- Top 100
- Redaktionsempfehlungen
- Zuletzt gehört
Format
Playlist
Aktuelle Sendung
SeitHomepage:
Der wegen illegaler Downloads angeklagte Amerikaner Joel Tenenbaum muss rund 472.000 Euro Strafe zahlen. Unterdessen bewirkte die deutsche Piratenpartei ihre Zulassung zur Bundestagswahl.
New York/Berlin (jro) - Bereits seit vergangenen Dienstag stand der amerikanische Student Joel Tenenbaum wegen unautorisierten Tauschs von Musik vor Gericht. Nun ist der 25-Jährige zu umgerechnet rund 472.000 Euro Schadensersatz an insgesamt vier klagende Plattenfirmen verurteilt worden.
Urheberrecht absichtlich verletzt
Der Student räumte nach anfänglichem Leugnen ein, insgesamt 30 Songs über die Tauschbörse KaZaA heruntergeladen und zur Verfügung gestellt zu haben. Ein US-Bezirksgericht in Boston erklärte Tenenbaum für schuldig, das Urheberrecht wissentlich verletzt zu haben.
In solch einem Fall können Richter Strafen von bis zu 100.000 Euro für jedes zur Verfügung gestellte Lied verhängen, Tenenbaum soll knapp 16.000 Euro pro Song zahlen. Er will allerdings gegen das Urteil Berufung einlegen.
Die Sprecherin des Verbands der US-Plattenindustrie sagte dem Boston Herald, man freue sich, "dass Tenenbaum anerkannt hat, dass Künstler und Musikfirmen bezahlt werden müssen". Wenn da mal nicht der Wunsch der Vater des Gedankens war.
Der Verurteilte will nämlich auf gar keinen Fall den Schadensersatz bezahlen. Eher werde er Bankrott anmelden, erklärt er auf der Webseite des Supporter-Teams joelfightsback.com.
Die Hilfe von Unterstützern, die am Wochenende bereits damit begonnen hatten, Spenden für ihn zu sammeln, lehnt er ab. Es gebe ganz sicher sinnvollere Verwendungen für das Geld, als es der Recording Industry Association of America in den Rachen zu schmeißen.
Piratenpartei mit 15 Landeslisten
Unterdessen setzt die Piratenpartei in Deutschland ein Zeichen für die kostenfreie Nutzung von Netzinhalten: Sie wurde am Freitag offiziell zur Bundestagswahl zugelassen.
Da die formalen Kriterien in 15 Bundesländern erfüllt waren, wurde die Zulassung in den Sitzungen der Landeswahlausschüsse beschlossen. Das teilte die Partei auf ihrer Internetseite mit.
Bis zum 23. Juli musste die Partei nun die für die Wahlteilnahme einer Landesliste erforderlichen Unterschriftenformulare einreichen. Die PIRATEN in Sachsen treten nicht auf Bundesebene an, weil sie sich auf den Landtagswahlkampf konzentrieren möchten, teilte die Partei mit.
Der Bundesvorsitzende Jens Seipenbusch blickt der Wahl im September optimistisch entgegen. "Mit uns Piraten steht endlich mal eine echte Wahlalternative auf dem Wahlzettel. Einem wirklich guten Ergebnis im September steht nichts mehr im Weg", prognostizierte er in einer Pressemitteilung.

)
BTW gab es meines Wissens in Deutschland noch keine Verurteilung von Filesharern. Viele Verfahren wurden außergerichtlich eingestellt, gerichtliche Verfahren sind [url=http://www.golem.de/0803/58526.html]gescheitert.
geil

Format
Homepage: