Spätestens mit dem Video zu "Look At Me" explodiert der Newcomer aus Florida in den Mainstream. Doch es gibt auch eine Schattenseite.

Florida (ynk) - Obwohl "Look At Me" auf dem Debüt-Album "17" gar nicht vorkam, markiert der Track doch den großen Durchbruch für XXXTentacion. Eigentlich nur sinnvoll, die Single für das erste offizielle Musikvideo zu wählen, das gleichzeitig ein Sprungbrett für die Visualisierung von "Riot" liefert.

Fünf Minuten dauert das Split-Video und demonstriert alles, das den Floridaner bis hierhin erfolgreich machte: kompletten Wahnsinn, der sich ungefiltert und kompromisslos in alle Richtungen ergießt, und destruktive Aggression. Lehrer, die mit Dildos verprügelt werden, wandeln sich in einem Augenblick in stringente Narrative über den Umgang mit dem Rassenkonflikt. Erst rappt XXXTentacion in halbem Geschrei, dann plötzlich im Uptempo über einen Beat der alten Schule, und am Ende setzt es noch zwei Minuten Spoken Word-Vortrag über die Rolle der Jungen in Amerikas Entwicklung.

Der Clip hat auch seine Schwächen, zeigt aber ein Charisma, das seinesgleichen sucht. Er zeigt das Potenzial eines im Werden begriffenen Stars und bringt zeitgleich eine heikle, notwendige Kante für soziale Themen und den Generationenkonflikt mit.

Die Person hinter der Kunst

Was macht seinen Fall also so kompliziert? Wie es scheint, lässt sich die Person hinter der Kunst kaum mehr verteidigen.

Wie Pitchfork unlängst berichtete, läuft derzeit ein Gerichtsverfahren gegen den Rapper. Eine Ex-Freundin warf XXXTentacion in ihrer Zeugenaussage mehr als widerwärtige und abstoßende Dinge vor. Auch wenn natürlich der Angeklagte bis zum Urteil als unschuldig zu betrachten ist, geben doch die Detailliertheit der Aussagen, die Schwere der Vorwürfe und die Tatsache, dass das rohe Gewaltpotenzial des Rappers ihn bereits in der Vergangenheit mehrfach ins Gefängnis brachte, zu denken. Ab welchem Punkt gilt es, nicht mehr zwischen Kunst und Person zu trennen? Ab welchem Punkt zwingt die reine Moral zum Boykott eines Musikers?

Zu diesem Thema kursieren einige Thinkpieces im Netz. Der Blog DJBooth entschied sich zum Beispiel bereits, aufgrund der vermehrt gewalttätigen Vergangenheit von X auf eine intensivere Berichterstattung über den aufstrebenden Rapper zu verzichten. Die Argumentation wägt hier die Qualität der Musik gegen die sowieso schon prekäre Situation der Repräsentation von Frauen im Hip Hop ab und resümiert:

Hip Hop-Blog will XXXTentacion keine Plattform geben

"Hip Hop ist daran gescheitert, auf das Wohlergehen junger Frauen Acht zu geben. Insbesondere junger, schwarzer Frauen. Als Zeichen, um gegen diese abstoßende Realität vorzugehen, haben wir beschlossen, XXXTentacion keinen Raum auf unserer Plattform zu bieten. [...] Wir hoffen jedoch, mit dieser Position auch andere zu einer veränderten Haltung zu inspirieren, was auf lange Sicht vielleicht einen kulturellen Wandel auslösen wird, der eine weitreichendere Hörerschaft beeinflusst als die jetzige Zielgruppe von XXXTentacion." Hier sei auch auf den fantastischen Essay des Autors zum Umgang mit sexueller Gewalt im Genre verwiesen.

Mehrere Blogs äußerten sich in ähnlicher Manier. Die meisten gingen nach kurzer Erwähnung des Wermutstropfens aber zum Tagesgeschäft über. In einem Interview mit dem New York Magazine fasst Musikjournalist Jim DeRogatis die Situation folgendermaßen zusammen:

"Man kann das Individuum verabscheuen und die Musik wertschätzen, klar. Aber man muss sich vergegenwärtigen, dass man damit die bewusste Entscheidung trifft, über äußerst schlechtes Verhalten hinwegzusehen. Entweder steht man seinem Fehlverhalten ignorant gegenüber, oder man hat es durchdacht und beschlossen, dass all das weniger bedeutet, als die coolen Grooves. Ich will nur, dass die Leute wirklich darüber nachdenken."

