Für den TV-Sender Arte treffen sich Deutschraps Hype des Jahres und die ESC-Heldin in Berlin.

Berlin (sla) - In der Arte-Dokumentarfilmserie "Durch die Nacht mit …" treffen sich seit nunmehr über 90 Folgen zwei Prominente aus Kunst und Kultur und verbringen vor laufender Kamera einen abwechslungsreichen gemeinsamen Abend. Mit Casper und Lena Meyer-Landrut begegnet sich in der morgigen Ausgabe ein Duo, dessen Werdegang unterschiedlicher kaum sein könnte.

Castingstar trifft Feuilleton-Rapper

Lena erlebte den Höhepunkt ihrer Karriere bereits 2010, schaffte es durch Stefan Raabs Castingshow "Unser Star für Oslo" als Abiturientin zum Eurovision Song Contest und holte den Sieg nach vielen Jahren wieder nach Deutschland.

Caspers großes Jahr ging dagegen gerade erst zu Ende. Anders als Lena erreichte er mit seiner Platte "XOXO" erst nach jahrelanger Arbeit, abgebrochenem Studium und musikalischer Selbstfindungsphase die Spitze der Charts. Im Juli 2011 entwickelte er sich über Nacht zum Feuilleton-Liebling des deutschen Raps.

Eines haben die beiden aber gemeinsam: Sie kamen quasi aus dem Nichts und landeten in der Mitte des Popgeschehens und der öffentlichen Wahrnehmung. Dennoch oder gerade deshalb versprach das Date der beiden Jungstars in Berlin ein durchaus interessantes und unterhaltsames Aufeinandertreffen.

Zwischen Mädchen-Klischees und Bodenständigkeit

Während des Abends fühlt sich Lena zuweilen scheinbar dazu berufen, jegliche Mädchen-Klischees zu vertreten und gibt sich gerne ein wenig sturköpfig und zickig. Zusätzlich scheint die 20-Jährige von Anfang an fest entschlossen, sich von einem frisch zum Star aufgestiegenen Rapper keinesfalls beeindrucken zu lassen. Trotzdem gerät ihr Auftritt weitaus sympathischer und vor allem authentischer als die Moderations-Gastspiele der jüngeren Vergangenheit.

Doch auch Casper merkt man den massiv steigenden Bekanntheitsgrad der letzten Monate wenig an. Der 29-jährige Wahlberliner behält seine gewohnt bodenständige und humorvolle Art bei und so entwickeln sich zwischen den beiden Musikern zwar wenig tiefgründige, aber durchaus interessante Dialoge über verschiedene Musikgeschmäcker, nervige Fans, Kunst, Currywurst und vieles mehr.

Vollständiger Verzicht auf aufgesetzte Berlinerei

Dabei fällt angenehm auf, dass es trotz der Reise durch die hippen Hauptstadtviertel nicht zur Abhandlung der Berliner Klischees kommt. Der vor zwei Jahren umgesiedelte Casper hat offensichtlich kein bisschen etwas mit zugezogenen Hipstern gemeinsam, hält es jedoch auch nicht für nötig, sich als pseudo-eingefleischter Berliner über selbige lustig zu machen.

Abseits typischer Sehenswürdigkeiten der Metropole bewegen sich die beiden von Caspers Mietwohnung über das extravagante Kunstmuseum "Hamburger Bahnhof", besuchen eine Neuköllner Currywurst-Bude, eine Backstube einer Kreuzberger Konditorei bis hin zu einer Karaoke-Bar in Friedrichshain. Und gerade dank der ungewohnten, für das Format aber typischen Ehrlichkeit gestalten die Protagonisten dabei eine durchaus sehenswerte Folge.

"Durch die Nacht mit Casper und Lena Meyer-Landrut" (Deutschland, 2011, 52 Min.), 7. Januar, 23.50 Uhr, Arte. Danach sieben Tage online, siehe Surftipps.

