laut.de-Kritik
Okayer Soundtrack zu nettem Film zu hervorragendem Buch.
Review von Rainer Henze
Freitag, 16:30. Muss noch was zu Bridget Jones-CD schreiben. Erfolgssoundtrack zum Erfolgsfilm zum Erfolgsbuch. Chef drängelt schon. Ojehojeh. War einziger in Redaktion, der Film gesehen hatte und ok fand. Und schwupps, CD auf Schreibtisch. Weia. Ist doch Frauengeschichte eigentlich. Hachjeh. Hole mir erstmal Cola Light - zur Einstimmung.
16:34, CD läuft. Gabrielle. Großer Schmachtfetzen. Hübscher Auftakt. Dann Aretha - über jede Kritik sowieso erhaben. Gut, das macht's einfach. Aber Cola light schmeckt furchtbar.
16:39, oweia: "It's raining men", nachgesungen von Geri Halliwell. Kennt man ja schon aus dazugehörigem "Schaut her, wie sehr ich abgenommen habe"-Video. Wachsfiguren-Style. Gruselig. Heimlich weitergeskippt. Ah, Robbie Williams, alles wird gut: Größter Entertainer alive covert größten Entertainer ever. Groß.
16:56, hups, eingenickt, von Weihnachten geträumt. Grauer Himmel, Langeweile, Lebkuchen. Hasse Lebkuchen. Oh, nochmal Robbie. Schön. Erstmal eine rauchen. Dann aber schnell Rest durchhören. Viel Geige und starke Frauenstimmen. Powered by Emotion. Manchmal mit voller Wucht und mitten ins Gesicht. Highlights noch: Sheryl Crow und Rosey. Merken: Nachschlagen, wer Rosey ist. Musik für Sonntagnachmittage und Schwarzweißschinken. Unaufdringlich weitestgehend. Okayer Soundtrack zu nettem Film zu hervorragendem Buch also. Bis auf - uaaaaaaahhhhh - was ist das? Aaron Soul? Wer ist das? Was soll das? Furchtbar. Finde Aus-Knopf nicht. Panik. Ah, da, gut, Ruhe.
Merken: Letzten Song weglassen. Und keine Cola Light.