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Hier ist er, der inoffizielle musikalische Begleiter zu den Spielen der XXX. Olympiade in London 2012.
Olympia (laut) - Im Vierjahresturnus finden sich Sportler aus aller Herren Länder zusammen, um an einem ausgewählten Ort ihrer Profession nachzugehen. London ist anno 2012 an der Reihe. Dieser Tage beginnen die Spiele der XXX. Olympiade, und die ganze Welt schaut zu.
Um die Coca Cola-Vermarktungsshow nicht allzu bierernst werden zu lassen, findet ihr auf den folgenden Seiten den inoffiziellen Soundtrack zu den Sommerspielen in Großbritanniens Hauptstadt.
Wir haben uns bemüht, zu jeder Disziplin einen passenden Song zu finden. Selbstredend ist uns dies wieder einmal hervorragend gelungen. Die Oberschenkel der Redaktionsmitglieder sind schon ganz rot vor lauter Klopferei und diverse Schultern haben wir uns beim gegenseitig auf selbige Hauen auch bereits ausgerenkt.
Vorhang auf zu unserer großen Show der olympischen Disziplinen:
Wer es noch nicht wusste: Michael Jackson war leidenschaftlicher Badmintonspieler. Er durfte er sich jedoch nie als Federball-Artist outen, weil ihn sonst keiner mehr ernst genommen hätte. Ein versteckter Hinweis auf seine Leidenschaft findet sich in einem seiner größten Hits: "Bad".
Aber bitte nicht in dieser Reihenfolge, sonst würden ja die Dopingproben postiv ausfallen. Also, liebe Olympioniken, die den Ball in den Korb werfen, lieber so: "Basketball, Rap And Drugs".
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm bzw. vom Kopf. Wenn Wilhelm Tell so zappelig gewesen wäre wie der Rhythmus in Rossinis Stück, die Halbwertszeit von Tells Filius wäre eine sehr kurze gewesen.
"Don't call it a comeback!" Warum nur, warum, wählt nicht mindestens jeder zweite Boxer diesen grandiosen Track zu seiner Einmarsch-Hymne? Einen besseren Grund, dem Gegner ordentlich eine zu zentrieren, als ihn LL Cool J ins Feld führt, gibts doch gar nicht: Mama hats gesagt, also: Ring frei!
Säbel und Degen sind keine Schwerter! Klar. Aber der Song ist fett!
Die EM ist gelaufen, es wird trotzdem weitergekickt. Ja, auch Fußball ist olympisch. Und ja, auch Österreicher treten ab und an gegen den Ball. Textas Skero weiß Bescheid: "Wos da Fußboi mocht? Er mocht uns fit und verbittert." Also kommen wir auch in London gerne vorbei, "auf a Kickerl".
Zu diesem stupiden Track kann man ganz mechanisch auf der Hantelbank seine Muckis aufplustern. Irgendwann ist man dann so up gepumpt, dass es im Gewichtheben zur Goldmedaille reicht. Dank Danzel, dem Hanzel.
Ja, Wahnsinn! Wenn es ein Lied gibt, das dem gepflegten Spazierengehen ein Denkmal setzt, dann dieses hier: "It's a man's game, it's a lads game, it's a standing naked with your penis in your hands game!"
Das fragt man sich immer ... wann dann ... und vor allem wie, warum, und wieso ausgerechnet De Höhner?
Die Sportfreunde Stiller sind nicht nur Fußballhanseln, sondern feiern die Leibesertüchtiging in all ihren Facetten. Mit diesem Stück setzen sie dem launigen Treiben auf (Kunst)rasen ein Denkmal:
"Weißt du was? Wir gehen dorthin, wo das Gras geschoren und der Spaß geboren ist ... Hockey! Wenn du wissen willst, was ich meine, sollst auch du dabei sein, beim Hockey!"
"I am the spark that makes your idea bright, the same spark that lights the dark." Damit entfacht Asheru mühelos olympisches Feuer und befördert die Konkurrenz auf die Judo-Matte.
Fliegende Forelle? Ja ja, seine Mudder!
Wenn die ersten Töne dieses Styx-Songs erklingen, flüchten Classic-Rock Hasser sofort ins Boot und machen sich auf, um ans rettende Ufer überzusetzen.
"Moving At Breakneck Speed" heißt das Album, mit dem sich die rappenden hässlichen Entlein für eine Kurzstrecken-Disziplin empfehlen. Drei, zwei, eins - Sprint!
Mit dem Soundtrack von Hot Gossip auf den Ohren sollten die 200 Meter wie im Fluge vergehen.
Alles an dieser Musik ist fantastisch: Janelle sowieso, die Band und der Auftritt bei Jules. "Faster and faster I should run". Ja, aber hallo!
In der Praxis hat dieses Instrumental von Pink Floyds Verkaufsschlager "The Dark Side Of The Moon" weniger mit Leichtathletik als mit dem Ballsport zu tun. Immer dann, wenn die Gastmannschaft der Chicago Bulls vorgestellt wird, motiviert "On The Run" deren 'Starting Five'. Die Band eiferte bei Konzerten eher einer "Mach Schau" nach und ließ in pyromanischer Sehnsucht zunächst ein Modellflugzeug durch den Raum gleiten, bevor es in einer Explosion auseinandergerissen wurde. Was das mit Leichtathletik zu tun hat? Wer bei den 800 Metern sein Adrenalin-Intro im Kopf hat und als Erste(r) durchs Ziel läuft, lässt die Bombe platzen.
Dies hier war tatsächlich dereinst Soundtrack der Olympischen Spiele, 1984 in Los Angeles. Geholfen hat es Manfred Mann und seiner Earth Band aber nicht allzu viel. Nach wie vor spielen sie in der teutonischen Provinz und zehren von alten Hits.
Wunderbar! Das R rollt so herrlich dahin, da erscheint der Weg nach Tipperary nur noch halb so lang.
Nu ja. So ganz allein dürfte der Langstreckenläufer nicht sein, in London. Höchstens, wenn es vor lauter Anstrengung im Gehirnkasterl auf einmal ganz dunkel wird.
Nicht nur seine Dreads sind lang: Wenn Promoe rennt, rennt er die Langstrecke. Spätestens jetzt wissen wir, woher Looptroops Front-Rocker seinen langen Atem hat: "No alcohol, no weed, no cigarettes, no Es, no milk, no cheese, no eggs, no meat, just meditation and peace." Mit dieser Philosophie sollte auch die Dopingkontrolle kein Problem darstellen.
Marathon-Männer unterwegs!
Auch hier Hürden. Ja, wo sonst?
"Quäl' dich, du Sau!" Mit diesem Spruch feuern sich eigentlich traditionell Radsportler untereinander an, er taugt aber auch für längere Laufstrecken. Noch ein bisschen quälender wirds, wenn Xaver Naidoo für die musikalische Untermalung sorgt. Nein, dieser Weg wird kein leichter sein. Zum Davonlaufen, also: Rennt!
Auch hier Hindernisse. Ja, wo sonst?
Okay, okay. Eigentlich adelten Whodini Anfang der 80er nicht etwa das Staffelholz zum Zauberstab. Ihr "Magic's Wand" stellte vielmehr eine Hommage an den Radio-DJ Mr. Magic dar, der sich um den Hip Hop der Oldschool mehr als verdient gemacht hatte. Wurscht, Stab ist Stab!
Gut gerüstet für alles, das da kommen mag, müssen die Teilnehmer in dieser Disziplin sein, denn: "Das Leben ist ein Staffellauf." Solches behauptet zumindest Zora vom eidgenössischen Wrecked Mob. Staffelstab und Rückenwind bekommt sie von DJ Thomilla, der den Track auf seinem Album "Genuine Draft" unterbrachte. Dort muss man ihn auch hören, ein Video ist nicht aufzutreiben. Deswegen gibts für Euch ersatzweise Zoras "Feuerlöscher" die Ohren. Hat auch ein .. ähem ... sportliches Video.
Was für ein Wortspiel. Als müsste man den Athleten noch den Weg zeigen. Doch während die leidenschaftlichen Spaziergänger diesmal 'nen Gang zulegen, verliert Steven Tyler in "Walk This Way" beim Abschlussball seine Jungfräulichkeit : "So I took a big chance at the high school dance." Sportlich, sportlich.
Seit Jahrzehnten läuft und läuft und läuft er, Fats Domino. Das tut er aber wesentlich eleganter als die arschwackelnde Fraktion der Geher. Sorry, aber so schauts doch aus!
