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Berlin! Berlin! Berlin!
Auch wenn man diese sechs Buchstaben nur angewidert tippen kann, man muss dem großen Hundeklo doch dankbar sein, für die musikalische Sozialisierung des Herrn Fox das urbane Hintergrundbild geliefert zu haben. Thematisch spielt Cölln die zentrale Rolle, was beim Titel "Stadtaffe" auch zwangsläufig sein dürfte: "In einer Stadt voller Affen bin ich der King, weil ich mit schiefer Grimasse für die Massen sing".
Recht so. Unter den gegebenen Umständen ist es auch absolut okay, in der eigenen Hood abzuposen. Was bleibt dem Seeed-Fronter und Knöpfchendreher auch anderes übrig? Schließlich sagte Cee-Lo Green erfolgsbedingt eine Zusammenarbeit vorerst einmal ab. So entfiel der Wunschkandidat für den Sängerposten. Aber selbst ist der Affe. So schustert sich Peter Fox eben doch ein Solo-Album zusammen.
Dass sich Fox aka Baigorry komplett vom Sound seiner Hauptband entfernt, war nicht anzunehmen. Und doch schleichen sich Elemente ein, die man so vom Dancehall-Elfer nicht kennt. "Alles Neu" dürfte – nicht zuletzt dank des launigen Videos – sattsam bekannt sein. Die Babelsberger Streichmusikanten geben dem Song einen spannenden Kick und rollen Fox einen samtenen roten Teppich aus. Hier macht sich exemplarisch schon die ausgeklügelte Produktion bemerkbar, die sich durchs komplette Album zieht. Der Versuchung, Bombast mittels Effekt-Overkill zu erzeugen, erliegt Fox zu keiner Zeit. Vielmehr sitzt alles an seinem Platz und pumpt – trotz reduzierter Instrumentierung – äußerst vorzüglich.
Was nicht heißen will, dass Pierre dezenten Größenwahn außen vor lässt. "Schwarz Zu Blau" vermittelt, nicht zuletzt dank der apokalyptischen Streicher-Einsätze, eine wahre Weltuntergangsstimmung, die von textlicher Seite hervorragend flankiert wird: "Guten morgen Berlin, du kannst so hässlich sein, dreckig und grau, du kannst so schön schrecklich sein, deine Nächte fressen mich auf" Auf dem Kopfhörer dürfte das der perfekte Soundtrack auf dem Nachhauseweg sein, wenn man (noch einigermaßen Herr seiner Sinne) im urbanen Minenfeld zwischen Hundekacke und Kotze am frühen Morgen Richtung Heia wankt.
Wer sich jetzt jedoch auf ein nach Beton klingendes Album einstellt, den überrascht Baigorry mit einem Auf und Ab an Stimmungen. "Haus Am See" bietet zum vorangegangenen Asphalt-Alptraum den entspannt lässigen Kontrast. Süßliche Violinen-Sätze und launige dezente Einwürfe des weiblichen Background-Chores erzeugen die ideale Begleitmusik für foxens idyllisch-humoriger Beschreibung seines Altersruhesitzes.
Trotz Hang zur Berlin-Philosophie, Partytracks sind auch am Start. Allen voran der Titelsong, der eine wahrhaft monströse Groove-Welle vor sich her schiebt. "Alles ist bunt, laut und blinkt, die Stadt voller Affen ist laut und stinkt." Zu diesen Klängen bedarf es nur wenig Fantasie, sich einen Pierre Baigorry vorzustellen, der auf einem imaginären Podest thronend der schwitzenden Masse einheizt. Anlage aufdrehen bis zum Anschlag und Abfahrt!
Diese Rhythmus-Bombe markiert den Höhepunkt des Albums, von dem aus Fox uns langsam Richtung Ende geleitet. Bevor "Stadtaffe" aber ausklingt setzt es noch ein hormongeschwängertes Männlein-Weiblein-Zwiegespräch mit der fantastischen Vanessa Mason. Weshalb man nach dieser Stimme immer noch im Netz suchen muss, um zu wissen, was sie bis dato veröffentlicht hat, ist - gelinde gesagt - eine Sauerei. "Ich weiß, ich bin Zucker, dir wird heiß, ich seh dich doch ich guck an dir vorbei". Bitte liebe Labels, nehme sich einer dieser Dame an und gebe ihr eine große Bühne.