Fotos

Lena Meyer-Landrut und Casper

Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Lena Meyer-Landrut und Casper,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger)

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17 Kommentare

  • Vor 2 Jahren

    Lena ist der Prototyp der jungen Gören. Nicht dumm, nur unsäglich treudoof und naiv, dazu weltfremd. Überspielt wird das ganze durch die freche Rotzgörenart und "Boys"-Lässigkeit, wobei man dennoch klischeehaft die kleine Märchenprinzessin spielt. Dazu gesellt sich bei ihr zickiges Naturell. Eigentlich kann Madame nicht viel (ich gehe mal davon aus, dass sich in der Küche so dumm anstellt wie auch beim Handwerken oder sonst wo, sofern ihrer Klappe auch mal Taten Folgen müssten). Möchtegern-Entertainerin - nur da sehe ich Chancen, dass man mit den obigen "Talenten" Erfolg haben kann. Singen, Modeln oder Schauspielern - wohl der Beruf, den jedes Mädchen ihres Kalibers (davon gibt's zuhauf) ergreifen möchte. Glück, sie hat ihn bekommen. Pech für den Fernsehzuschauer. Aber wer schaut überhaupt noch Fernsehen? - Nachrichten und Wissen holt man sich aus Büchern und dem Netz, Filme hat man werbefrei online oder um die Ecke in der Videothek, Samstagsabendshows sind ausgestorben - geht man lieber einen Trinken.

  • Vor 2 Jahren

    wer war denn nochmal die lena? achja die mit dem schlechten dialekt:D
    oh gott als ob die noch einer großartig wiedererkennt

  • Vor 2 Jahren

    Super ein Rapper der nicht rappen kann und eine Sängerin die nicht singen kann. Ich bin von Arte eigentlich besseres gewohnt.

  • Vor 2 Jahren

    @Cyclonos (« Ich habs mir angesehen und ich hatte den Eindruck dass die sich eigentlich ganz gut verstanden haben und so ein bisschen ironisch rumgefrotzelt haben.

    Hier wird mal wieder was ohne Substanz aufgeblasen. »):

    Habs auch gesehen und fands eine der schlechtesten Folgen überhaupt. Lena hat einmal mehr ihren Arschlochcharakter unter beweisgestellt und mehr als 3 Wörter pro Satz haben die beiden auch nich rausbekommen... war noch schlimmer als die Folge wo man John Carpenter mit der hohlen Potente losgeschickt hatte.

  • Vor 2 Jahren

    phuu, habs mir mal eben aus Langweile angetan. Also zum Ende war mein Verlangen auszumachen schon ziemlich stark. Lag auch definitiv an Lena. Fand sie zuvor eig. recht sympathisch aber die 50 min... es kommt einem vor als würde sie sich krampfhaft albern und locker geben wollen, kommt dabei aber total gekünstelt und kindisch rüber. Ich erwarte nicht von ihr dass sie super zynisch und cool ist, aber mit 20 war ich nicht so tranig drauf.
    Casper war eig ganz angenehm und hat viele Szenen gerettet. Was auch auffällt ist, wie gehaltlos die Folge war. Da sind 2 Musiker unterwegs und reden kaum über Musik. Überhaupt kam keine richtige Unterhaltung zu Stande. "Wie hast du dir deine Laufbahn vorstellt? - Äh, ja irgendwie halt..." "Kannst du ein Instrument spielen? - Oh Gott nein!"
    Vielleicht war die Kombination einfach nicht gut.
    Also ich finde die Folge nicht empfehlenswert....

  • Vor 2 Jahren

    Habe es heute morgen in der Wiederholung auf Arte gesehen... und der Visions-Bericht trifft es sehr viel besser.
    Lena versuchte über die komplette Stunde, durch ihr gekünstelt affektiertes Verhalten ihre flache Persönlichkeit zu übertünchen. Furchtbar aufgesetzt, schnippisch und in Dialogen absolut substanzlos und entkernt.
    Kann mir lebhaft vorstellen, dass der von Visions zitierte Kommentar des Regisseurs an Casper ("Ich mach das nur noch als Privatvergnügen. Mir macht das Spaß. Was die Frau hat, weiß ich nicht.") tatsächlich so stattfand.
    An Caspers Stelle hätt ich schon in seiner Wohnung abgebrochen, als Lena bzgl. seines an Joy Divisions' "Love will tear us apart" angelehnten Tattoos eingesteht, Band/Song nicht zu kennen... DAS und die Eingeständnisse während des Besuchs der Popakademie verdeutlichten mir noch mal, wie wenig Ahnung und Interesse sie eigentlich an MUSIK hat ("Is halt schwer, Melodien zu schreiben, wenn man kein Instrument spielt, aber dafür gibts ja dann so Profis, die lass ich dann zu mir kommen..."), und dass es ihr grundsätzlich immer nur um eine "MEINE Fresse im TV!"-Karriere ging. Zu schade, dass sie die auf dem Rücken der Musik austrägt...
    Andererseits - mit so einem untalentierten und selbstherrlichen Stück ohne Medienkompetenz an seiner Seite KONNTE Casper nur an Sympathie gewinnen - als Mensch hat er nach dieser Folge bei mir deutlich an Boden gewonnen.