffentliche Veranstaltungen genehmigen die Behörden nur, wenn sie "den diesen Tagen entsprechende(n) ernste(n) Charakter" wahren.
Rammstein-Show unerwünscht
"Wenn eine Gruppe an diesem Tag nicht sonderlich gut passt, dann ist es Rammstein", erklärte Wilfried Blume-Beyerle, der Chef des KVR. "Eine spektakuläre, laute Gesamtinszenierung mit brennenden Menschen und wilden Texten" scheint am Totensonntag unerwünscht.
"Warum kommen die auf die Idee, gerade an dem Tag ein Konzert zu geben?", fragte Blume-Beyerle empört. Scheinbar hat er vom straffen Terminplan der "Made In Germany"-Tour noch nichts mitbekommen.
Veranstalter wehrt sich vor Gericht
Der Konzertveranstalter will das Verbot nicht auf sich sitzen lassen und kündigte juristische Schritte an. "In den vergangenen Jahren haben über hundert Konzerte an solchen stillen Tagen stattgefunden, auch Rock- und Popkonzerte: Warum soll gerade Rammstein nicht gehen?", beschwerte sich Franz Erlmeier, der Rechtsanwalt des Unternehmens. Schließlich sei die Band künstlerisch arriviert, weltbekannt und ihre Show von einer modernen Operninszenierung gar nicht so weit entfernt.
Das The Drums-Konzert im Münchner Ampère scheint am Totensonntag dagegen ungefährdet stattfinden zu können. Da stellt sich natürlich die Frage, warum die US-Indieband nach Meinung der Behörde besser zum ernsten Charakter des Tages passt als Rammstein. Womöglich scheiterten die Untersuchungen des KVR am Übersetzen der englischen Texte.
Willkommen in Bayern... München... Kulturhochburg und Spiesser Metropole.
"Willkommen in Bayern... München... Kulturhochburg und Spiesser Metropole."
und der der u-bahn todschlaeger....
dann muessen rammstein halt ruige songs spielen 
Oder welche zum Feiertag.
"Rammstein. Ein Mensch brennt..."
Naja, gerade in einer von christlichen bzw. katholischen Werten sehr stark geprägten Stadt wie München hät man sich das vorher denken können. Meiner Meinung nach einfach ne schlampige organisation, da braucht man gar nicht auf den "münchener spiessern" rumzuhacken. Und dann gerad die PubertäreProvozionsParteiRammstein auf den Totensonntag zu legen... pfeifen.
sehr schwaches Argument. Rammstein kommen aus einer Region in der viele Menschen gar nicht wissen, was der Totensonntag eigentlich sein soll. Man soll den Veranstaltern vorwerfen sie hätten schlampig gearbeitet? Die Betreffenden der Stadt München hätten ja wohl eher von Anfang an sagen, können dass ihnen der Tag nicht passt. Sowas ist echt der letzte Witz. Wäre genau das gleiche; ich frage ob wir bei dir am Freitag ein Steak essen, du sagst; ja kein Problem und 10 Minuten vohrer sagst du mir ab, mit der Begründung, Ach ja, ich hab vergessen dass ich Katholisch bin und dass ich freitags generell kein Fleisch esse 


@soul: richtig, aber ist das wichtig?
das grundrproblem liegt doch in der kranken und vollkommen unspirituellen zwangssituation begründet.
"Warum kommen die auf die Idee, gerade an dem Tag ein Konzert zu geben?", fragte Blume-Beyerle empört.
1. weil es ein armutszeugnis ist, dass denkende und fühlemnde individuen in deutschland einen verwaltungsbürokratischen feiertag brauchen, um den vorausgegangenen zu gedenken. wer so drauf ist, taugt keinen pfifferling und sollte nicht macht über künstlerische darbietungen haben.
2. den vorfall mal zum anlass zu nehmen, ein inhaltlich mittlerweile vollkommen überkommenes brauchtum zu entsorgen; das ohne gefühl und verstand operiert.