Was kann wichtiger sein als coole Grooves?

All diese Einschätzungen - auch die zum Thema R. Kelly - zeigen ein einigermaßen veraltetes Verständnis der modernen Musikindustrie. Magazine befinden sich im fließenden Informationszeitalter nicht mehr am Puls der Wahrnehmung der sich rasant verändernden Genres. Schon gar nicht haben sie eine aktive Macht darüber. Das Beispiel XXXTentacion steht am Ende einer Entwicklung junger Rapper, die gerade im Kosmos von Soundcloud und Bandcamp derart explosive Strömungen losgetreten haben, dass weder Labels noch Journalisten ihrer Musik wirklich mit Nichtbeachtung begegnen können.


Lil Uzi Vert
, Lil Yachty, 21Savage, Playboi Carti, Ugly God, 22Savage, Rich Chigga, Post Malone, Lil Peep, Lil Pump, Cardi B, iLoveMakonnen, iLoveMemphis, Desiigner, Ski Mask The Slump God und jetzt eben XXXTentacion: Die Trends kommen und gehen im Wochentakt. Links und rechts machen sich Musiker einen Namen in der Community, und eine gigantische, vielschichtige und kaum nachvollziehbare öffentliche Aufmerksamkeit bestimmt, was gerade wie wahrgenommen wird.

Einen Rapper wie XXXTentacion von medialer Seite aus zu boykottieren, würde ihn nicht blockieren, da sein Aufstieg sowieso am Ende einer demokratischen Graswurzelbewegung steht. Die Fans haben ihn groß gemacht, die depressiven und wütenden Jungs hinter den musiklosen Soundcloud-Accounts. Die Berichterstattung muss sich zunächst eine Position erkämpfen, auf der sie sich überhaupt eine Deutungshoheit über diese Künstler anmaßen kann. Schweigen würde ihre Beurteilung dem gleichen Chaos anheim geben, dem sie entsprungen sind.

Der Klick entscheidet

Eine Auseinandersetzung mit der Materie bleibt also unausweichlich. Man sollte XXXTentacion besprechen, fair besprechen. Wenn etwas erscheint wie besagte Videosingle, kann man es nicht einfach ignorieren. Der Einfluss auf die Kultur ist schlicht zu groß und zu gravierend. Allerdings darf man den Hörer/Leser durchaus fragen, ob er weiß, wem er da zuhört, und ob er es für sich vertreten kann, auch nur mit einem kleinen Klick diese Verhaltensweisen auszublenden.

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4 Kommentare mit 19 Antworten

  • Vor 12 Tagen

    Für mich galt schon immer, dass mir vollkommen egal ist was ein Interpret/Künstler privat so treibt, sei es so moralisch verwerflich wie nur irgend möglich, solang es die Musik nicht beeinflusst.

    • Vor 11 Tagen

      Ist es dir auch egal, unter welchen (menschenunwürdigen) Bedingungen deine Klamotten gefertigt werden, solange sie am Ende nur gut aussehen?
      Ist jetzt auch gar nicht als Provokation gemeint, sondern eine ernste Interessensfrage. Ich habe nämlich generell das Gefühl, dass zwar die meisten Menschen zumindest bereit sind einzugestehen, dass in Sweatshops o.ä. gefertigte Klamotten zu kaufen eigentlich falsch ist und man das eigentlich nicht machen sollte. Andererseits scheinen es aber relativ wenig Leute als Problem anzusehen, Musik von Künstlern zu hören und diese zu unterstützen, selbst wenn diese als Person menschlich eigentlich untragbar sind. Wäre das jetzt verlogen das eine so und das andere so zu sehen, oder gibt es da wichtigte Unterschiede, die die beiden Fälle tatsächlich unterscheiden von einem moralischen Standpunkt? Ich hätte da aus dem Stehgreif jetzt auch keine definitive Antwort parat.

    • Vor 11 Tagen

      So wie die drecks kiddies die Schuhe zusammenkleben ja klar @ egal... Nach 3 Wochen Loch inner Sohle, hfftl werden die plagen hart dafür bestraft....

