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Der französische Präsident Nicolas Sarkozy will bis Ende März ein Gesetz zum Schutz der Urheberrechte im Internet durchsetzen, das mit Sperrung des Internetzugangs droht.
Paris (laut) - Anlässlich der Feierlichkeiten zur Einrichtung des neuen Kunstrates am 2. Februar ("Conseil de la création artistique") hat der französische Präsident Nicolas Sarkozy erneut betont, dass er das "Loi création et internet" bis Ende März vom Parlament verabschieden lassen möchte. "Die Piraterie zerstört die Musik und das Kino. Ich werde nicht zulassen, dass die Urheberrechte geplündert werden, denn hinter diesen Rechten und ihrem Schutz geht es um den gesamten kreativen Prozess", rechtfertigte das französische Staatsoberhaupt laut Musikwoche seinen Vorstoß im Kampf gegen die Internetpiraterie.
Weiter erklärt Sarkozy: "Musikalische Werke plündern, Filme plündern, Literatur plündern, weil das geht, ohne Respekt vor dem, der es geschrieben, komponiert, in Szene gesetzt hat - das bedeutet den Tod der Kreativen." Sarkozy sieht sich in der Pflicht, dieser Entwicklung entgegenzuwirken, und versucht, durch Gesetzgebung und die Gründung des Kunstrates, dem er selbst vorsteht, "den schöpferischen Prozess stärker zu unterstützen". Er erhofft sich eine Transformation des Internets von einem "wilden Dschungel" zu einem "fantastischen Ort der Kreativität und des Austauschs".
Im "wilden Dschungel"
In der Öffentlichkeit ist der neue Gesetzesentwurf, der dem französischen Parlament bereits im Juni letzten Jahres vorgelegt wurde, umstritten. So unterscheidet sich das Gesetz von Entwürfen aus anderen Ländern durch eine Abstufung des Vorgehens gegen die "Piraten". Einzeltäter würden zunächst verwarnt, während Wiederholungstäter zuerst mit einer einmonatigen Internetsperre und bei ausbleibender Besserung mit einer Kündigung ihres Internetanbietervertrages und einer längeren Sperre rechnen müssten.
Strafen für die Generation Web 2.0
Kritiker wie der Rechtspolitiker Bruno Retailleau, heben vor allem hervor, dass sich das Internet zu einem zu wichtigen Gebrauchsgut entwickelt habe, das soziale Kontakte ermögliche. Ein Internetausschluss sei somit diskriminierend. Stattdessen schlagen sie Geldstrafen vor, die die bisherigen französischen Copyright-Gesetze aber bereits vorsehen: Jegliches illegale Runterladen wird mit bis zu 300.000 Euro Geldstrafe geahndet. Bis zu drei Jahre Gefängnis warten zusätzlich.
Ob diese Strafe härter ist als ein halbes Jahr ohne Breitbandverbindung, muss die Generation Web 2.0 für sich noch abwägen. Laut Ankündigung der Kulturministerin Albanel soll der neue Gesetzesentwurf trotz Kritik bis Ende Februar vom Parlament abgesegnet werden.
"Die Piraterie zerstört die Musik und das Kino."
Jo, und außerdem sterben süße Katzenbabies dadurch!
Ich frage mich wann ich denn endlich merke, dass Kino und Musik zerstört sind. Bisher gibt es immer noch zu viele gute Filme und zu viele gute Musik für die ich keine Zeit hab. Leute, mehr sharen, damit es endlich mal übersichtlich wird 
"Er erhofft sich eine Transformation des Internets von einem "wilden Dschungel" zu einem "fantastischen Ort der Kreativität und des Austauschs"."
das ich nicht lache...würde er auch gerne den Amazonas Regenwald kultivieren?
freier Zugang ist Vorraussetzung für Austausch und daraus resultierende Kreativität/Inspiration. Und wie Praktiken ala DRM und Internetzugang-sperren für mehr Austausch sorgen wollen, das muss er mal erst zeigen. Opportunistischer Schwachsinn im dienste der Musikindustrie-Lobby - ich gratuliere zu dieser Weitsicht.
...manchmal ist es besser im Dschungel zu bleiben.
Auch auf die Gefahr hin, die sich permanent wiederholenden Argumente zum unzähligsten mal aufzuführen: Wenn heutige Musik einem nichts wert ist, braucht man sie sich auch nicht unrechtmäßig zu ziehen.
Die Argumentation, die Musiker und Labels seien inzwischen ohnehin alle längst übersättigt, zieht doch schon lange nicht mehr. Die Verkaufszahlen sind branchenweit derart miserabel, dass Indie-Labels ohne Partnerschaft zu den Majors überhaupt nicht mehr überlebensfähig sind und Interpreten, die ihre Alben nicht unter den ersten 20 platzieren von ihrer Arbeit kaum noch leben können.
