Jux und Dollerei aus der Redaktion, Geburtstagsgrüße an Joy Division und der 5-Fragen-Check mit 3 Doors Down.

Inside The Shit (mis) - Eine Selbstanalyse dient ja in erster Linie dem Zweck, auf irgendeine Weise und bestenfalls im Detail heraus zu bekommen, wer wir sind. Nicht dass ich darüber tieferes Wissen angehäuft hätte: Ich kenne weder mein Beziehungs-Ich noch meine etwaigen dysfunktionalen Denkmuster. Ein bisschen traurig vielleicht, schließlich lese ich seit Jahren begeistert die Apotheken-Umschau.

Dieses Wissen half mir aber auch nicht weiter, als ich diese Woche verängstigt feststellte, dass ich das neue Limp Bizkit-Album gleich zwei Mal völlig selbstverständlich und ohne redaktionellen Zwang hintereinander weghörte und danach gleich noch zwei Mal den Track "Gold Cobra".

Was sagt das jetzt über mich aus? Noch dazu, wo mein Significant Other aka laut.de-Rapmetal-Instanz Dobler mit Miami Horror und den Pet Shop Boys grad voll pseudomäßig meine Synthie-Nummer fährt?

Lebenslänglich Gästeliste

"I don't wait in line cause I'm always on the guest list", lautet eine der goldenen Weisheiten, die Fred Durst ab dem 24. Juni offiziell unters Volk schmettert und mit der ich mich ja schon mal voll identifiziere. An anderen Stellen wird wiederum deutlich, warum es einem dann doch peinlich sein müsste, sich öffentlich zu Limp Bizkit zu bekennen oder sich als Rapmetal-Instanz bezeichnen zu lassen.

Angefangen vom nicht aussterbenden "Get Up"-, "Check one"- und "Fuck you up"-Gebrülle, den arg vorhersehbaren Hau-den-Lukas-Refrains und lyrischen Höhepunkten wie "Motherfucker, fuck you with my middle finger" oder "Hey hey, there's a motherfucking killer on the loose".

Das alles natürlich im bekannt-prolligen Südstaatenakzent: "If ya laikitah naht!" Haja, zwischendurch schon mal. Gern auch zwei Mal am Stück. Aber auch (oder gerade) für Typen wie mich hat Redcap-Fredl natürlich immer nen Spruch parat: "You might know a lot of things baby but not this".

Happy Birthday: "She's Lost Control" (1979)

Hiermit kenne ich mich schon besser aus. Aber wer es noch nicht wusste: Drei von vier New Order-Mitgliedern hatten vor 1981 schon mal ne Band, sie hieß Joy Division und warf einen dunklen, ruhmreichen Schatten auf alles Folgende.

Vor ziemlich genau 32 Jahren erschien die manische Single "She's Lost Control", die glücklicherweise auf der neuen Best Of "Total" enthalten ist, der ersten Compilation übrigens, die die Bands Joy Division und New Order auf Albumlänge zusammenführt. Auch wenn die bis auf drei Mitglieder ja gar nix miteinander zu tun haben.

Entgegen der weit verbreiteten Annahme handelt "She's Lost Control" nicht in verklausulierter Form von den Seelenqualen des an Epilepsie leidenden JD-Sängers Ian Curtis. Die Inspiration stammte von einer Frau, die ebenfalls an der Krankheit litt und die Curtis bei seiner Arbeit im Reha-Zentrum seiner Heimat Manchester kennenlernte. Später starb sie an einem Anfall.

5 Fragen an ... 3 Doors Down

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Welche Platte hast du dir zuletzt gekauft?

Brad Arnold: "Revelation" von Third Day.

Zitiere eine Zeile deines Lieblingssongs.

"Could have missed the pain / but I had to miss the dance."

Dein wertvollster materieller Besitz?

Es existiert nichts in meinem Besitz, ohne das ich nicht leben könnte.

Wovon bist du abhängig?

Zigaretten und Work Out.

Welche Berühmtheit, die du persönlich getroffen hast, machte einen großen Eindruck auf dich?

Die Jungs von Alter Bridge. Einige davon waren ein enormer Einfluss für unseren Werdegang als Band, bis zum heutigen Tag.

Am 17. Juli erscheint das fünfte 3 Doors Down-Studioalbum "Time Of My Life".

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Lieblingssong der Woche:

Es soll hier qua Rubrik ja um den Lieblingssong der Woche gehen. Bei "Tell Me Something I Don't Know" ist das Video fast noch bezaubernder. Wenn dieser herzanrührende Streifen samt blauem Yeti und Star-Besetzung Jon Hamm ("Mad Men") den französischen Hippies nicht größere Bekanntheit verschafft, können sie sich eigentlich gleich auflösen. Was wir nicht hoffen.

Michael Schuh hört Musik, beobachtet Kollegen und schreibt dann drüber. Personen, Orte und Handlung sind definitiv nicht erfunden. Weitere Anregungen und Indiskretionen bitte an den Schuhplattler michel@laut.de.

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3 Kommentare

  • Vor 3 Jahren

    so ein quatsch. was für ein drama hier auf laut.de immer wegen rapmetal gemacht wird. das is nichts weiter als eine musikrichtung, die einige mögen und andere halt nicht.

  • Vor 3 Jahren

    Ich mag die Musikrichtung, auch wenn ich die letztes Jahr in der C-Halle stinklangweilig fand. Kann aber auch was mit Getränkekonsum zu tun haben. Bin mal gespannt, wie die neue Platte klingt.

  • Vor 3 Jahren

    @THB-ill (« Ich mag die Musikrichtung, auch wenn ich die letztes Jahr in der C-Halle stinklangweilig fand. Kann aber auch was mit Getränkekonsum zu tun haben. Bin mal gespannt, wie die neue Platte klingt. »):

    auf iTunes oder lbunderground.de kannst du dir 90-sekunden-samples von jedem song anhören.