Porträt

laut.de-Biographie

Pig Destroyer

Im Deutschen werden Polizisten gemeinhin als Bullen bezeichnet. Das englischsprachige Äquivalent dazu ist Pigs. Ob es sich bei dem Trio aus Virginia um radikale Schweinefleischhasser oder um Gegner gewisser Ordnungskräfte handelt, oder ob das alles nichts mit dem Namen zu tun hat, muss jeder für sich ausmachen.

1997 beschließen Shouter J.R. Hayes, Gitarrist Scott Hull und Drummer John Evans, dass es Zeit ist, den Tabakpflanzenstaat mal mit einer gepflegten Salve Grindcore zu versorgen. Im selben Jahr nehmen sie nicht nur ihr erstes Demotape auf, sondern veröffentlichen auch mit Orchid eine Splitsingle. Im Frühjahr '98 klappern sie die komplette Ostküste in einem Minivan ab und teilen sich die Steckdosen mit Converge, Kid Dynamite und Isis. Nach dieser Erfahrung packt Evans seine Koffer, da das nicht unbedingt seinem Lebenstraum entspricht.

Seinen Platz nimmt Brian Harvey ein. Mit ihm zusammen machen sie den Van zu ihrer zweiten Heimat und veröffentlichen "Explosions In Ward 6". Danach gehen die Touren erst richtig los. Das Trio spielt mit Bands wie The Dillinger Escape Plan, Daybreak und Phobia. Die Presse ist begeistert von den Kloppköpfen und feiert sie als eine der besten Grindcore-Bands der letzten Jahre. Das sehen Relapse Records wohl ähnlich, denn im Frühjahr 2000 nehmen sie die drei unter Vertrag.

Quasi im Anschluss erscheint eine Pig Destroyer/Isis-Splitsingle, die auf 2000 Stück limitiert und im Handumdrehen ausverkauft ist. Der nächste Output hört auf den Namen "38 Counts Of Battery" und beinhaltet eine remasterte Version von "Explosions In Ward 6", die Stücke von den Splitsingles mit Orchid und Isis sowie das erste Demo der Band. Was danach folgt, ist klar: touren, touren, touren.

Pig Destroyer reicht es nicht, nur möglichst schnell und brutal zu holzen, sie legen auch großen Wert auf die Message in ihren Texten. Das stellen sie 2001 auch mit "Prowler In The Yard" wieder unter Beweis. Für das Coverartwork können sie niemanden geringeren als den weltbekannten Tatttoo-Künstler Paul Booth gewinnen. Der Erfolg des Albums beschert ihnen den Headlinerposten auf dem 2002 New England Metal/Hardcore Festival und dem 2002 Relapse Records CMJ Showcase.

Nach weiteren Rundreisen machen sie sich an die Arbeiten zum Nachfolger, der aus einer CD und einer Audio-DVD bestehen soll. Noch während den Arbeiten, fahren sie Anfang 2004 mit Napalm Death, Nasum und Anal Cunt die "Grind The Dojo"-Tour durch Japan und spielen auch noch einige Einzelgigs. Im Herbst melden sie sich mit "Terrifyer" zurück. Die Veröffentlichung besteht aus dem 32-minütigen Album und einer 37-minütigen Audio-DVD mit dem Stück "Natasha".

Kaum steht "Terrifyer" in den Regalen, startet auch schon die ersten Touren. Keine Frage, dass sie auch 2006 wieder so oft wie möglich live spielen, allerdings haben sie mit Blake Harrison einen vierten Mann für diverse Samples und Geräusche dabei. Der steigt nach der Tour fest bei Pig Destroyer ein und arbeitet Ende des Jahre auch an der neue Scheibe mit.

Auch wenn zwischen den einzelnen Veröffentlichungen gern mal ein paar Jahre vergehen, bringen Pig Destroyer ihren Sound weiterhin auf den Punkt. Da schadet es nicht, dass ab 2011 Misery Index-Drummer Adam Jarvis dem Grindcore der Jungs ordentlich Dampf macht.

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