Die armen, gebeutelten Kreativen und Künstler sind ja auch ausnahmslos alle Gegner der Piraterie und bedingungslose Freunde von Majorlabels und Knebelverträgen. Das Argument, man würde mit Piraterie in erster Linie den schöpferischen Genies schaden, ist sowas von tot, mein lieber Herr Sarkozy.
Und wie hier schon richtig geschrieben wurde, sind Kino und Musik keinesfalls tot. Im Gegenteil: Nach meinem subjektiven Gefühl setzt sich nun vermehrt Qualität durch, wie die unter Vertrag genommenen Internet-Bands und die vermehrte Berücksichtigung intelligenterer Filme in Presse und Preisverleihungen zeigen.
ihr wollt mir jetzt nicht allen ernstes klar machen, dass diebstahl legal ist oder? es geht hier nicht ums geld, sondern um wertschätzung, die hier viele wohl nicht mehr aufbringen können.
Außerdem kann man doch die meisten cds in den läden oder online anhören und danach die kaufenscheidung fällen.
außerdem werdet ihr doch nicht dazu gezwungen musik zu kaufen oder ? wenns euch nicht gefällt, dann kaufts doch einfach nicht. fertig
Ach, Unsinn. Hier sagt sicherlich niemand pauschal, daß er/sie es total super findet, Musik illegal zu ziehen und niemandem etwas dafür zahlen zu müssen. Es geht nur darum, daß Politiker und Lobbyisten hier die armen Künstler und Kreativen an die Front schieben, obwohl sie von der Misere weißgott am wenigsten betroffen sind. Wenn ein wirklich optimal ausgehandelter Vertrag ihnen 1€ einbringt, ist es für sie schlichtweg lukrativer, ihre Musik so weit es geht verbreitet zu wissen und die Menschen danach ihre Konzerte besuchen. Das ist keine Rechtfertigung für Raubkopien, sondern ein Argument gegen diese scheinheilige Begründung.
Und bei den Gegnern offenerer Vertriebsmethoden scheint sich offensichtlich mehr und mehr festgefressen zu haben, daß Raubkopien wirklich etwas mit Raub oder Diebstahl zu tun haben. Das ist juristisch und faktisch falsch, da hier keine Ware entwendet wird, welche sich nachher hätte verkaufen lassen.
Eine Frage an die arme Musikindustrie noch: Was für hohe Gewinne versprecht ihr euch von dem Modell, Millionen in die Vermarktung neuer "Künstler" zu stecken, welche nach einem gewissen Bekanntheitsgrad sofort wieder fallengelassen werden, um dasselbe teure Spiel mit den nächsten weiterzuspielen?
Ich persönlich würde vor dem wüsten Beschuldigen, Gängeln, Anlügen und Ruinieren potenzieller Kunden erst einmal vor meiner eigenen Haustür kehren.
Sarkozy hat von dem Thema in etwa so viel Ahnung wie der Papst von jungen Früchtchen (hoffentlich). Egal was so ein Mensch über Internet, Musik und Filme sagt, da könnte ja jeder als Experte daherkommen..
Ich persönlich finde die Entwicklung sehr interessant. Alles bestätigt, dass das Internet und seine Möglichkeiten niemals aufzuhalten sind, jeder offizielle Pisser wird immer einen Schritt langsamer sein als die miesen fiesen gemeinen Downloader, so lange bis tatsächlich mal wer umdenkt von den Koksbaronen auf dem wackeligen Tron.
So ist das. Solange man versucht Musik überteuert zu verkaufen, so viel Kohle wie möglich herauszupressen, wird sich nichts ändern. Wenn man bedenkt, das man für 25 oder 30 Jahre alte Mucke immer noch stolze 15 Euro berappen darf, werden die Leute doch mehr oder weniger zum Filesharing gezwungen.
Aber scheinbar ist das nicht überall gleich gravierend. Wenn man sich mal die Mühe macht, auf Seiten von US- Händlern zu gehen, wird man sehen, das dort CDs im Schnitt für 10-12 Dollar angeboten werden (Rockmusik). Nur die doofen Europäer kann man ja ausnehmen.
Auch die geplante Aufhebung des DRM-Mülls ist sinnlos, solange man einen Song für horrende 1-1,30 Euro verkaufen will. Dann kann ich mir auch die CD kaufen, da habe ich noch ein Booklet dazu und keine komprimierte Mucke.