3. tradition ist nix weiter als die illusion der permanenz
@MäxMP: Bist du Dir so sicher, dass so ein Konzert grundsätzlich immer genehmigt werden muss? Wenn, dann denke ich, dass das eher der Hallenbetreiber tut, als die Band, oder?
Musste bei dem Artikel mal wieder an einen Tanzverbots-Feiertag vor ein paar Jahren in Augsburg denken, an dem auch diversen Bands Auftritte untersagt wurden (wegen Tanzverbot) und sich die Augsburger Allgemeine dann eine Ausnahmegenehmigung für einen Bayrischen Presseball geholt hat, auf dem du dann auch noch die allerletzten Hinterbänkler aus dem bayrischen Landtag beim Tanzen bewundern konntest. Soviel zum Thema Scheinheiligkeit...
@MäxMP: Bist du Dir so sicher, dass so ein Konzert grundsätzlich immer genehmigt werden muss? Wenn, dann denke ich, dass das eher der Hallenbetreiber tut, als die Band, oder?
Musste bei dem Artikel mal wieder an einen Tanzverbots-Feiertag vor ein paar Jahren in Augsburg denken, an dem auch diversen Bands Auftritte untersagt wurden (wegen Tanzverbot) und sich die Augsburger Allgemeine dann eine Ausnahmegenehmigung für einen Bayrischen Presseball geholt hat, auf dem du dann auch noch die allerletzten Hinterbänkler aus dem bayrischen Landtag beim Tanzen bewundern konntest. Soviel zum Thema Scheinheiligkeit...

Rammstein sind mir eigentlich egal, aber in Bayern war so was schon klar...nicht nur in München.
Pech gehabt unterm Strich, aber wenn schon straight, dann hätte das KVR ALLE Konzerte in ihrem Zuständigkeitsbereich absagen müssen. Das kann man nicht ignorieren.
Ja mei, die übliche und gewohnte Ambivalenz hoid.
Rammstein sind mir eigentlich egal, aber in Bayern war so was schon klar...nicht nur in München.
Pech gehabt unterm Strich, aber wenn schon straight, dann hätte das KVR ALLE Konzerte in ihrem Zuständigkeitsbereich absagen müssen. Das kann man nicht ignorieren.
Ja mei, die übliche und gewohnte Ambivalenz hoid.
@ Valle und Sancho: Ja verdammt hast du dir die jetzt mal gegeben? Ach ja ich hätte noch nen Tip für euch falls ihrs nicht schon kennt. The Octopus von Amplifier. Hier ne Kostprobe. Zu Ende hören lohnt sich
. http://www.youtube.com/watch?v=9fKeM0ruu-w
. http://www.youtube.com/watch?v=9fKeM0ruu-w
Am Totensonntag hörten sie, aus Gottes Acker, diese Melodie... 
Nie passte eine Rammsteinzeile besser 
Das hätte man mit einem Blick auf den Kalender verhindern können. Warum haben wie nicht gleich den 22. genommen? Aber das ist wieder typisch für Pilgrim. Bei dem Verein wundert mich eigentlich gar nichts mehr.
Mir tun die leid, die das wieder ausbaden müssen.
Hmm, ich dachte wir leben in einem säkularisierten Staat,
wo die Kirche und kirchliche Belange sich aus so etwas eigentlich rauszuhalten haben?
Wir bekämpfen (erfolglos) den radikalen Islamismus in Afghanistan und verbieten gleichzeitig eine (mehr oder weniger) Kulturveranstaltung bei uns wegen einem trivialen Feiertag?
