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Die Pussycat Dolls sind eigentlich ein Glücksfall für den Pop. Nicht nur, weil keine andere Girlband in den vergangenen Jahren so erfolgreich agierte. Auch und vor allem, weil die Schönheiten nicht nur schön sein, sondern auch singen können.
Auf dem Opener "When I Grow Up", der schon fleißig die Dancefloors zum Bersten bringt, lassen sie vom ersten Ton an die Puppen tanzen. Auf Albumlänge gilt das leider nur mit Einschränkung.
Die Königinnen bereichern vor allem mit "When I Grow Up", dem von Missy Elliott getunten "Whatcha Think About That", dem funkig-souligen "In Person", der gelungenen Ballade "Hush Hush" und dem Bonustitel "Perhaps, Perhaps, Perhaps" das Genre.
Wenn sie sich dann noch experimentierfreudig geben, ist ihr Innovationspotential erstaunlich. So geschehen etwa in "Whatchamacallit", das sich weit aus dem Popfenster lehnt.
Manchmal arbeiten sich die Damen aber an den vorgeschriebenen Klischees ab. Auf "Bottle Pop" (feat. Snoop Dog) etwa. Oder auf dem erstaunlich einfallslosen "Out Of This Club", an dem sich R. Kelly und Polow Da Don abmühen.
Auch "I Hate This Part" und "Who's Gonna Love You" hauen mit voller Wucht in die Kerbe "belangloses Liedgut". Und so erweist sich "Doll Domination" eben als abwechslungsreich auf allen Ebenen. Auch die kreativen Anteile halten sich mit austauschbarer Prêt-à-Porter-Beschallung die Waage.
Timbalands "Magic" und "Halo" machen zwar Lust auf Bewegung, ein Tanzbefehl hört sich jedoch anders an. Nach 69:02 Minuten schreitet "Perhaps, Perhaps, Perhaps" als letzter von insgesamt achtzehn Songs mit spanischem Stolz und Hollywood'schem 50er Jahre-Flair durch die Ziellinie.
Die Häufigkeit der dargereichten Streicher arbeitet, gleichgültig ob im Pizzicato-, Flächen- oder Hit-Einsatz, hart am Limit. Das macht auch eine Produktion auf höchstem Niveau nicht wett, trotz Unterstützung von Timbaland, Dr. Dre, Scott Storch und Cee-Lo ("Don't Cha"). Auch sexy Videos helfen nicht und so bleiben als Ausbeute auf der Gesamtdistanz Albumlänge vier bis sieben Songs hängen. Grund genug, mehr als ein Ohr zu investieren?
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