Porträt

laut.de-Biographie

Onslaught

Gitarrist Nige Rockett und Drummer Steve Grice gründen Onslaught zusammen mit Sänger Jase Pope und Basser Paul Hill Anfang der 80er im englischen Bristol. Anfangs noch eher dem Punk und Hardcore zuzuordnen, entwickeln sich die spielerischen Fähigkeiten mehr und mehr. Bald fühlt sich die Band in der wachsenden Thrash-Szene heimisch.

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Pope und Hill sind schnell Geschichte, mit Shouter Roger und Tieftöner Paul 'Dickie' Davies spielen Onslaught ihre ersten Gigs im Umfeld von One Way System, The Exploited oder The Varukers. Allerdings klappt es mit dem Davies-Brüdern auch nicht lange, weswegen nach ein paar Demos schließlich Paul Mahoney hinterm Mikro steht und Jase Stallard den Bass bedient.

In dieser Besetzung nehmen sie für das Underground-Label Children Of The Revolution ihr Debüt "Power From Hell" auf, das in der in England noch sehr überschaubaren Thrash-Szene ausgesprochen gut ankommt. Nachdem sie ein paar Gigs gespielt haben, treffen sie auf Sänger Sy Keeler, der den Posten von Paul übernimmt. Anstatt ihn aber zu feuern, drücken sie Paul einfach den Bass in die Hand und stellen Ex-Basser Jase an die zweite Gitarre.

Die guten Verkaufszahlen überzeugen Music For Nations, die Band auf das Sublabel Under One Flag zu holen und direkt wieder ins Studio zu schicken. Da ihnen das Metal Forces-Magazin zu Beginn ihrer Karriere sehr hilft, schreiben Onslaught für ihr zweites Album "The Force" einen "Metal Forces" betitelten Song.

Die anschließenden Touren mit Girlschool, Exciter und Anthrax laufen gut, Onslaught stehen sogar beim Dynamo Open Air auf der Bühne. Mahoney steigt wenig später aus und gibt an James Hinder ab, der sein Debüt auf einer kleinen Holland-Tour gibt und im März 1987 mit Onslaught für Motörhead eröffnen darf.

Zurück in England werden sie eingeladen, in der renommierten Colston Hall in Bristol aufzutreten. Obwohl die Band darum bittet, die Sitzmöglichkeiten zu entfernen, lehnt die Stadt ab und muss folglich die Hälfte des Inventars nach dem Gig neu kaufen.

Kurz darauf spielen sie mit Agent Steel, Nuclear Assault und Atomkraft ein Festival im Hammersmith Odeon in London und schneiden da das AC/DC-Cover "Let There Be Rock" für die Radio 1 Friday Rock Show mit. Daraufhin fliegt Jason recht unrühmlich raus, gründet aber fast umgehend mit Sys Bruder Darren die Band Militia.

Onslaught - VI
Onslaught VI
Bärenstarkes Album von den britischen Thrash-Verteranen.
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Seinen Platz bei Onslaught nimmt Rob Trotman ein, der zum ersten Mal auf der als Single veröffentlichten Coverversion zu hören ist. Nach einigen Verhandlungen mit diversen Major-Labels unterzeichnen sie einen Deal mit London Records und machen sich an die Arbeiten zu Album Nummer drei.

"In Search Of Sanity" nehmen sie mit Produzent Stephan Galfas auf, der bis dato eher mit Stryper oder mit Meat Loaf arbeitet. Die Scheibe ist also deutlich glatter gebügelt als ihre beiden Vorgänger.

Als die Aufnahmen beendet sind, verlangen London Records allen Ernstes, dass Sy gefeuert wird und man die Scheibe mit einem neuen Sänger erneut aufnimmt. Keeler fügt sich, gründet Mirror Mirror und das Label setzt Onslaught den ehemaligen Grim Reaper-Sänger Steve Grimmett vor die Nase, der mit seiner alten Band in den USA sehr erfolgreich ist. Nachdem sie im Winter 1988 noch ein paar Dates mit den Crumbsuckers (später Pro Pain) und Slammer spielen, erscheint die Scheibe Anfang 1989.