Apropos große Bühne: Peter Fox betritt mit seinem ersten Solo-Ausflug selbige mit einem rundum gelungenen, humorigen und im Sound ausgeklügelten, äußerst lässigen Selbstverständnis. Die zwölf Songs auf "Stadtaffe" verzeichnen - trotz vereinzelter Abzüge in der B-Note - keinen einzigen Ausfall. So lasse ich mir Berlin dann doch gefallen.
| Shop | Titel | Preis | Porto | Gesamt |
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Bewertung war so klar... 
Album kann ich mir wohl nicht ständig geben, aber gelungen ist es auf jeden Fall.
läuft gerade durch und gefällt mir bis jetzt richtig gut!
seine texte sind wie immer einfach klasse.
ich als stadtmensch kann seine gedanken ganz klar unterstreichen.
vorallem "schwarz zu blau" hat sich schon mal bei mir eingebrannt.
Bei einem derart hochwertigen Album konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, eine Review zu schreiben.
Interessenten klicken [URL=http://herrmerkt.blogspot.com/2008/09/peter-fox-stadtaffe-review.html]hier.
Ich finde das Album hat eine schöne Atmospähre. Kann ich mir geben. ^^
Jep, herrliches Album. Kann man sowohl unkonzentriert hören und auf sich wirken lassen als auch Texte genießen. Hab es jetzt 4 Mal durch, wird mit jedem Hördurchgang immer besser. Der 10er hat sich auf jeden Fall bezahlt gemacht...
so, endlich gefunden
die review gefällt mir, allerdings verstehe ich das fehlen von "kopf verloren" und "das zweite gesicht" nicht ganz. "kopf verloren" hat zwar einen wahnsinnig langweiligen refrain, aber textlich sind die strophen meiner meinung nach grossartig und gleichzeitig auch noch lautmalerisch genug, dass sie mit der musik zusammen eine wilde verfolgungsjagd zeichnen. "das zweite gesicht" hat sich bei mir besonders durch den sampler vom fleischtätschelnden metzger und der streicher-linie - die irgendwie nach altem horrorfilm klingen - in die gehörgänge gefressen.
"lok auf 2 beinen" hat in meinen ohren mehr bums als "stadtaffe", der zeitgleich auch noch mit wahnsinnig fantasielosem text glänzt. für mich - neben "ich steine, du steine" - der lahmste track auf der CD.
über "schüttel deinen speck" muss ich noch immer sehr lachen 






Das Album ist gut. Allerdings nur teilweise. Neben den wenigen Höhepunkten Alles Neu; Haus Am See; Das Zweite Gesicht, auch sehr viele Tiefpunkte. Sehr arg durchschaubar, allerdings durchgehend gute Aufnahmequalität. Dafür dickes Plus.
Note: 3+
Also für mich eins der besten Alben in letzter Zeit :>
Die Beats sind (fast alle) große Klasse, ich kann die Lieder teilweise x-mal hören.
Seine Texte sind tiefsinnig, intelligent, sarkastisch, zweideutig, witzig.. einfach vielseitig.
Für mich wunderbar :] Hätten auch 5 Sterne sein können 
Inzwischen kann ich dem Album überhaupt nichts mehr abgewinnen. Am Anfang sehr gut, mal was anderes, aber auf Dauer einfach langweilig. Da fehlt die Energie. Es ist anders, aber leider auf Dauer nicht hörbar und da bringt's mir wenig, dass das Album qualitativ wirklich hochwertig ist.
Lieber wieder Kaisa pumpen.
ich find so toll an den album dass es sich aus meiner sicht entwickelt: manche lieder fand ich sofort klasse bei andern hab ich gedacht: naja...
aba genau diese lieder find ich jetzt, wo mir die, die ich zuerst geil fand auf den geist gehen, richtig toll! ich find das super!
Nicht Schlecht nicht schlecht, dass es so gut wird hätt ich ned gedacht... Kann mit seeed sonst ned viel anfangen..
ich hab peter fox gestern im ostwerk in augsburg gesehn (myspace secret show).
es war einfach nur der hammer.
einen großen respekt an seine trommler - was die drauf haben, das is wirklich zu bewundern.
und album sowieso top, alles top, für mich eines der top alben 2008.
Man muss sich einfach mit dem Seeed-Style anfreunden können, und das kann ich leider nicht. Mir fehlt einfach die runde Atmosphäre, in diesem Jahr konnte man die z.B. bei "Schwarzer Hai" oder "Südberlin Maskulin" finden. Dass er diese allerdings in Sachen Rhymes übrtrumpft, mag schon sein - aber ist halt leider nicht alles.
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