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Nach einer viermonatigen Prozedur ist der Prozess gegen Phil Spector nun ohne eindeutiges Ergebnis zu Ende gegangen. Der Musikproduzent befindet sich weiterhin auf freiem Fuß, da sich die Geschworenen nicht auf ein einstimmiges Urteil einigen konnten. Die Staatsanwaltschaft plant jedoch bereits ein zweites Verfahren gegen den 67-Jährigen.
Los Angeles (al) - Da sich die Mitglieder der Jury nicht für ein einheitliches Urteil entscheiden konnten, ist der Mordprozess gegen Musikproduzent Phil Spector geplatzt. Dies verkündete der zuständige Richter gestern nach dem letzten Prozesstag. Die BBC berichtet, dass zehn der zwölf Jurymitglieder für eine Verurteilung Spectors stimmten und zwei dagegen. In den USA gilt jedoch ausschließlich ein einstimmiges Ergebnis.
Wie die Los Angeles Times mitteilte, plant die Staatsanwaltschaft, den 67-Jährigen in einem neuen Verfahren ein zweites Mal vor Gericht zu stellen. Wird der Musikproduzent dann für schuldig erklärt, drohen ihm 15 Jahre oder lebenslängliche Haft. Nach der Zahlung einer Millionenkaution befindet sich Spector weiterhin in Freiheit.
Vier Monate dauerte der Indizienprozess gegen Spector, der die 40-jährige Schauspielerin Lana Clarkson am 3. Februar 2003 in seiner Villa ermordet haben soll. 70 Zeugenaussagen wurden der Jury vorgetragen, bevor sie sich am 10. September zur Beratung zurück zog.
Die Anklage versuchte, mit Hilfe von Blutspuren und weiteren Beweisen am Tatort, die Schuld Spectors zu belegen. Spector soll Clarkson eine Pistole in den Mund gehalten und abgedrückt haben. Die Verteidigung plädierte darauf, dass die Schauspielerin Selbstmord begangen habe.
Neben dem Urteil sorgte eine Meldung auf MySpace für Wirbel und eine anschließende polizeiliche Untersuchung. Auf der Seite "Team Spector" postete jemand unter dem Namen "xoxo Chelle" die Nachrichten "Ich liebe Phil Spector" und "Der böse Richter sollte STERBEN!"
Wie ein Sprecher des Gerichts bestätigte, wurden die Einträge bereits von der Seite entfernt. Da Spectors Ehefrau mit Vornamen Rachelle heißt, wird sich die Polizei vermutlich zuerst einmal an sie gewandt haben. Spectors Anwalt Christopher Plourd erklärte jedoch, Rachelle habe diesbezüglich alle Anschuldigungen von sich gewiesen.
wie heisst es so schön:
Amerika ist kein Rechtsstaat, sondern ein Rechtsanwaltstaat.

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