Im Wahlkampf um das Amt des US-Präsidenten hatten sich viele Musiker gegen George W. Bush engagiert. Die Niederlage schmerzt.

Washington (chb) - Viele sind einfach nur sprachlos. Auf den Webseiten von Bruce Springsteen oder den Dixie Chicks stehen noch die hoffnungsfrohen letzten Wahlaufrufe vom Montag. Filmemacher Michael Moore zeigt ein Bild von George W. Bush auf seiner Webseite, das aus Irak-Kriegsopfern zusammen gesetzt ist. Herausforderer John Kerry hatte sich gestern unter Tränen geschlagen gegeben und Bush zum Wahlsieg gratuliert. Er soll dabei "sehr großmütig" gewirkt haben, und er forderte seine Anhänger zur Versöhnung mit dem gegnerischen Lager auf.

Doch viele können sich mit dem Gedanken, Bush weitere vier Jahre als Präsidenten zu akzeptieren, noch nicht anfreunden. Noch gestern wollte Moby Amerika am liebsten in Northeastistan, Pacificstan und Redstateistan aufteilen. Die 'roten' republikanischen Staaten seien ohne die Demokraten sowieso glücklicher. Zumindest das "kleine, alte" Städtchen New York könne man vom Rest der Nation abkapseln, schlug der deprimierte Musiker einen Tag später als letzte Altenative vor. Sonst bliebe nichts anderes übrig, als die nächsten vier Jahre im Suff zu verbringen.

P. Diddy hat wenigstens einen Grund, sich zu freuen. Mit seine Kampagne "Vote Or Die" hatte der Rapper und Produzent versucht, möglichst viele junge Wähler zu mobilisieren. Zufrieden meinte er nach der Wahl, dass die Anstrengungen sich gelohnt hätten. Laut einer Circle-Analyse haben mehr als die Hälfte der jungen Erwachsenen von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht.

Dagegen sucht Punk-Urgestein Fat Mike wie Moby sein Heil erst mal im Alkohol. Zwar zeigte er sich auf seiner Homepage ebenfalls sehr erfreut über die Jungwähler. Er dankte seiner punkigen Zielgruppe für die große Wahlbeteiligung. Trotzdem gibt es für Mike "keinen beschissenen Weg, sich mit den homophobischen, Flaggen schwingenden, gottesfürchtigen, Waffen tragenden, ungebildeten, vom Ausland abkapselnden und hinterwäldlerischen Rednecks anzufreunden". Er werde auch in Zukunft gegen die amtierende Regierung ankämpfen, antrinken ... und dabei eine gute Zeit haben. Deshalb habe er sich Mittwoch Nacht auch nicht seine hauseigene Wahlparty verderben lassen: "They can fuck our country, but they can't fuck up my party!".

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