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Schier allgegenwärtig erschienen mir in den letzten Monaten die Gastauftritte von Nicki Minaj - und mindestens ebenso überflüssig. Wer, bitteschön, braucht eine weitere, weitgehend auf sekundäre Geschlechtsmerkmale reduzierte Comic-Figur im Rap-Geschäft?
"Pink Friday" rotzt spätestens mit "Roman's Revenge" die Antwort mitten ins Gesicht: Na, jeder. Auf Album-Länge bleibt dann doch nicht verborgen: Hinter der bis ins Groteske überspannten Barbie-Fassade versteckt sich eine wahre Mastress of Ceremony, die den von Swizz Beatz aus Bassschlägen und elektronischem Geflimmer gewobenen Rhythmus reitet wie einst Schockemöhle seinen Deister.
In Eminem findet sie hier, in Drake später bei "Moment 4 Life" einen Bruder im fiesen Geiste. Kanye West dagegen verblasst in "Blazin'" neben Nickis derbem A-Capella-Part beinahe.
Den Gastauftritt in "Fly" hätte man sich getrost sparen können. Wie wiederholt an anderer Stelle dokumentiert, hätte Nicki Minaj Gesang dieser Fliegengewichtsklasse prima selbst abgeliefert - ganz ohne mit einer qualitativ wertvollen Stimme gesegnet zu sein. Ist Rihanna schließlich auch nicht.
Vielseitigkeit ist Trumpf - tatsächlich nicht nur, was die netzhautzerfetzenden Outfits betrifft, von denen sich Lady Gaga noch ein Steak abschneiden kann. Während man angesichts des Covers noch hirnt, ob einem die Beine oder der scheele Blick mehr Angst einjagen sollten, hat einen Madame Minaj längst gruß- und kompromisslos an die Wand gerappt. "If I had a dick", sinniert sie in "Did It On'Em" - doch wozu, wenn man offenbar schon mehr Potenz im kleinen Finger als mancher Möchtegern-Pimp im Gemächt spazieren trägt?
Nicht minder variabel und beeindruckend als Nickis bissiger Vortrag gestalten sich die Beats, die die Barbiepuppenhaus-Farbgebung der Platte Lügen strafen. Mit wenigen Ausnahmen regieren dunkle, schiebende Synthies - und das, obwohl sich die Herrschaften Produzenten vollkommen schmerzbefreit durch das Hit-Repertoire vergangener Dekaden samplen. Über "No More I Love Yous" stolpert man da, oder über "Don't You (Forget About Me)". 80er-Babys werden sich zu Hause fühlen, während Drum'n'Bass-Freunde eher "Save Me" anlachen dürfte.
"Aua, aua!" Ja, "video killed the radio star", und Will.I.Am, wie in letzter Zeit leider üblich geworden, mit der Autotune-Keule jeden Charme von "Check It Out"; der einzige Totalausfall, den "Pink Friday" verzeichnet. Wie man "next level shit" produziert, der diese Bezeichnung auch verdient, hätte sich Mr. Black Eyed Pea vielleicht besser bei einem der Kollegen abgekuckt.
Swizz Beatz beispielsweise liefert mit "Here I Am" ein ebenso anstrengendes wie packendes Lehrstück dafür, wie man mit geballter Faust aufs Trommelfell drischt: Melodische Elemente kontrastieren den zugrunde liegenden Brachial-Sound. Exzellent.
Zwischen all dem bewegt sich Nicki Minaj mit unantastbarer Präsenz: "Get ready for it: I came to win." Mission erfüllt, und ich bescheinige - besser spät als nie - gleich noch die Richtigkeit einer weiteren Zeile: "I'm not lucky. I'm blessed."
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Die ist wirklich gut. Man darf sich nur nicht von der plakativen Art abschrecken lassen.
Endlich! Die erste Rezension auf laut.de, der ich 100%ig zustimmen kann. Außer "Check it Out" ist wirklich jeder Song geil.
Und vor nem halben Jahr hat sich jeder über Nicki lustig gemacht :P
Liegt vielleicht auch an ihrem "crazy" Image, dass sie versucht, aufzubauen.
Hat sie meiner Meinung gar nicht nötig...
normalerweise zerreißt dani fromm doch immer die alben von frauen die besser aussehen als sie..
"Gut für eine Frau" wird aufjeden Fall nicht gerecht. Kann mir sogar die Bubble Beats a la "Super Bass" geben, wer so rappt dem verzeih ich fast alles.
Spät darauf gekommen, hauptsache überhaupt
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