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Mit "Echoes" treten nun auch Pink Floyd in den erlauchten Kreis der Musiker ein, die eine Best-Of veröffentlicht haben. Nach guten 33 Jahren kann man es ihnen jedoch gönnen, zumal sich das Album merklich von den meisten Artgenossen seines Genres absetzt.
Angefangen beim Booklet, das sowohl gestalterisch als auch inhaltlich (mit Lyrics, Erscheinungsjahr und Originalalbum jedes Liedes) gelungen ist. Die Band wird zwar peinlicherweise als David Gilmour, Nick Mason, Roger Waters und Richard Wright angegeben, Syd Barrett nur ins Kleingedruckte verbannt; dem Einfluss des genialen Bandgründers, der nach dem zweiten Album Gilmour Platz machen musste, wird das Album dennoch gerecht, denn der Eröffnungstrack "Astronomy Domine" sowie fünf weitere Stücke stammen aus seiner Feder.
Am gelungensten ist die Aufreihung der Lieder. Die berühmtesten wie "Another Brick In The Wall Part II" ("We don't need no education"), "Money", "Time," "Us and Them" oder "Wish You Were Here" sind alle dabei, jedoch gemischt mit Material, dass weniger bekannt ist. So findet der Fan das erste discographische Zeugnis von Pink Floyd, die Single "See Emily Play"/"Arnold Layne" oder Auszüge aus "Momentary Lapse Of Reason" und "The Division Bell," den vorerst letzten zwei Studioalben.
Nahtlos ineinander übergehend erzeugen die Stücke ein Gefühl der Einheit, das auch ein neues Licht auf die Produktion der Band wirft. Nur ein Beispiel: Auf "Echoes" (1971) folgen "Hey You" (1979), "Marooned" (1994), "The Great Gig In The Sky" (1973) und "Set The Controls For The Heart Of The Sun" (1968) - Beispiele aus fünf verschiedenen Schaffensperioden, die trotz ihrer Unterschiedlichkeit homogen wirken.
Mit Ausnahme der Debutsingle und des eher unnötigen "Set The Tigers Free," das bislang nur auf dem Soundtrack zu "The Wall" zu hören war, besteht das Album aus den schon bekannten Studioversionen. Das ist nur auf den ersten Blick enttäuschend, denn die manische Suche nach Perfektion ist ein wesentlicher Bestandteil des Sounds, der digital überarbeitet teilweise noch bombastischer wirkt als bei der Erstveröffentlichung.
Selbst wenn der Begriff "Best Of" einen schalen Eindruck hinterlässt: "Echoes" ist ein Album, dass nicht nur für Pink Floyd-Neulinge von Interesse ist.
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