      Captain hat da schon recht, sonst könntest von the who zu dr dre ja wirklich nichts mehr hören oO

    • Vor 11 Tagen

      Ja und wenn wir Sklaverei verbieten, haben wir niemanden mehr, der uns die Baumwolle pflückt.
      Ist halt schon 'n ziemliches Scheißargument.

    • Vor 11 Tagen

      Is kein Argument, nur ne grundliegende Sichtweise... Argumentieren kannste des zu tode und wirst auf keinen grünen kommen

    • Vor 11 Tagen

      Naja, massenhafte und systemische Ausbeutung eines Konzerns, der im schlimmsten Fall noch von Staatsgeldern unterstützt wird, ist für mich schon was Anderes als (exzessive) Gewalttaten eines psychisch instabilen Künstlers.

      Empfinde beides allerdings nicht als moralisch "falsch" oder "schlecht", weder das Erwerben solcher Produkte noch den Konsum besagter Kunst.

      Wenn ich da überhaupt irgendjemanden in Verantwortung ziehen wollen würde, dann die Leute, die die jeweiligen Personen direkt unterstützen bei ihrer Arbeit und/oder mit ihnen zusammenarbeiten. Aber auch die müssen das mit sich selbst ausmachen, würde denen da keine Vorschriften machen.

    • Vor 11 Tagen

      Hatte mal eine kurze Phase in der ich mit der Musik von Oliver Shanti etwas anfangen konnte.
      Als ich dann erfahren hatte das er sich wohl gerne Kinder aus Drittländern ins Bett holt hab ich seine CD's sofort weggeschmissen und bin aufs Michael Jackson Konzert.

    • Vor 11 Tagen

      Is zwar kein sonderlich guter Vergleich, aber meine Antwort is in etwa die Gleiche, ich nehme es in Kauf, ändern kann ich es nicht wirklich. Bzw wenn ich es ändern wollen würde müsste ich mein Leben nur darauf richten und das will ich nicht. Und das passt find ich zu beiden Themen.

    • Vor 11 Tagen

      Deswegen höre ich lieber Cro. Denn der macht nicht nur gute Musik, sondern ist auch als Person durch und durch sympathisch.

    • Vor 11 Tagen

      freue mich gerade das es hier noch andere fans von meinem lieblingspanda gibt :D liebe grüße @ pandi

    • Vor 11 Tagen

      @Mundi: Natürlich ist das in vielerlei Hinsicht etwas anderes. Aber was in beiden Fällen gleich ist, ist dass du als Verbraucher faktisch einen Konzern oder eine Person finanziell unterstützt, der/die anderen Schaden zufügt und/oder menschenunwürdig behandelt. Und ob das jetzt in einem großen, systematischen Rahmen stattfindet oder im kleinen Kreis und gegenüber Einzelpersonen. Verachtenswert ist erst einmal beides.

      Die Hauptfrage sollte aber denke ich einmal sein, inwiefern die eigene finanzielle Zuwendung tatsächlich zu dieser Situation beiträgt oder ermöglicht.

      Mit Bezug auf die Kleidung ist das eigentlich relativ offensichtlich. Ich denke einmal jedem von uns ist bewusst, dass der einzige Grund warum wir diese oder jene Schuhe so günstig erstehen können nun einmal die Tatsache ist, dass andere Menschen bei deren Produktion ausgebeutet werden. Das ist erst einmal Fakt. Und jetzt zu behaupten, dass hier nur diejenigen verantwortlich sind, die die Produzenten direkt unterstützen ist halt einfach viel zu kurz gegriffen. Denn zunächst einmal, das ist es ja genau, was du mit deinem Kauf (auch) tust. Du unterstützt direkt finanziell diejenigen Leute, die andere Leute ausbeuten und sorgst dafür, dass sie mit solchen Taktiken durchkommen und ihren Lebensunterhalt verdienen können. Zu behaupten, man trage keine Verantwortung weil man nicht absolut direkt dem Sweatshopbesitzer persönlich das Geld in die Hand drückt ist schlicht und einfach nicht zu Ende gedacht. Der Logik zufolge wäre dann ja letztendlich niemand Schuld. Der Verbraucher nicht, weil er ja nur das Endprodukt kauft und er da ja nichts für kann wie genau die Schuhe hergestellt werden. Der Schuhändler auch nicht, weil er ja nur Vermittler zwischen Produzent und Kunde ist und er da ja auch ncihts für kann, was die Kunden wollen, der Produzent auch nicht, weil er ja niemanden zwint für ihr zu arbeiten und letzten Endes macht er ja auch nur, was der Kunde will und wenn der Kunde bereit wäre mehr für seine Schuhe zu bezahlen könnte er auch seine Arbeiter besser bezahlen. Das ist halt genau eines der Probleme in unserer modernen Welten. Das viele Prozesse so kleinschrittit und mehrteilig sind, dass man nie wirklich sagen kann, dass eine Parei die volle Verantwortung trägt und sich so jede Partei auch sehr einfach aus der Geschichte herausreden und den Finger auf jemand anders zeigen kann.

