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Der Romantic-Horrorfilm "Twilight" läuft bereits weltweit erfolgreich in den Kinos. Er handelt von der 17-jährigen Bella, die sich in den etwas älteren Vampirjüngling Edward Culen verliebt. Die starke Anziehungskraft, die trotz aller Gefahr von den Kreaturen der Nacht ausgeht, ist in der Regel unerlässliches Element des Blutsaugermythos.
Doch jene Faszination geht dem Soundtrack des Streifens leider vollkommen ab. Die Gemeinsamkeiten beschränken sich weitgehend darauf, eine untote Ansammlung vollkommen blutleerer Tracks zu sein.
Dabei fängt es zunächst recht viel versprechend an. Muse eröffnen den Reigen mit dem ansteckend groovenden "Supermassive Black Hole". Die unwiderstehliche Dancefloor-Attraction nötigt gar den trägsten Zombie zum Zappeln.
Die stark gehypten Paramore versagen mit zwei Nummern dagegen völlig. "Decode" klingt wie ein Evanescence-Klon für ganz Arme: die typisch tausendfach gehörten langweiligen Powerchords mit emotionslosem, eiskaltem weiblichen Schreigesang ohne Substanz im Songwriting.
"I Caught Myself" gibt den kalkuliert aufmüpfigen Pubertätspop für Leute, die glauben, Avril Lavigne und Pink seien Rebellinnen. "Leave Out All The Rest" von Linkin Park bringt mit dem großen Namen auch das große Nichts: Ein konventionell gestrickter Gähnsong, dem als "Minutes To Midnight"-Auskopplung jeder textliche und musikalische Bezug zum Film fehlt.
Perry Farrells knuffig tönender Discotrash "Go All The Way (Into The Twilight)" klingt nach Damen-Cocktails, Palmen und LA. Dennoch ein unfreiwillig satirischer, gänzlich unpassender Beitrag für einen Film dieser Sorte. Collective Soul geben sich trendy und stellen mit "Tremble For My Beloved" eine fluffige Vampirvariante von gängigem American-Pie-Teen-Rock vor.
Zum Glück fällt wenigstens Cullen-Darsteller Rob Pattinson positiv auf: Er brilliert mit dem selbstverfassten "Never Think". Der innere Kampf und die Gebrochenheit des Vampirs besingt der Jungstar mit zittrigem, aber intensivem Minimal-Folk-Charme. Toll gemacht!
Auch Score-Composer Carter Burwell ("Big Lebowski", "Burn After Reading") sorgt mit dem samtig bedrohlichen Thema "Bella's Lullaby" für echte Gänsehaut beim Hörer. Emotion und Drama halten sich perfekt die Waage und locken verführerisch zur akustischen Geisterstunde.
Leider finden sich sonst keine der schönen Orchesterpassagen mehr auf der CD. Verschenkte Chance! Stattdessen fischen die Macher des Samplers wenig inspiriert und sehr kalkuliert im Teenie-Schmonzetten-Gewässer und spiegeln weder Inhalt noch Atmosphäre des Films wider.




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