Der kleine Gallier-Zwerg hat einfach keine Ahnung von der Materie. Aber mal eben einen schönen dummen Politiker-Spruch ablaichen, das vereint die Bonzen alle.
selbst wenn die klassische musikindustrie stirbt, heißt das ja noch lange nicht, dass man ihr verrecken nicht durch alles mögliche künstlich hinaus zögern kann. in der zeit lässt sich immer noch geld verdienen.
.


Anstatt die Chancen zu sehen wird einfach nur versucht etwas kaputt zu machen, was man nicht versteht. Fertig.
Soll der kleine Sarkozy doch weiter von seinen Traumschloß träumen. Der Rest lacht sich einfach nen Ast und macht weiter wie bisher.
Die Chancen nutzt bisher kaum einer. Egal mir isses wurscht.
Ich fordere nicht die Majors in Schutt und Asche zu legen, ich sage nur, dass es mich nicht juckt - da es IMMER viel viel geniale Musik geben wird, auch ohne diese Vermarktungsmaschinerie. Bei allem was die Majors so produzieren und vermarkten ist doch eh 80% purer Schrott dabei - was soll ich damit? Ich habe für solche Geschäftsmodelle nichts übrig.
Wer es als Künstler nicht schafft sich über Wasser zu halten, bzw. davon zu Leben hat Pech, so ist das Leben. Dann muss er einsehen, dass es nur zum Hobby reicht und einem regulären Job nachgehen. Niemand muss ins stille Kämmerlein.
²skywise: aber was hat das erschweren von piraterie (sollte das möglich sein, was ich stark bezweifle) mit mehr geld für künstler zu tun? wer nicht mehr runterladen kann wird sicher nicht anfangen in massen zu kaufen, oder überhaupt. die rechnung jede geladene platte sei eine gekaufte wurde schon so oft widerlegt.
@P.A.
Lies dir deinen Schwachsinn lieber noch mal durch. Schon der Vergleich Bücher / Musik - klasse. (/Äpfel mit Birnen)
Für 5,99 Euro bekommst du kaum was, vielleicht Zusammenstellungen und ähnliches unbrauchbares Zeugs.
Ich seh es ja ein, wenn ein vor 25 oder 30 Jahren erschienenes Album klanglich verbessert wurde, oder sagen wir noch ein paar Bonustracks draufgepackt sind, aber nicht für die nackte Scheibe, wie sie schon damals erschienen ist (Bsp. Metallica - Kill Em All)
Zu USA / Europa
Schon mal darüber nachgedacht, das es Konzerne gibt, die ihre Produkte überall auf der Welt zum gleichen Preis verkaufen (Abzüglich der Inflationsrate natürlich) Und da meine ich nicht unbedingt McDonalds.
Natürlich nicht.
Zu DRM / CD
Klar kauf ich mir die CD. Hab ich ja geschrieben. Wer lesen kann, ist immer im Vorteil.
Zu NS: Kannst dem Franzosen-Cheffe ja einen Brief schreiben, wie toll du seine Gedanken findest.
Hm, spinnen wirs doch mal durch .. was würde denn passieren wenn die Majors zugrunde gehen?
Würde es den lokalen Bands helfen (immerhin kommt ja nicht mehr soviel über den großen Teich geschwemmt)?
Was wird aus dem Radio, was spielen die dann?
Würden sich über kurz oder lang die Majors wieder erheben?
Würde der allgemeine Musikgenuss schwinden (jeder noch so große Underground Alternativling fängt mal klein, oder "Major" an)?
Welcher Musikrichtung würds helfen/schaden?
...
Oder stellt sich die Frage gar nicht, weil sie nie verschwinden werden?
wie oft gab es diese diskussion schon?
ich kenn ein paar leute aus etablierten bands persönlich die sich selbst als künstler sehen.
bei denen ist es fast immer so, das sie das halbe jahr extrem viel malochen um dann ein halbes jahr auf tour gehen zu können um da ihre einnahmen zu bekommen - die typische DIY attitüde also.
jeder künstler der seine berufung nur als beruf sieht, hat in wahrheit nicht verstanden welches glück er hat überhaupt künstler sein zu dürfen.
sehe das also wieder einmal so ähnlich wie lautuser.
dwlds gefährden das music-biz weniger als dieses darlegt, aber sie gefährden.
vom biz abhängig sind fast nur größere bands und hier frag ich mich wirklich ob ich noch platten von RHCP, Metallica oder sonst einem der großen acts brauche (und solche bands könnten ihren vertrieb & marketing auch komplett allein machen)
kleinere bands sehen, wie bereits richtig erkannt wurde, das ganze nicht so schlimm, da sie von den konzerten leben.
also wg mir können die major und ähnlich große labels die sich nicht anpassen können, gern ins gras beissen. so ist nunmal der markt und der ist gnadenlos
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