      Gut, aber zurück zur Musik. Hier ist es halt tatsächlich nicht ganz so offensichtlich wie der Hase läuft. Unterstütze bzw ermögliche ich mit meiner finanziellen Unterstützung des Künstlers auch direkt seine Missetaten? Auf den ersten Blick ja erstmal nicht. Ich bezahle den Künstler ja schließlich für seine Musik und nicht für sein Privatleben. Und es kann ja genau so gut sein, dass mein Automechaniker Zuhause seine Frau schlägt und ich davon nichts weiß, deswegen unterziehe ich meinem Automechaniker aber trotzdem kein moralisches Kreuzverhör, bevor ich mich entscheide mein Auto bei Ihm reparieren zu lassen oder nicht.
      Der Fakt ist aber nun auch einmal, dass ich einen Künstler nicht so einfach von seiner Musik trennen kann, wie den Automechaniker von seiner Arbeit. Der Automechaniker weiß letzten Endes auch, dass er dafür bezahlt wird, Schlauch XY auszutauschen und nicht für seine Persönlichkeit. Und eventuell bekomme ich den Automechaniker dabei ja nicht einmal zu Gesicht. Für den Künstler, der auf der Bühne steht und dem tausende Leute zujubeln ist es halt schon etwas anders. Der wird sich auch immer, willentlich oder nicht, persönlich dadurch bestätigt und unterstützt fühlen. Und wenn diese Person als Mensch nicht besonders unterstützenswert ist, ist das halt schon irgendwie problematisch.
      Und letzten Endes muss es ja noch lange heißen, dass nur weil ich mich bei meinem Automechaniker faktisch nicht um sein Privatleben oder seine moralische Aufrichtigkeit kümmer, dass dies automatisch nicht relevant sein sollte. Wenn ein CEO einer Firma seine farbigen Mitarbeiter diskriminiert und das ans Licht kommt, wird er normalerweise auch gefeuert. Und Firmen dessen Chef nähe zu rechtsradikalen Kreisen hat, werden auch oft sehr öffentlich von größeren Organisationen oder Bevölkerungsschichten boykottiert und da werden viele auch sagen, dass das absolut richtig so ist.

    • Vor 11 Tagen

      Und kompliyierend kommt halt noch hinzu, dass die allerwenigsten Menschen komplett verkommen oder absolute Heilige sind. Ein Künstler kann zum Beispiel seine Frau schlagen oder generell ein Frauenhasser sein und trotzdem Millionensummen an die Welthungerhilfe spenden oder sich für ein besseres Bildungssystem einsetzen und ich bin mir socher so etwas oder ähnliches ist bestimmt auch schon einmal vorgekommen. Und da sollten wir uns als Konsumenten und Beobachter aus der Ferne halt auch Fragen, inwiefern wir überhaupt uns das Recht herausnehmen können, ein abschließendes und vollkommen gültiges Urteil über eine Person zu treffen.

    • Vor 11 Tagen

      Naja, wenn ein Frauenschläger 10.000 Euro der Welthungerhilfe spendet bleibt er dennoch ein Frauenschläger und dies zu ächten, was somit automatisch eine Beurteilung inne hält, nehm ich mir einfach raus aufgrund meiner Überzeugung das ich damit richtig liege....

      Natürlich ist nicht jeder Mensch nur scheiße/nur sweet, aber es ist ja auch nicht so das ne gute tat ne schlechte tat ausgleicht.... Autobahnen unso ^^

    • Vor 11 Tagen

      Dieser Kommentar wurde vor 11 Tagen durch den Autor entfernt.

