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Selten genug halten Fortsetzungen, was das Original versprach. Zu oft entpuppt sich der zweite Teil lediglich als kläglicher Versuch, die Welle des Vorgängers noch ein Stückchen weiter zu reiten. Im Fall "Only Built 4 Cuban Linx" handelte es sich um einen Tsunami. Kaum jemand bestreitet: Raekwons Solo-Debüt verdient seinen Klassiker-Status.
Allein: Seit seiner Veröffentlichung wuchs eine ganze Kopfnicker-Generation heran. Die Erwartungen an ein Sequel hatten (zusammen mit dem Argwohn ob diverser Label-Wechsel und Namedroppings) ein Jahrzehnt plus weitere knapp fünf Jahre, in denen der Release-Termin wieder und wieder verschoben wurde, Gelegenheit, lustig ins Kraut zu schießen. Nach so langer Wartezeit erhofft man sich entweder ein Mörderbrett - oder gar nichts mehr.
Zweifler dürfen sich getrost aus den Latschen mähen lassen: Der übersichtlichen Beteiligung RZAs zum Trotz - er steuert gerade einmal drei Beats bei - hat "Only Built 4 Coban Linx 2" die langen Schatten nicht zu fürchten. Der Sound, an dem eine wüste Armada verschiedener Produzenten mitstrickte, atmet fast durchgehend den Geist der 36 Kammern. Die vielen Köche, die unter Chef Raekwon anrichten, sorgen zwar für Abwechslung. Dennoch gerät das Menü erfreulich stimmig.
BTs "Return Of The North Star" wird zwar bescheiden als "Interlude" gehandelt, wächst sich vor einlullendem, fast schon kitschigem Streicherhintergrund jedoch zu einem stimmungsvollen Opener aus, der ausdrucksstarken Stimmen eine würdige Bühne bereitet.
Genug entspannt? Gut, denn: "Wolves in a pack / ready to attack" rottet sich im "House Of Flying Daggers" mit Inspectah Deck, Method Man und einem auch sonst stark repräsentierten Ghostface Killah ein angriffslustiges Rudel zusammen. "Nobody is gonna save you now." Schon gar nicht, wenn man gerade paralysiert den Umstand zu verdauen sucht, dass der sich gnadenlos vorwärts beißende Beat aus den Reglern Dillas stammen soll.
Seiner Arbeit wurde bereits reichlich gehuldigt. "Only Built 4 Cuban Linx 2" zeigt an mehreren Stellen, wieso. Immer wieder schlingert das wuchtige "10 Bricks" an der Grenze zum Epischen entlang, ohne zu kippen. Angesichts des Souls, der schillernden Streicher und des phantastischen Basses möchte man in "Ason Jones", einer ergreifenden, mit O-Tönen durchzogenen Hommage an Ol' Dirty Bastard, gleich um zwei verlorene Legenden weinen.
Zwar erscheinen mir Basslauf und bedrückender Überbau zu "Sonny's Missing", die Pete Rock zu verantworten hat, verteufelt vertraut. Dennoch liefert Raekwons Storyteller-Talent gepaart mit der passenden Geräuschkulisse ein detailreiches Drehbuch fürs Kopfkino.
Nicht weniger intensiv bereitet Marley Marl nur so herausdrängenden Zeilen ein instrumentales Bett: "Pyrex Visions" gerät nachdenklich, nachdrücklich - und, wie auch Erick Sermons "Baggin Crack", viel zu kurz.
Die konsistente Atmosphäre verleibt sich - neben den üblichen Kung-Fu- und Mafia-Storys - ungewöhnlich Tönendes wie The Alchemists "Surgical Gloves" oder einen Auftritt von Jadakiss ohne Murren ein. Selbst die mit Skepsis beäugte Beteiligung Dr. Dres ("Catalina", "About Me") bricht den Zusammenhang nicht auf, obschon die Soundästhetik mit Claps und Pianogeklimper ein wenig aus dem Rahmen fällt.
Gewöhnungsbedürftig penetrant: der Gesang in "Have Mercy". Allah Mathematics überfrachtet seine "Mean Streets", und das krampfige Wortspiel im Titel von "We Will Rob You" mutet doch etwas infantil an. An anderer Stelle wird man für derlei aber reichlich entschädigt.
Ob staubtrockenes Schlagzeug und perfektes Zusammenspiel von Raekwon und Ghostface in "Penitentiary", Masta Killas herrlich lakonischer Flow ("Kiss The Ring"), des RZAs Verwurstung des "Godfather"-Themas ("Black Mozart") oder sein exzellentes Handwerk in "Nu Wu", das Raekwon, Ghost und Method Man mit untadeliger Reimkunst krönen: Die Zahl der Gründe, dieses Album zu feiern, heißt Legion.
| Shop | Titel | Info | Preis | Porto | Gesamt |
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Sehr wahr. Die Produktion ist Eins A. Vor allem weil sie irgendwie zusammenpasst und beim knarzigen Wu-Tang Sound bleibt und damit irgendwie zeitlos wirkt.
