Porträt

laut.de-Biographie

Parachutes

Warum man sich ausrechnet 'Die Fallschirme' als Bandnamen aussucht, mag ein wenig rätselhaft sein, aber es gibt weiß Gott noch viel dämlichere Namen, auf die wir hier nicht weiter eingehen wollen. Für die englische Übersetzung The Parachutes entscheiden sich jedenfalls fünf Jungs aus Neunkirchen im Saarland im Jahr 2002.

Namentlich sind das Sänger Stefan Kinn, Gitarrist/Sänger Carsten Jung, sein Kollege Christian Hunsicker, Basser Elmar Weyland und Drummer Markus Bauer. Schon 2003 nehmen sie ihr erstes Demo mit dem gelungenen Titel "No Seriously We're All Gonna Die ..." auf und präsentieren darauf eine gute Mischung aus Hardcore und einigen Emo-Versatzstücken. Schon zu der Zeit gelingt es ihnen immer wieder, mit Bands wie Waterdown, Diatribe oder den Engländern von Tribute To Nothing aufzutreten. Im Oktober 2004 sind sie mit ihren Kumpels von Crash My Deville zwei Wochen in Deutschland unterwegs.

Mit Crash My Deville nehmen sie 2005 auch die Split-EP "Hell Yeah, This Is A Hollywood Ending ..." auf und unterzeichnen im selben Jahr einen Deal beim britischen Lockjaw Records-Label. Dort erscheint Anfang des nächsten Jahres somit ihr Debüt "And I Won't Stop Until You've Lost Everything You Loved", das den eingeschlagenen Weg der jungen Band konsequent fortführt. Natürlich versuchen sie auch weiterhin, sich ihre Fans vor allem live zu erspielen und lassen somit keine Gelegenheit aus, sich die Bühnen mit Bands wie Silverstein, Boy Sets Fire, Spitalfield oder Aiden zu teilen.

Im Verlauf dieser Konzerte sind sie ein weiteres Mal kreuz und quer durch Deutschland und England getourt und haben sich auch im Vereinigten Königreich für eine deutsche Band jede Menge Respekt erarbeitet. 2007 gewinnen sie das regionale 'Battle Of The Bands'-Voting für die im gleichen Jahr stattfindende Taste Of Chaos-Tour, wo sie neben international bekannten Bandgrößen wie The Used, Aiden und Rise Against spielen. Den Deal mit Lockjaw Records haben sie nicht verlängert, sondern sind stattdessen auf das Düsseldorfer Redfield Records-Label gewechselt, auf dem auch schon die Kollegen von Crash My Deville sind.

Dort erscheint Mitte Februar 2008 ihr zweites Album "Vultures", auf dem sie einmal mehr ein paar richtig fette Riffs mit ein paar tollen Melodien kombinieren. Kaum ein Jahr später folgt mit "The Working Horse" der dritte Streich, doch nachdem schließlich auch Bassist Elmar, der Hauptsongwriter der Band, seinen Ausstieg verkündet, schmeißen auch die anderen hin.

Schnell zeigt sich aber, dass sie die Finger doch nicht von ihren Instrumenten lassen können und so wechselt Gitarrist Christian zum Bass, damit Platz für David Halberstadt an der Gitarre ist. An den Drums sitzt nun Stefan Schaus und gibt den Takt für deutlich rockigere Songs an. Diese landen allesamt auf dem vierten Longplayer "Blueprints", welcher Anfang Oktober 2012 in den Regalen liegt.

Alben

Parachutes - Vultures: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2008 Vultures

Kritik von Michael Edele

Saarländischer Hardcore-Emo mit internationalem Anspruch. (0 Kommentare)

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