Ich wette die meisten, die sich hier für die Münchener aussprechen haben einfach nur was gegen Rammstein. Wenn es ihre Lieblingsband gewesen wäre, hätten sie auch anders reagiert. Sowieso wunderts mich, dass sonst immer auf die Kirche draufgehauen wird aber hier soll mal der Feiertag respektiert werden? Kommt schon Leute, das könnt ihr mir nicht erzählen.
find ich auch: muss nicht sein. Bei uns gibt es zwar nicht den 'Totensonntag', sondern Allerheiligen und Allerseelen wird gefeiert, aber da wäre auch ein Konzert unpassend...(obwohl es da auch immer Veranstaltungen gibt, es nicht verboten ist, glaub ich...aber - zu Allerheiligen haben viele eh keine Zeit, weil sie auf den Friedhof gehen und man viele Verwandte trifft.....
Hätte seitens des Veranstalters darauf Bedacht genommen werden sollen....seh ich auch wie drocc, eine nicht sehr 'kluge' Organisation....
Als ob sich dieses Verbot durchsetzen wird die Mtv Emas 2007 fanden auch an einem kirchlichen Feiertag statt naja wobei das Event vlt auch ein größeres ausmaß hatte, und komplizierter war es einfach so abzusagen.
Oder es ist nur ein PR Gag für Rammsteins neues Album was ich eigtl zu bezweifeln wag
Klar, Brauchtum und Traditionen sind per se Scheiße und Spaß steht über allem. Wer sich davon gestört fühlt und in seinen religiösen Gefühlen verletzt hat eben Pech gehabt. Die neue Religion ist Party und Spaß! Nicht zu vergessen das eigene Ego, das steht eh über allem. Wer dem im Weg ist, ist eh ein Spießer und ne Spaßbremse, scheiß Katholen halt!
Gehts noch? Ich bin weder katholisch, noch gegen Rammstein, aber ich falle auch nicht auf ne Guerrilla-Marketing-Aktion rein.
Sowas wie Rücksicht auf die Gefühle anderer und Respekt kennt ihr nicht mehr, oder? Klar, das verletzt ja auch EURE Gefühle für eure Spaß-und-Ego-Religion. kopfschüttel
meiner meinung nach ist das die richtigen entscheidung. die gottlosigkeit der leute ist einfach furchtbar. die welt steht am abgrund und das einzige was einen retten kann ist die besinnung auf religiöse werte. die kritiker dieser entscheidung sind zu bedauern.
Der Sodi kann sich ja auf einmal ganz anders ausdrücken. Ich glaub du möchtetst diesen Thread etwas aufmischen, was? Naja wie der Anwalt schon zutreffend erläutert hatte geht es hier nicht um Religion. Du kannst aber gerne beim neuen Winehouse-Thread gegen den Alkoholteufel was schreiben!

Der Sodi, provoziert wo er kann, ist ihm die Thematik doch eigentlich völlig egal... Aber so ist er und er macht seine Sache nach wie vor gut. Ansonsten bin ich thematisch dicht beim Anwalt, hätte nicht gedacht, dass er so revolutionäre Züge an den Tag legen kann!
@stummerzeuge+sancho: euch beiden fehlt doch in jeder hinsicht der horizont zu erkennen, dass der abgrund vor dem europa gerade taumelt aus fehlender gottesfürchtigkeit resultiert. ihr könnt immer nur alles ins lächerliche ziehen.
@Nebel: 1. es hat doch niemand irgendjemandem verboten den Feiertag zu feiern. Als ob die jetzt so ein Konzert dabei stören würde. Und 2. glaube ich nicht, dass Rammstein selber ihre Konzerttermine setzen.
Ausserdem kam die Absage aus München auch etwas spät, denn solche Termine werden sehr viel früher eingereicht.
@ Sancho.
zu 1. In einigen Kommentaren kommen hier aber andere Dinge rüber. Man könnte es auf die schnelle so zusammenfassen: Wenn schon nicht verbieten, so sind Menschen die diesem Feiertag nachgehen doch mindestens unterbelichtete Bauern, die unsere heutigen voll moderne Gesellschaft eh nicht braucht (überspitzt ausgedrückt).
zu 2.) als rammstein habe ich gerade die gesamtheit des unternehmens mit allem was dazu gehört gesehen.
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