Für mich das konstanteste und vielleicht auch beste Album des Jahres. Was allerdings wirklich nicht schwer war...
bin immer noch bei 5/5. ob4cl2 wird hat für die nächsten monate einen sicheren platz auf meiner heavy rotation liste. kommt genau zur rechten zeit das album.
dennoch is die platte nich nur aus gold. o.g. dr. dre hat mit seinem unverkennbaren sound auf der platte eigntlich nichts zu suchen. passt wirklich nich zum ob4cl sound. wie schon geschrieben fällt mir catalina besonders negativ auf. von mathematics (mean streets) hab ich zwar auch schon besseres gehört, aber der track is trotzdem 100% wu und ghost und deck als feat. schaukeln das pferd dann ja doch wieder sehr gekonnt.
ansonsten überwiegt der dope scheiß zu sehr als das ich n punkt abziehen will.
house of flying daggers (das 09er pendant zu criminology)
sonny's missing (beat von pete rock und leider nich neu - hab ich aba nichts dagegen. n 1. sahne beat und storyteller rae)
could outside (ob4cl sound pur, rae&ghost=dreamteam)
black mozart (von rza mit rza und inspectah - was soll schief gehn?)
gihad (beat ich glaub von necro. sauber. rae&ghost.)
new wu (und ich sage CLASSIC!)
penitentiary (rae. ghost. ob4cl2. producer bt kannte ich bisher nicht aber er macht sein job wie ein großer)
baggin crack (geiler beat vom green eyed bandit auch wenn er über in-ear-kopfhörer ziemlich penetrant rüberkommt. in 2 minuten liefert rae seine crack crime story ab und alle sind glücklich)
surgical gloves (alchemist is der don. raekwon der chef)
broken safety (will auch nich so ganz zum restlichen album passen. rae & jada sind aba ein sehr gutes team. auf styles p hätte man gern verzichten können.)
canal street (gibt es nichts dran auszusetzen.)
ason jones (der beste odb tribute den ich kenne. gänsehaut-effekt)
have mercey (ein 1. klasse track aba beanie sigel erscheint mir hier fehl am platz)
10 bricks (nach den letzten beiden ruhigeren tracks is hier wieder brutaler sword-style angesagt. dilla und wu-tang passen zusammen "wie stevie wonder und die dunkelheit")
fat lady sings (nicht das alles überragende aba zur richtigen zeit macht das ding die richtige atmospähre. passt)
we will rob you (einer meiner favs! die hook is lustig aba eigntlich kommt mir slick rick hier zu gay)
about me (2,5/5. dre wieder mit piano und drescher bassline. aba alle mal besser als catalina)
kiss the ring (krönender abschluß. bombe! eine b-b-b-bombe!)
raes mission ist unterm strich vollkommen gellungen. meine erwartungen wurden voll erfüllt und die waren: es kann an teil 1 nicht wirklich rankommen... jedenfalls noch nicht.
peace
So ne scheisse, Ich will das Ding auch endlich.
War extra in Saturn, Medimax und Mediamarkt weil die bei uns relativ nah bei einander liegen.
Bei Medimax und Mediamarkt das gleiche Bild, die Flitzpiepe im Saturn wusste nicht wie man Raekwon schreibt, etc...
Selbst in meinem kleinen gut sortierten Plattenladen ums Eck haben die die Scheibe nicht.
Es is zum verzweifeln.
Ich bin raus...
Wie kann dieses Album denn 1 Punkt Leser bewertung bekommen
hammer album! nur geil. hab lange zeit fast keinen hiphop mehr gehört, aber ab und an gibt es diese alben, die einem die gewissheit geben: man kommt nicht von ihm los 
Also ich hol mir meine CDs immer noch am liebsten direkt im Plattenladen, der Weg hin und zurück sowie die damit verbundene Vorfreude gehören für mich einfach dazu. 
Hab's zwar erst einmal durchgehört, kann aber schon einmal sagen, dass ich sehr überrascht war, wie stark das Album im klassischen Wu-Sound gehalten ist und dass ein rundum gelungener Nachfolger zu sein scheint. Hätte man so nicht unbedingt erwartet nach Raekwons mageren letzten (Solo-)Jahren, Hut ab. Gut, dass es den Clan und seine Mitglieder noch gibt, sonst wär Hip-Hop ein ganzes Stück ärmer.
Haha, Blackfish, dein Gesicht gehoert auf jeden Fall auch auf jeden iPod, du hast ja einen grandiosen Kopp da. 


New Wu ist hervorragend. Der Rest nicht so sehr. Sicher n ganz gutes Album aber irgendwie nicht mehr mein Fall. Black Mozart ist noch ganz cool.
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