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Ob die Unabhängigkeitserklärung des Trent R. in Richtung Musikindustrie tatsächlich eine kreative Hochphase bei den Nine Inch Nails ausgelöst haben, darüber kann man nur spekulieren. Tatsächlich gibt es fast im Quartalstakt Neues von den Industrialveteranen zu hören.
Nebenbei lohnt sich die Veröffentlichungspolitik von Reznor und seinen Mitstreitern auch noch. Konnte man "The Slip" schon seit Anfang Mai kostenlos herunterladen, dringt auch die hard copy des Albums in die vorderen Verkaufsränge von Amazon vor. Zurecht.
Denn die CD kommt schick im Digipack mit schlichtem, aber anspruchsvollem Artwork zusammen mit drei Aufklebern und einer DVD, die die Band beim Proben von fünf Stücken zeigt. Und die Musik spricht natürlich für sich.
Hier gilt zu konstatieren, dass NIN immer zugänglicher wird über die Jahre. Nicht in dem Sinne, dass die Combo auf einmal leicht verdauliche Kost produziert, aber das Durchhören von "The Slip" fällt nun wirklich nicht schwer, im Gegenteil, stellenweise fühlt man sich richtig gut unterhalten. Zwei Dinge, die ich beispielsweise von "The Downward Spiral" noch nicht behaupten konnte.
Auf gewohnt hohem Niveau bietet Reznor seinem Hörer die übliche Mischung aus derbem Industrial-Rock, musikalischer wie lyrischer Ordentlich-auf-die-Wurst-Pose, schwermütigem Atmosphärenflimmern und trügerisch-bedächtigen Pianoflächen.
Höhepunkt der Besinnung ist das kaum greifbare "Corona Radiata", das siebeneinhalb Minuten lang dem Hörer vorgaukelt, hier passiere noch etwas, und genau dadurch so großartig gerät. Eingeleitet wird der instrumentale Trip durch das Pianostück "Lights In The Sky", weitergeführt im sich auftürmenden "The Four Of Us Are Dying".
Da hat sich der Hörer bereits durch das krachige "1,000,000" und das hastige "Letting You" gekämpft, nicht ohne ein gewisses Vergnügen an der Unwegsamkeit des scheinbar undurchdringlichen Sounddschungels.
Reznor versteht es nach wie vor, einen kapitalen Spannungsbogen zu produzieren. Erst gibt er dem Rezipienten ordentlich aufs Maul, um ihn hinterher mit hintergründiger Zärtlichkeit zu salben. So lässt man sich gerne vermöbeln.
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The slip (DVD) | €19,99 | €2,95 | €22,94 |
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The Slip (Limited Edition Digipack) (CD + DVD) | €22,99 | €2,99 | €25,98 |
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The Slip | €25,99 | €0,00 | €25,99 |
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The Slip (Vinyl) | €28,99 | €2,99 | €31,98 |
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Slip [Mini Lp Sleeve] | €69,99 | €0,00 | €69,99 |
Hab das Album halb durch gehört und für gut befunden.
Easy Listening ist es ja nun wirklich nicht, aber die Rezi meint ja, dass es schon zugänglicher wurde, aber meine Frage ist: Wie frickelig sind die andern Alben?
"Year Zero" ist ziemlich fricklig, "Ghosts" beinhaltet nur Instrumentals (vllt etwas abschreckend für Einsteiger), "The Fragile" wär ne gesunde Mischung aus allem, "Downward Spiral" eher roh und hart.
Wenn du nen sanften Einstieg in die Materie haben willst, empfehle ich deshalb die "With teeth". Sehr eingängig, glatter Sound und unverschämt groovig.
"The Slip" find ich übrigens spitze. Erstes Drittel gehts hart zur Sache, zweites Drittel groovige Dancefloorfiller und am Ende wirds etwas ruhiger. Der Abschlusstrack vereint noch mal alles und fetzt wie sonstwas.
Ey eimerkind, probiers doch mal mit linkin park wenn dir the slip zu schwer ist.
Endlich is die Rezi da. Und inzwischen hab ich natürlich vergessen wie das Album genau ist. Macht stellenweise direkt gute Laune, was mich na ja ich will nicht sagen schockiert aber doch überrascht hat. Definitiv eingängige und leicht verdaulich wie nie zuvor aber bei dem Ouuhhuhhuhhh gesant in [Ich glaube Discipline wars...] hab ich mich schon erstmal geschreckt...

Discipline und Echoplex hätten auch auf der "With Teeth" drauf sein können.
Ich kann mich mit den neuen Sachen nicht so richtig anfreunden. Ist mir zu viel Elektrogefrickel. Find die alten Stücke wie "Wish" und "Gave up" klasse. Die rocken ordentlich nach vorne. 
btw. das Video zu Gave up ist wirklich sehenswert. Schon alleine um Marilyn Manson ohne Make-up zu sehen wie vortäuscht Gitarre spielen zu können. 
[url=http://www.youtube.com/watch?v=q4xBMkWu1pE]Youtube does the trick.
Naja, el Rezzo hat sich weiterentwickelt. Er könnte es so machen wie die hier bereits diskutierten Bands und ewig dasselbe alte Rumgeseiere zum besten geben. Live bringt er seine alten Tracks ja auch.
Viel besser finde ich aber, daß er mit der Zeit geht, ihr sogar um einiges voraus ist. Mit elektronischen Elementen kann er noch viel verstörendere Sounds kreieren. Die kombiniert mit den guten alten verzerrten Gitarren ergeben etwas völlig eigenes. Während andere Bands von den Früchten seiner früheren Werke leben, pioniert Reznor in völlig anderen Gefilden.
Klar, mein Lieblingswerk ist noch immer "The Downward Spiral", aber ich sehe in "The Downward Spiral 2" (o.Ä.) eigentlich keine Daseinsberechtigung.
Hab das Album gestern Nacht nochmal komplett durchlaufen lassen, und finde es absolut gelungen. Mir fallen bei jedem hören noch soundtechnische kleinigkeiten auf, die ich vorher nicht wahrgenommen habe. Wie gesagt, Trent zu bitten, er solle doch gefälligst Drogen nehmen, und dann seinen Hass auf sich und die Welt in the Downward Spiral II zu quetschenergäbe einfach keinen Sinn. Schon With Teeth hat bei mir nicht gleich den "ich höre gerade hochsanspruchsvolle Musik" - Funken überspringen lassen aber dann doch noch gezündet.
Ich verstehe worauf The-Slip zweifler hinauswollen, in mir haben sich zunächst auch derartige Gedanken hochgebahnt, aber je öfter ich es höre desto mehr erschließt sich mir die Durchdachtheit des ganzen.
holy shit! Habt ihr nen Tiefgang...aber bei sowas sollt mer immer schön auf unter wasser schwimmende Eisberge aufpassen...;-)
The Slip find ich klasse. Endlich wieder nen richtiges NIN-Album - die ghost-reihe war dann doch etwas zu "strange" für meine ohren. Auch Year Zero traf nicht so meinen Geschmack wie nun The Slip. Diese Solo-Gitarre (oder bass?) bei "the four of us are dying", dazu diese Störgeräusche(was auch immer das ist) Genial.
Oder dass Piano-Stück "Lights in the sky".
Zum Einschlafen gut! Die zweitbeste NIN-ballade!
EXPERIMENTIERT WEITER SO NIN!!!!!
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