Waren früher die Parallelen zu Slayer recht deutlich zu hören, schielt man auf dem neuen Album eher Richtung Metallica. Zusammen mit Annihilator geht es auf Europatour, wo sie jeden Abend gegen ihren Opener den Kürzeren ziehen. So verwundert es auch nicht weiter, dass Grimmett nach der Tour schon wieder seine Koffer packt und sich davon macht.

Onslaught versuchen ihr Glück daraufhin mit dem Kanadier Tony O'Hara, mit dem sie an einem Album arbeiten, das den Titel "When Reason Sleeps" tragen soll. Allerdings hat man sich musikalisch inzwischen meilenweit von den eigenen Wurzeln entfernt. Nachdem London Records die Band rauswerfen, wandert ihre Scheibe einfach in den Mülleimer.

Es folgt noch eine weitere Tour durch England zusammen mit Dead On und Keelers neuer Truppe Mirror Mirror, doch als sich sowohl James Hinder als auch Rob Trotman verabschieden, streichen auch Nige und Steve die Segel. Mit Frankenstein starten die beiden ein gemeinsames Funkrock-Projekt, doch auch damit bleibt der Erfolg, trotz einer Tour mit Saxon, weitgehend aus. Kein Wunder also, dass auch Frankenstein nicht allzu lange durchhalten.

Deutlich bemerkenswerter da die Kunde, dass sich die Band 2005 wieder reformiert und im Rahmen der X-Mas Festivals durch Europa tourt. Neben Nige, Sy, Steve und James steht nun Gitarrist Alan Jordan an der zweiten Klampfe. Er war sowohl bei Mirror Mirror als auch bei Frankenstein aktiv. Im März 2006 absolvieren Onslaught außerdem ein paar Dates mit Venom und machen sich anschließend mit Produzent Andy Sneap (Machine Head/Exodus)
an die Aufnahmen zu ihrer Comeback-Scheibe.

Mit Candlelight Records werden sie handelseinig. Nachdem im Oktober der finale Mix erledigt ist, liegt "Killing Peace" Anfang 2007 endlich in den Regalen. Die ersten Dates laufen ausgesprochen gut und so geht es Ende März als Headliner mit Carnal Forge und Suicidal Angels durch Europa. Auch auf dem Bang Your Head-Festival spielen sie eine verdammt gute Clubshow. So gut, dass sie für das folgenden Jahr direkt für die große Bühne gebucht werden.

Zwar sind nebenbei wohl schon die Arbeiten am neuen Album im Gange, doch vorerst konzentrieren sich Onslaught auf ihre Livegigs. Das Bang Your Head 2008 läuft großartig, auch für das Summer Breeze sind sie gebucht. Allerdings fliegt Alan aufgrund fehlenden Engagements aus der Band, weswegen in Balingen mit Andy Rosser-Davies schon ein neuer Mann im Line-Up steht.

Doch auch mit dem neuen Gitarristen überstürzen sie nichts und gehen das nächste Album in aller Ruhe an. So bricht bereits 2011 an, ehe "Sounds Of Violence" tatsächlich über AFM Records in den Regalen landet. Allerdings hat sich die Wartezeit definitiv gelohnt.

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Onslaught - VI: Album-Cover
  • Leserwertung: 5 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2013 VI

Kritik von Michael Edele

Bärenstarkes Album von den britischen Thrash-Verteranen. (0 Kommentare)

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Bang Your Head 2007 Nach der Clubshow 2007 nun auf der großen Bühne.

Nach der Clubshow 2007 nun auf der großen Bühne., Bang Your Head 2007 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Nach der Clubshow 2007 nun auf der großen Bühne., Bang Your Head 2007 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Nach der Clubshow 2007 nun auf der großen Bühne., Bang Your Head 2007 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Nach der Clubshow 2007 nun auf der großen Bühne., Bang Your Head 2007 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele)
  • Onslaught

    Offizielle Homepage.

    http://www.onslaughtfromhell.com
  • Onslaught@MySpace

    Command my onslaught, it's MySpace

    http://www.myspace.com/onslaughtuk

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