Düd düd düd düd dü dü düd dü dü dü dü. Düd düd düd düd dü dü düd dü dü dü dü. Düd düd düd düd dü dü düd dü dü dü dü. Dip dip dip dip dii dip dip dii dii dii.
Diese Nummer gehörte eigentlich zusammen mit ihrem Urheber verboten. Wir lassen R. Kellys Höhenflug hier ausnahmsweise trotzdem zu, weil der eine oder andere Stabhochspringer unter Garantie an der gleichen Selbstüberschätzung leidet: "I believe I can flyyyyyyyyyy, I believe I can touch the skyyyyyyy!"
Hüpf für meine Liebe! Ja, wenns sonst nix ist, gerne!
Nein, nein, nein! Niemals wären Kriss Kross mit verkehrt herum angezogenen Hosen über die Hürden gekommen. Im Auf-der-Stelle-Hüpfen sind die Buben aber ganz groß.
Wenn Mumford & Sons zur Abwechslung rauere Klänge anlauten lassen, kann ein Song wie "Dust Bowl Dance" schon zum Soundtrack schwerer Kugeln im staubigen Sand werden. Während Marcus Mumford nichts mehr zu verlieren hat, landet das massige Wurfgeschoss mit einem dumpfen Schlag bei einer neuen Bestmarke.
Wirf den Diskus, Forest, wirf ihn!
Manowar zeigen wieder einmal allen, wo der Hammer hängt.
Speerwerfen? Natürlich kannste das! Mit groovy Rückenwind von Michael Franti und Spearhead: erst recht.
Wer Remi Gaillard nicht kennt, hat definitiv etwas verpasst. Seine Definition von Zehnkampf muss man gesehen haben. Deshalb an dieser Stelle keine spezielle Musik.
Siebenkampf ... Sevenfold ... der Wortwitz ist genial, oder?
Voll auf die Hip Hop-Zwölfe gibts von Luniz. Moderner Fünfkampf. Sind das nicht die Typen, die keiner kennt? Und wo auch keiner weiß, welche Disziplinen die bewältigen müssen? Ja? Na, dann ist gut.
"Bicycle bicycle bicycle, I want to ride my bicycle bicycle bicycle, I want to ride my bicycle, I want to ride my bike, I want to ride my bicycle, I want to ride it where I like!"
JA, DANN MACH DOCH!!!!
The Cool Kids. Du sollst keine BMX-Götter neben ihnen haben. Weil es keine gibt!
Wenn dieser Track nicht der perfekte Antrieb ist, mit dem Bike die irrealsten Parcours zu bezwingen, läuft irgendwas verkehrt. Auch endlose Weiten, tiefe Schluchten und schwindelerregende Höhen halten Marvin Gaye und Tammi Tarell nicht davon ab, zueinander zu finden. Da sollte es mit etwas Kondition auch nicht so schwer sein, den schnöden Wettberwerb zu gewinnen.
Ah, hä, ah, hä, ah, hä. Der Puls als Beat. Keine Schlangenlinien, nur der vorwärtsgerichtete Blick. Ralf Hütter rühmt den Sport, seinen Radsport. Hätte er nicht die Mensch-Maschine zu seinem Beruf gemacht, vielleicht wäre aus ihm ein Jan Ullrich geworden. Ungedopt anno 1997, versteht sich.
Oldfield will lieber auf dem Rücken eines Pferdes sein als durchs Weltall zu fliegen. So isser, der Mike!
Die übelste Tierquälerei bei Olympischen Spielen neben Synchronschwimmen ist das Military-Reiten. Man sitzt vorm TV und hofft, dass es alle Reiter in die Pfütze haut oder dass sie im hohen Bogen vom Pferd fliegen. Oder man verdonnert sie zum Status Quo-Hören.
Eigentlich bräuchten nicht die Pferde Hilfe, sondern die, die auf deren Rücken sitzen.
Und wieder ein Wortwitz aus der Wortspielhölle. Auf Wiederhörnchen!
Sirtaki, Tsatsiki, Ouzo, Grillplatten ... all das und noch viel mehr ist, glaubt man Greckoe (und warum sollte man nicht?) "typisch griechisch". Nicht ganz so reinrassig: der griechisch-römische Stil beim Ringen. Aber immer noch mindestens zur Hälfte griechisch.