    • Vor 11 Tagen

      @Gleep

      Der Absatz mit den Unterstützern war nur auf den Musikbereich bezogen; anders als bei Kunst sehe ich den Konsumenten in der Textilindustrie schon mehr in der Verantwortung, da die Ausbeutung direkt mit dem Produkt zusammenhängt und - wie du auch schon gesagt hattest - das Produkt ohne diese Ausbeutung so nicht existieren würde. Diese Verbindung sehe ich bei Kunst nicht.

    • Vor 11 Tagen

      Oh, ok, alles klar. Missverstanden und natürlich auch ein gültiges Argument, dass das bei der Musik so nicht der Fall ist.
      Wobei man sicher dafür argumentieren kann, dass kommerzieller Erfolg und die damit einhergehende Anerkennung auch dazu beitragen können, manchen Künstlern das Gefühl zu geben, sie können mit ihrem Verhalten "durchkommen". Das ist dann aber tatsächlich deutlich indirekter als die Sweatshop Geschichte und vielleicht auch mehr der Mentalität des Künstlers geschuldet als dem Konsumenten.

      Und @48 Stunden: Ja, natürlich ist es nicht so einfach zu sagen, dass eine gute Tat die schlechte Tat ausgleicht, das wollte ich damit auch gar nicht sagen. Lediglich, dass man eine Person halt meist differenzierter betrachten muss und für manche Aspekte verurteilen und trotzdem für andere Aspekte schätzen kann und dass das die Fragestelg halt auch nicht unbedingt einfacher macht.

    • Vor 11 Tagen

      Und Mundi, tatsächlich würde ich das in Bezug auf die Kunst wahrscheinlich genauso sehen wie du. Dass da vor allem, die Mitkünstler, direkten Unterstützer und auch Freunde und Verwandte in der Hauptverantwortung stehen und dass auch irgendwo für sich entscheiden müssen, als dass da jetzt tatsächlich die (Haupt)verantwortung beim Konsumenten wäre.

  • Vor 12 Tagen

    Anscheinend ein 1,65 m großer Minusmensch.

  • Vor 11 Tagen

    Ich hab mich noch nicht mit dem beschäftigt, weil mich die optische Ästhetik und der Kontext schon abstoßen. Aber wo sind solche Artikel zu Dr. Dre, Freddie Gibbs und haste nicht gesehen. Finds schwierig, an ihm allein eine Moraldebatte anzustoßen, vor allem wenn man sich ein paar "sophisitcated thoughts" später als Medium aus der Verantwortung zieht, weil ja der Konsument entscheidet.

    • Vor 9 Tagen

      Du bist auch so ein Kandidat, bei dem etwas regere Beteiligung dem Treiben hier gut täte :)

    • Vor 8 Tagen

      Danke :)
      Leider lädt die vorherrschende Gesprächskultur mit ihrem In-Talk, inklusive der ewig währenden Suche nach der saftigsten Ollen und der größten Schwuchtel, nicht unbedingt dazu ein.
      Scheint aber nicht alleine mir so zu gehen. Hab das Gefühl, dass das mehrere User abschrekt, deren Posts eine Bereicherung darstellen würden.

    • Vor 8 Tagen

      Aber echt... ey

  • Vor 11 Tagen

    Ich höre auch Sicx und der soll Kinder gequält und sexuell misshandelt haben. Ebenso höre ich Brothy Lynch Hung, der das Ganze mit einem "hes a horny dude" abtut. :D

    Was ich bei XXX vielleicht problematisch(er) finde, ist, dass er durch seine Musik wahrscheinlich reich oder zumindest wohlhabend werden wird UND dass wir das alles bereits seit den Anfängen seiner Karriere "wissen", während solche Dinge bei anderen Künstlern erst spät(er) und stückweise zu Tage kommen.

    Persönlich ist aber mir aber ziemlich egal, was den Konsum betrifft. Wobei ich zugeben muss, dass ich bei Derek Wise schon teilweise ein mulmiges Gefühl hatte, da der z.B. in "Kenzo" sehr deutlich und explizit, auf fast schon angeberische Art und Weise, darüber rappt, wie er Frauen und deren Umfeld im Menschenhandel unterdrückt und misshandelt hat. Vorausgesetzt natürlich, die Vorwürfe stimmen.