- Top 100
- Redaktionsempfehlungen
- Zuletzt gehört
Format
Playlist
Aktuelle Sendung
SeitHomepage:
Ein schwedischer Comic-Strip zum Thema File-Sharing schlägt hohe Wellen. Unterdessen läuft in Amerika der zweite große Prozess wegen illegaler Downloads an.
Entenhausen (jro) - In der neuen Ausgabe von "Kalle Anka", dem schwedischen "Mickey Maus-Magazin", befindet sich ein Comic-Strip, der die Risiken und Gefahren des File-Sharings thematisiert. Ein ziemlich ungewöhnlicher Inhalt, zu dem der Comic ziemlich eindeutig Stellung bezieht.
Die Geschichte des Cartoons ist schnell erzählt: Donald Duck erfährt von seinen drei Neffen, dass Musik im Internet kostenlos zu haben ist. Im Gegensatz zu Tick, Trick und Track, die sich, sobald sie genügend Geld zusammenhaben, die Cd im Laden kaufen, will Donald mit den illegal erworbenen Inhalten auch noch Geld machen.
Comic-Strip warnt vor File-Sharing
Die Rechte an der heruntergeladenen Musik allerdings gehören seinem Onkel Dagobert, der Donald erst verzeiht, als dieser bettelnd auf die Knie fällt und um Vergebung bittet. Davor, so zitiert die taz aus dem Comic, hätten ihn seine Neffen noch gewarnt: "Onkel Donald, so etwas tut man nicht. Es gibt doch ein Urheberrecht!".
Nun erstattete ein Leser Anzeige gegen den Egmont-Verlag, weil die Geschichte eine "lügenhafte und versteckte Werbebotschaft" enthalte. Besonders verwerflich sei das, da zur Zielgruppe des Hefts eigentlich nur Kinder gehören. Der Stockholmer Zeitung "Dagens Nyheter" sagte die Verlagschefin Marika Bark, man entschuldige sich für diese Geschichte.
25-Jähriger Student vor Gericht
Weniger glimpflich als Donald Duck könnte der Studierende Joel Tenenbaum davon kommen: Seit Dienstag steht er wegen unautorisierten Tauschs von Musik vor Gericht. Der 25-Jährige habe die Musik nur hören wollen, der Musikindustrie aber keinen erheblichen Schaden zugefügt, argumentiert sein Anwalt Charles Nesson.
Unter anderem soll Tenenbaum Songs von Aerosmith und Green Day illegal heruntergeladen haben, insgesamt 30 Lieder. Im Gegensatz zu Jammie Thomas Rassett, die im Juni ebenfalls vor Gericht stand, leugnet Tenenbaum seine Tauschgeschäfte nicht.
Das Angebot der Musikindustrie, die Sache außergerichtlich zu regeln, schlug er aus. In einem solchen Fall zahlen Verdächtige meist rund 5.000 Euro Strafe.
Nun droht dem (ehemaligen) KaZaa-Nutzer im schlimmsten Falle eine Strafe von 4,5 Millionen US-Dollar - die Geschworenen können den Schaden pro Track auf bis zu 150.000 Dollar ansetzen, wenn sie der Überzeugung sind, dass die Urheberrechtsverletzung wissentlich begangen wurde.
http://www.dn.se/kultur-noje/nyheter/forlag-backar-fran-piratkopierande-kalle-anka-1.919014






Format
Homepage: