Anonymous
@dgtal: Man kann dir deinen Beitrag nicht übel nehmen, denn da spricht der gekränkte Depeche Mode Fan. Genausowenig darf man deinen Beitrag ernst nehmen, denn du diskutierst nicht, sondern schreibst einseitg - und das mit falschen Fakten.
Vermutlich gibt es mehr Bands, die DeMo als Einfluss nennen mögen als die Pet Shop Boys, dennoch erleben wir gerade so etwas wie eine Renaissance des Pop, in der sich Bands wie The Killers, MGMT und andere ganz klar auf die Pet Shop beziehen. Auch öffentlich. Die Pet Shop Boys sind - und das stellt die "A Life in Pop" DVD fest - sehr hoch angesehen im Musikbusiness unter Kollegen. New Order und die Pet Shop Boys zum Beispiel haben eine enorme Achtung voreinander.
Thema "live": Ich weiß nicht, woher du deine Quellen beziehst, aber die Pet Shop Boys waren nie Vorband von DeMo. Da wir schon bei New Order waren: vielleicht verwechselst du die PSB mit Electronic, der Kollabo zwischen Bernard Sumner und Johnny Marr. Ob Tennant (sichern icht Lowe) als Gast mit auf der Bühne war (Stichwort: "Getting away with it", "The patience of a saint"), da bin ich mir nicht sicher.
Thema "ernsthaft": Die Pet Shop Boys SIND eine ernsthafte Band. Fakt. Es gibt wenige Künstler im Popgeschäft, die derart hochwertige Texte schreiben. Da du von Ameirkanern schreibst, die "konfrontiert" werden mti den Lyrics: an dir selbst scheinen die Texte von Tennant vorbeigegangen zu sein. Sie sind bissig, clever, zeitlos (!) und kritisch. Nach wie vor werden gesellschaftliche Themen wie Politik, Krankheiten wie AIDS, der Hedonismus, und klar, auch die Liebe behandelt. Was darüber hinweg täuscht, mag oft gut und gerne diese fröhlich anmutende Musikunterlage von Lowe sein. Aber als "Sommerhit" bezeichnete Songs wie "Se a vida é" sind im Grunde tief traurig und kritisch. Was Gore, Gahan und Co fehlt, zumindest meiner Meinung, ist dieser selbstlose Hand zur Ironie, oder auch mal über sich selbst lachen zu können. DeMo haben ganz klar gute Texte, aber Tennant so hinzustellen, als könen er nichts, ist de fakto falsch. Ganz klar ist, dass Tennant einer der bedeutendsten Sonwriter unserer Zeit ist.
Die Verbindung zur Kunst, die für beide Bands gleichermaßen gilt, sei hier nur kurz angesprochen. Während die PSB es eher in der bunten Richtung angehen, wurde es bei DeMo immer düsterer. Ob düsterer = besser, bleibt wohl für jeden selbst zu entscheiden.
Thema "Cover": Ganz klarer Fall, dass die Pet Shop Boys, zumindest bis heute, von eher wenigen Bands gecovert werden - und wenn, dann eher von solchen, die man nicht kennt, und deren Ergebnis unhörbar scheint (einziges halbwegs positives Ergebnis der letzten Zeit: We have Band mit "West End girls"). Was DeMo im Gegensatz zu den PSB jedoch nie verstanden haben, ist, selbst Cover zu kreieren und damit noch erfolgreicher zu sein als das Original. Und zwar nicht platt, sondern originell. In der Hauptsache textet Tennant sogar ein wenig um, "Gitarrensongs" wie "Streets" (Titek gekürzt) von U2 werden flott für die Tanzfläche gemacht und mit einem Sample garniert (im Übrigen haftet das auch U2 an: Die können ebenfalls nicht über sich lachen und Bono ist seit Jahren unausstehbar, die neue Single einfach nur furchtbar). Weiteres Beispiel "Go West", oder aber "Always on my mind". Die Pet Shop Boys verstehen es zutiefst, das mag eine ihrer größten Fähigkeiten sein, alles mögliche aus einem Song herauszuholen, ihn vielleicht nicht besser, aber massentauglicher, und damit eben hörbarer für das Geschäft zu machen.
Was bleibt? Jeder hat seine Meinung, ich habe ein wenig gegen deine diskutiert, doch du hast hier einseitg ohne jeden kritischen Blick mit falschen Äußerungen ... ähm, ja, was hast du? Rumgelabert?. Wie der Anwalt schon sagt: leider die Rückstufung zum Musikbauern. Was sei gesagt? Die größe der Halle/des Stadions, die Verkaufszahlen und was weiß ich - das lässt NIE auf die Qualität des Produkts schließen. Mein Gott, wie müssten wir dann mit New Order oder gar Joy Division umgehen.