Wer denkt bei einem wilden Durcheinander von "Märrly, märrly ..." nicht an grausame Choreinlagen in der Schulzeit? Dass das Lied übers Rudern aber trotz gescheiterter Mehrstimmigkeit auch Spaß machen kann, zeigen uns Mr. Spock und Kumpanen im fünften Teil der Star Trek-Saga. Um es mit dem spitzohrigen Vulkanier zu sagen: "Das Leben ist kein Traum, der Text ist Blödsinn!"
Nein, auf Sheriffs wird hier nicht geschossen. Auch nicht auf die Hilfssheriffs und schon gar nicht auf Bobbys.
So richtig lustig wie in Bobby Darins Klassikern scheinen die Turmspringer es nicht zu finden, ins kühle Nass zu hüpfen.
"Ihr kennt die Leier: Immer das Gleiche mit diesem Dendemeier!" Beknacktes Outfit hin, Schnauzbart her: Es kann einfach nur einen Bademeister geben. Er schwimmte, schwamm und schwomm - und empfiehlt sich damit auch als Nichtschwimmer absolut für eine der feuchten olympischen Disziplinen.
Immer wieder herrlich mit anzuschauen, wie Damen mit Badekappen und festgemeißeltem Grinsen mit Armen und Beinen fuchteln. Spätestens dreieinhalb Jahre nach der letzten Olympiade wünscht man sich die Synchronschwimmer zurück.
Team Waterpolo? Ohne Worte!
Und wenn er nicht gestorben ist, dann segelt er noch heute.
"Everybody was Kung Fu fighting, those jerks were fast as lightning / In fact it was a little bit frightning, but they fought with expert timing."
Tja, Hugh. Leider schon vergeben.
Seht die Lilien, schaut die Sterne!
Die beiden Kölner DJs Wolfgang Hagedorn und Michael Lückner gelten als Pioniere der Laptopmusik. Ende der Neunziger feiern die Computerjockeys dank einer so genial einfachen wie flashigen Idee einen Hit: "Ping Pong" webt die gesampelten Sounds eines Tischtennisballs in eine relaxte Breakbeat-Nummer ein. Die Vorliebe für asiatische Klänge hört man ebenfalls heraus. Ping Pong, Asien, Olympia - da kommt doch zusammen, was zusammen gehört.
Diese Fragen von Ozzy bzw Sabbath wird sich der eine oder andere Triathlet auf der Strecke schon gestellt haben: "Has he lost his mind? Can he see or is he blind? Can he walk at all, or if he moves will he fall? Is he alive or dead? Has he thoughts within his head?"
Zur Untermalung der körperlichen ein bisschen lyrische Gymnastik gefällig? Aber gerne. Dafür bemühen wir den Meister, ohne den es den Swagger von Jay-Z, das Bravado von Rick Ross, alles von Biggie und den Pinky Ring von Nas wahrscheinlich nie gegeben hätte: Big Daddy Kane legte den Grundstein für all das.
Fast noch bescheuerter als Mike Krüger: "Hit me with your rhythm stick, hit me, hit me, das ist gut, c'est fantastique, hit me, hit me, hit me. Hit me with your rhythm stick. it's nice to be a lunatic, hit me, hit em, hit me."
Mike Krüger war nie dämlicher als bei diesem Song. Nicht einmnal "Der Gnubbel" kann diesen Flachwitz unterbieten. Unsere aufrichtige Entschuldigung geht an alle seriösen Trampolin-Sportler, aber es war auf die Schnelle kein anderes Lied aufzutreiben als dieser Kackmist.
Das Klischee. Der Strand. Die Beach Boys UND das Beachvolleyball. Wie gut, dass Brian Wilson irgendwann an diesen künstlich gebräunten Bildern die Lust vergangen ist. Aber so ist es nunmal: Da gibt es die Vergnügungssportler, die sich sanft den Ball hin und her pritschen. "Girls On The Beach" würde das auf Beach Boys-Anfangszeit übersetzt heißen. Ein (nächstes) Glück, als es mit "Pet Sounds" los ging. Da spürte man auf einmal wieder den Boden unter den Füßen, nahm kurzen Anlauf - und hob schnell wieder ab: "Wouldn't it be nice if we were older / Then we wouldn't have to wait so long." Ein Aufschlag. Ein Ass.
Affentennis, einmal anders.
Kein "The Race" von "Yello" :O Eine Farçe! Zumindest bei den Laufsportarten hätte das doch dabei sein müssen - naja, nette Liste.
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